Die Sprache ist ein Werkzeug zur Kommunikation zwischen den Menschen und stellt folglich ein signifikantes Element in der Gesellschaft dar. Untersuchungen zeigen, dass Sprachstörungen bei Kindern und Jugendlichen von Zeit zu Zeit immer mehr zunehmen. In der vorliegenden Hausarbeit möchte ich den Fokus auf die Symptomatik des Stotterns und deren therapeutische Möglichkeiten richten, da ich mich als angehende Grundschullehrerin mit eben dieser Art der Sprachstörung am intensivsten konfrontiert sehe.
Da das Thema Sprachstörung für mich zweifellos bedeutsam ist, erhoffe ich mir, signifikante Erkenntnisse zu erlangen, um im späteren Berufsleben sensibilisiert zu sein für eventuelle sprachliche Schwächen meiner Schülerinnen und Schüler (SuS). Nach der Auseinandersetzung mit der Symptomatik des Stotterns werde ich die therapeutischen Möglichkeiten aufgreifen, welche heutzutage in Vielfalt vorliegen und erfolgsversprechend sind.
Als letzten Punkt werde ich das Lehrerverhalten im Umgang mit sprachgestörten SuS aufgreifen. Es ist sehr wichtig, dass diese eine positive und vertrauensvolle Beziehung zu der Lehrperson aufbauen. Aufgrund dessen ist bei der Auseinandersetzung mit sprachbeeinträchtigten Kindern (für Lehrkräfte) ein behutsames, sensibles und professionelles Herangehen von unabdingbarer Notwendigkeit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Sprachheilpädagogik
3 Das Stottern
3.1 Definitonsansätze
3.2 Verlauf
3.3 Symptomatik
3.4 Ursachen
4 Therapiemöglichkeiten des Stotterns
4.1 Die Therapietheorie
4.2 Therapeutische Praxissituation
5 Das Lehrerverhalten im Umgang mit sprachbeeinträchtigten Schülerinnen und Schülern
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis für die Symptomatik und die therapeutischen Ansätze bei Stottern zu entwickeln, um angehenden Lehrkräften Handlungssicherheit im Umgang mit sprachbeeinträchtigten Kindern in der Grundschule zu vermitteln.
- Grundlagen der Sprachheilpädagogik und Definition von Stottern
- Differenzierung zwischen Sprechunflüssigkeit, Stottern und Poltern
- Übersicht aktueller therapeutischer Interventionsmöglichkeiten
- Pädagogische Handlungsempfehlungen für den Schulalltag
Auszug aus dem Buch
3.1 Definitonsansätze
Das Stottern stellt ein sehr auffälliges und vielgestaltiges Störungsbild eines Sprachaktes dar und lässt sich nur schwer von Rede-, Sprech- und Stimmstörungen differenzieren. Diese Störung der Sprache ist seit der Antike bekannt. Definiert wurde das Stottern erstmalig von Aristoteles (384-322 v. Chr.), "[…] nach der die […] Ischnophobie eine Art Stimmhemmung darstellt, bei der die Fähigkeit, eine Silbe mit der anderen schnell zu verbinden, eingeschränkt ist"10. Ferner nimmt Aristoteles an, dass bei Menschen mit dieser Störung der Drang zu reden der Kompetenz dazu vorauseilt. Ein synonymer Ausdruck für das Stottern ist Dysphemie, stammend aus dem Griechischen mit der Übersetzung gestörte Rede.11
Dr. Kerstin Weikert (in: Grohnfeldt 2007) definiert das Stottern als "[…] eine Störung der Sprechflüssigkeit, bei der es auffällig häufig zu Unterbrechungen im Redefluss kommt"12. Die normalerweise benötigte Zeitspanne einer sprachlichen Äußerung wird an dieser Stelle überschritten, was beim Sprecher als auch beim Hörer zu Irritationen in der Kommunikation führen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Sprachstörungen im schulischen Kontext und definiert den Fokus der Arbeit auf Symptomatik, Therapie und Lehrerverhalten.
2 Die Sprachheilpädagogik: Dieses Kapitel verortet die Sprachheilpädagogik als eigenständige Disziplin und erläutert deren Aufgaben bei der Behandlung von Kindern mit Sprachstörungen.
3 Das Stottern: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit Definitionen, Verlauf, Symptomatik und den multifaktoriellen Ursachen des Stotterns.
4 Therapiemöglichkeiten des Stotterns: Das Kapitel bietet eine Übersicht über verschiedene Therapiemethoden, unterteilt in Therapietheorie und die praktische Anwendung im therapeutischen Kontext.
5 Das Lehrerverhalten im Umgang mit sprachbeeinträchtigten Schülerinnen und Schülern: Hier werden konkrete pädagogische Strategien und Verhaltensweisen für Lehrkräfte im Umgang mit betroffenen Kindern diskutiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz des Themas für den Lehrerberuf zusammen und betont die Notwendigkeit von Verständnis und fachlicher Unterstützung.
Schlüsselwörter
Stottern, Sprachheilpädagogik, Sprechflüssigkeit, Dysphemie, Sprachstörung, Lehrerverhalten, Grundschule, Therapiekonzepte, Inklusion, Sprechtechnik, Kommunikationsfähigkeit, Pädagogik, Sprachbehinderung, Lernumgebung, Schülerförderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Sprachstörung Stottern aus heilpädagogischer Sicht und analysiert, wie Lehrkräfte im schulischen Alltag professionell und unterstützend mit betroffenen Kindern umgehen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Ursachenforschung von Stottern, einen Überblick über therapeutische Ansätze sowie praktische Ratschläge für das Lehrerverhalten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, eine Sensibilisierung für die Symptomatik des Stotterns zu schaffen und den Lesern (insbesondere angehenden Lehrkräften) Handlungskompetenzen für den Umgang mit sprachbeeinträchtigten Schülern zu vermitteln.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die aktuelle fachwissenschaftliche Studien und Publikationen zur Sprachheilpädagogik und Therapie von Stottern zusammenführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte des Stotterns (Symptome, Verlauf), eine Übersicht therapeutischer Interventionsmöglichkeiten und eine ausführliche pädagogische Reflexion über das Lehrerverhalten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Stottern, Sprechflüssigkeit, Sprachheilpädagogik, Lehrerverhalten und sprachliche Förderung definiert.
Warum wird zwischen Stottern und Poltern differenziert?
Die Differenzierung ist notwendig, da beide Störungsbilder unterschiedliche therapeutische Ansätze erfordern; während der Stotternde sich seiner Störung bewusst ist und unter Druck blockiert, profitiert der Polterer oft von der Aufforderung, ruhiger zu sprechen.
Welche Rolle spielt die Beziehung zwischen Lehrkraft und Schüler?
Die Autorin betont, dass eine positive, vertrauensvolle Beziehung die Grundvoraussetzung dafür ist, dass sprachbeeinträchtigte Kinder angstfrei und ohne Leistungsdruck kommunizieren und am Unterricht teilhaben können.
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- Anonym (Autor), 2008, Therapiemöglichkeiten beim Stottern - Ein Überblick, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199739