1.Einleitung
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird der chinesische Arbeitsmarkt näher betrachtet. Dieser hat vor allem im Laufe der betrachteten Zeit einen enormen Wandel durchlebt. Die neoliberalen Reformen, die in der westlichen Welt seit den achtziger Jahren verstärkt begonnen haben, und auch die marktwirtschaftlichen Reformen in den ehemals kommunistisch geprägten Ländern erreichten China ebenfalls und ließen auch den chinesischen Arbeitsmarkt nicht unberührt. Die Globalisierung, die Finanzkrisen und das starke Bevölkerungswachstum Chinas sind weitere Faktoren, die im Hinblick auf den chinesischen Arbeitsmarkt von großer Bedeutung sind.
Zunächst werden die Wirtschaftsdaten der Volksrepublik China in Zahlen und Fakten dargestellt, um einen Einblick in die aktuelle Situation zu gewähren. China kommt in der Weltwirtschaft eine sehr bedeutende Rolle zu, speziell der Arbeitsmarkt ist sehr facettenreich und war in den vergangenen Jahrzehnten vielen Veränderungen ausgesetzt. Aus diesem Grund wird es wichtig sein, auf die historischen Grundlagen des chinesischen Arbeitsmarktsystems, vor und nach den Reformen 1978 einzugehen. Um das Gesamtbild des Arbeitsmarktes zu vervollständigen wird anschließend kurz die aktuelle Situation angerissen.
Der Fokus dieser Arbeit soll dabei auf die Rolle der chinesischen Arbeitskräfte im Globalisierungsprozess und der damit zusammenhängenden Existenz der Sonderwirtschaftszonen liegen. Thematisiert werden soll in der vorliegenden Schrift dabei vor allem die Art und Weise wie die Arbeitskapazitäten des bevölkerungsreichsten Landes der Welt, vor allem im Hinblick auf die Globalisierungsentwicklungen und die Wirtschafts- und Finanzkrisen genutzt oder wenn man es treffender formulieren möchte ausgenutzt werden. Vor diesem Hintergrund wird dargestellt welche Schwierigkeiten in Bezug auf Gewerkschaften in China existieren und die Rolle der multinationalen Konzerne als so genannte „Global Player“ genauer betrachtet. Als Folge daraus soll auf die Maßnahmen der chinesischen Regierung eingegangen werden, ob und inwieweit sie welche ergreift, um einem gesunden Arbeitsmarktsystem gerecht zu werden.
Inhalt
1. Einleitung:
2. China: Topographie, Demographie und Wirtschaftsdaten
3. Arbeitssystem im chinesischen Arbeitsmarkt
3.1. Arbeitsplan statt Arbeitsmarkt nach der Revolution 1949
3.2. Reformen des chinesischen Arbeitssystems nach 1978
3.3. Aktuelle Entwicklungen des chinesischen Arbeitsmarktes
4. Chinas Arbeitsmarkt im Globalisierungsprozess
4.1. Der WTO-Beitritt Chinas
4.2. Wie hoch ist der Preis für Chinas marktwirtschaftliche Öffnung?
5. Die „Fabrik der Welt“ und die Sonderwirtschaftszonen
5.1. Exportproduktionszonen und ihre Wanderarbeiter
5.2. Gewerkschaft versus NGO
5.3. Die Rolle der multinationalen Konzerne
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Wie hat sich der chinesische Arbeitsmarkt seit 1949 verändert?
Nach der Revolution 1949 herrschte ein zentraler Arbeitsplan; seit den Reformen von 1978 fand eine schrittweise marktwirtschaftliche Öffnung statt.
Was sind Sonderwirtschaftszonen in China?
Dies sind Gebiete mit speziellen wirtschaftlichen Regeln, die ausländische Investitionen anlocken und als Motoren der Globalisierung fungieren.
Welche Rolle spielen Wanderarbeiter in China?
Wanderarbeiter sind die tragende Säule der "Fabrik der Welt", arbeiten jedoch oft unter prekären Bedingungen in den Exportproduktionszonen.
Welchen Einfluss hatte der WTO-Beitritt auf China?
Der Beitritt im Jahr 2001 beschleunigte die Integration Chinas in die Weltwirtschaft und erhöhte den Wettbewerbsdruck auf den heimischen Arbeitsmarkt.
Gibt es in China freie Gewerkschaften?
Die Arbeit thematisiert die Schwierigkeiten bei der Gründung unabhängiger Gewerkschaften und den Konflikt zwischen staatlichen Organisationen und NGOs.
- Quote paper
- Malihe Zavareh (Author), 2012, Das chinesische Wirtschaftswunder: Der chinesische Arbeitsmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198886