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Die familiäre Ernährungserziehung von Kindern unter spezieller Betrachtung der klassischen Lerntheorien

Titre: Die familiäre Ernährungserziehung von Kindern unter spezieller Betrachtung der klassischen Lerntheorien

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 15 Pages , Note: 1,00

Autor:in: Martina Kreuter (Auteur)

Santé - Sciences de l'alimentation
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Résumé Extrait Résumé des informations

1. Einleitung
Aus dem Österreichischen Ernährungsbericht 2003 [1; S.1] lassen sich alamierende Daten erheben: 35 % der Männer und 20 % der Frauen sind übergewichtig, jeweils 6% davon adipös. Bei den Jüngsten sind 11 % der Burschen und 10 % der Mädchen übergewichtig und 5 % bzw. 4 % adipös. Die Folgen des Ernährungsverhaltens der Bevölkerung breiten sich schleichend aus [2; S.6]. Durch das Übergewicht erhöht sich das Risiko, an chronischen Krankheiten wie beispielsweise Diabetes Typ II, Hypertonie oder Krebs zu erkranken. Weitere entstehende Probleme können den Bewegungsapparat, die Atmung und die Psyche betreffen. Die meisten Erwachsenen wissen zwar genau wie sie sich ernähren sollten (meist durch Medien), sie tun es nur nicht [2; S.6]! Da das Ernährungsverhalten bereits im Kindesalter erlernt bzw. manifestiert wird, kommt einer frühkindlichen Vermittlung von Wissen über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit eine besondere Bedeutung zu [3; S.7]. Die Hypothese für die vorliegende hermeneutische Arbeit lautet: Durch eine ernährungsphysiologisch wertvolle, familiäre Ernährungserziehung kann unter Berücksichtigung der klassischen Lerntheorien (gesunden) Kindern ein gesundes Ernährungsverhalten gelernt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzer Blick in die Vergangenheit

3. Ernährungserziehung und Ernährungsverhalten

3.1. Definition Ernährungserziehung

3.2. Definition Ernährungsverhalten

3.3. Das Drei-Komponenten-Modell

3.4. Hindernisse in der Ernährungserziehung

4. Familiäre Ernährungserziehung

4.1. Allgemein

4.2. Lernen

4.2.1. Die klassische Konditionierung

4.2.2. Die operante Konditionierung

4.2.3. Lernen am Modell (und Gewöhnung)

5. Häufige Fehler und Lösungsansätze

5.1. Ernährung der Eltern

5.2. Verbieten bzw. Gesundheitsbewusstsein

5.3. Familientisch

5.4. Gesundes Ess-Sättigungs-Gefühl

6. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht, wie durch eine ernährungsphysiologisch wertvolle familiäre Erziehung unter Einbeziehung klassischer Lerntheorien ein gesundes Ernährungsverhalten bei Kindern gefördert werden kann. Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Eltern durch ihr Vorbild und die Gestaltung des Essalltags präventiv gegen Fehlernährungen wirken können.

  • Bedeutung der klassischen Lerntheorien in der Ernährungspsychologie
  • Einfluss des elterlichen Vorbildverhaltens und der familiären Umgebung
  • Überwindung von Hindernissen wie Überfluss und psychologischer Genussorientierung
  • Förderung der Selbstverantwortung bei der Ernährung
  • Vermeidung kontraproduktiver Erziehungsmethoden

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Die klassische Konditionierung

Der amerikanische Psychologieprofessor Seligman begründete das „Sauce Béarnaise-Syndrom“. Der abstrakte Name lässt sich darauf zurückführen, dass Seligman nach dem Verzehr eines Abendessens Übelkeit sowie Erbrechen verspürte und diese Symptome auf den Konsum der Sauce schloss.

Ein unangenehmes, schockartiges Erlebnis, gekoppelt an ein bestimmtes Essen, kann eine lebenslange Abneigung erzeugen [4; S.34].

V. Pudel [4; S.33] stellt als Beispiel eine Situation, in der das Kind von der Mutter zum Aufessen eines Spinatgerichtes „gezwungen“ wird, dar. Bei einer Abwehrreaktion des Sprösslings fällt die Speise auf den Teppich, worauf die Mutter ihr Kind ohrfeigt. Er schließt daraus, dass das Kind eine Komponente dieser Mahlzeit in Zukunft verabscheuen wird.

Nach diesem Erklärungsmodell werden bereits in der Kindheit mit bestimmten Lebensmitteln positive oder negative Erfahrungen verknüpft. Auch wenn die Reizqualitäten (z.B. Übelkeit, Schmerz durch eine Ohrfeige,…) schon lange nicht mehr in Zusammenhang mit diesen Essen auftreten, bleiben dennoch Präferenzen bzw. Aversionen dauerhaft bestehen und werden meistens zeitlebens nicht mehr gelöscht. Auf diese Weise erworbene Vorlieben oder Abneigungen stehen selten mit biologischen Bedürfnissen des Körpers im Einklang und können sogar eine bedarfsgerechte Ernährung verhindern [10; S.65].

