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Mobile Arbeit im Fokus lösungsorientierter Personalentwicklung

Kompetenzen fördern, Arbeitsplätze gestalten, Arbeitsabläufe organisieren

Title: Mobile Arbeit im Fokus lösungsorientierter Personalentwicklung

Diploma Thesis , 2012 , 159 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Laura Melissa Hensch (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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Mobile IT-gestützte Arbeit birgt für Betriebe ebenso wie für Beschäftigte, großes Potenzial für effizientes, flexibles Arbeiten. Daraus folgt eine stetig anwachsende Verbreitung derartiger Arbeitsplätze in nahezu allen Branchen. Die Forschung zu Aspekten und Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Arbeitnehmer ist allerdings marginal, insbesondere im Hinblick auf psychische Fehlbelastungen. Bisher bereiten Unternehmen ihre Beschäftigten kaum auf den mobilen Einsatz vor und spezifische Unterstützungsmaßnahmen im Arbeitsprozess werden in der Regel nicht oder nur auf rein technischer Ebene angeboten. Diese arbeitspsychologisch orientierte Untersuchung weist durch die Entwicklung eines Tätigkeits- und Kompetenzprofils die Grundlage für eine individuell gesundheitsförderliche, weil kompetenzgerechtere Ausübung mobiler Tätigkeiten auf. Um erste empirische Erkenntnisse zu den arbeitsorganisatorischen Rahmenbedingungen, den für mobiles Arbeiten erfolgsrelevanten Kompetenzen sowie dem daraus entstehenden Befriedigungs- und Belastungspotenzial zu erhalten, wurde auf Basis von Vorgesetzteninterviews und Feldbeobachtungen von Praktikern ein Fragebogen entwickelt. Dieser wurde von 71 ausschließlich mobil arbeitenden Servicetechnikern aus drei verschiedenen Unternehmen beantwortet. Die Ergebnisse dieser Arbeits- und Anforderungsanalyse liefern weitere Belege für den in der Literatur beschriebenen typischen „Doppelcharakter moderner Arbeitsformen“: So konnten einerseits gesundheitsförderliche Arbeitsplatzmerkmale wie Vollständigkeit, Abwechslungsreichtum und vergrößerte Handlungsspielräume identifiziert werden, andererseits bietet vor allem die Art der Organisation und Planung mobiler Arbeit und der Einsatz mobiler IT und dessen Folgen deutliche Beanspruchungsmomente. Mobile Arbeit galt bislang als unproblematisch und unregulierungsbedürftig. Hier konnte gezeigt werden, dass die Beschäftigten unter vielfältigen psychophysischen Beanspruchungen leiden und in Bezug auf die in ihrem Beruf erforderlichen Kompetenzen einen hohen Weiterbildungsbedarf formulieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2.1 Moderne Personalentwicklung

