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Die Frauenförderung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Title: Die Frauenförderung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Seminar Paper , 2000 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M.A. Petra Kunzendorf (Author)

Pedagogy - General
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Mitte der siebziger Jahre tauchten Frauen zum ersten Mal als eigenständige Zielgruppe in der entwicklungspolitischen Debatte der internationalen Organisationen auf. In den achtziger Jahren wurden Frauen dann als Entwicklungsträgerinnen "entdeckt". (vgl. Zurmühl, 1995: 47) Das Frauen als Entwicklungsträgerinnen gesehen werden hat gute Gründe. Zum einen trifft man bei den Überlegungen zu armutsorientierten Strategien hauptsächlich auf Frauen, die unter äußerst schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen für das Auskommen der Familien sorgen. Zum anderen verstärkte sich in den Industrienationen die Angst vor einer unkontrollierten Bevölkerungsexplosion in den Ländern der Dritten Welt. Man musste also die Frauen ansprechen um hier einzugreifen, was die Entwicklungsstrategen bis heute für unabdingbar halten. Des weiteren trug die selbstbewusst werdende Frauen-Emanzipationsbewegung in den Industrienationen das übrige dazu bei, dass der Blick sich auch auf Frauen in anderen Kulturen ausdehnte.

Ich möchte in dieser H ausarbeit die Frauenförderung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit darstellen. Dabei werde ich ausgehend von der Situation der Frauen in den Entwicklungsländern auf die staatlichen und nichtstaatlichen Entwicklungsorganisationen eingehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Situation der Frauen in der 3. Welt

3. Deutsche staatliche EZ- Organisationen

3.1. Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit

3.2. Kreditanstalt für Wiederaufbau

4. Deutsche Nichtregierungsorganisationen (NROs)

4.1. Politische Stiftungen

4.2. Kirchliche Träger

4.3. freie Entwicklungsorganisationen

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit analysiert die Frauenförderung im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Ziel ist es, die Konzepte und Strategien sowohl staatlicher Organisationen als auch verschiedener Nichtregierungsorganisationen (NROs) aufzuzeigen und die Herausforderungen sowie die tatsächliche Wirksamkeit dieser Maßnahmen kritisch zu beleuchten.

  • Historische Entwicklung der Frauen als Zielgruppe in der internationalen Entwicklungspolitik
  • Analyse der aktuellen Lebenssituation von Frauen in Entwicklungsländern
  • Darstellung staatlicher Förderkriterien und institutioneller Konzepte (BMZ, GTZ, KfW)
  • Vergleichende Untersuchung der Ansätze von NROs (Politische Stiftungen, Kirchen, freie Träger)
  • Kritische Reflexion der Diskrepanz zwischen konzeptionellen Vorgaben und der praktischen Umsetzung

Auszug aus dem Buch

3. Deutsche staatliche EZ- Organisationen

Die Förderung von politischen Rahmenbedingungen und Menschenrechten wurde bis 1990 nur in Ausnahmefällen durch Institutionen der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) durchgeführt. Durch die Einführung der fünf Vergabekriterien des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), die von zentraler Bedeutung für Umfang und Art der Entwicklungszusammenarbeit mit den Partnerländern sind, änderte sich dies erheblich. (vgl. Holthaus, 1998: 73)

Diese Vergabekriterien sind: "die Beachtung der Menschenrechte, die Beteiligung der Bevölkerung am politischen Prozess, die Gewährleistung von Rechtssicherheit, die Schaffung einer "marktfreundlichen" Wirtschaftsordnung und die Entwicklungsorientierung staatlichen Handelns" (Holtz/ Deutscher, 1995: 58).

Die Hauptaufgaben der deutschen staatlichen EZ ist die Armutsbekämpfung und der Umwelt- und Ressourcen, sowie die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Um die Berücksichtigung der Interessen von Frauen und die Auswirkungen auf Armut und Umwelt bei der Planung und Durchführung aller Vorhaben zu erleichtern, wurden vier Kategorien eingeführt, wo alle Projekte nach ihren erwarteten Wirkungen auf Frauen eingeordnet werden. Diese Kategorien sind: FU (Frauen unspezifisch), FP (Frauen positiv), FR (Frauen Risiko) und FN (Frauen Negative). Auf eine sektorale oder länderspezifische Schwerpunktsetzung der Frauenförderung hat das BMZ verzichtet. (vgl. Holthaus, 1998: 73)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Frauen als eigenständige Zielgruppe innerhalb der internationalen entwicklungspolitischen Debatte ein.

2. Die Situation der Frauen in der 3. Welt: Hier werden die strukturellen Benachteiligungen von Frauen, wie mangelnder Zugang zu Bildung, Ressourcen und politischen Entscheidungsprozessen, detailliert beschrieben.

