Die Selbstreflexion ist ein wichtiges Instrument, was angehende Lehrer und auch aktuell noch Studierende, immer bei sich führen sollten. Es ist der beste Weg zu erkennen, wer man ist und wohin man geht. Diese Seminararbeit stellt den Abschluss des Proseminars Professionalität im Kontext von Schule im Rahmen der Lehrerausbildung an der Universität Wien dar und enthält die gesammelten Erfahrungen und Reflexionen dieser Zeit und noch mehr.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Reflexion der eigenen Schulerfahrung
Reflexion der Berufsentscheidung
Reflexion der Hospitation
Auswertung
Reflexion
Reflexion über das eigene Referat
Reflexion über das Referat „Schulgelände und Schulgebäude“
Auseinandersetzung mit einem pädagogischen Text
Abschließende Reflexion über das Proseminar
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient der kritischen Reflexion über das eigene Lehrerbild, die persönliche Bildungsbiografie sowie die praktische Auseinandersetzung mit der Rolle des Pädagogen im aktuellen Schulkontext. Durch die Verbindung von persönlichen Erfahrungen mit wissenschaftlichen Impulsen soll ein tieferes Verständnis für die professionelle Haltung in der Lehre entwickelt werden.
- Reflexion der eigenen Schullaufbahn und individuellen Bildungsbiografie
- Analyse des Lehrberufs und der persönlichen Motivation zur Berufsentscheidung
- Beobachtung und kritische Auswertung von Unterrichtssituationen im Rahmen einer Hospitation
- Auseinandersetzung mit theoretischen Ansätzen zur Rolle des Lehrers als Lernhelfer
Auszug aus dem Buch
Reflexion der eigenen Schulerfahrung
Alles in allem, kann man sagen, dass meine Schulzeit mehr positives als negatives beinhaltet hat. Auch wenn einem meist die negativen Dinge besser im Gedächtnis bleiben. Da muss ich aber lobend einhaken und sagen, durch die ständige Selbstreflexion, die wir während des Studiums durchlaufen, kommen immer wieder die positiven Erlebnisse in der Schulzeit zu Tage und man legt automatisch einen Fokus darauf.
Meine Schulzeit war ein einziges Sammelsurium von Hochs und Tiefs. Nach einer äußerst positiven absolvierten Volkschule (wobei die Lehrerin dort eher eine Kindergartentante war und, laut meiner Mutter, uns nichts vernünftiges beibrachte), so war es doch logisch mit diesem tollen Zeugnis, aufs Gymnasium zu gehen. Hier merkte ich zum ersten Mal, dass die Volkschulausbildung wirklich nichts wert war. Sicherlich, ich konnte lesen, schreiben und rechnen, aber mit dem Gymnasium war ich anfangs überfordert.
Da ist mir vor allem meine Deutsch-Professorin in Erinnerung geblieben, die von Anbeginn etwas gegen mich hatte, da meine Mutter sie versehentlich „Förster“ statt „Forster“ genannt hatte, was nur daran lag, dass ein Familienzweig von uns „Förster“ hieß. Sie meinte, ich wäre zu dumm für das Gymnasium und sollte besser in die Hauptschule oder noch besser, in die Sonderschule gehen. Meine Mutter ließ mich dann im Rahmen eines Programmes des Bildungsministeriums und des Stadtschulrates testen. Heraus kam, dass ich überdurchschnittlich begabt war, vor allem in Mathematik/Logik und in Sprachen. Es war der Professorin egal. Ich hatte sie zum Glück nur in den ersten beiden Klassen. Trotz des positiven Tests, blieben meine Leistungen in der Schule mager.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Die Autorin reflektiert ihre Einstellung zur akademischen Sprache und legt ihre persönliche Motivation für den gewählten Schreibstil dar.
Reflexion der eigenen Schulerfahrung: Eine persönliche Aufarbeitung der eigenen Schulbiografie, die von Höhen, Tiefen und dem ständigen Ringen um den passenden Bildungsweg geprägt ist.
Reflexion der Berufsentscheidung: Die Autorin beschreibt ihre Faszination für den Lehrerberuf, ihre persönliche Entwicklung vom ersten Wunsch bis zur Entscheidung für die Fächerkombination Deutsch und Geschichte.
Reflexion der Hospitation: Ausführliche Analyse einer Unterrichtseinheit in einem Oberstufenrealgymnasium, unterteilt in Auswertung des Unterrichtsverlaufs und abschließende Reflexion.
Reflexion über das eigene Referat: Kritische Aufarbeitung eines Gruppenreferats zum Thema Bildungsbegriff, inklusive Selbstbenotung und Analyse der eigenen Fehler.
Reflexion über das Referat „Schulgelände und Schulgebäude“: Eine Reflexion über die Bedeutung der räumlichen Umgebung für das Lernen und Lehren, basierend auf dem Referat der Kommilitoninnen.
Auseinandersetzung mit einem pädagogischen Text: Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Hermann Gieseckes Text „Der Lehrer als Lernhelfer“ und dessen Bezug zur heutigen Schulpraxis.
Abschließende Reflexion über das Proseminar: Ein Rückblick auf die Erfahrungen während des Proseminars, die Bedeutung der Gruppendynamik und die Hoffnung auf zukünftige Studieninhalte.
Schlüsselwörter
Lehrerberuf, Schulerfahrung, Bildungsbiografie, Didaktik, pädagogische Professionalität, Hospitation, Unterrichtsanalyse, Reflexion, Bildungsbegriff, Schülerverhalten, Lernumgebung, Lehrerrolle, Schulsystem, Studium, Deutschunterricht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist eine Sammlung von Reflexionen zu persönlichen Schulerfahrungen, der Berufswahl zum Lehrberuf und der kritischen Beobachtung von schulischen Prozessen während eines Proseminars.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die eigene Identitätsfindung als angehende Lehrerin, die Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung, die Qualität der pädagogischen Ausbildung und die physische Gestaltung von Lernräumen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die kritische Selbstreflexion der eigenen Rolle und Einstellung zum Lehrberuf, um durch die Aufarbeitung vergangener Erfahrungen eine professionelle Perspektive für die zukünftige Unterrichtstätigkeit zu gewinnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird vor allem die Methode der Selbstreflexion angewandt, kombiniert mit Hospitationsprotokollen, einer Literaturanalyse zu einem pädagogischen Text und einer kritischen Evaluation von Gruppenarbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in persönliche Reflexionsberichte zu Schulzeit und Studium, die Analyse einer Hospitationsstunde sowie die kritische Reflexion über Referate und einen pädagogischen Fachtext.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Lehrerrolle, Bildungsbiografie, Hospitation, Unterrichtsqualität, pädagogische Professionalität und Selbstreflexion.
Warum ist der Bereich „2. Bildungsweg“ für die Autorin so wichtig?
Die Autorin hebt den 2. Bildungsweg hervor, weil er ihr positive Erfahrungen ermöglichte, die sie in ihrer Berufswahl bestärkten, und sie der Meinung ist, dass dieses Wissen essentiell für ein umfassendes Verständnis des österreichischen Bildungssystems ist.
Welche Rolle spielen „Schulgelände und Schulgebäude“ in der Reflexion?
Die Autorin betrachtet die Schule als mehr als nur eine Summe von Klassenzimmern; sie betont, dass die räumliche Umgebung einen entscheidenden Einfluss auf das Wohlbefinden und die Lernqualität von Schülern und Lehrern hat.
- Quote paper
- Daniela Ammann (Author), 2012, Professionalität im Kontext von Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199694