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Burnout in der Sozialen Arbeit

Hintergründe und Handlungsstrategien

Title: Burnout in der Sozialen Arbeit

Bachelor Thesis , 2012 , 60 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Markus Singer (Author)

Social Work
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Burnout stellt eine Thematik dar, welche in der medialen Öffentlichkeit häufig als eine emotionale Kraftlosigkeit angesehen wird. In dieser Bachelorarbeit wird der Frage nachgegangen, welche tatsächliche Bedeutung der Status des Ausgebranntseins besitzt und welche Folgen aus dieser Situation für die gefährdeten und betroffenen Menschen resultieren. In Anlehnung an diese Gegebenheit werden die individuellen, organisatorischen und sozialen sowie gesellschaftlichen Ursachen eines Burnout definiert. Der Mittelpunkt dieser Fragestellungen liegt in dem beruflichen Kontext der Sozialen Arbeit und seiner Handlungsfelder. Für die Bearbeitung dieser Problematiken wird zu Beginn die Spezifikation des Burnout erörtert. Dafür erfolgt am Anfang eine Begriffsdefinition, an welche sich die Beschreibung der Symptomatik anschließt. Es folgt eine Verlaufsbeschreibung verschiedener Prozessmodelle. Im zweiten Kapitel werden die verschiedenen Ursachen des psychischen Ausgebranntseins auf wissenschaftliche Erklärungsmodelle bezogen und nach dem konkreten Zusammenhang zwischen den Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit und einem Burnout gefragt.
Das dritte Kapitel führt die Beschreibung differenzierter Handlungsansätze auf, welche sich in ihrem Ansatz auf die theoretischen Erklärungsmodelle beziehen. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, welche Handlungsoptionen ein Auftreten des Burnout verhindern können. Zum Abschluss dieser Arbeit erfolgt eine Zusammenfassung der Erkenntnisse und ein forschungsorientierter Ausblick.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Spezifikation des Burnout

1.1 Begriffsdefinition und Geschichte

1.1.1 Definition von Burnout

1.1.2 Begriffskarriere

1.1.3 Zusammenfassung

1.2 Symptomatik

1.2.1 Kategorien

1.2.2 Abgrenzung und Parallelen zu anliegenden Forschungsgebieten

1.2.3 Folgen eines Burnout

1.2.4 Zusammenfassung

1.3 Verlauf

1.3.1 Das Verlaufsmodell von Freudenberger & North

1.3.2 Zusammenfassung

1.4 Ergebnisse

2. Ursachen und Erklärungsansätze

2.1 Persönlichkeitszentrierter Ansatz

2.1.1 Helferansatz

2.1.2 Frustration durch Arbeitsbedingungen

2.1.2.1 Arbeitsbedingungen

2.1.2.2 Motivationslage

2.1.2.3 Belastung durch das Team

2.1.2.4 Belastung durch die Institution

2.1.3 Zusammenfassung

2.2 Sozial-, Arbeits- und Organisationspsychologischer Ansatz

2.2.1 Der Ansatz von Pines, Aronson & Kafry

2.2.1.1 Überlastung

2.2.1.2 Mangel an Autonomie

2.2.1.3 Mangel an Belohnung

2.2.2 Gesellschaftlicher Ansatz

2.2.3 Zusammenfassung

2.3 Ergebnisse

3. Handlungsansätze

3.1 Professionalität und Selbstreflexion

3.1.1 Achtsamkeit

3.1.2 Salutogenese

3.1.3 Zusammenfassung

3.2 Institutionelles Handeln

3.2.1 Supervision

3.2.2 Fort- und Weiterbildung

3.2.3 Zusammenfassung

3.3 Soziale Unterstützung

3.3.1 Funktionen sozialer Unterstützungssysteme

3.3.2 Umgang mit Lob und Kritik

3.3.3 Zusammenfassung

4. Zusammenfassung der Erkenntnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Burnout-Syndrom in den Berufsfeldern der Sozialen Arbeit, um Hintergründe und Ursachen zu identifizieren und wirksame Strategien zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung der psychosozialen Gesundheit betroffener Mitarbeiter abzuleiten.

  • Wissenschaftliche Spezifikation und Symptomatik von Burnout
  • Persönlichkeitszentrierte versus sozial-psychologische Erklärungsansätze
  • Einfluss von Arbeitsbedingungen und gesellschaftlichem Leistungsdruck
  • Handlungsansätze wie Supervision, Achtsamkeit und soziale Unterstützung

Auszug aus dem Buch

1.3.1 Das Verlaufsmodell von Freudenberger & North

FREUDENBERGER & NORTH unterteilten ihren Entwurf in zwölf Stadien. Stadium 1: Der Zwang sich zu beweisen (vgl. ebd., S. 122-126) In unserer sogenannten „Leistungsgesellschaft“ erwächst der Wunsch, sich gegenüber anderen Menschen positiv hervorzuheben. Entwickelt sich dieses Bedürfnis zu einem zwanghaften Verhalten, tritt eine selbstschädigende Wirkung ein: „Stadium 1 wurzelt in einer Reihe von Vorstellungen im Zusammenhang mit Selbsteinschätzung, Erwartungen und Werten. Häufig ist es gekennzeichnet durch verbissene Entschlossenheit zu Erfolg, Leistung und Eroberung sowie durch Einsamkeitsgefühle, ausgelöst durch übertriebene Erwartungen an sich selbst“ (ebd., S. 122).

Stadium 2: Verstärkter Einsatz (vgl. ebd., S. 126-129) Durch den Druck im Stadium 1 richtet sich das persönliche Augenmerk verstärkt entweder auf die beruflichen oder privaten Angelegenheiten. Das betroffene Individuum legitimiert dieses Verhalten durch Bezeichnungen wie Gewissenhaftigkeit oder Engagement; verwechselt dieses Handeln jedoch mit Verausgabung. Es ist nicht mehr in der Lage, Aufgaben zu delegieren und sieht sein Ansehen an Leistung gekoppelt. Es entstehen Ängste, die sozialen Kontakte (Freunde, Familie) zu vernachlässigen und gesellschaftlichen Idealen nicht zu genügen. Der persönliche Einsatz wird daraufhin verstärkt.

Stadium 3: Subtile Vernachlässigung eigener Bedürfnisse (vgl. ebd., S. 129-131) „Stadium 3 ist gekennzeichnet durch reduzierte Aufmerksamkeit für sich selbst und die persönlichen Bedürfnisse“ (ebd., S. 129). Es kommt zu einer zeitlichen und kräftemäßigen Überlastung durch berufliche und private Angelegenheiten und der Empfindung von Pflichten und Freuden des Alltags als Belastung. Dem betroffenen Menschen ist es nicht mehr möglich, zwischen beruflichen und privaten Themen zu differenzieren. Alltägliche Dinge werden vernachlässigt und die emotionale Befriedigung in beruflichen Tätigkeiten gesucht. Die Folge ist ein sozialer Rückzug und vermehrter Genuss von Rauschmitteln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Spezifikation des Burnout: Dieses Kapitel definiert den Begriff, beschreibt die Symptomatik und den Verlauf des Phänomens unter Berücksichtigung verschiedener wissenschaftlicher Modelle.

2. Ursachen und Erklärungsansätze: Hier werden individuelle, psychologische und gesellschaftliche Ursachen von Burnout analysiert, wobei besonders die Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit beleuchtet werden.

3. Handlungsansätze: Dieses Kapitel stellt Methoden wie Selbstreflexion, Supervision und soziale Unterstützung vor, die präventiv oder intervenierend gegen Burnout eingesetzt werden können.

4. Zusammenfassung der Erkenntnisse: Die Arbeit resümiert die wesentlichen Ergebnisse und zieht Rückschlüsse auf die eingangs formulierten Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Burnout, Soziale Arbeit, Helfersyndrom, Arbeitsbedingungen, Psychische Belastung, Supervision, Prävention, Stress, Überdruss, Salutogenese, Achtsamkeit, Soziale Unterstützung, Berufskrankheit, Psychohygiene, Arbeitsmotivation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Burnout-Syndrom, insbesondere in den Berufsfeldern der Sozialen Arbeit, und untersucht dessen Hintergründe sowie Handlungsstrategien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Burnout, die Analyse von Ursachen (individuell und strukturell) sowie die Darstellung präventiver und kurativer Handlungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Ursachen für Burnout in der Sozialen Arbeit zu identifizieren und Wege aufzuzeigen, wie die psychosoziale Gesundheit der Mitarbeiter erhalten oder wiederhergestellt werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur, wissenschaftlichen Studien und der Analyse gängiger Erklärungs- sowie Verlaufsmodelle von Burnout.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Spezifikation des Burnout, eine tiefergehende Untersuchung von Ursachenmodellen (wie der Helferansatz oder organisationstypische Faktoren) sowie die Vorstellung praktischer Handlungsansätze für die Soziale Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Burnout, Soziale Arbeit, Helfersyndrom, Supervision, Arbeitsbedingungen, psychosoziale Gesundheit und soziale Unterstützung.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von PINES et al. von dem von SCHMIEDEL?

Während SCHMIEDEL primär körperliche und organische Prozesse des Burnouts in den Fokus rückt, betonen PINES et al. stärker die sozialen und organisationstypischen Faktoren innerhalb des Burnout-Prozesses.

Was bedeutet das "Doppelte Mandat" im Kontext der Jugendhilfe?

Es beschreibt das Spannungsfeld zwischen dem gesetzlichen Auftrag zur Hilfe und dem Kontrollauftrag, den Sozialarbeiter in Ämtern gegenüber Klienten wahrnehmen müssen, was oft zu Frustration führen kann.

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Details

Title
Burnout in der Sozialen Arbeit
Subtitle
Hintergründe und Handlungsstrategien
College
Protestant University of Applied Sciences Darmstadt
Course
Soziale Arbeit
Grade
1,6
Author
Markus Singer (Author)
Publication Year
2012
Pages
60
Catalog Number
V199731
ISBN (eBook)
9783656260691
ISBN (Book)
9783656261650
Language
German
Tags
Burnout Ausgebrannt Soziale Arbeit Stress Hintergründe Volkskrankheit Krankheit Syndrom Ursache Symptom Therapie Psychiatrie Prävention Psyche Leiden Druck Erschöpfung Diagnostik Belastung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Singer (Author), 2012, Burnout in der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199731
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