Der demografische Wandel wird unsere Gesellschaftsstruktur und unser derzeitiges Wirtschaftssystem wesentlich stärker verändern und beeinflussen, als es derzeit noch dargestellt wird. Dies hat weitreichende Konsequenzen für unsere Gesellschaft, die Politik und natürlich auch für das Wirtschaftssystem.
Die heutige Seniorengeneration befindet sich nicht mehr im dritten Lebensabschnitt, dies war früher, sondern im „vierten“ Lebensabschnitt. Immer mehr ältere Menschen haben im wahrsten Sinne des Wortes Spaß am Leben und genießen das bzw. ihr „Alter“ in vollen Zügen. Sie sind aktiv, initiativ und auch innovativ „unterwegs“.
Die bisherigen Wohnformen im Alter wie sie derzeit noch üblich sind wie z. B. Seniorenheime, Pflegeheime, Betreutes Wohnen usw. sind sicherlich sehr wichtig, aber nicht geeignet, langfristig den Bedarf zu decken, den Anforderungen und Ansprüchen an die neu heranwachsende Seniorengeneration zu entsprechen. In solch eine Einrichtung zu gehen, ist für viele der Betroffenen im Moment schlichtweg einfach auch noch nicht vorstellbar.
Die Wohnform in der gelebt werden soll und will muss anders sein, sich unterscheiden. Daher soll das nachfolgende Projektkonzept bzw. -studie mögliche alternative Wohn-formen darstellen. „Visionen Wohnkonzept“ beschäftigt sich mit deren Umsetzungsmöglichkeiten, Kosten für die Erstellung. Bewusst als „Visionen“, „Wünsche“ oder „Träume“, den leider lassen sich nicht alle Wünsche umsetzen oder sind wirtschaftlich realisierbar. Visionen, Wünsche und Träume sind aber wichtig, denn sie können Denkanstöße und Befruchtung für andere Ideen sein.
Wenn mit dieser Studie es gelungen sein sollte Interessierte zu begeistern, habe ich mein Ziel erreicht.
Inhaltsverzeichnis
1. ALLGEMEINES
1.1 Warum ausgerechnet … „Projekt Wohngemeinschaft“?
1.2 Visionen für ein Wohnkonzept
1.3 Drei Ebenen des Wirkens
1.4 Was ist das Ziel (Wunsch)
1.5 Was nicht gewolt ist
2. FORDERUNGEN AN DIE MENSCHEN DER WOHNGEMEINSCHAFT
3. ÜBERSICHT MÖGLICHER PROJEKTTYPEN
3.1. Allgemeine Auswahlkriterien für eine Wohngemeinschaft
3.1.1.Überblick einiger Entscheidungssituationen, die es den zukünftigen Bewohnern erleichtern sollte ihre Wunschvorstellungen zu realisieren
4. PROJEKT „Integrierte WOHNGEMEINSCHAFT“
4.1 Anforderungsprofile
4.1.1 Bewohner
4.1.2 Standortqualität
4.1.3 Qualität der Gebäudestruktur
4.1.4 Gebäudequalität
4.1.5 Grundrissqualität
4.1.6 Energieversorgung
4.2 Primäre Anforderungen an die Wohnanlage
4.2.1 Barrierefreiheiten
4.2.2 Grundrissformen
4.2.3 Einbindung in das Wohnquartier-Umfeld der Wohngemeinschaft
4.2.4 Gemeinschaftsbereiche
4.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
5. PROJEKT „Visionen WOHNGEMEINSCHAFT“
5.1 Mögliche Wohnformen Zusammenfassung von schematischen Konzeptansätzen
5.1.1 Quartierkonzept
5.1.2 Pionierprojekt
5.1.3 Wohnen in ländlicher Umgebung
5.1.4 Wohnen in der Stadt
5.2 Projekt einer Hausgemeinschaft und/oder Wohngemeinschaft „in Stadtnähe“ (Wunschbild1)
5.2.1 Bewohner
5.2.2 Standort und Infrastruktur
5.2.3 Gebäude und Konstruktion
5.2.4 Energieversorgung
5.2.5. Baustoffe
5.2.6 Sonstiges
5.3 Projekt einer Hausgemeinschaft und/oder Wohn-Gemeinschaft „im Dorf“ oder „am Stadtrand“ (Wunschbild 2)
5.3.1 Bewohner
5.3.2 Standort und Infrastruktur
5.3.3 Gebäude und Konstruktion
5.3.4 Energieversorgung
5.3.5 Baustoffe
5.3.6 Sonstiges
5.4 Quartierprojekt (Wunschbild 3)
5.4.1 Vernetzung auf kleinem Raum
5.4.2 „Miteinander Wohnen“ in Berlin … ein gelebtes Beispiel …
5.4.2.1 Angebote im Quartier
5.4.2.2 Finanzierung
5.5 Kostenrahmen der einzelnen Projekte
5.5.1 Allgemeine Grundlagen
5.5.2 Kostenrahmen für das Projekt Hausgemeinschaft und/oder Wohngemeinschaft „in Stadtnähe“
5.5.3 Kostenrahmen für das Projekt Hausgemeinschaft und/oder Wohngemeinschaft „im Dorf“ oder „am Stadtrand“
6. Modellprojekt Ausbildung und/oder Umschulung
6.1 Modul Kommunikation
6.2 Modul Hauswirtschaft
6.3 Modul Betreuung
6.4 ModulPsychologie
6.5 Modul Recht
7. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieses Projektkonzepts ist die Entwicklung innovativer und menschenwürdiger Wohnformen für die wachsende Seniorengeneration, um den Herausforderungen des demografischen Wandels durch Solidarität, Selbstbestimmung und soziale Integration in einem gemeinschaftlichen Umfeld zu begegnen.
- Entwicklung von Modellen für integrierte Wohngemeinschaften und Quartierkonzepte.
- Förderung eines selbstbestimmten Lebensstils durch gegenseitige Unterstützung und Patenschaften.
- Wirtschaftliche und architektonische Rahmenbedingungen für barrierefreie Wohnanlagen.
- Nutzung brachliegender Potenziale durch ehrenamtliches Engagement und "Hilfe zur Selbsthilfe".
- Ausbildung und Umschulung zur Förderung der sozialen Interaktion und Lebensqualität.
Auszug aus dem Buch
1.1 Warum ausgerechnet … „Projekt Wohngemeinschaft“?
Die von unseren Großeltern und auch noch von unseren Eltern geprägten Gesellschafts-, Lebens- und damit auch unsere Wohnformen haben sich radikal geändert und werden in Zukunft weitere Änderungen erfahren. Die Entwicklung, die momentan unsere Gesellschaft prägt, fordert ganz allgemein eine neue Ausrichtung. Altes, auch wenn es sich in der Vergangenheit bewährt hat, erfordert zumindest Anpassungen. Praktisch befindet sich unsere gesamte „Wertewelt“ im Umbruch.
Eines der brennensten Probleme betrifft die zukünftige Altersstruktur unserer Bevölkerung, den daraus resultierenden Folgen und vor allem der damit verbundenen problematischen Finanzierbarkeit des gesamten Sozialsystems, das zunehmend schon existentielle Dimensionen erreicht.
Das Problem des Alterns in unserer Gesellschaft verschärft sich dadurch, weil es vor allem eine doppelte Ursache hat. Es werden nicht nur mehr Menschen älter, sondern die Jungen immer weniger. Eine Entwicklung die unserer Wirtschaft und damit auch unserem Sozialsystem zuwiderläuft.
Die Wirtschaft und auch wir alle leben einerseits von scheinbar unbegrenzten Wachstumsraten in einer Umwelt, die in Summe nur unseren wertvollen Planeten Erde ausmacht. Vieles weist schon heute auf notwendige Korrekturen hin.
Zusammenfassung der Kapitel
1. ALLGEMEINES: Dieses Kapitel thematisiert den demografischen Wandel und die Notwendigkeit, neue, menschenwürdige Wohnformen für die alternde Bevölkerung zu entwickeln.
2. FORDERUNGEN AN DIE MENSCHEN DER WOHNGEMEINSCHAFT: Hier werden die sozialen Voraussetzungen und die notwendige Eigenverantwortung der Bewohner für das Gelingen des Gemeinschaftsmodells beschrieben.
3. ÜBERSICHT MÖGLICHER PROJEKTTYPEN: Dieses Kapitel kategorisiert bestehende Ansätze und definiert Auswahlkriterien für die Realisierung einer integrativen Wohngemeinschaft.
4. PROJEKT „Integrierte WOHNGEMEINSCHAFT“: Es werden spezifische Anforderungsprofile an Bewohner, Architektur und Standort sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dargelegt.
5. PROJEKT „Visionen WOHNGEMEINSCHAFT“: Dieser Teil präsentiert konkrete Wunschbilder und schematische Konzeptansätze für verschiedene Wohnformen, inklusive Kostenkalkulationen.
6. Modellprojekt Ausbildung und/oder Umschulung: Hier werden Qualifizierungsmodule vorgestellt, die älteren Menschen neue Aufgaben und Perspektiven innerhalb des Gesamtkonzepts ermöglichen sollen.
7. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die Vision zusammen, das Älterwerden durch solidarische Gemeinschaft und Architektur proaktiv und wertschöpfend zu gestalten.
Schlüsselwörter
Wohngemeinschaft, demografischer Wandel, Senioren, Quartierkonzept, Barrierefreiheit, soziale Integration, Solidarität, Altersvorsorge, Architektur, Lebensqualität, Eigenverantwortung, Modellprojekt, Nachhaltigkeit, Wohnformen, Pflege.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung innovativer Wohnkonzepte für ältere Menschen, um den Auswirkungen des demografischen Wandels auf das Sozial- und Wirtschaftssystem entgegenzuwirken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Gestaltung alternativer Wohnformen, die Förderung von nachbarschaftlicher Hilfe, architektonische Barrierefreiheit und die gesellschaftliche Reintegration von Senioren.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, ein solidarisches Wohnmodell zu entwerfen, das es Menschen ermöglicht, selbstbestimmt und in einem sozialen Netzwerk zu altern, statt in isolierten Pflegeheimen zu leben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um ein Projektkonzept, das auf einer Analyse demografischer Rahmenbedingungen, der Auswertung bestehender Wohnmodelle sowie der Erstellung von architektonischen und wirtschaftlichen Entwurfsskizzen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert konkrete Projektformen wie Quartierkonzepte und Hausgemeinschaften, definiert Anforderungsprofile und stellt beispielhafte Kostenrahmen sowie Ausbildungsmodule für Ältere vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie "Visionen Wohngemeinschaft", "soziale Integration", "Solidarität im Alter", "barrierefreies Bauen" und "nachbarschaftliche Selbsthilfe" beschreiben.
Wie unterscheidet sich das Konzept von herkömmlichen Altersheimen?
Im Gegensatz zu isolierten Heimen setzt das Konzept auf die Einbindung in das soziale Umfeld ("mittendrin statt außen vor"), fördert Eigenaktivität und vermeidet das reine "Versorgtwerden" zugunsten von gegenseitiger Wertschätzung.
Welche Rolle spielt die Ausbildung für das Projekt?
Die Ausbildung von Älteren in Bereichen wie Kommunikation, Betreuung und Recht soll dazu dienen, diese als wertvolle Ressourcen innerhalb der Gemeinschaft zu aktivieren und ihnen neue Lebenssinnstiftung zu ermöglichen.
- Citation du texte
- Ph.D., MBA , BBA Dieter F.-W. Freiherr von Münster-Kistner (Auteur), 2012, Visionen Wohngemeinschaftsprojekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199361