Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Controlling

Nachhaltigkeit und Balanced Scorecard: Erfordernisse und Herausforderungen an international tätige Hilfsorganisationen

Titel: Nachhaltigkeit und Balanced Scorecard: Erfordernisse und Herausforderungen an international tätige Hilfsorganisationen

Masterarbeit , 2012 , 116 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dipl-Kfm. (FH) Thomas Hockenbrink (Autor:in)

BWL - Controlling
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Balanced Scorecard (BSC) kann ein Instrument sein, um die Diskrepanz zwischen Strategiefindung und -umsetzung zu überwinden. Innovative Unternehmen nutzen die BSC als organisatorischen Rahmen für den gesamten Managementprozess. Dabei kann das gesamte Potenzial der BSC dann genutzt werden, wenn sie als strategisches Managementsystem verstanden wird, um die Unternehmensstrategie langfristig zu verfolgen.

Die wenigen Einleitungssätze verdeutlichen das Ziel und den Hintergrund zur Nutzung einer BSC. Sie dient als strategisches Controlling-Instrument mit dem Ziel, die Unternehmensstrategie in einem ausgewogenen Kontext darzustellen. Die Aktivitäten der Organisation sollen im Hinblick auf deren Vision und Strategie messbar, dokumentierbar und steuerbar werden.

Das Umfeld, in dem sich Hilfsorganisationen bewegen, ist zunehmend schwieriger geworden. Hilfsorganisationen hängen ökonomisch ab von den privaten Spenden und öffentlichen Zuwendungen. Sie agieren ebenfalls auf einem Markt, indem sie im Verdrängungswettbewerb mit anderen Hilfsorganisationen stehen und untereinander konkurrieren. Alle Hilfsorganisationen sind daher mehr denn je aufgefordert, ökonomisch zu handeln. Hierzu zählt das effektive und effiziente Wirtschaften mit den zur Verfügung gestellten monetären Mitteln.

Das hierbei festgestellte sowohl organisationsinterne als auch -externe Problem ist das Nichterkennen einer Unternehmensstrategie. Häufig besteht auf oberster Unternehmensebene keine Klarheit über Vision und strategische Ziele. Oftmals fehlt die Verbindung zwischen strategischen Zielen und Zielen einzelner Geschäftsbereiche oder Niederlassungen. Zudem werden Strategien als bloße Wunschvorstellungen formuliert, deren Realisierung anhand monetärer Größen gemessen werden, die Mitarbeiter nicht verstehen, da Sinnzusammenhänge und Ursache-Wirkungsbeziehungen nicht transparent gemacht werden. Daraus folgt unmittelbar die Notwendigkeit, eine integrierte, ganzheitliche und unternehmensspezifische Gesamtsicht in Form einer ausgewogenen Zusammenstellung von monetären und nicht-monetären Kennzahlen zu entwickeln, um den Entscheidungsträgern im Unternehmen differenzierte Informationen über wichtige strategische Faktoren zu geben. Nur so ist eine sinnvolle und effektive strategische Steuerung, auch durch ein Controlling, möglich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Vorgehensweise

2 Konzept der Nachhaltigkeit

2.1 Das Zeitalter der Diskontinuitäten als Ausgangspunkt

2.2 Begriff der Nachhaltigkeit

2.3 Zentrale Herausforderungen unternehmerischer Nachhaltigkeit

2.3.1 Ökologische Herausforderungen

2.3.2 Soziale Herausforderungen

2.3.3 Ökonomische Herausforderungen an das Umwelt- und Sozialmanagement

2.3.4 Integrationsherausforderungen

2.4 Nachhaltigkeit und Controlling

2.4.1 Bedeutung von Nachhaltigkeit

2.4.2 Rolle des Controllings bei der Steuerung von Nachhaltigkeit

2.5 Zwischenfazit

3 Hilfsorganisationen

3.1 Abgrenzung, Definition und Tätigkeitsfelder

3.1.1 Organisation zwischen Staat und Markt

3.1.2 Charakteristika von Hilfsorganisationen

3.1.3 Ausrichtung und Zielrichtung

3.2 Die wirtschaftliche Bedeutung von Hilfsorganisationen für Deutschland

3.2.1 Besondere Rahmenbedingungen

3.2.2 Finanzierung und Förderung

3.2.3 Beschäftigung und Wachstum

4 Hilfsorganisationen und Controlling

4.1 Ziele des Controllings

4.2 Vorraussetzungen für Controlling

4.3 Besonderheiten des Controllings

4.4 Klassische Controlling-Instrumente

4.4.1 Kosten- und Leistungsrechnung

4.4.2 Budgetierung

4.4.3 Berichtswesen

4.4.4 Soll-Ist-Vergleiche

4.4.5 Benchmarking

5 Das System Balanced Scorecard

5.1 Von Kennzahlen zum Performance Measurement

5.2 Strategieumsetzung mit der Balanced Scorecard

5.3 Die verschiedenen Perspektiven der Balanced Scorecard

5.3.1 Die finanzwirtschaftliche Perspektive

5.3.2 Die Kundenperspektive

5.3.3 Die interne Prozessperspektive

5.3.4 Die Lern- und Entwicklungsperspektive

5.4 Die Entwicklung einer Balanced Scorecard

5.5 Bedeutung der Balanced Scorecard in der Wirtschaft

5.6 Das Konzept der Sustainability Balanced Scorecard zur Steuerung von Nachhaltigkeit

5.6.1 Eingliederung von Umwelt- und Sozialaspekten in die vier Perspektiven

5.6.2 Erweiterung um weitere Perspektiven

5.7 Grenzen und Schwächen

6 Konsequenzen für das Controlling in Hilfsorganisationen

6.1 Die Notwendigkeit einer Balanced Scorecard in Hilfsorganisationen

6.2 Vorteile und Nachteile

6.3 Ausblicke

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Eignung der Balanced Scorecard (BSC) als strategisches Controlling-Instrument für Hilfsorganisationen zu untersuchen und dabei insbesondere Möglichkeiten zur Integration von Nachhaltigkeitsaspekten im Sinne einer Sustainability Balanced Scorecard (SBSC) aufzuzeigen.

  • Analyse des Konzepts der Nachhaltigkeit und dessen Relevanz für das Controlling.
  • Untersuchung der strukturellen Besonderheiten von Hilfsorganisationen und deren Anforderungen an ein Controllingsystem.
  • Erforschung der Einsatzmöglichkeiten und Grenzen der Balanced Scorecard zur Strategieumsetzung in Nonprofit-Organisationen.
  • Evaluation der Sustainability Balanced Scorecard als Modell zur Steuerung ökologischer und sozialer Zielgrößen.
  • Praxisorientierte Betrachtung anhand von Fallbeispielen zur Implementierung der BSC.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Ökologische Herausforderungen

Das Ökosystem wird von allen menschlichen Handlungen bewusst oder unbewusst tangiert. Der Treibhauseffekt, die steigende Abfallproblematik, der Rückgang der Biodiversität oder die Zerstörung der Ozonschicht sind einige der zentralen Umweltprobleme unserer Zeit.15

Die insgesamt hohe Umweltbelastung, z. B. durch CO2-Emissionen, bedingt die Umwelteinwirkungen von Produktionsprozessen, Produkten, Dienstleistungen und Investitionen weiter zu vermindern. Ein ausgewogenes Umweltmanagement befindet sich in der Umbruchshaltung von der Ökologie als Kostenfaktor hin zu Ökologie als Wettbewerbsfaktor.16

Als Öko-Effektivität oder Umweltwirksamkeit wird in diesem Zusammenhang bezeichnet, wie erfolgreich eine Unternehmung der ökologischen Herausforderung begegnet. Effektivität misst grundsätzlich den Zielerreichungs- oder Wirkungsgrad. Öko-Effektivität bestimmt das Maß der absoluten Umweltverträglichkeit, was bedeutet, wie gut das verfolgte Ziel zur Reduzierung von Umwelteinwirkungen erzielt wurde.17

Bei der Reduktion der CO2-Emissionen ist die Messung noch gut nachvollziehbar. Andere Fälle, wie etwa ein Sondermüllofen werden ökologisch als ineffizient eingestuft und ergeben bereits Zielkonflikte.

