Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Topic: Peace and Conflict, Security

Der Jugoslawienkrieg - Die Reaktionen der internationalen Gemeinschaft auf den Staatszerfall

Von der Anerkennung Kroatiens und Sloweniens bis hin zum Einsatz der NATO

Title: Der Jugoslawienkrieg - Die Reaktionen der internationalen Gemeinschaft auf den Staatszerfall

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Entstehungsgeschichte 2
2. Von Unabhängigkeitsbestrebungen, dem Kriegsausbruch in Slowenien und
Kroatien bis zur Konzeptionierung von UNPROFOR 5
2.1. Innerjugoslawische Entwicklungen bis zum Kriegsausbruch 5
2.2. Reaktionen der Staatenwelt auf die einseitige Ausrufung der
Unabhängigkeit und auf den Ausbruch der Kämpfe 7
2.3. Die Einbeziehung der UNO 9
2.3.1. Sicherheitsrat-Resolution 713: Waffenembargo für Jugoslawien 9
2.3.2. Konzeption und Umsetzung von UNPROFOR und UNPAs 10
2.4. Völkerrechtliche Anerkennung Sloweniens und Kroatiens 12
2.5. Zwischenbilanz: Innere und äussere Konfliktursachen –
wurde der Konflikt „internationalisiert“? 13
3. Eskalation der Gewalt im Bosnienkrieg und Einsatz der NATO 15
3.1. Die Situation in Bosnien-Herzegowina bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs 15
3.2. Das Engagement der internationale Gemeinschaft im Vorfeld des Bürgerkriegs16
3.3. Der Kriegsausbruch in Bosnien-Herzegowina, die völkerrechtliche
Anerkennung und das Ende der Volksrepublik 17
3.4. Skizzierung des Kriegsverlaufes 19
3.5. Das Engagement der Vereinten Nationen und der NATO 21
3.5.1. Die Errichtung und Verteidigung der UNPAs in Bosnien-Herzegowina 23
3.5.2. Der letztliche NATO-Einsatz in Bosnien-Herzegowina 24
4. Schlussbetrachtung 26
5. Literaturverzeichnis 27

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Entstehungsgeschichte

2. Von Unabhängigkeitsbestrebungen, dem Kriegsausbruch in Slowenien und Kroatien bis zur Konzeptionierung von UNPROFOR

2.1. Innerjugoslawische Entwicklungen bis zum Kriegsausbruch

2.2. Reaktionen der Staatenwelt auf die einseitige Ausrufung der Unabhängigkeit und auf den Ausbruch der Kämpfe

2.3. Die Einbeziehung der UNO

2.3.1. Sicherheitsrat-Resolution 713: Waffenembargo für Jugoslawien

2.3.2. Konzeption und Umsetzung von UNPROFOR und UNPAs

2.4. Völkerrechtliche Anerkennung Sloweniens und Kroatiens

2.5. Zwischenbilanz: Innere und äussere Konfliktursachen – wurde der Konflikt „internationalisiert“?

3. Eskalation der Gewalt im Bosnienkrieg und Einsatz der NATO

3.1. Die Situation in Bosnien-Herzegowina bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs

3.2. Das Engagement der internationale Gemeinschaft im Vorfeld des Bürgerkriegs

3.3. Der Kriegsausbruch in Bosnien-Herzegowina, die völkerrechtliche Anerkennung und das Ende der Volksrepublik

3.4. Skizzierung des Kriegsverlaufes

3.5. Das Engagement der Vereinten Nationen und der NATO

3.5.1. Die Errichtung und Verteidigung der UNPAs in Bosnien-Herzegowina

3.5.2. Der letztliche NATO-Einsatz in Bosnien-Herzegowina

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Koordination zwischen der UNO und der NATO während des Zerfalls der ehemaligen Volksrepublik Jugoslawien. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwieweit der Jugoslawienkrieg als innerstaatlicher Konflikt zu klassifizieren ist und inwiefern das Engagement der NATO einen Eingriff in die staatliche Souveränität darstellte.

  • Analyse der innerjugoslawischen Entwicklungen und der Unabhängigkeitsbestrebungen der Teilrepubliken.
  • Untersuchung der Reaktionen der internationalen Gemeinschaft, insbesondere der EG und der UNO, in der Anfangsphase des Konflikts.
  • Evaluation der Rolle von UNPROFOR und der UN-Schutzzonen (UNPAs) im Kontext der Friedensbemühungen.
  • Bewertung der Eskalationsstufen und des NATO-Einsatzes im Bosnienkrieg bis zum Friedensabkommen von Dayton.

Auszug aus dem Buch

3.5.2.Der letztliche NATO-Einsatz in Bosnien-Herzegowina

Die Möglichkeit zur Anforderung der NATO existierte also seit Juni 1993, wurde jedoch erst im Februar 1994 aufgegriffen als eine Granateinschlag in der UNPA Sarajewo 68 Menschen tötete und eine Vielzahl an Verletzten hervorrief. Auf Bitte Boutros-Ghalis erließ die NATO nun das bereits erwähnte Ultimatum von Sarajewo. Durch russisches Einwirken auf die Serben kam es jedoch zum Rückzug und ein NATO-Einsatz blieb vorerst noch aus (vgl. Endemann 1996: 225f.).

