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Gegenüberstellung der Kapitalkonsolidierung nach HGB und IFRS

Titel: Gegenüberstellung der Kapitalkonsolidierung nach HGB und IFRS

Bachelorarbeit , 2011 , 61 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Jens Schmitt (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Notwendigkeit der Konzernrechnungslegung ist in der heutigen Wirtschaftswelt unumstritten! Eine Vielzahl von Unternehmen agiert längst nicht mehr komplett selbständig, sondern in den unterschiedlichsten Arten von Unternehmensverbindungen. Eine Art dieser Zusammenschlüssen ist der Konzern.

[...]

Sowohl nach dem deutschen Handelsrecht (HGB) als auch nach den internationa-len Vorschriften zur Rechnungslegung (IFRS) ist vom Mutterunternehmen – welches den beherrschenden Einfluss auf ein oder mehrere abhängige Unternehmen ausübt – ein Konzernabschluss aufzustellen. Dabei soll der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter der Prämisse vermitteln, als ob die einbezogenen Unternehmen insgesamt ein einziges wären.

[...]

In diesem Bereich der Rechnungslegung haben sich in jüngster Vergangenheit gravierende Änderungen vollzogen. Das BilMoG revolutionierte erstmals seit dem Bilanzrichtliniengesetz das HGB, um eine kostengünstigere, aber dennoch konkurrenzfähige Alternative zu den IFRS zu schaffen. Aber auch die Bilanzierung nach den internationalen Rechnungslegungsstandards blieb nicht unverändert. So trat beispielsweise für Unternehmenszusammenschlüsse nach dem 1. Juli 2009 der überarbeitete IFRS 3 in Kraft. Weiterhin wurde IAS 27 i.R.d. sog. „Business Combinations-Projekt“ umfassend überarbeitet. Die aktuellste Änderung ist aber die Einführung der neuen IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 & IFRS 13 und die mit ihnen verbundene Anpassung bereits vorhandener Standards.

[...]

Nachfolgend wird in der vorliegenden Arbeit detailliert auf die unterschiedlichen Konsolidierungsmethoden – Voll- und Quotenquotenkonsolidierung – sowie auf die Bilanzierung „at equity“ eingegangen. Zur Verdeutlichung werden zu den jeweiligen Themengebieten Beispiele zur Hilfe genommen. Die Ausführungen beziehen sich stets auf die für die aktuelle Rechnungsperiode gültigen Vorschriften. Neuregelungen, die auf künftige Berichtsjahre Anwendung finden, werden begleitend erläutert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Grundlagen der Kapitalkonsolidierung

3 Vollkonsolidierung

3.1 Handelsrecht

3.1.1 Erstkonsolidierung

3.1.2 Folgekonsolidierung

3.2 Internationale Rechnungslegung

3.2.1 Konsolidierung nach IFRS

3.2.2 Full Goodwill-Methode

3.2.3 Folgekonsolidierung nach IFRS

3.3 Sukzessiver Anteilserwerb

3.4 Übergangskonsolidierung

3.5 Endkonsolidierung

3.6 Differenzierung

4 Quotenkonsolidierung

4.1 Handelsrecht

4.2 Internationale Rechnungslegung

4.2.1 Aktueller Rechtsstand nach IAS 31

4.2.2 Ausblick auf IFRS 11 – Joint arrangements

4.3 Differenzierung

5 Konsolidierung „at equity“

5.1 Handelsrecht

5.2 Internationale Rechnungslegung

5.3 Differenzierung

6 Latente Steuern im Konzernabschluss

6.1 Kategorisierung

6.2 Latente Steuern aus Kapitalkonsolidierung

7 Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Bachelorthesis untersucht die Unterschiede zwischen dem deutschen Handelsrecht (HGB) und den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) bei der Durchführung der Kapitalkonsolidierung. Ziel ist es, die verschiedenen Konsolidierungsmethoden sowie deren praktische Anwendung im Konzernabschluss detailliert gegenüberzustellen und die Auswirkungen der teils gravierenden regulatorischen Änderungen, insbesondere durch das BilMoG und neue IFRS-Standards, zu analysieren.

  • Grundlagen und Methoden der Vollkonsolidierung nach HGB und IFRS
  • Anwendung der Quotenkonsolidierung und deren künftige regulatorische Entwicklung
  • Bilanzierung „at equity“ bei assoziierten Unternehmen
  • Behandlung latenter Steuern bei der Kapitalkonsolidierung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Erstkonsolidierung

Die Erstkonsolidierung umfasst den Vorgang, bei dem ein Tochterunternehmen, auf welches per Definition ein beherrschender Einfluss ausgeübt wird, erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen wird. Dabei werden die erworbenen Anteile im Rahmen der ersten Einbeziehung gegen das konsolidierungspflichtige Eigenkapital aufgerechnet.20 Der Zeitpunkt der Erstkonsolidierung richtet sich danach, wann das einzubeziehende Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, d.h. im Normalfall zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs. Findet der Anteilserwerb nun unterjährig statt, ist folglich für die Erstkonsolidierung die Aufstellung eines Zwischenabschlusses notwendig. 21

