- Problem - vom Ist- zum Sollzustand
- Problemlösestrategien
- pädagogische Begleitung des Problemlöseprozesses
- Problemlösen in Verbindung mit Selbstregulation
Vorschau
Ein wesentliches Ziel von schulischen Lernprozessen, insbesondere im berufsbildenden Bereich, ist die Förderung der Fähigkeit mit zukünftigen Problemsituationen kompetent und adäquat umgehen zu können. Im Rahmen der Fragestellung, welche Möglichkeiten dem Mensch zur Verfügung stehen um die Problemlösefähigkeit zu steigern, stößt man auf zahlreiche Ansätze. Einige sind kaum tragbar, andere vielversprechende, annehmbare Konzepte. Diese Arbeit zeigt einen kleinen Ausschnitt ebendieser Konzepte zur Förderung der Problemlösekompetenz
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung in das Thema “Förderung der Problemlösekompetenz“
2. Das Problem
2.1. Vom Soll- zum Istzustand
2.2. Problemlösestrategien
2.3. Pädagogische Begleitung des Problemlöseprozesses
2.4. Problemlösen in Verbindung mit Selbstregulation
3. Fazit
4. Quellen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Steigerung der Problemlösefähigkeit, wobei der Fokus auf dem Zusammenspiel von fachlich angeleiteten Strategien und der Förderung von Selbstregulation liegt. Es wird analysiert, wie durch gezielte pädagogische Begleitung und die Verinnerlichung kognitiver sowie metakognitiver Strategien die Bewältigung komplexer Anforderungen verbessert werden kann.
- Neurobiologische Grundlagen der Problemlösefähigkeit
- Methodische Ansätze zur Problemlösung (z.B. S.P.A.L.T.E.N, Heuristiken nach Aebli)
- Die Rolle der pädagogischen Begleitung und Lehrperson
- Verbindung von Problemlösen und Selbstreguliertem Lernen
- Bedeutung der Selbstregulation für den Lernerfolg
Auszug aus dem Buch
2.1. Vom Soll- zum Istzustand
Dörner unterscheidet drei Faktoren, die ein Problem bestimmen. Ein solches zeichnet sich aus durch: 1. einen unerwünschten Anfangszustand A welcher in 2. einen erwünschten Zielzustand Z überführt werden soll, und 3. eine Barriere B zwischen A und Z, welche überwunden werden soll(vgl. Dörner 1979, S.10).
Dörner (ebd., S.11) nennt den Bereich zwischen Anfangs- und Zielzustand “Realitätsbereich“. Die möglichen Zustände in diesem Bereich nennt er “Sachverhalte“. Um von einem Sachverhalt zum nächsten zu gelangen, führt der Problemlöser Operationen durch. Hierbei wird zwischen äußeren (beobachtbare Verhaltensweisen) und inneren (Denkprozesse) Operationen unterschieden.
Nimmt man als Beispiel den Mathematikunterricht, ist der Anfangszustand die Aufgabenstellung die zum Ergebnis (Zielzustand) eine richtige Lösung haben soll und die Barriere ist der Raum (in dem es die richtigen Operationen zu wählen und auszuführen gilt) zwischen Anfangs- und Zielzustand. Nach Dörner (ebd.) liegt eine Barriere vor, wenn ein oder mehrere Operatoren nicht verfügbar sind, beziehungsweise nicht zu entscheiden ist welcher der verfügbaren Operatoren angewendet werden soll um einen gewissen Zweck zu erfüllen, oder Unklarheit über die Zielsetzung besteht.
Idealtypisch kann zwischen drei Barrieretypen unterschieden werden: “Wenn man in einer Problemsituation weiß, was man will und auch die Mittel [Operatoren] kennt, mit denen der angestrebte Zielzustand erreichbar ist, dann liegt das Problem in der richtigen Konstellation der Mittel. Man hat [dann] eine Interpolationsbarriere vor sich. Weiß man, was man will, kennt aber die Mittel nicht, so hat man eine Synthesebarriere, und weiß man gar nicht, was man eigentlich genau will, so hat man eine dialektische Barriere. Man sieht, dass die drei hier dargestellten Barrieretypen sich systematisch aus der Kombination der [Ausprägung des Bekanntheitsgrads der Mittel und der Klarheit der Zielsituation] ergeben. “ (Dörner 1979, S.14).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung in das Thema “Förderung der Problemlösekompetenz“: Die Einleitung motiviert die Wichtigkeit der Förderung von Problemlösefähigkeiten im Bildungsbereich und verweist auf die neurobiologische Plastizität des Gehirns als Basis für lebenslanges Lernen.
2. Das Problem: Dieses Kapitel definiert den Problemlösebegriff, stellt Strategien zur Bewältigung von Barrieren vor und beleuchtet die Bedeutung der pädagogischen Anleitung sowie der Selbstregulation.
3. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die Verbindung aus heuristischen Regeln und Selbstregulationskompetenzen entscheidend für den nachhaltigen Erfolg bei komplexen Aufgaben ist und fordert eine stärkere Implementierung dieser Ansätze im Bildungssystem.
4. Quellen: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Studien.
Schlüsselwörter
Problemlösekompetenz, Problemlösestrategien, Selbstregulation, Selbstreguliertes Lernen, Pädagogische Begleitung, Heuristik, Kognition, Metakognition, Barrieren, Zielzustand, Bildungssystem, Lernprozesse, Lernstrategien, Gehirnplastizität, Kompetenzförderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Fundierung und der praktischen Förderung der Problemlösekompetenz, insbesondere unter der Berücksichtigung von Lernprozessen im schulischen und beruflichen Kontext.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Definition von Problemstrukturen, verschiedene Strategien zur Problemlösung, die Bedeutung der pädagogischen Begleitung und die essenzielle Verbindung zur Selbstregulation des Lernenden.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, Konzepte zur Steigerung der Problemlösefähigkeit zu identifizieren und aufzuzeigen, wie diese durch Training, Anleitung und die Förderung selbstregulierten Lernens effektiv umgesetzt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung existierender psychologischer und erziehungswissenschaftlicher Literatur sowie Modellen führender Forscher in den Bereichen Kognitionspsychologie und Pädagogik.
Welche Inhalte bilden den Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil behandelt die theoretische Einordnung von Problemen (Soll-Ist-Zustände), analysiert diverse Lösungsheuristiken, erläutert die Rolle des Lehrenden als Begleiter und setzt das Problemlösen in den Kontext der Selbstregulationsfähigkeit.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Die wichtigsten Begriffe sind Problemlösekompetenz, Selbstregulation, Heuristiken, pädagogische Begleitung und kognitive Ressourcen.
Was besagt das S.P.A.L.T.E.N.-Modell im Kontext der Problemlösung?
Das Akronym S.P.A.L.T.E.N. steht für ein methodisches Werkzeug, das Schritte wie Situationsanalyse, Problemeingrenzung, Alternativenaufzeigen, Lösungsauswahl, Tragweitenabschätzung, Einführung und Nachbearbeitung umfasst.
Wie beeinflusst die Lehrperson den Problemlöseprozess laut der Arbeit?
Die Lehrperson fungiert als Modell und Mentor, die durch gezielte Hilfestellungen sicherstellt, dass Schüler heuristische Regeln anwenden, ihre Vorgehensweise reflektieren und schließlich autonom Probleme bewältigen können.
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- Doreen Maniura (Author), 2012, Förderung der Problemlösekompetenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198678