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Der Mythos der Schauspielerin im gleichnamigen Drama von Heinrich Mann

Título: Der Mythos der Schauspielerin im gleichnamigen Drama von Heinrich Mann

Trabajo Escrito , 2010 , 22 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Christina Stein (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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In dieser Arbeit werden am Beispiel des Dramas Schauspielerin die Motive herausgearbeitet, die der Schauspielerin kulturgeschichtlich zugeschrieben werden. Dazu wird zunächst die Entwicklung des Frauenbildes vom 18. Jahrhundert bis zur Jahrhundertwende um 1900 skizziert. Darauf aufbauend werden die Rollenzuschreibungen der Schauspielerin entwickelt und ihr Ausschluss aus der bürgerlichen Gesellschaft erklärt.

Es geht auch um die Frage, woher das Phantasma der Schauspielerin stammt und warum Schauspiel gerade mit Weiblichkeit gleichgesetzt wurde. Das Gefühl des Fin de Siècle, die Verunsicherungen der Moderne und die philosophischen Umbrüche durch Friedrich Nietzsche machen die Schauspielerin zum Paradigma einer Epoche.

Im Hauptteil wird anhand des Stückes gezeigt, in welcher Weise diese Rollenzuschreibungen von Heinrich Mann thematisiert werden und welche Konsequenzen sich daraus für das Schicksal der Protagonistin ergeben. Heinrich Manns Interesse gilt jedoch auch der Frage nach der künstlerischen Identität. Was ist Realität und wo beginnt das Rollenspiel? Es wird sich zeigen, dass nicht allein die äußeren Widerstände für Leonies Scheitern verantwortlich sind, sondern vor allem ihre innere Identitätsproblematik. Letztlich ist es die Unvereinbarkeit von Kunst und Leben, die für die Künstlerin einen unausweichlichen Konflikt darstellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung des Frauenbildes

2.1. Das Frauenbild im 18. Jahrhundert

2.2. Der Einfluss der Hysterie auf das Frauenbild um 1900

3. Die Frau als Schauspielerin

4. Die Problematik der Schauspielerin am Beispiel der Leonie

4.1. Die Schauspielerin als Inkarnation der verführerischen Weiblichkeit

4.2. Die Schauspielerin als Modeideal

4.3. Die Schauspielerin als Rollendarstellerin

4.4. Die Schauspielerin als Gegenbild zum bürgerlichen Weiblichkeitsideal

5. Das ambivalente Verhältnis von Kunst und privatem Glück

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die kulturgeschichtliche Darstellung der Schauspielerin sowie deren Identitätsproblematik im Drama "Schauspielerin" von Heinrich Mann. Dabei wird analysiert, wie das Rollenbild der Schauspielerin in der Moderne durch Geschlechterzuschreibungen, den Hysteriediskurs und die philosophischen Umbrüche jener Zeit geprägt wurde und in welcher Weise dies zum Scheitern der Protagonistin führt.

  • Kulturgeschichtliche Entwicklung des Frauenbildes
  • Einfluss des Hysteriediskurses um 1900 auf die Rolle der Künstlerin
  • Identitätskrise und das Verschwimmen von Rollenspiel und Realität
  • Konflikt zwischen bürgerlichem Lebensideal und künstlerischer Existenz
  • Mythos der Schauspielerin als Projektionsfigur der Moderne

Auszug aus dem Buch

4.1. Die Schauspielerin als Inkarnation der verführerischen Weiblichkeit

„[Sie kann] wirklich schön, wirklich verführerisch, temperament- und seelenvoll, ja geistreich sein […], schreibt Heinrich Mann (1929, S. 274), in seinem Essay Schauspielerinnen. Beschäftigt man sich mit der Kulturgeschichte der Schauspielerin, begegnet man immer wieder dem Mythos der sinnlichen Schauspielerin, die das Objekt männlicher Begierde darstellt (vgl. Möhrmann, M. 2000, S. 292f.). Das übersexualisierte Bild der femme fatale wird getrieben von männlichen Phantasien wie dem wilden Sexualleben der Schauspielerinnen (vgl. Möhrmann, M. 2000, S. 298). Der Vorwurf der exzessiven Sexualität ist nicht unbegründet, da sich Schauspielerinnen häufig unter finanziellem Zwang prostituieren mussten und so zu Mätressen reicher Lebemänner wurden (vgl. Schwanbeck 1957, S. 87).

Die Schauspielerin Leonie in Heinrich Manns Drama Schauspielerin gehört nicht zu dem eben beschriebenen Schauspielerproletariat, denn sie lebt in fast bürgerlichen Verhältnissen. Leonie ist wirtschaftlich selbstständig und kann ihre Toiletten aus eigener Tasche zahlen. Sie spricht sogar von ihrer „Mitgift“ und ihrem „Kapital“, das sie in Harrys Fabrik investieren will (29). Das Stück von Mann ist keine Milieudarstellung, in dem die Schauspielerin entweder Hungern oder Huren muss. Leonie ist eine erfolgreiche Schauspielerin auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, die als „göttliche Künstlerin“ (8) verehrt wird und in bürgerlichen Kreisen verkehrt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Schauspielerin im Drama von Heinrich Mann ein und beleuchtet die Identitätsproblematik sowie das Spannungsfeld zwischen Kunst und bürgerlichem Leben.

2. Entwicklung des Frauenbildes: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung des Frauenbildes vom 18. Jahrhundert bis zur Jahrhundertwende, insbesondere unter Berücksichtigung der Hysterie als Krankheitsbild.

3. Die Frau als Schauspielerin: Hier wird die Stigmatisierung der Schauspielerin durch den Hysteriediskurs und die kulturkritischen Analysen von Friedrich Nietzsche thematisiert.

4. Die Problematik der Schauspielerin am Beispiel der Leonie: Das Kernkapitel analysiert an der Protagonistin Leonie die verschiedenen Rollenzuschreibungen sowie ihren letztlichen Konflikt mit der bürgerlichen Gesellschaft.

5. Das ambivalente Verhältnis von Kunst und privatem Glück: In diesem Teil wird die Unvereinbarkeit von künstlerischer Freiheit und dem Wunsch nach privatem Glück beleuchtet.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet die Schauspielerin als Projektionsfigur der Sinnkrise der Moderne ein.

Schlüsselwörter

Schauspielerin, Heinrich Mann, Weiblichkeit, Hysterie, Identität, Rollenspiel, Fin de Siècle, Moderne, Bürgertum, femme fatale, Kunst, Privates Glück, Geschlechterrollen, Diskurs, Maskerade

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der kulturgeschichtlichen und literarischen Analyse der Rolle der „Schauspielerin“ im gleichnamigen Drama von Heinrich Mann.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus der Untersuchung?

Zentrale Themen sind das Bild der Frau um 1900, die Auswirkungen des Hysteriediskurses auf Künstlerinnen sowie die Spannung zwischen künstlerischer Existenz und bürgerlicher Lebensweise.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung zielt darauf ab, die Rollenzuschreibungen der Schauspielerin aufzuzeigen und zu erklären, warum diese Figur in der Moderne als Identitätsproblematik und als Gegenentwurf zum bürgerlichen Ideal stilisiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die kulturgeschichtliche Kontexte sowie philosophische und medizinhistorische Diskurse der Zeit (insbesondere Nietzsche und Freud) einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Protagonistin Leonie und untersucht, wie Motive wie die verführerische Weiblichkeit, die Schauspielerei als Rollenspiel und die Unvereinbarkeit von Kunst und privatem Glück in Manns Stück thematisiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Identitätskrise, Rollenspiel, bürgerliche Moral, Hysterie und die Projektionsfigur der Moderne bestimmt.

Welche Rolle spielt der Begriff der "Fremdheit" in Bezug auf Leonie?

Die Bezeichnung "Fremde" verdeutlicht Leonies Exklusion aus der bürgerlichen Gesellschaft aufgrund ihres Berufs, wobei gerade diese Andersartigkeit ihre erotische Anziehungskraft auf Männer steigert.

Warum endet das Drama laut der Analyse in einer Katastrophe?

Das Scheitern wird als theatralische Identitätskrise gedeutet, in der Leonie den Ausweg in der Inszenierung ihres eigenen Freitods sucht, da sie keine andere Wirklichkeit mehr außerhalb ihrer Rolle findet.

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Detalles

Título
Der Mythos der Schauspielerin im gleichnamigen Drama von Heinrich Mann
Universidad
University of Trier
Calificación
2,0
Autor
Christina Stein (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
22
No. de catálogo
V199229
ISBN (Ebook)
9783656256724
ISBN (Libro)
9783656256977
Idioma
Alemán
Etiqueta
Heinrich Mann Schauspielerin Hysterie Gender Studies Frauenbild
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christina Stein (Autor), 2010, Der Mythos der Schauspielerin im gleichnamigen Drama von Heinrich Mann, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199229
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