Da die Neubewertungsmethode den fiktiven Einzelerwerb aller Vermögensgegenstände und Schulden unterstellt, sind die jeweiligen Posten mit dem Tageswert (Fair Value) zum Erwerbszeitpunkt neu zu bewerten.22 Das bedeutet, dass zum Erwerbszeitpunkt basierend auf der aufbereiteten HB II eine Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten zu erfolgen hat. Die unter diesen Voraussetzungen entstandenen neuen Wertansätze finden in der HB III ihren Niederschlag. Aufgrund dieser Wertkorrekturen der Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens ergibt sich somit das neubewertete Eigenkapital als Saldo dieser Posten, wobei die Aufdeckung stiller Reserven zu einer Erhöhung und stiller Lasten zu einer Verminderung des ursprünglichen Eigenkapitals führt.23 Weiterhin gelten die im Einzelabschluss unter das Bilanzierungsverbot fallenden selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nun als entgeltlich erworben. Folglich sind diese in die Konzernbilanz aufzunehmen.24 Ob diese Korrektur zu diesem Zeitpunkt oder bereits i.R.d. HB II Anpassungen erfasst wird, wird in Fachkreisen divergent betrachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung erläutert die Notwendigkeit der Konzernrechnungslegung und stellt die Relevanz der aktuellen Änderungen in HGB und IFRS dar.

2 Grundlagen der Kapitalkonsolidierung: Dieses Kapitel definiert den Konsolidierungskreis und beschreibt die notwendigen Vorbereitungsschritte zur Aufstellung einer konsolidierungsfähigen Bilanz.

3 Vollkonsolidierung: Es werden die methodischen Ansätze der Erst- und Folgekonsolidierung unter Berücksichtigung von HGB und IFRS sowie Sonderfälle wie der sukzessive Anteilserwerb und die Full Goodwill-Methode analysiert.

4 Quotenkonsolidierung: Das Kapitel behandelt die anteilsmäßige Konsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen und beleuchtet kritisch den Übergang auf IFRS 11.

5 Konsolidierung „at equity“: Hier wird das Verfahren für assoziierte Unternehmen als „one-line-consolidation“ erläutert und die methodischen Unterschiede zwischen HGB und IFRS aufgezeigt.

6 Latente Steuern im Konzernabschluss: Es wird die Entstehung und Ermittlung latenter Steuern infolge der Kapitalkonsolidierung auf Basis des Temporary-Konzepts dargelegt.

7 Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die Entwicklung der Rechnungslegungssysteme und bewertet die künftigen Herausforderungen durch die kontinuierliche Anpassung der internationalen Standards.

Schlüsselwörter

Kapitalkonsolidierung, HGB, IFRS, Vollkonsolidierung, Quotenkonsolidierung, Equity-Methode, BilMoG, Geschäfts- oder Firmenwert, Stille Reserven, Latente Steuern, Erstkonsolidierung, Folgekonsolidierung, Fair Value, Gemeinschaftsunternehmen, Konzernabschluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Gegenüberstellung von Kapitalkonsolidierungsmethoden nach deutschem Handelsrecht und internationalen IFRS-Vorschriften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Voll-, Quoten- und At-Equity-Konsolidierung, die Behandlung von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie latente Steuern im Konzern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die detaillierte Analyse, wie Mutterunternehmen Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss einbeziehen und wo methodische Unterschiede zwischen den Rechnungslegungsnormen bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende und methodenorientierte Analyse, unterlegt mit praktischen Fallbeispielen zur Verdeutlichung der Konsolidierungsschritte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die drei Hauptkonsolidierungsformen, wobei jeweils die HGB- und IFRS-Perspektive sowie die jeweiligen Vor- und Folgekonsolidierungsschritte detailliert gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kapitalkonsolidierung, Goodwill, Full Goodwill-Methode, BilMoG und latente Steuern bestimmt.

Wie unterscheidet sich die Erst- von der Folgekonsolidierung?

Die Erstkonsolidierung dient der erstmaligen Einbeziehung und Aufdeckung stiller Reserven, während die Folgekonsolidierung die Fortschreibung dieser Werte über die nachfolgenden Geschäftsjahre sicherstellt.

Warum ist die Full Goodwill-Methode nach IFRS so umstritten?

Sie ermöglicht einen höheren Eigenkapitalausweis und ist bei einem gleichzeitigen "Bargain Purchase" in der Literatur Gegenstand kritischer Diskussionen hinsichtlich ihrer korrekten methodischen Umsetzung.

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Details

Titel
Gegenüberstellung der Kapitalkonsolidierung nach HGB und IFRS
Hochschule
Hochschule Pforzheim  (Fakultät für Wirtschaft und Recht)
Note
2,0
Autor
Jens Schmitt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
61
Katalognummer
V199720
ISBN (eBook)
9783656260707
ISBN (Buch)
9783656261001
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konsolidierung Konzernrechnungslegung HGB IFRS IAS Full Goodwill IFRS 10 IFRS 3 impairment-only-approach sukzessiver Anteilserwerb Endkonsolidierung IAS 27 IAS 31 IFRS 11 IFRS 12 Equity-Methode IAS 28 Latente Steuern Quotenkonsolidierung Control-Konzept Übergangskonsolidierung Neubewertungsmethode joint arrangements BilMoG
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jens Schmitt (Autor:in), 2011, Gegenüberstellung der Kapitalkonsolidierung nach HGB und IFRS, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199720
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Leseprobe aus  61  Seiten
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