Zum ersten Kampfeinsatz der NATO kam es nicht im Rahmen der Verteidigung der Schutzzonen, sondern bei der Durchsetzung der Flugverbotszone am 28. Februar 1994 (Abschuss zweier serbischer Kampfflugzeuge durch US-Flugzeuge im NATO-Auftrag), die seit Ende März 1993 bestand und bis dato häufig von der jugoslawischen Luftwaffe gebrochen wurde (vgl. Hasenclever 2001: 357). Die Verfechtung des Flugverbotes wurde in der Resolution 816 des UN-Sicherheitsrates legitimiert. So wurden alle Mitgliedsstaaten dazu aufgerufen in Abstimmung mit dem Sicherheitsrat Maßnahmen zu treffen, das Flugverbot durch unilaterale oder multilaterale Aktionen durchzusetzen (vgl. Endemann 1996: 247). Das Flugverbot als solches war freilich schon länger, seit der Verabschiedung von Resolution 781 vom 9. Oktober 1992 in Kraft (vgl. Endemann 1996: 245).

Auch während des serbischen Vorrückens auf Goradze kam es Anfang April 1994 zu begrenzten Luftschlägen der NATO gegen serbische Ziele. Der begrenzte Umfang der Angriffe hatte seine Begründung in der neuen serbischen Strategie, UN-Soldaten als Geiseln zu nehmen um sie an strategisch wichtigen Punkten als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. Ein ähnliches Szenario ergab sich auch als die bosnischen Serben auf die Schutzzone Bihac vorrückten, die NATO vereinzelte Angriffe durchführte, ihre Bemühungen aber nach der erneuten Geiselnahme von UNPROFOR-Angehörigen einstellte (vgl.: Hasenclever 2001: 357f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Entstehungsgeschichte: Das Kapitel skizziert die historischen Bedingungen des jugoslawischen Staatszerfalls, ausgehend von der Ära Tito bis hin zu den ersten Unabhängigkeitsbestrebungen der Teilrepubliken.

2. Von Unabhängigkeitsbestrebungen, dem Kriegsausbruch in Slowenien und Kroatien bis zur Konzeptionierung von UNPROFOR: Hier wird der Prozess der Sezession Sloweniens und Kroatiens, die Reaktion der internationalen Gemeinschaft und die erste Einbeziehung der UNO analysiert.

3. Eskalation der Gewalt im Bosnienkrieg und Einsatz der NATO: Dieses Kapitel behandelt die Eskalation im bosnischen Kontext, die Rolle der UN-Schutzzonen sowie den schrittweisen, militärischen Eingriff der NATO.

4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert, dass eine explizite Internationalisierung des Konflikts nicht feststellbar ist und die Rolle von UNO und NATO durch Diskrepanzen zwischen den Großmächten geprägt war.

Schlüsselwörter

Jugoslawienkrieg, Staatszerfall, Staatensouveränität, humanitäre Intervention, UNPROFOR, NATO, Bosnien-Herzegowina, UNO, Sicherheitsrat, Waffenembargo, Schutzzonen, Dayton-Abkommen, Sezession, Minderheitenschutz, Selbstbestimmungsrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Zerfall Jugoslawiens in den 1990er Jahren mit einem Fokus auf das Zusammenspiel zwischen den Vereinten Nationen und der NATO bei der Bewältigung des Konflikts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Souveränität von Staaten, die völkerrechtliche Anerkennung von sezessionistischen Regionen, die Rolle von UN-Friedensmissionen und die militärische Intervention durch die NATO.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es zu erörtern, ob der Jugoslawienkrieg als innerstaatlicher Konflikt betrachtet werden kann und inwiefern der NATO-Einsatz als Eingriff in die jugoslawische Souveränität gewertet werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor führt eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Fachliteratur, UN-Resolutionen und diplomatischen Berichten durch, um die politischen Entscheidungsprozesse nachzuzeichnen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Unabhängigkeitsbestrebungen in Slowenien und Kroatien sowie die anschließende Eskalation im Bosnienkrieg, inklusive der Rolle von UNPROFOR und der späteren NATO-Operationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Jugoslawienkrieg, UNPROFOR, NATO, Souveränität, Intervention und Dayton-Abkommen bestimmt.

Was war das "Novum" bei der Stationierung von UNPROFOR in Bosnien?

Ein Novum war, dass erstmals zur Stationierung einer UN-Friedenstruppe nicht mehr zwingend das formelle Einverständnis aller Konfliktparteien eingeholt wurde, wie es bei der Resolution 807 vom 19. Februar 1993 der Fall war.

Wie bewertet die Arbeit das Verhältnis von UNO und NATO?

Das Verhältnis wird als diffuses Bild zwischen beschwichtigender Konflikteindämmung durch die UNO und härterem Vorgehen der NATO beschrieben, wobei die UNO faktisch durch die NATO ausgebootet wurde, als sich die Allianz auf ein stringentes Vorgehen gegen die serbische Seite einigte.

Excerpt out of 28 pages  - scroll top

Details

Title
Der Jugoslawienkrieg - Die Reaktionen der internationalen Gemeinschaft auf den Staatszerfall
Subtitle
Von der Anerkennung Kroatiens und Sloweniens bis hin zum Einsatz der NATO
College
University of Marburg  (Politikwissenschaft)
Course
Staatensouveränität vs. Recht auf humanitäre Intervention
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2007
Pages
28
Catalog Number
V199297
ISBN (eBook)
9783656255406
ISBN (Book)
9783656255789
Language
German
Tags
Jugoslawienkrieg NATO Bosnienkrieg Bürgerkrieg; Intervention; Souveränität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2007, Der Jugoslawienkrieg - Die Reaktionen der internationalen Gemeinschaft auf den Staatszerfall , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199297
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  28  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint