Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Rhétorique / Phonétique / Orthophonie

Platon: Gorgias 494c - 506c

Titre: Platon: Gorgias 494c - 506c

Exposé (Elaboration) , 2012 , 12 Pages , Note: noch keine

Autor:in: Julia Esau (Auteur)

Rhétorique / Phonétique / Orthophonie
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Als Gorgias (ca. 480 - 380 v. Chr.), ein sophistischer Redelehrer, „die Athener mit seinen Reden in Staunen versetzt“ und ein starkes Interesse an der Rhetorik in Griechenland entsteht, ist es für Platon (427 - 347 v. Chr.) fast schon obligatorisch, dazu eine Meinung zu entwickeln und diese auch zu äußern. Hierfür schreibt er mehrere Dialoge, wie Gorgias und Phaidros, in denen er „Fragen zur Rolle und Theorie der Rhetorik“ aufwirft.
In Platons Dialog Gorgias wird starke Kritik an der Sophistik und im gleichen Zug auch an der Rhetorik geübt, jedoch „skizziert [er] gegen Ende des Phaidros“ eine Art reformiere Rhetorik, die der Ausgangspunkt für Aristoteles Überlegungen über die Rhetorik wird.
Allgemein lässt sich Gorgias in die literarische Form eines dramatischen Dialogs Platons eingliedern, da nur das „reine Redegeschehen“ im Text enthalten ist, jedoch keine Einleitung, in der die sprechenden Personen bzw. Figuren und das Setting erläutert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Setting

III. Fragestellungen

IV. Diskussionsverlauf

V. Gesprächs-Management

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den zentralen Diskussionsabschnitt zwischen Sokrates und Kallikles im platonischen Dialog Gorgias (494c bis 506c). Ziel ist es, die philosophischen Argumentationen zum Verhältnis von Lust, Erkenntnis und dem Guten zu untersuchen sowie die rhetorischen Strategien der Gesprächsführung und das angewandte Gesprächsmanagement der Beteiligten kritisch zu beleuchten.

  • Die Auseinandersetzung über die Identität oder Differenz von Angenehmen und Guten.
  • Die Analyse der Rollencharakteristik und der Interaktionen der Dialogfiguren.
  • Die Untersuchung der rhetorischen Steuerungsinstrumente wie Themensetzung und Formulierungsmanagement.
  • Die Bewertung des sokratischen Anspruchs auf Wahrheitssuche gegenüber der Lebensphilosophie des Kallikles.

Auszug aus dem Buch

V. Gesprächs-Management

Da Platons Gorgias ein Dialog ist, bietet es sich natürlich an, diesen auf die Gesprächs-Management zu untersuchen. Wenn der Orator „sein Anliegen im und mit Hilfe des Gesprächs“ vermitteln will, „ist der rhetorische Fall eingetreten“. Der Orator muss nun „moderierend (lenkend) in den Gesprächsablauf“ hineinwirken, soweit es ihm Nutzen bringt. Auch Platon lässt im Gorgias seine Figuren im Gespräch verschiedene Managements verwenden. Diese sollen im Folgenden kurz aufgeführt werden: Beziehungs-Management. Der Orator muss analysieren, welche Rolle er und sein Gesprächspartner im Gespräch haben. Das „Turn taking“ und das „Zusammenspiel der Gesprächspartner“ spielen hier eine wichtige Rolle. Hieraus entstehen „im positiven Fall Interventionschancen oder im negativen Fall Interventionszwänge“.

Kallikles beleidigt Sokrates, er versucht dessen Image als techné Beherrschender anzugreifen. Er bezeichnet ihn als Kind und schlechten Gesprächspartner. Sokrates will Kallikles durch Schmeichelei auf seine Seite ziehen, diese Schmeicheleien sind jedoch ironisch gemeint. Er gibt aber vor, dass er und Kallikles die gleiche Meinung vertreten, im Gegensatz zu Gorgias und Polos, die durch Sokrates anscheinend verschüchtert wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung bettet den Gorgias-Dialog in den Kontext von Platons Rhetorikkritik ein und verortet ihn als dramatischen Dialog, der die Sophistik kritisch hinterfragt.

II. Setting: Dieser Abschnitt erläutert die kommunikativen Rahmenbedingungen und charakterisiert die zentralen Figuren Gorgias, Polos, Kallikles und Sokrates in ihrer jeweiligen dramaturgischen Funktion.

III. Fragestellungen: Hier werden die zentralen philosophischen Probleme wie das Verhältnis von Lust und Gutem sowie die Ordnung der Seele aus dem Textbereich 494c-506c extrahiert.

IV. Diskussionsverlauf: Dieser Teil fasst die inhaltliche Auseinandersetzung zwischen Sokrates und Kallikles zusammen, insbesondere die Widerlegung der Gleichsetzung von Lust und Gutem durch die sokratische Dialektik.

V. Gesprächs-Management: Das Kapitel analysiert die angewandten rhetorischen Strategien im Dialog, unterteilt in Beziehungs-, Image-, Rationalitäts-, Emotions-, Themen-, Formulierungs- und Performanz-Management.

Schlüsselwörter

Platon, Gorgias, Sokrates, Kallikles, Rhetorik, Dialektik, Gesprächsmanagement, Lust, Agaton, Eudamonie, Sophistik, Vernunft, Schmeichelei, Seele, Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den platonischen Dialog Gorgias, speziell den Abschnitt zwischen 494c und 506c, unter rhetorischen und philosophischen Gesichtspunkten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen das Verhältnis von Lust und Gutem, die rhetorische Gesprächsführung sowie die ethische Ordnung der Seele.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die rhetorischen Mechanismen und das Gesprächsmanagement aufzudecken, mit denen Sokrates seinen Dialogpartner Kallikles argumentativ lenkt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine textbasierte, rhetorische Analyse, die Begriffe aus der modernen Rhetorikwissenschaft auf klassische Dialogtexte anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Rekonstruktion der Diskussion (Diskussionsverlauf) und eine systematische Analyse der rhetorischen Management-Strategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Rhetorik, Dialektik, Gesprächsmanagement, Lust, das Gute (Agaton) und die sokratische Methode.

Wie reagiert Kallikles auf die sokratische Argumentation?

Kallikles reagiert zunehmend genervt und versucht, sich der Diskussion zu entziehen, da er seine Lebensphilosophie bedroht sieht und rhetorisch unterlegen ist.

Warum spielt das "Beziehungs-Management" laut der Autorin eine so große Rolle im Gorgias?

Weil der Erfolg des sokratischen Arguments nicht nur vom Inhalt abhängt, sondern maßgeblich davon, wie Sokrates die Beziehung zum Partner durch Ironie und Schmeichelei steuert.

Inwiefern unterscheiden sich Kochkunst und Heilkunst im Dialog?

Sokrates nutzt den Vergleich, um zu verdeutlichen, dass die Kochkunst bloße Schmeichelei auf Lust aus ist, während die Heilkunst als echte Technik das Beste der Seele zum Ziel hat.

Fin de l'extrait de 12 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Platon: Gorgias 494c - 506c
Université
University of Tubingen  (Allgemeine Rhetorik)
Cours
Literaturseminar Platon Dialoge
Note
noch keine
Auteur
Julia Esau (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
12
N° de catalogue
V198682
ISBN (ebook)
9783656250852
ISBN (Livre)
9783656251835
Langue
allemand
mots-clé
Platon Dialog Gespräch Gespräch-Managements Gorgias Kallikles
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julia Esau (Auteur), 2012, Platon: Gorgias 494c - 506c, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198682
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  12  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint