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Identität schafft Identität. Architektur gegen Elendsviertel in Zirsara, al Gurdaqa, Ägypten

Title: Identität schafft Identität. Architektur gegen Elendsviertel in Zirsara, al Gurdaqa, Ägypten

Master's Thesis , 2012 , 159 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Karolina Wezyk (Author)

Art - Architecture / History of Construction
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Summary Excerpt Details

Die Masterarbeit soll die Thesis bestätigen, dass durch die Neustrukturierung der Marginalsiedlungen in Form von kulturangepassten, identischen Gebäuden, die Lebensbedingungen der Bewohner verbessert werden, diese Siedlungen eine neue eigene Identität bekommen und somit an Attraktivität für die Stadt und für die Bewohner gewinnen. Durch dieses Vorhaben soll die Identität der Bewohner in die architektonische Identität dieser Siedlung übersetzt werden.

Die Armut und die dadurch entstehenden Marginalsiedlungen in Entwicklungsländern sind seit Jahren ein sehr aktuelles Thema. Zwar wird versucht den Bewohnern durch Spenden in Form von Nahrung, Medikamenten und Kleidung zu helfen, dieses beseitigt aber nicht die Problematik der Wohn- und Lebensverhältnisse in den informellen Siedlungen. Im Laufe der Jahre entstanden verschiedene Lösungsansätze der Regierungen, die im späteren Verlauf dieser Arbeit dargestellt werden, doch die meisten geraten in Kritik. Anstelle von zielgerichteten Hilfsmaßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität werden Vorhaben umgesetzt, die diese sogar noch verschlechtern. Sollten die Regierungen in den kommenden Jahren nicht mit positiven Lösungen auf die Bevölkerungszunahme und die daraus resultierenden Anforderungen an den Städtebau reagieren, werden dem UN-HABITAT Bericht zufolge zukünftig die Marginalsiedlungen stetig wachsen. Eine Hilfe „an der Basis“ ist für die Bevölkerung der Marginalviertel wichtig, damit sich die Prognosen nicht bewahrheiten.

Die Marginalsiedlungen in Ägypten werden Ashwa’iyya genannt. Die Stadt al Gurdaqa in Ägypten am Roten Meer entwickelt sich seit 1931 zu einer Touristikhochburg und wächst stetig weiter. Diese Umstände verstärken die Problematik der Bildung und des Wachstums von informellen Siedlungen. Die Hauptstadt Ägyptens, Kairo, besteht schon zu 50 - 70 % aus Ashwa’iyyas. Somit kommt die Frage auf, ob al Gurdaqa sich wie Kairo entwickelt, wenn der Problematik nicht vorgebeugt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Thesis

2. Einleitung

2.1 Begriff "Slum" und die Slumtypologie

2.2 Verstädterung

3. Identität

3.1 Identität im Bezug auf den Menschen

3.2 Identität im Bezug auf die Architektur

3.3 Fazit zur Definition von Identität

4. Arabische Republik Ägypten

4.1 Lage

4.2 Bevölkerung

4.3 Klima

4.4 Landessprache

4.5 Religion

4.6 Wirtschaft

4.7 Überblick über die Geschichte Ägyptens

4.8 Politische Lage in Ägypten

4.9 Gründe für die Revolution in Ägypten

4.10 Al Qhira und die Problematik der Ashwa’iyyas

4.11 Die Identität des arabischen Baustils in Ägypten

4.12 Die Tradition des Lehmbaus

5. Al urdaqa, Ägypten

5.1 Die Identität der Stadt

5.2 Die Identität der Menschen in al urdaqa

5.3 Al urdaqa - Der Identitätsverlust

6. Die informelle Siedlung Zirsara

6.1 Struktur von Zirsara

6.2 Überleben in Zirsara - Die Identität der Bewohner

7. Informelle Siedlungen und Lösungswege

7.1 Low-Cost Häuser

7.2 Low-Cost Siedlungen

7.3 Fazit zu den Bewertungen

8. Fazit und Ausblick

9. Konzept

9.1 Städtebau

9.2 Gebäudetypologie

9.3 Klimabedingtes Bauen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie durch die architektonische Neustrukturierung informeller Siedlungen unter Berücksichtigung kulturangepasster und identitätsstiftender Parameter die Lebensbedingungen der Bewohner nachhaltig verbessert werden können, wobei die These verfolgt wird, dass die Identität der Menschen in die architektonische Identität der Siedlung übersetzt werden muss.

  • Analyse der sozialen und räumlichen Identität von Bewohnern in Marginalsiedlungen
  • Untersuchung der Stadtentwicklung und informellen Wohnsituation in al urdaqa, Ägypten
  • Evaluierung von Low-Cost-Bauweisen und deren Anwendbarkeit im lokalen Kontext
  • Strategien zur Integration von ökologischen und klimatischen Anforderungen im Städtebau
  • Entwicklung eines Konzepts zur Aufwertung der Siedlung Zirsara unter Erhaltung sozialer Strukturen

Auszug aus dem Buch

Die Identität des Selben

Die Identität des Selben zeichnet sich durch ihre „formale Strenge und Gleichheit" aus. Schon in der Antike wurde die Strenge in den Tempelbauten eingehalten. In den Epochen verwandelte sich die „Selbigkeit" von dem „Festhalten am Urbild" und der stetigen Arbeit des Urbildes, mit Abweichungen „in einem bestimmten Rahmen", zu einer „Gewohnheit an das Vertraute" und „Bewährte". Das Gewohnte und Bewährte führte zur „Langsamkeit des Wandels der Formenwelt zwischen den Epochen." Somit ist die Identität des Selben die Tradition.