2.1.1 Feststellung von Personalentwicklungsbedarf

2.1.2 Die Arbeitsaufgabe als zentrales Element der psychologischen Arbeitsanalyse

2.1.3 Belastung und Beanspruchung durch Arbeitstätigkeiten

2.2 Analyse der Aufgaben und Anforderungen

2.2.1 Aufgaben- und Anforderungsanalyse

2.2.2 Zum Begriff der Kompetenz

2.2.3 Kompetenzmodelle

2.2.4 Anforderungsanalyse oder Kompetenzmodell?

2.2.5 Erstellung von Arbeits- und Anforderungsanalysen

2.2.6 Entscheidungsdeterminanten bei der Planung von Aufgaben- und Anforderungsanalysen

2.3 Mobile IT-gestützte Telearbeit

2.3.1 Begriffliche Einordnung und Erscheinungsformen der Telearbeit

2.3.2 Verbreitung mobiler IT-gestützter Telearbeit in Deutschland

2.3.3 Stand der Forschung zu mobiler IT-gestützter Arbeit

2.3.4 Arbeitssituation/-bedingungen mobiler Telearbeiter

2.3.5 Ressourcen, Problemfelder und Belastungen der mobilen IT-gestützten Arbeit

2.3.6 Anforderungen an mobile Telearbeiter

2.3.7 Personalentwicklung und mobile IT-gestützte Arbeit

3 EMPIRISCHER TEIL

3.1 Forschungsinteresse und Ziel der Untersuchung

3.2 Fragestellungen für das zu entwickelnde Tätigkeits- und Kompetenz-profil

3.2.1 Arbeitsorganisation

3.2.2 Tätigkeitsprofil

3.2.3 Beanspruchungssymptome

3.2.4 Kompetenzprofil

4 METHODE

4.1 Vorüberlegungen zur Konstruktion eines Instruments zur Erfassung der Aufgaben und Kompetenzen

4.2 Vorbereitende Analysen

4.2.1 Interviews mit den Vorgesetzten

4.2.2 Feldbeobachtungen

4.3 Aufbau des Verfahrens

4.3.1 Teil 1: Demografische Variablen, Mobilität und Nutzung mobiler IT

4.3.2 Teil 2: Arbeitsorganisation

4.3.3 Teil 3: Aufgabenanalyse

4.3.4 Teil 4: Kompetenzanalyse

4.3.5 Teil 5: Beanspruchungsanalyse

4.4 Durchführung der Untersuchung

4.5 Gütekriterien des Verfahrens

5 ERGEBNISSE

5.1 Stichprobe

5.2 Arbeitsorganisation

5.3 Tätigkeitsprofil

5.3.1 Ergänzungen zum Tätigkeitsprofil aus den Interviews und Feldbeobachtungen

5.3.2 Die Arbeitsaufgaben als Befriedigungs- und Belastungsfaktoren

5.4 Belastungsfolgen

5.4.1 Psychophysische Beanspruchungssymptome

5.4.2 Zusammenhang der Aufgabenbefriedigung und –belastung mit der psychophysischen Beanspruchung

5.5 Kompetenzprofil

5.5.1 Fachkompetenz

5.5.2 Methodenkompetenz

5.5.3 Sozialkompetenz

5.5.4 Personale Kompetenz

5.5.5 Situation der Personalentwicklung für mobile Beschäftigte in den Unternehmen

6 DISKUSSION

6.1 Viel Stress bei hoher Arbeitszufriedenheit

6.2 Fremdorganisierte Selbstorganisation

6.3 Planen und Organisieren als Belastungsfaktor

6.4 Belastungsfolgen

6.5 Ein Kompetenzprofil mobiler IT-gestützter Arbeit

6.6 Weiterbildungsbedarf

6.7 Stärken und Grenzen der Arbeit

6.8 Ausblick

6.9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein domänenspezifisches Tätigkeits- und Kompetenzprofil für mobile IT-gestützte Arbeit zu entwickeln, um als Grundlage für eine bedarfsgerechte und gesundheitsförderliche Personalentwicklung zu dienen.

  • Arbeitsorganisatorische Rahmenbedingungen mobiler Arbeit
  • Anforderungen und Schlüsselkompetenzen mobiler Beschäftigter
  • Identifikation von Belastungs- und Befriedigungsfaktoren im Tätigkeitsspektrum
  • Konstruktion eines arbeitsplatzanalytischen Instruments
  • Empirische Analyse bei Servicetechnikern in Großunternehmen

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„The analysis of work continues to be an important management tool in a fast-evolving business world. Information about current work activities and work organization is the starting point to innovate and improve them.” (Sanchez, 2000)

Die fortschreitende Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien (im Folgenden: IuK) und deren Einzug in die traditionelle Erwerbsarbeit haben die Arbeitsweise und –organisation in vielen Berufsbildern und sogar ganzen Branchen geradezu revolutioniert. Die Anwendung der neuen Technik in der Arbeitswelt ermöglicht es, wirtschaftliche und administrative Aktivitäten immer stärker von ihrer Raum-Zeit-Bindung zu lösen. Auf der Basis intensiver Medienunterstützung können so in immer mehr Arbeitsbereichen standortverteilte und sogar standortunabhängige (mobile) Aufgabenerfüllungen stattfinden. Der mobile IT-gestützte Arbeitnehmer ist Ergebnis und Entsprechung dieser Entwicklung hin zu einer industriell gestützten IT-Dienstleistungsgesellschaft.

Zwar hat es mobile Arbeitsformen, wie den klassischen Außendienst branchenübergreifend in Verkauf, Beratung und Dienstleistung schon früh gegeben, neu ist aber die umfassende informations- und kommunikationstechnologische Durchdringung des gesamten Arbeitsprozesses. Durch die Ausstattung der Erwerbstätigen mit Smartphones, Tablet-PC’s und Notebooks haben sich Qualität und Organisation der beruflichen Mobilität in den letzten Jahren umfassend verändert. Die Steuerung moderner Außendienstmitarbeiter und deren Arbeitsorganisation kann mittlerweile vollelektronisch stattfinden. Durch die möglich gewordene permanente virtuelle Synchronisation mit dem Arbeitgeber ist eine physische Anwesenheit im Unternehmen nicht länger erforderlich. Der Arbeitnehmer wird so zunehmend zum modernen „Arbeitskraftunternehmer“ (Pongratz & Voß, 1998, S. 226), zum „Unternehmer im Unternehmen“ (Rey, 2002, S. 19). Sein Arbeitsalltag ist einerseits geprägt von Autonomie und Selbstorganisation, der ihn begleitende Technikapparat macht ihn andererseits nahezu gläsern: Immer erreichbar, überall und stets überwach- und kontrollierbar. Der Umgang mit dieser Situation fordert die Handlungskompetenz der Arbeitnehmer heraus. Das Anreizpotenzial dieser Arbeitsform entwickelt sich aus der Möglichkeit, höchst selbstbestimmt und flexibel arbeiten zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die revolutionären Veränderungen der Arbeitswelt durch IuK-Technologien und definiert die Problemstellung der mobilen Arbeit sowie die Relevanz der Untersuchung für die Personalentwicklung.

THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert Konzepte der Personalentwicklung, Methoden der Aufgabenanalyse und den Stand der Forschung zu mobiler IT-gestützter Telearbeit.

EMPIRISCHER TEIL: Der empirische Teil begründet das Forschungsinteresse und leitet Fragestellungen sowie Hypothesen für das zu entwickelnde Tätigkeits- und Kompetenzprofil ab.

METHODE: Hier wird die Konstruktion des Instruments, die Vorbereitungsphase mit Interviews und Feldbeobachtungen sowie das Forschungsdesign der Untersuchung beschrieben.

ERGEBNISSE: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse zur Arbeitsorganisation, den Tätigkeitsprofilen, den Belastungsfolgen und dem Kompetenzprofil der untersuchten Servicetechniker.

DISKUSSION: In der Diskussion werden die Befunde kritisch reflektiert, Implikationen für die betriebliche Praxis abgeleitet sowie die Stärken und Grenzen der Studie bewertet.

Schlüsselwörter

Mobile IT-gestützte Arbeit, Personalentwicklung, Aufgabenanalyse, Kompetenzprofil, Arbeitsorganisation, Belastung und Beanspruchung, Servicetechniker, Telearbeit, Arbeitspsychologie, Handlungsregulation, Berufsrelevante Kompetenzen, Arbeitszufriedenheit, Ressourcenoptimierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von mobiler IT-gestützter Arbeit bei Servicetechnikern, um ein fundiertes Tätigkeits- und Kompetenzprofil als Basis für bedarfsgerechte Personalentwicklung zu erstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Arbeitsbedingungen, der Identifikation von Stressoren in mobilen Arbeitsformen, der Analyse des Belastungs- und Befriedigungspotenzials sowie der Ableitung erfolgsrelevanter Kompetenzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines berufsgruppenspezifischen Kompetenzmodells und die Ableitung von Gestaltungsempfehlungen zur Stärkung der individuellen Ressourcen mobiler Beschäftigter.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung nutzt ein multimethodales Vorgehen bestehend aus Literaturrecherche, Vorgesetzteninterviews, Feldbeobachtungen und einer quantitativen Fragebogenerhebung bei Servicetechnikern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, ein empirisches Kapitel zur Methodik der Datenerhebung sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der Untersuchungsergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen mobile Arbeit, Personalentwicklung, Aufgabenanalyse, Kompetenzmodellierung, psychische Beanspruchung und Servicetechnik.

Warum ist das Thema "Belastungsmanagement" für diese Zielgruppe so relevant?

Da mobile Beschäftigte häufig unter Zeitdruck und hoher Eigenverantwortung stehen, ist der achtsame Umgang mit Stressmomenten essenziell für die langfristige Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der betrieblichen Personalentwicklung?

Sie kommt zu dem Schluss, dass bisher kaum gezielte Konzepte für mobile Mitarbeiter existieren und eine systematische sowie geplante Unterstützung durch das Unternehmen dringend erforderlich ist.

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Details

Title
Mobile Arbeit im Fokus lösungsorientierter Personalentwicklung
Subtitle
Kompetenzen fördern, Arbeitsplätze gestalten, Arbeitsabläufe organisieren
College
University of Bonn  (Institut für Psychologie)
Course
Wirtschaftspsychologie
Grade
1,0
Author
Laura Melissa Hensch (Author)
Publication Year
2012
Pages
159
Catalog Number
V199197
ISBN (eBook)
9783656270003
ISBN (Book)
9783656271499
Language
German
Tags
tätigkeits- kompetenzprofil it-gestützter arbeit grundlage personalentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Melissa Hensch (Author), 2012, Mobile Arbeit im Fokus lösungsorientierter Personalentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199197
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