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Evaluationsforschung in allgemeinbildenden Schulen

Möglichkeiten und Grenzen

Título: Evaluationsforschung in allgemeinbildenden Schulen

Trabajo Escrito , 2012 , 11 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Lennart Sieg (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Während meiner Schulzeit am Gymnasium, wurde ich Zeuge eines, wie ich finde, eigentümlichen Ereignisses. Unsere Schule wurde von staatlicher Seite durch EVIT evaluiert. EVIT ist das Evaluationsinstrument des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein und das Akronym für externe Evaluation im Team. (vgl. EVIT) Das skurrile an der Situation war vornehmlich die Reaktion der Lehrer. Sie reichte vom passiven Widerstand gegen die Beobachtung des eigenen Unterrichts durch die Evaluatoren bis zur vollständiger Kooperation und nie dagewesener Motivation der Lehrkraft.
Mir fiel bereits damals auf, wie unglaublich kontrovers das Thema Evaluation in einer Schule aufgenommen wird. Es fiel vor allem dadurch auf, weil sich die Lehrer nicht einig waren.
Dies wirft zwei Fragestellungen auf, die ich in dieser Arbeit behandeln möchte. Einerseits, was sind die Grenzen und die Möglichkeiten, die eine Evaluation einer Schule bietet, und andererseits, inwiefern ist das teilweise extreme Verhalten der Lehrer rational erklärbar bzw. ist es nur ein Ausdruck von emotionaler Befindlichkeit gewesen.
Ich werde mich im Verlauf dieser Arbeit in einem ersten Schritt der Evaluation als solcher nähern und versuchen Verfahren und Begriffe zu klären, um dann in einem zweiten Schritt wesentliche Aspekte der Evaluation in Schulen zu besprechen. Abschließend möchte ich die Fragen in einem Resümee beantworten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Evaluationsforschung im Überblick

2.1 Begriffsannäherung - Was ist Evaluation?

2.2 Formen von Evaluation

3 Möglichkeiten und Grenzen von Evaluationsforschung im allgemeinen Schulsystem

3.1 Überforderung des Schulsystem

3.2 Kontrolle der Lehrer u. Anregung des pädagogischen Diskurses in Schulen

3.3 Die Meinung der Lehrer

3.4 Methodischer Zugang - das „wie“ in Evaluation

3.5 Auftragsforschung und Normen

4 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Potenziale und Grenzen von Evaluationsforschung im Kontext allgemeinbildender Schulen, mit einem besonderen Fokus auf das Spannungsfeld zwischen den Anforderungen an professionelle Qualitätssicherung und den Reaktionen der Lehrkräfte auf externe sowie interne Evaluationsprozesse.

  • Begriffliche und methodische Grundlagen der Evaluation
  • Möglichkeiten der Qualitätsoptimierung im Schulsystem
  • Die subjektive Wahrnehmung und Haltung der Lehrerschaft gegenüber Evaluation
  • Kritische Analyse von Auftragsforschung und normativen Bildungsansätzen
  • Empfehlungen zur Implementierung von Evaluationskulturen

Auszug aus dem Buch

3.2 Kontrolle der Lehrer u. Anregung des pädagogischen Diskurses in Schulen

Pfadenhauer und Brosziewski (2008, S. 82, S. 85) beschreiben den Lehrer als einen pädagogischen Professionellen. Den Professionellen wiederum beschreiben sie als einen Verwalter von Lösungen für Probleme, die in seinem spezifischen Fachbereich auftreten können. Das Kritische ist, dass der Problemlöser die Probleme auf die individuelle Situation des Klienten anpassen muss. Hierbei kann es dazu kommen, dass die Lösung nicht an das Problem angepasst wird, sondern das vorliegende Problem an die vorhandene Lösung. (ebd., S. 83)

Aus diesem gedanklichen Konstrukt leiten Pfadenhauer und Brosziewski (2008, S. 91) die Funktion der beruflichen Routine ab: „Sie (Routinen) sind Lösungen, die Ihre Probleme vergessen machen [...]“. Eine Routine ist also eine Entscheidung für ein professionelles Vorgehen, ohne Bezug zur akuten realen Situation.

Das ist besonders bei Denkroutinen kritisch, da das Handeln des Akteurs von außen für Dritte, also Kollegen und Vorgesetzte aber auch Schüler, nicht unbedingt nachvollziehbar ist. Es führt dann zu Begründungen, wie sie Cranton (2001, S. 14) treffend beschreibt : „The way we have always done it!“ Dies ist für Lehrer in dreierlei Hinsicht tragisch:

1. Durch den Kommunikationsmangel können vielleicht sinnvolle Routinen einzelner Lehrer von außen nicht verstanden werden. Sie können weder verbessert noch durch Dritte adaptiert werden. Wissen, welches der Einzelne ggf. mühsam erarbeitet hat, ist nicht für jeden nutzbar und geht leicht wieder verloren. (Pfadenhauer/Borsziewski 2008, S. 92)

2. Lehrer müssen in unterschiedlichen pädagogischen Spannungsfeldern, z.B. Nähe und Distanz, immer neue Entscheidungen treffen, da hier grundsätzliche Regelungen fehlen. Jene Entscheidungen sind aber meist nicht an pädagogische Konzepte angelehnt, die jene Spannungen abbauen können, sondern beruhen auf der Willkür des Lehrers bzw. alltagspraktischen Lösungen. (ebd., S. 89 u. 92)

3. Die Routine ist Teil des Misstrauens der Gesellschaft gegenüber der Lehrerschaft. Lehrer, die immer nach dem selben Schema verfahren und wenig im pädagogischen Diskurs beteiligt sind, erwecken den Anschein nur für ihren sozialen Status, aber auf Kosten pädagogischer Werte zu arbeiten. (ebd., S. 91)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Arbeit durch eigene Schulerfahrungen und formuliert die zentrale Fragestellung nach den Möglichkeiten und Grenzen der Evaluation sowie den emotionalen Reaktionen der Lehrkräfte.

2. Evaluationsforschung im Überblick: Dieses Kapitel definiert den Begriff Evaluation, erläutert dessen Funktionen und differenziert zwischen verschiedenen Formen wie interner, externer, summativer und formativer Evaluation.

3 Möglichkeiten und Grenzen von Evaluationsforschung im allgemeinen Schulsystem: Hier werden spezifische Herausforderungen wie die Überforderung des Systems, der Kontrollbedarf, die Lehrerakzeptanz sowie methodische Ansätze und die Problematik der Auftragsforschung detailliert diskutiert.

4 Resümee: Das Resümee fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet die Chancen interner Verfahren und reflektiert kritisch über das latente Setzen von Normen durch externe Evaluationsinstanzen.

Schlüsselwörter

Evaluationsforschung, Schule, Qualitätsmanagement, Schulentwicklung, Lehrerrolle, Evaluation, Bildungsforschung, Unterrichtsqualität, PISA, Interne Evaluation, Externe Evaluation, Reformpädagogik, Schulaufsicht, Pädagogische Professionalität, Basiskompetenzen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung von Evaluationsforschung im deutschen allgemeinbildenden Schulwesen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Evaluation, die schulische Qualitätsentwicklung, das Verhalten der Lehrkräfte sowie die kritische Reflexion von Auftragsforschung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, welche Chancen Evaluation für die Schulqualität bietet und wie das teils extreme Verhalten der Lehrkräfte gegenüber Evaluationsmaßnahmen rational erklärbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit verschiedenen Evaluationskonzepten und deren Auswirkungen auf die pädagogische Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Begriffsbestimmung und den Formen der Evaluation insbesondere der Kontrollbedarf im Schulsystem, die Akzeptanzproblematik bei Lehrern und die methodischen Herausforderungen diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Evaluationsforschung, Lehrerrolle, Qualitätsmanagement, Schulentwicklung und bildungspolitische Normierung charakterisiert.

Welche Rolle spielt die "berufliche Routine" für Lehrer bei der Evaluation?

Berufliche Routinen fungieren als Problemlösungsmechanismen, können jedoch laut der Arbeit zur fachlichen Stagnation führen und die Öffnung für Evaluationsprozesse erschweren.

Warum wird die PISA-Studie kritisch betrachtet?

Sie wird kritisch gesehen, da sie durch die Fokussierung auf Basiskompetenzen ein normatives Bildungsverständnis vorgibt, das traditionelle pädagogische Werte marginalisieren könnte.

Final del extracto de 11 páginas  - subir

Detalles

Título
Evaluationsforschung in allgemeinbildenden Schulen
Subtítulo
Möglichkeiten und Grenzen
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Calificación
1,0
Autor
Lennart Sieg (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
11
No. de catálogo
V199759
ISBN (Ebook)
9783656631507
ISBN (Libro)
9783656631460
Idioma
Alemán
Etiqueta
Evaluation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lennart Sieg (Autor), 2012, Evaluationsforschung in allgemeinbildenden Schulen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199759
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