In der Gegenwart kann kein Gebäude mehr mit dem Begriff „Selbigkeit" bezeichnet werden. Zwar sind Siedlungen und Fertighäuser in der Ansicht gleich und versuchen sich an das Urbild anzupassen, trotzdem kann man nicht von der Identität des Selben sprechen. Bewohner bzw. Bauherren der Gebäude versuchen die Gebäude im Inneren oder durch Anbauten so zu verändern, dass sie sich von den Nachbarhäusern unterscheiden. Ein Individuum will ein Individuum mit einer eigenen Identität bleiben, somit versucht es sich von der Selbigkeit abzuheben und seine eigene Vorstellungen und Wünsche zu verwirklichen.

Der Wunsch nach Veränderung der identitätsgebenden Faktoren und dadurch das Aufzeigen der eigenen Identität durch die Architektur wurde im Fertigbausektor erkannt und aufgenommen. Sogar Low-Cost Gebäude, ausgerichtet auf arme Bevölkerung in den Entwicklungsländern und auf Katastrophengebiete, bieten verschiedene Varianten an.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Thesis: Einführung in die Problematik informeller Siedlungen und Darlegung der zentralen These zur Bedeutung kulturell angepasster Identität in der architektonischen Neustrukturierung.

2 Einleitung: Analyse des globalen Phänomens der Slumbildung und der Verstädterung sowie Definition des Begriffs Slum.

3 Identität: Theoretische Untersuchung des Identitätsbegriffs im Kontext menschlicher Persönlichkeit und architektonischer Gestaltung.

4 Arabische Republik Ägypten: Umfassende sozio-kulturelle, politische und historische Bestandsaufnahme der Ausgangslage in Ägypten.

5 Al urdaqa, Ägypten: Spezifische Analyse der Stadt al urdaqa und der dortigen Identitätsverluste.

6 Die informelle Siedlung Zirsara: Detaillierte Untersuchung der Struktur und der Lebensbedingungen in der informellen Siedlung Zirsara.

7 Informelle Siedlungen und Lösungswege: Kritische Bewertung internationaler Lösungsansätze für informelle Siedlungen.

8 Fazit und Ausblick: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Vision für die Zukunft des Zirsara-Projekts.

9 Konzept: Präsentation des städtebaulichen und architektonischen Entwurfs zur Neustrukturierung unter Berücksichtigung traditioneller und klimatischer Faktoren.

Schlüsselwörter

Identität, informelle Siedlungen, Zirsara, Architektur, Ägypten, Slum-Upgrade, Städtebau, Marginalisierung, al urdaqa, soziale Integration, Wohnungsbau, Klimabedingtes Bauen, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der prekären Wohnsituation in informellen Siedlungen, speziell in Ägypten, und erforscht architektonische Lösungsstrategien, die durch kulturelle Identität die Lebensqualität der Bewohner nachhaltig verbessern.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themenfelder umfassen die Soziologie des Identitätsbegriffs, Stadt- und Siedlungsplanung, Bauweisen in Entwicklungsländern, Klimaanpassung und die spezifische Situation informeller Viertel in al urdaqa.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass eine kulturangepasste architektonische Neustrukturierung Siedlungen ihre eigene Identität zurückgeben und die Lebensbedingungen durch soziale und räumliche Aufwertung verbessern kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden qualitative Methoden wie Feldforschung, Vor-Ort-Beobachtungen und Interviews in Zirsara angewandt, kombiniert mit der Analyse städtebaulicher Parameter und dem Vergleich bestehender internationaler Lösungsmodelle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definition von Identität, die sozio-ökonomische Lage Ägyptens, das spezifische Fallbeispiel der Siedlung Zirsara sowie die kritische Evaluierung verschiedener internationaler Low-Cost-Wohnprojekte.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Kernbegriffe sind Identität, Marginalsiedlung, Architektur, al urdaqa, Zirsara, soziale Teilhabe und nachhaltige Stadtentwicklung.

Warum wird Zirsara als Fallbeispiel verwendet?

Zirsara dient als konkretes, untersuchbares Beispiel für eine informelle Siedlung in Ägypten, an der die Auswirkungen von Armut, rapidem Wachstum und städtebaulicher Vernachlässigung verdeutlicht werden können.

Welche Rolle spielt der "Genius Loci" im Entwurf?

Der Genius Loci stellt sicher, dass architektonische Eingriffe den Geist des Ortes respektieren und bewahren, um so eine Identität zu schaffen, die sowohl in der Geschichte als auch in der lokalen Kultur verwurzelt ist.

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Details

Title
Identität schafft Identität. Architektur gegen Elendsviertel in Zirsara, al Gurdaqa, Ägypten
College
HBC Hochschule Biberach. University of Applied Sciences
Grade
2,2
Author
Karolina Wezyk (Author)
Publication Year
2012
Pages
159
Catalog Number
V199152
ISBN (eBook)
9783668133396
ISBN (Book)
9783668133402
Language
German
Tags
Slum Identität Marginalsiedlung informelle Siedlung Ägypten Hurghada Rotes Meer Armut Verstädterung Zirsara al Gurdaqa arabischer Baustil Low Cost Modul Islam Kopten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karolina Wezyk (Author), 2012, Identität schafft Identität. Architektur gegen Elendsviertel in Zirsara, al Gurdaqa, Ägypten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199152
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