Solche Zielkonflikte müssen sich an deutliche Formulierungen des angestrebten Verbesserungsziels auf der einen Seite und der Beurteilung an gesellschaftlich akzeptierten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen andererseits orientieren.18

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, skizziert die Problemstellung, definiert die Zielsetzung der Arbeit und erläutert die methodische Vorgehensweise.

2 Konzept der Nachhaltigkeit: Das Kapitel beleuchtet den Begriff Nachhaltigkeit, erörtert zentrale unternehmerische Herausforderungen in diesem Kontext und schlägt die Brücke zum Controlling.

3 Hilfsorganisationen: Hier werden Hilfsorganisationen theoretisch abgegrenzt, ihre Charakteristika als Nonprofit-Organisationen erläutert und ihre wirtschaftliche Bedeutung in Deutschland praxisnah vorgestellt.

4 Hilfsorganisationen und Controlling: Dieses Kapitel befasst sich mit der Notwendigkeit und den Besonderheiten eines Controllings in Hilfsorganisationen sowie der Eignung klassischer Instrumente.

5 Das System Balanced Scorecard: Nach der theoretischen Einführung in die BSC werden Möglichkeiten zur Integration von Nachhaltigkeitsaspekten (SBSC) und konkrete Praxisbeispiele untersucht.

6 Konsequenzen für das Controlling in Hilfsorganisationen: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zur Implementierung einer BSC in Hilfsorganisationen zusammen und bietet einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Balanced Scorecard, Controlling, Nachhaltigkeit, Nonprofit-Organisation, Hilfsorganisation, Nachhaltigkeits-Controlling, Strategieumsetzung, Performance Measurement, Sustainability Balanced Scorecard, Öko-Effizienz, Sozio-Effizienz, Spendenwesen, Management, Strategie, Unternehmensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Master-Thesis beschäftigt sich mit dem Einsatz der Balanced Scorecard als Instrument zur strategischen Steuerung in Hilfsorganisationen unter besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen das Konzept der Nachhaltigkeit, die spezifischen Rahmenbedingungen von Nonprofit-Organisationen sowie die methodische Anwendung und Erweiterung der Balanced Scorecard.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie eine Balanced Scorecard sowie die erweiterte Sustainability Balanced Scorecard erfolgreich in Hilfsorganisationen implementiert werden können, um deren Strategiearbeit zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, einer empirischen Untersuchung anhand von Jahresberichten ausgewählter Hilfsorganisationen sowie einer Fallstudienbetrachtung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Theorie der Nachhaltigkeit und des Controllings insbesondere die Perspektiven der Balanced Scorecard sowie deren Ausgestaltung zur SBSC detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Balanced Scorecard, Nachhaltigkeits-Controlling, Hilfsorganisation, SBSC, Strategieumsetzung und Performance Measurement.

Wie unterscheidet sich die BSC-Anwendung in einer Hilfsorganisation von gewinnorientierten Unternehmen?

Hilfsorganisationen stehen unter dem Druck, nicht nur ökonomisch, sondern auch humanitär und gemeinnützig zu agieren, was die Einbeziehung qualitativer statt rein monetärer Ziele in der BSC erforderlich macht.

Welche Bedeutung hat das Beispiel der "Stiftung st. franziskus heiligenbronn"?

Die Stiftung dient als konkretes Praxisbeispiel für die erfolgreiche Implementierung einer Balanced Scorecard in einer karitativen Einrichtung und zeigt auf, wie Leitbilder in messbare Steuerungsgrößen übersetzt werden können.

Ende der Leseprobe aus 116 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nachhaltigkeit und Balanced Scorecard: Erfordernisse und Herausforderungen an international tätige Hilfsorganisationen
Hochschule
Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin
Note
1,7
Autor
Dipl-Kfm. (FH) Thomas Hockenbrink (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
116
Katalognummer
V198972
ISBN (eBook)
9783656276012
ISBN (Buch)
9783656276616
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Balanced Scorecard Nachhaltigkeit Nachhaltigkeits-Controlling Hilfsorganisationen Controlling
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl-Kfm. (FH) Thomas Hockenbrink (Autor:in), 2012, Nachhaltigkeit und Balanced Scorecard: Erfordernisse und Herausforderungen an international tätige Hilfsorganisationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198972
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  116  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum