Es gibt in den deutschen Schulen kein Fach, welches sich ausdrücklich mit Medien und deren Nutzung beschäftigt und das sich als Ziel setzt, den Schülern das Erlangen einer umfassenden Medienkompetenz zu ermöglichen. Die „Lasten“ dieser Aufgabe liegen demnach auf den Schultern mehrerer Schulfächer, wie Kunst, Musik oder Informatik, aber eben auch auf denen des Faches Deutsch. Medienkompetenz stellt sich in diesem Sinne als fächerübergreifendes allgemeines Lernziel dar. Über Jahrhunderte waren fast ausschließlich Text- bzw. Printmedien (v.a. das Buch) und mit Einschränkungen das Medium Bild die Medien, die in Gesellschaft und Schule eine Rolle spielten. Im Laufe des letzten Jahrhunderts kamen jedoch - im Vergleich zu den vorhergehenden Jahrhunderten - durch den technischen Fortschritt mit rasantem Tempo neue (auditive, visuelle, audiovisuelle und digitale) Medien hinzu, welche die Gesellschaft und somit auch die Schule und den Unterricht veränderten. In den 1920er Jahren waren dies zunächst das Radio und das Kino, nach dem 2. Weltkrieg kam das Fernsehen hinzu, das bis heute das dominante Medium in der Lebenswelt der meisten Menschen ist, und seit dem Ende des 20. Jahrhunderts spielen die durch PC & Internet entstandenen elektronischen bzw. digitalen (multimedialen) Medien eine bedeutende Rolle. Im Alltag der Menschen hat somit eine enorme Erweiterung des genutzten Medienensembles stattgefunden und infolge dessen ist der Medienkonsum der Menschen erheblich gestiegen. Deshalb wird häufig von einer „Mediengesellschaft“, in der Menschen heutzutage leben, und von der „Medienrevolution“ durch die neuen Medien gesprochen. Dabei „gehört es zu den Aufgaben der Schule, dabei mitzuwirken, die Kinder und Jugendlichen auf die Anforderungen der Mediengesellschaft vorzubereiten.“
Inhaltsverzeichnis
2. Einleitung
3. Definitionen
3.1 Medien, Unterrichtsmedien und neue Medien
3.1.1 Medien
3.1.2 Unterrichtsmedien
• Medien als Hilfsmittel im Unterricht
• Medien als Lernprojekte im Unterricht
3.1.3 Massenmedien
3.1.4 Neue Medien
4. Der Begriff Motivation
5. Medien im Deutschunterricht
5.1 Internet im Deutschunterricht
6. Medienpädagogik im Berliner Lerhplan
6.1 Kinder-und Jugendliteratur in der heutigen Medien-Gesellschaft
6.2 Leseförderung als Beispiel
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Medien im Deutschunterricht, um zu analysieren, inwiefern diese zur Steigerung der Lernmotivation beitragen können und wie eine kompetente Medienpädagogik in den schulischen Alltag zu integrieren ist.
- Bedeutung von Lernmotivation im schulischen Kontext
- Differenzierung zwischen traditionellen, Massen- und Neuen Medien
- Rolle von Medien als Hilfsmittel oder Lerngegenstand im Deutschunterricht
- Implementierung von Medienpädagogik in Lehrplänen (Beispiel Berlin)
- Stellung der Kinder- und Jugendliteratur in der digitalen Gesellschaft
Auszug aus dem Buch
Medien als Lernobjekte im Unterricht
Stellen Medien selbst die primären Lernobjekte eines Unterrichts dar, ist eine Unterscheidung zwischen „originalen“ und „informationellen“ Lernobjekten zu machen. Während ein Original der Lerngegenstand selbst ist und eine „unvermittelte sinnliche Erfahrung“ ermöglicht (z.B. natürliche Gegenstände oder Artefakte), spiegeln Medien als „informationelle Objekte“ den Lerngegenstand in analoger oder symbolischer Darstellung (z.B. Texte, Modelle, Abbildungen etc.).
Zusammenfassung der Kapitel
2. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung von Medienkompetenz als fächerübergreifendes Lernziel dar und erläutert das Ziel der Arbeit, Medieneinsatz und Motivation im Deutschunterricht zu untersuchen.
3. Definitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Medien, Unterrichtsmedien, Massenmedien und Neue Medien für den schulischen Kontext definiert und kritisch eingeordnet.
4. Der Begriff Motivation: Der Abschnitt erläutert die verschiedenen Forschungsperspektiven der Lernmotivation und das Konzept des Flow-Erlebnisses als idealen, motivierten Zustand.
5. Medien im Deutschunterricht: Hier wird der Einsatz traditioneller Medien wie Tafel und Schulbuch sowie neuerer Medien wie Computer und Beamer im Deutschunterricht diskutiert.
5.1 Internet im Deutschunterricht: Dieses Kapitel analysiert Chancen und Risiken des Internets als Medium, betont die Notwendigkeit von Medienkompetenz und kritisiert die aktuelle Ausstattung sowie didaktische Vorbereitung.
6. Medienpädagogik im Berliner Lerhplan: Der Autor untersucht die Integration medienpädagogischer Inhalte in Berliner Rahmenpläne und betont die Rolle des Deutschunterrichts für die Medienpädagogik.
6.1 Kinder-und Jugendliteratur in der heutigen Medien-Gesellschaft: Dieses Kapitel thematisiert den Strukturwandel in der Literatur durch audiovisuelle Konkurrenzmedien und die daraus resultierenden Anforderungen an moderne Kinder- und Jugendliteratur.
6.2 Leseförderung als Beispiel: Der Abschnitt beleuchtet Strategien zur Leseförderung in einer mediatisierten Welt und diskutiert die Konkurrenz zwischen Lesen und Fernsehen sowie die Bedeutung einer anregenden Leseumwelt.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Notwendigkeit einer kreativen Integration neuer Medien in den Deutschunterricht zur Motivationssteigerung bei gleichzeitiger Förderung kritischer Medienkompetenz.
Schlüsselwörter
Medien, Deutschunterricht, Lernmotivation, Medienkompetenz, Unterrichtsmedien, Neue Medien, Massenmedien, Internet, Medienpädagogik, Leseförderung, Kinderliteratur, Jugendliteratur, Lehrplan, Digitalisierung, Lesemotivation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie der gezielte Einsatz von Medien im Deutschunterricht dazu genutzt werden kann, die Lernmotivation von Schülern zu steigern und gleichzeitig eine umfassende Medienkompetenz aufzubauen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen Begriffsdefinitionen zu Medienarten, die psychologischen Grundlagen von Motivation, die praktische Einbindung von Medientechnik im Unterricht sowie medienpädagogische Ansätze in Lehrplänen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie ein abwechslungsreicher Medieneinsatz das Interesse am Lernstoff fördert und wie die Schule auf die Herausforderungen einer multimedialen Gesellschaft reagieren sollte.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Literaturanalyse sowie der Auswertung von Berliner Rahmenlehrplänen und pädagogischen Fachbeiträgen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Medienbegriffen, die Analyse der Lernmotivation, die Untersuchung des Medieneinsatzes im Deutschunterricht inklusive des Internets sowie die kritische Betrachtung von Literatur und Leseförderung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienkompetenz, Lernmotivation, Leseförderung, Mediengesellschaft und Deutschunterricht charakterisiert.
Welche Herausforderungen sieht der Autor beim Einsatz des Computers im Unterricht?
Der Autor weist auf unzureichende Ausstattung, fehlende Kenntnisse bei Lehrern und Schülern sowie einen hohen Zeitaufwand hin, der bei technischen Störungen entstehen kann.
Wie verändert das Internet laut Arbeit die Rolle der Literatur?
Das Internet führt zu einer Verringerung der traditionellen Bedeutung von Literatur, weshalb sich diese wandeln muss, um neben audiovisuellen Medien bestehen zu können.
- Citation du texte
- Mina Elgun (Auteur), 2011, Medien Im Deutschunterricht - Führt der Einsatz von Medien im Deutschunterricht zur Steigerung der Lernmotivation?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199430