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die alarmierenden Daten zur Übergewichtigkeit bei Kindern und stellt die Hypothese auf, dass ein gesundes Ernährungsverhalten durch erlernte Muster in der Familie gefördert werden kann.

2. Kurzer Blick in die Vergangenheit: Das Kapitel reflektiert den historischen Wandel von der Mangelernährung, bei der Essen als Überlebensstrategie diente, hin zur heutigen Überflussgesellschaft.

3. Ernährungserziehung und Ernährungsverhalten: Hier werden Definitionen sowie das Drei-Komponenten-Modell nach Pudel vorgestellt, um die komplexen Faktoren des Essverhaltens zu analysieren.

4. Familiäre Ernährungserziehung: Dieses Kapitel behandelt die zentrale Rolle des Lernens in der Familie, unterteilt in klassische Konditionierung, operante Konditionierung und Lernen am Modell.

5. Häufige Fehler und Lösungsansätze: Es werden praxisnahe Empfehlungen zur Gestaltung des Familientisches, der Vorbildfunktion der Eltern und dem Umgang mit Verboten gegeben.

6. Konklusion: Das Fazit unterstreicht die Bedeutung von Geduld und individuellen Spielräumen, um die Eigenverantwortung von Kindern langfristig zu stärken.

Schlüsselwörter

Ernährungserziehung, Ernährungsverhalten, Lerntheorien, klassische Konditionierung, operante Konditionierung, Lernen am Modell, Vorbildfunktion, Übergewicht, Familienernährung, Essgewohnheiten, Ernährungspsychologie, Prävention, Nahrungspräferenzen, Kinderernährung, Drei-Komponenten-Modell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den psychologischen Mechanismen der familiären Ernährungserziehung und wie Kinder ein gesundes Ernährungsverhalten erlernen können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die Lerntheorien der Psychologie, die Rolle der Eltern als Vorbilder und der Einfluss von Umgebung und Kultur auf das kindliche Essverhalten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie durch eine wertvolle Ernährungserziehung unter Berücksichtigung klassischer Lerntheorien gesunde Ernährungsgewohnheiten bei Kindern etabliert werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Autorin verwendet eine hermeneutische Analyse, die auf psychologischen Grundlagentheorien und ernährungsmedizinischen Erkenntnissen basiert.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert die drei Lernformen (klassische und operante Konditionierung sowie Lernen am Modell) und wendet diese auf den praktischen Familienalltag an.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ernährungserziehung, Vorbildwirkung, Gewöhnung, Lernmodelle sowie der bewusste Umgang mit Lebensmittelüberfluss.

Was ist das "Sauce Béarnaise-Syndrom"?

Es beschreibt ein Phänomen der klassischen Konditionierung, bei dem eine einmalige, unangenehme Erfahrung (wie Übelkeit nach dem Essen) zu einer lebenslangen Aversion gegen ein bestimmtes Lebensmittel führen kann.

Warum sind komplette Verbote von Lebensmitteln laut der Arbeit kontraproduktiv?

Verbote machen Lebensmittel zu „Konfliktlebensmitteln“, was deren Reiz für Kinder oft erhöht und zu einer ungesunden psychologischen Fixierung führen kann.

Wie sollten Eltern laut der Autorin mit dem Sättigungsgefühl von Kindern umgehen?

Die Autorin empfiehlt, das natürliche Körpergefühl der Kinder zu respektieren, ihnen Portionsgrößen selbst bestimmen zu lassen und keinen Zwang zur Leerung des Tellers auszuüben.

Welche Rolle spielt der "Familientisch"?

Der Familientisch sollte ein positiver Ort bleiben und nicht als Schauplatz für Machtkämpfe missbraucht werden, um andere Erziehungsziele durchzusetzen.

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Résumé des informations

Titre
Die familiäre Ernährungserziehung von Kindern unter spezieller Betrachtung der klassischen Lerntheorien
Université
Akademie für den Diätdienst und ernährungsmedizinischen Beratungsdienst am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien
Note
1,00
Auteur
Martina Kreuter (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
15
N° de catalogue
V198951
ISBN (ebook)
9783656257646
ISBN (Livre)
9783656259268
Langue
allemand
mots-clé
Lernmodelle Ernährungserziehung Pädagogik Erziehungswissenschaft Ernährungslehre Erziehung Essen Kinder
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martina Kreuter (Auteur), 2007, Die familiäre Ernährungserziehung von Kindern unter spezieller Betrachtung der klassischen Lerntheorien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198951
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Extrait de  15  pages
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