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Linkshändiges Lehren und Lernen im Sportunterricht der Primarstufe und Sekundarstufe I

Titre: Linkshändiges Lehren und Lernen im Sportunterricht der Primarstufe und Sekundarstufe I

Epreuve d'examen , 2001 , 71 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Martin Peitzer (Auteur)

Pédagogie - Psychologie pédagogique
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I Wissenschaftliche Erkenntnisse über Linkshändigkeit

1. Ursprünge der Linkshändigkeit

Linkshändigkeit ist kein neues Thema. Linkshändigkeit ist generell auch keine Krankheit, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat (vgl. OLSSON, S. 39)(1). Schon in der Steinzeit gab es Linkshänder. Zu dieser Zeit sind diese wahrscheinlich auch als Sonderlinge verkannt und vielleicht sogar gefürchtet gewesen.
Da in der jüngeren Vergangenheit eine solche "Nichtanpassung" eher provozierend war, versuchte man dem Linkshänder den Dämon auszutreiben und zwang ihn mit der "richtigen", der rechten Hand zu schreiben. Schon die Höhlenmalereien in der Steinzeit zeigen, dass die Menschen dort hauptsächlich mit der rechten Hand ihre Werkzeuge fertigten und auch benutzten.
Handrumriss-Zeichnungen der Cro-Magnon-Menschen zeigen, dass 80% die
linke Hand darstellten. (vgl. SPRINGER S. 84)(2)
Die vorher genannten Tatsachen belegen unter anderem, dass die Bevorzugung der rechten Hand nicht unbedingt durch die Zivilisierung gekommen sein muss.
[...]
_____
1 OLSSON, Bo; RETT, Andreas: Linkshändigkeit. Bern u.a.: Huber, 1989
2 SPRINGER, Sally; DEUTSCH, Georg.: Linkes - Rechtes Gehirn: funktionelle Asymmetrien.
Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft, 31990

Extrait


Inhaltsverzeichnis

VORBEMERKUNG

I WISSENSCHAFTLICHE ERKENNTNISSE ÜBER LINKSHÄNDIGKEIT

1. URSPRÜNGE DER LINKSHÄNDIGKEIT

1.1. Erklärungsversuche der Linkshändigkeit in der Geschichte

1.2. Herkunft der Linkshändigkeit

1.3. Linkshänder in anderen Kulturen

2. DAS RÄTSEL LINKSHÄNDIGKEIT

3. LINKSHÄNDER IN UNSERER GESELLSCHAFT

4. UMGESCHULTE LINKSHÄNDER

4.1. Primär- und Sekundärfolgen der Umschulung der Händigkeit

4.2. Beidhänder

5. GEHIRNPHYSIOLOGIE

5.1. Stammhirn

5.2. Kleinhirn

5.3. Zwischenhirn

5.4. Großhirn (Zerebrum)

6. PSYCHOLOGISCHE FOLGEN

7. VON DER HÄNDIGKEIT ZUR SPEZIALISIERUNG IM GEHIRN

II LINKSHÄNDIGKEIT IM SPORTUNTERRICHT

1. SITUATION DER LINKSHÄNDER IM SPORTUNTERRICHT

2. ALLGEMEINE PROBLEME DER HÄNDIGKEIT IM SPORTUNTERRICHT

3. KONTRALATERALER MITÜBUNGSEFFEKT

4. PROBLEME IN EINZELNEN SPORTARTEN

5. PROBLEMLÖSUNGSANSÄTZE

6. FOLGEN FÜR DEN SPORTUNTERRICHT AUS DEN WISSENSCHAFTLICHEN UNTERSUCHUNGEN

6.1. Phänomen des Handwechsels

6.2. Phänomen unterschiedlicher Ausprägung der Händigkeit und der Beinigkeit

6.3. Drehseitigkeit

III DURCHFÜHRUNG EINES SCHULVERSUCHES

1. SCHULBESUCH

2. ÜBUNGEN

2.1. Schwerpunkt auf die Händigkeit:

2.2. Schwerpunkt auf die Füßigkeit

2.3. Schwerpunkt auf die Drehseitigkeit

3. ANALYSE DER GRUPPE

4. SCHULVERSUCHE MIT JUGENDLICHEN DER 6. UND 7. JAHRGANGSSTUFE

4.1. Die einzelnen Stationen für die Untersuchung:

4.2. Aufbau der Stationen

4.3. Verlauf des Schulversuchs

4.4. Ergebnisse

5. ZUSAMMENFASSUNG

IV SCHLUSSBEMERKUNG

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das Thema der Linkshändigkeit im Kontext des Sportunterrichts der Primar- und Sekundarstufe I, mit dem Ziel, die Herausforderungen für Linkshänder bei motorischen Lernprozessen zu analysieren und praktische Ansätze für einen seitigkeitsorientierten Unterricht aufzuzeigen.

  • Wissenschaftliche Grundlagen zur Entstehung und Erforschung der Linkshändigkeit
  • Neurophysiologische Aspekte und die Rolle der Gehirnhemisphären
  • Probleme und Lösungsansätze im praktischen Sportunterricht
  • Empirische Untersuchung der Händigkeit und Beinigkeit bei Schülern

Auszug aus dem Buch

1. Ursprünge der Linkshändigkeit

Linkshändigkeit ist kein neues Thema. Linkshändigkeit ist generell auch keine Krankheit, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat (vgl. OLSSON, S. 39). Schon in der Steinzeit gab es Linkshänder. Zu dieser Zeit sind diese wahrscheinlich auch als Sonderlinge verkannt und vielleicht sogar gefürchtet gewesen.

Da in der jüngeren Vergangenheit eine solche „Nichtanpassung“ eher provozierend war, versuchte man dem Linkshänder den Dämon auszutreiben und zwang ihn mit der „richtigen“, der rechten Hand zu schreiben.

Schon die Höhlenmalereien in der Steinzeit zeigen, dass die Menschen dort hauptsächlich mit der rechten Hand ihre Werkzeuge fertigten und auch benutzten.

Handumriss-Zeichnungen der Cro-Magnon-Menschen zeigen, dass 80% die linke Hand darstellten. (vgl. SPRINGER S. 84)

Die vorher genannten Tatsachen belegen unter anderem, dass die Bevorzugung der rechten Hand nicht unbedingt durch die Zivilisierung gekommen sein muss.

Zusammenfassung der Kapitel

I WISSENSCHAFTLICHE ERKENNTNISSE ÜBER LINKSHÄNDIGKEIT: Dieses Kapitel erläutert die historischen, genetischen und neurophysiologischen Grundlagen, die für das Verständnis von Linkshändigkeit und die Funktionen der Gehirnhemisphären essenziell sind.

II LINKSHÄNDIGKEIT IM SPORTUNTERRICHT: Hier werden die spezifischen Herausforderungen von Linkshändern im Sport sowie theoretische Ansätze zur Lösung dieser Probleme im Unterrichtsalltag diskutiert.

III DURCHFÜHRUNG EINES SCHULVERSUCHES: Dieses Kapitel berichtet über einen praktischen Schulversuch an einer 6. und 7. Jahrgangsstufe, bei dem durch verschiedene Stationen die Händigkeit und Beinigkeit der Schüler untersucht wurden.

IV SCHLUSSBEMERKUNG: Ein abschließendes Fazit, das die Komplexität der Thematik zusammenfasst und die Bedeutung einer bewussten Wahrnehmung von Seitigkeit im Sportunterricht hervorhebt.

Schlüsselwörter

Linkshändigkeit, Sportunterricht, Seitigkeit, Händigkeit, Beinigkeit, Drehseitigkeit, Motorik, Gehirnphysiologie, Lateralisation, Umschulung, Handwechsel, Sportdidaktik, Schulversuch, Koordination, motorische Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Besonderheiten der Linkshändigkeit im schulischen Sportunterricht der Primar- und Sekundarstufe I.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die wissenschaftlichen Grundlagen der Händigkeit, neurophysiologische Zusammenhänge und die praktische Bewältigung sportlicher Anforderungen durch Linkshänder.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Schwierigkeiten von Linkshändern bei der Nachahmung von Bewegungsabläufen zu identifizieren und Wege für eine bessere Berücksichtigung dieser Schüler im Sportunterricht aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben einer ausführlichen Literaturanalyse wird ein eigener Schulversuch durchgeführt, um bei Schülern der 6. und 7. Klasse die Händigkeit und Beinigkeit praktisch zu testen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Gehirnphysiologie und Psychologie sowie einen praxisorientierten Teil über Probleme in Sportarten und die Durchführung von Tests.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Linkshändigkeit, Seitigkeit, Sportdidaktik, Motorik und Lateralisation charakterisieren.

Warum spielt die Gehirnphysiologie für die Untersuchung eine Rolle?

Die physiologische Überkreuzsteuerung und die Spezialisierung der Gehirnhälften sind maßgeblich dafür, wie Bewegungen motorisch kontrolliert und gelernt werden.

Welche Bedeutung haben die im Anhang beschriebenen Stationen?

Die Stationen dienen der praktischen Erhebung der Händigkeit und Beinigkeit, um Schülern durch den Wechsel der Belastungsseiten ein Bewusstsein für ihre Seitigkeit zu vermitteln.

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Résumé des informations

Titre
Linkshändiges Lehren und Lernen im Sportunterricht der Primarstufe und Sekundarstufe I
Université
Karlsruhe University of Education  (Fachbereich Pädagogik)
Note
2,0
Auteur
Martin Peitzer (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
71
N° de catalogue
V1987
ISBN (ebook)
9783638112260
Langue
allemand
mots-clé
Sport Linkshändigkeit Unterricht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Peitzer (Auteur), 2001, Linkshändiges Lehren und Lernen im Sportunterricht der Primarstufe und Sekundarstufe I, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1987
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