Das "argot" (Definitionen, Charakteristika, Ursprung des Wortes argot, Wörterbücher des argot)


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007
6 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

1.) Definitionen des Terminus „argot“:

- „Langage des truands et ceux qui veulent s’encanailler, et hélas celui de certains jeunes de banlieues pas nécessairement parisiennes qui pensent que c’est un langage familier, voire- pour les plus cons- soutenu. [...] Confiné aux malfaiteurs et aux parlers des métiers, il s’est développé au XIVe et XVe siècle à l’occasion des différentes guerrres et s’est étendu à toutes les classes sociales, d’où notre voyoucratie communément appelée Ve République bananière.“[1]
-„ L’argot, avec lequel on confon souvent ce langage populaire, est au contraire un «idiome artificiel» dont les mots sont faits pour n’être pas compris par les non-initiés”.[2]
- „ L’argot est à l’origine une langue de personnes en marge de la société (mendiants, voleurs, brigands...) qui ne souhaitent pas être compris par les braves gens et la maréchaussée.”[3]
- „ L’argot, c’est la langue des ténébreux“.[4]
- „ Argot est un terme d’origine obscure qu’on a rapproché de l’ancien français argoter (quereller) et du substantif argot, ergot attesté jusqu’au XVIème siècle au sens de vol” .[5]
- „ Langage de convention en usage parmi les gens d’une même profession“.[6]
- „ De nos jours, argot nomme le langage d’un groupe social ou professionnel, de même que certains parlers codés”.[7]
- „ 1.) Dem Rotwelsch entsprechende Sondersprache der französischen Bettler und Gauner des Mittelalters. 2.) Im weiteren Sinn jede Form von Sondersprache einer sozial abgegrenzten (häufig als sozial abgestempelten) Gruppe, die vor allem durch ihren spezifischen Wortschatz von der Standardsprache abweicht. die angesrebte Nichtverstehbarkeit für Außenstehende macht eine ständige Erneuerung von Schlüsselwörtern erforderlich, sobald diese in den algemeinen Sprachschatz übernommen werden; dabei bedient man sich entweder der metaphorischen Umdeutung von Wörtern aus der Gemeinsprache (z.B. Schnee für Kokain) oder der Entlehnung aus fremden Sprachen, vgl. zahlreiche Wörter jiddischen Ursprungs in der Gaunersprache: besäbeln = betrügen, Zores= Lärm, Wirrwarr (aus hebr. zarot: Not, Bedrängnis), zocken = (Glücksspiele) spielen.[8]
- "Bezeichnung für verschiedene spezielle Varietäten sozialer Randgruppen (Diebe, Gauner etc.), Sondersprachen, im Dt. als Rotwelsch, im Engl. als Cant bekannt. Sie dienen der Verschlüsselung der Kommunikation ggü. der Außenwelt und der Identifikation von Eingeweihten; Geheimsprache".[9]

Typische Kennzeichen des „argot“

Als sehr deutliches Kennzeichen des „argot“ erkennt man den klaren Spaß an der Sprache und dem Spiel mit der Sprache, denn es finden sich im Vokabular des „argot“ humorvolle und ironische Metaphern, Sinnentgleisungen sowie Wortspiele.

Es zeichnet sich außerdem durch Kreativität und Schnelllebigkeit aus: sobald ein Begriff in der Umgangssprache geläufig wird, wird nach einem neuen Begriff für diese Wortbedeutung gesucht. Das „argot“ ist zwar mit dem Jargon verwandt, aber während „Fachsprachen eine zugespitzte Terminologie verwenden, zeichnet sich das „argot“ durch eine hohe Rate an Synonymie aus“[10]. Früher wurden besonders gerne Tabuthemen durch das “argot” gebrochen, was man daran merken kann, dass sich ein umfangreicher lexikalischer Bereich auf den Körper bezieht. Die Annahme ist hierzu, dass in der Standardsprache diese Thematik häufig umgangen wurde und man im „argot“ ein „geheimes“ sprachliches Mittel fand, um darüber zu sprechen. Das „argot“ stellt nämlich eine Intimität zwischen den Gesprächspartnern her, denn normalerweise wird damit kein öffentliches Publikum angesprochen, im Gegenteil: das „argot“ diente der Kohärenz von Gruppen, die sich gewollt von der Gesellschaft distanzieren wollen, so wie heutzutage Jugendliche ihre eigene Sprache entwickeln, um nicht von ihren Eltern verstanden zu werden.

[...]


[1] Gardienne: Dictionnaire argotique des trucs, des bidules et des machins. Paris: Editions Hors Commerce, 2004

[2] Caradec: Dictionnaire du français argotique et populaire. Paris: Librairie Larousse, 1977

[3] Colin: Dictionnaire de l’argot français et ses origines. Paris: Larousse, 2002

[4] Hugo, Victor: Les misérables

[5] Colin: Dictionnaire de l’argot français et ses origines. Paris: Larousse, 2002

[6] Poitevin 1867, S.184

[7] TLF

[8] Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. Stuttgart: Alfred Körner Verlag, 2002

[9] Glück (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. Stuttgart, Weimar: J. B. Metzler Verlag, 1993

[10] www2. hu-berlin.de/francopolis/germanopolis/argot.htm (2.1.07)

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Das "argot" (Definitionen, Charakteristika, Ursprung des Wortes argot, Wörterbücher des argot)
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
6
Katalognummer
V199059
ISBN (eBook)
9783656254294
Dateigröße
431 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
argot, Varietäten, Etymologie argot
Arbeit zitieren
Christina Müller (Autor), 2007, Das "argot" (Definitionen, Charakteristika, Ursprung des Wortes argot, Wörterbücher des argot), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199059

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