3. Deutsche staatliche EZ- Organisationen: Dieses Kapitel erläutert die Kriterien und Konzepte der staatlichen deutschen Entwicklungspolitik zur Förderung von Frauen.

3.1. Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit: Dieser Abschnitt beschreibt, wie die GTZ durch den Basis-Ansatz und die Integration von Genderfragen Frauen in Projekten unterstützt.

3.2. Kreditanstalt für Wiederaufbau: Hier wird die Rolle der KfW bei der finanziellen Zusammenarbeit und der Berücksichtigung von Frauen in ökonomischen Vorhaben dargestellt.

4. Deutsche Nichtregierungsorganisationen (NROs): Dieses Kapitel analysiert die Bedeutung von NROs als Akteure, die oft einen leichteren Zugang zu lokalen gesellschaftlichen Gruppen haben.

4.1. Politische Stiftungen: Dieser Teil befasst sich mit der Zusammenarbeit der Stiftungen mit zivilgesellschaftlichen Partnern in Entwicklungsländern.

4.2. Kirchliche Träger: Hier werden die Ansätze der evangelischen und katholischen Kirche sowie deren Partnerorientierung in der Frauenförderung thematisiert.

4.3. freie Entwicklungsorganisationen: Dieser Abschnitt erläutert die Arbeitsweise freier, politisch und kirchlich ungebundener Organisationen bei der Weiterbildung von Frauen.

5. Fazit: Das Fazit kritisiert die Lücke zwischen konzeptionellen Vorgaben und der praktischen Umsetzung und fordert eine differenziertere Berücksichtigung lokaler Traditionen.

Schlüsselwörter

Frauenförderung, Entwicklungszusammenarbeit, BMZ, GTZ, KfW, Nichtregierungsorganisationen, Gender, Armutsbekämpfung, Gleichberechtigung, Empowerment, Mainstreaming, Projektarbeit, Zivilgesellschaft, Sozialpolitik, Entwicklungspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Konzept und die Umsetzung der Frauenförderung im Kontext der deutschen staatlichen und nichtstaatlichen Entwicklungszusammenarbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Lebenssituation von Frauen in Entwicklungsländern, staatliche Vergabekriterien, die Rolle von NROs sowie die kritische Prüfung der Wirksamkeit von Frauenprojekten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, darzustellen, wie Frauen in der deutschen EZ gefördert werden und welche institutionellen Strukturen (staatlich vs. nichtstaatlich) hierfür existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Literaturrecherche, die verschiedene Konzepte und Ansätze der Akteure der deutschen EZ gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Strategien der staatlichen Organisationen (GTZ, KfW) sowie die spezifischen Arbeitsweisen von politischen Stiftungen, kirchlichen Trägern und freien Entwicklungsorganisationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Frauenförderung, EZ, Gender-Mainstreaming, Empowerment, NROs und Armutsbekämpfung.

Wie kategorisiert das BMZ Projekte hinsichtlich ihrer Wirkung auf Frauen?

Das BMZ unterteilt Projekte in die vier Kategorien FU (Frauen unspezifisch), FP (Frauen positiv), FR (Frauen Risiko) und FN (Frauen Negative), um die erwarteten Wirkungen zu evaluieren.

Welchen Vorteil bieten NROs gegenüber staatlichen Institutionen bei der Frauenförderung?

Ein wesentlicher Vorteil von NROs ist ihr oftmals direkterer und leichterer Zugang zu lokalen Gruppen der Zivilgesellschaft, was sie befähigt, gesellschaftliche Reformprozesse gezielter zu unterstützen.

Warum wird die Frauenförderung im Fazit als "Trostpflaster" bezeichnet?

Die Autorin argumentiert, dass vereinzelte Frauenprojekte oft die tiefgreifenden negativen Auswirkungen von Modernisierungsprozessen, wie Entwurzelung und Verlust der Subsistenzfähigkeit, nicht kompensieren können.

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Details

Title
Die Frauenförderung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
College
Dresden Technical University  (Institut Allgemeine Erziehungswissenschaft)
Course
Seminar: Die "Eine Welt" als Herausforderung an die Pädagogik
Grade
2,0
Author
M.A. Petra Kunzendorf (Author)
Publication Year
2000
Pages
16
Catalog Number
V19898
ISBN (eBook)
9783638239271
ISBN (Book)
9783656208921
Language
German
Tags
Frauenförderung Entwicklungszusammenarbeit Seminar Eine Welt Herausforderung Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Petra Kunzendorf (Author), 2000, Die Frauenförderung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19898
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