Die immer wieder kritisierten Medien nehmen Einfluss auf unsere Gesellschaft, manipulieren gar – so ist zumindest der Vorwurf. Die vorliegende Arbeit soll, soweit in dem überschaubaren Rahmen möglich, diese Behauptung in Bezug auf die Kinder- und Jugendpresse untersuchen.
Aus diesem Grunde folgen in den ersten beiden Kapiteln eine Definition von Medien und Massenmedien sowie eine Beschreibung des untersuchten Bereichs Presse. Der letzte Teil wird die Möglichkeiten der Beeinflussung anhand eines konkreten Beispiels untersuchen und im Abschluss analysieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Einführung in die Kommunikation und Massenkommunikation
2.1. Kommunikation
2.2. Massenkommunikation und Massenmedien
2.3. Kinder und Jugendliche als Zielgruppe
3. Presse als Massenmedium
4. Einflussmöglichkeiten und Wirkungen der Presse
5. Abschlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch, inwieweit Medien – insbesondere die Kinder- und Jugendpresse – einen manipulativen Einfluss auf ihre junge Zielgruppe ausüben können, und analysiert dabei die theoretischen Grundlagen der Massenkommunikation sowie praktische Beispiele der Beeinflussung.
- Grundlagen der Kommunikation und Massenkommunikation
- Die Rolle von Kindern und Jugendlichen als mediale Zielgruppe
- Funktionsweise und Charakteristika der Presse als Massenmedium
- Analyse der Einflussmöglichkeiten von Zeitschriften auf junge Leser
- Abgrenzung zwischen medialer Einflussnahme und aktiver Manipulation
Auszug aus dem Buch
Einflussmöglichkeiten und Wirkungen der Presse
Die Manipulation durch die Presse lässt sich am besten an einem Beispiel veranschaulichen: die Stafette, eine für Kinder und Jugendliche produzierte Zeitschrift, beinhaltet neben einem Leserforum auch mehrere Quiz- und Lernsequenzseiten. Durch die Zeitschrift führt eine Leitfigur. Die Redakteure nehmen, eine Beratungsfunktion ein. Die Redaktion möchte die Rezipienten dazu anregen, sich zu bilden und Spaß zu haben.
Diese Zeitschrift versucht, die Emotionen der Kinder anzusprechen, indem sie Leserbriefe von Gleichaltrigen abdruckt und beantwortet. Somit identifizieren sich die Rezipienten nicht mit dem Kommunikator, sondern mit dem Rezipienten in der Beratungssituation und bekommen einen Vorschlag zum optimalen Sozialverhalten. Sie müssen in einer real entstehenden Situation von sich aus handeln und durchleben die Situation nicht durch Vorspielen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit definiert den Rahmen der Untersuchung, welche die oft geäußerten Vorwürfe der Manipulation in der Kinder- und Jugendpresse kritisch hinterfragt.
2. Einführung in die Kommunikation und Massenkommunikation: Es werden grundlegende Definitionen von Kommunikation und Massenkommunikation erarbeitet sowie die spezifischen Merkmale der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen dargelegt.
3. Presse als Massenmedium: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise, Struktur und Kategorisierung der Presse als klassisches Massenmedium.
4. Einflussmöglichkeiten und Wirkungen der Presse: Anhand von Fallbeispielen wird analysiert, wie Presseerzeugnisse Kinder und Jugendliche beeinflussen können und wo die Grenzen der Manipulation liegen.
5. Abschlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass zwar starke Einflussmöglichkeiten auf Kinder bestehen, diese jedoch durch das soziale Umfeld und individuelle Konsumgewohnheiten nicht zwangsläufig zur Manipulation führen.
Schlüsselwörter
Massenmedien, Kommunikation, Manipulation, Kinder und Jugendliche, Jugendpresse, Medienpädagogik, Sozialisation, Zielgruppe, Einflussnahme, Zeitschriften, Stafette, Medienwirkung, Rezipienten, Publizistik, Sozialverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Presse als Massenmedium und der Frage, ob und wie diese Kinder und Jugendliche manipulieren oder beeinflussen kann.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Kommunikation, die Besonderheiten der Zielgruppe der jungen Leser sowie die Analyse von Einflussmechanismen in der Kinderpresse.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?
Ziel ist es, die häufig kritisierte Behauptung der Medienmanipulation in der Kinder- und Jugendpresse wissenschaftlich zu prüfen und auf ihre tatsächliche Relevanz hin zu untersuchen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit medienwissenschaftlicher Literatur und eine beispielhafte Fallanalyse der Zeitschrift „Stafette“.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Massenkommunikation, die Einordnung der Presse als Medium und die Untersuchung der Wirkungsweise von Zeitschriften auf Heranwachsende.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Untersuchung?
Zentrale Begriffe sind Massenkommunikation, Medienwirkung, Zielgruppenorientierung, Sozialisation und der Prozess der Identifikation innerhalb von Medienangeboten.
Warum spielt die Altersgruppe der 0- bis 18-Jährigen eine so wichtige Rolle für Medien?
Kinder und Jugendliche befinden sich in einem aktiven Entwicklungsprozess, in dem sie Medien zur Wirklichkeitsverarbeitung, zur Identitätsfindung und zur Orientierung nutzen, was sie für Medieneinflüsse besonders empfänglich macht.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der „Stafette“ als Beispiel?
Die „Stafette“ nutzt eine Beratungsfunktion und Leitfiguren, um durch Identifikation mit Gleichaltrigen Hilfestellungen für soziales Verhalten zu geben, statt die Kinder im negativen Sinne zu manipulieren.
Warum schließt das soziale Umfeld laut Arbeit eine Manipulation aus?
Die Arbeit betont, dass Medienwirkungen in sozialen Netzwerken und Gesprächen mit Freunden verarbeitet werden, was als Ausgleichswirkung eine einseitige Manipulation durch die Medien erschwert.
- Arbeit zitieren
- David Lucas (Autor:in), 2010, Kommunikation und Massenmedien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199469