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Strukturgitteransatz nach Blankertz

Título: Strukturgitteransatz nach Blankertz

Trabajo , 2003 , 22 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Lasse Walter (Autor)

Didáctica - Economía de las empresas, pedagogía económica
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Nach der Demonstration der technischen Überlegenheit Russlands gege nüber
der westlichen Welt mit dem Platzieren des Satelliten Sputnik in der
Erdumlaufbahn sorgte im Verlauf der sechziger Jahre in der Bundesrepublik
Deutschland das Schlagwort ‚Bildungskatastrophe‘ gleichermaßen bei Ökonomen
wie Bildungspolitikern für Unruhe. Unter dem Gesichtspunkt der
internationalen Wettbewerbsfähigkeit und im Hinblick auf Demokratisierung
und Chancengleichheit innerhalb des deutschen Bildungswesens begann
mit der Einrichtung des Deutschen Bildungsrates im Jahre 1965 die
Ära der Bildungsreform. Die Publikation „Bildungsreform als Revision des
Curriculums“ von Saul B. Robinsohn 1967 gilt als Startpunkt der deutschen
Curriculumreformbewegung.1 Herwig Blankertz, als Kopf des Münsteraner
Arbeitskreises für Didaktik, entwickelte im Anschluss an und im Widerspruch
zu Robinsohns Konzept 1971 den sogenannten Strukturgitteransatz,
indem er eine konstruktive Lehrplantheorie forderte und in Form einer didaktischen
Matrix ein Verfahren vorschlug, das sich an den Fachdidaktiken
orientierte.
Um die pädagogischen Grundideen und Überzeugungen von Blankertz, die
sich im Strukturmodell widerspiegeln, zu verdeutlichen, wird im folgenden
Kapitel zunächst auf sein Leben und seine Einstellungen eingegangen, bevor
das Strukturgitter, dessen Aufbau und Entwicklung genau spezifiziert
werden.

1 Vgl. Fischer, A., 2002/2003, S. 1.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einführung

2.1 Biographie Herwig Blankertz’

2.2 Pädagogische Grundideen

3 Strukturgitteransatz

3.1 Irrwege und Auswege der technologischen Wende der Didaktik

3.2 Konstituierende Merkmale des Strukturgitteransatzes

3.3 Das Strukturgitter nach Groth für das Fach Arbeitslehre

3.4 Das Strukturgitter als Element der curricularen Theorie am Beispiel Arbeitslehre

4 Stand der Strukturgitter-Entwicklung

5 Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den von Herwig Blankertz entwickelten Strukturgitteransatz im Kontext der Curriculumreformbewegung wissenschaftlich aufzuarbeiten und dessen Bedeutung als konstruktive Lehrplantheorie herauszustellen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie das Strukturgitter als didaktisches Instrument eingesetzt werden kann, um pädagogische Intentionen in fachspezifische Lehrplaninhalte zu überführen und dabei den Anforderungen an eine moderne, demokratische Bildung gerecht zu werden.

  • Biographische Einordnung und pädagogische Grundüberzeugungen von Herwig Blankertz.
  • Analyse der bildungstheoretischen Hintergründe des Strukturgitteransatzes.
  • Darstellung der Strukturmatrix am Beispiel des Faches Arbeitslehre.
  • Diskussion der Lehrplankonstruktion unter Berücksichtigung von Bedingungsfaktoren und Interdependenzen.
  • Evaluation der Bedeutung des Ansatzes für die heutige Wirtschaftsdidaktik.

Auszug aus dem Buch

Konstituierende Merkmale des Strukturgitteransatzes

Eine Revision des gesamten Lehrgefüges betrachtet Blankertz als irreal und unhistorisch und könne somit nur als Absichtserklärung betrachtet werden. Die Gründe hierfür sind gleichzeitig die konstituierenden Gründe des Strukturgitteransatzes.

Zum einen sprechen methodologische Gründe für die Fachdidaktik, da eine Gesamtrevision Fragen aufwirft, für deren Beantwortung keine befragbare Instanz existiert. Strukturgitter setzen die pädagogischen und politischen Intentionen im Medium von fachspezifischen Sachverhalten in Kriterien um. Dies geschieht durch Gegenüberstellung von grundlegenden Strukturen eines Gegenstandsfeldes und den Mitteln und Ergebnissen der diesbezüglichen Wissenschaft mit erziehungstheoretischer Intention. Die Strukturbestimmung gelingt nur aufgrund von Bedingungsprüfungen, wobei weder die Ökonomie noch die Didaktik in ihren kontroversen Weltauslegungen als Omnipotenz betrachtet wird. Die erziehungswissenschaftliche Leistung von Curriculumforschung besteht in der Freilegung von Strukturen, die Lernen frei von vornherein festgelegten Rahmenbedingungen ermöglicht.

Zum anderen sind es bildungspolitische Gründe, die für Fachdidaktik und damit für Partizipationsorientierung sprechen. Die objektiven Anforderungen des gesellschaftlichen Lebens in der technischen Zivilisation übersteigen die Lernkapazität eines Menschen. Die damit verbundene Individualisierung der Lernprozesse und weitgehende Differenzierung ist eine wenig zurückzunehmende Tendenz geworden. Somit sollte Ausbildung weniger in einem inhaltlich festen curricularen Kanon stattfinden, sondern der Kern des Unterrichtsangebotes sollte ein Schwerpunkt sein, der über allgemeine Lernziele transferfähig gemacht wird. Strukturgitter sind dabei Kriteriensätze, die keine fertigen Curricula liefern, sondern vielmehr als Instrumente fungieren, über die die Beteiligten ihre Interessen am Veränderungsprozess artikulieren und ihre Kompetenz als Stellungnahme einbringen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung bettet den Strukturgitteransatz in den historischen Kontext der deutschen Curriculumreformbewegung der 1960er und 1970er Jahre ein.

2 Einführung: Dieser Teil beleuchtet das Leben von Herwig Blankertz und seine bildungstheoretischen Prägungen durch Erich Weniger und den Nationalsozialismus.

3 Strukturgitteransatz: Das Kernkapitel erläutert die methodologischen und bildungspolitischen Gründe für den Ansatz und führt die Matrix des Strukturgitters am Beispiel Arbeitslehre ein.

4 Stand der Strukturgitter-Entwicklung: Hier wird die Weiterentwicklung des ursprünglichen Modells von Groth durch Adolf Kell hin zu einer komplexeren Matrix diskutiert.

5 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert den Ansatz als "Rettungsversuch der Didaktik" und betont dessen aktuelle Relevanz im Bereich der Wirtschaftsdidaktik.

Schlüsselwörter

Strukturgitteransatz, Herwig Blankertz, Curriculumforschung, Lehrplantheorie, Arbeitslehre, Didaktische Matrix, Bildungspolitik, Didaktik, Wirtschaftsdidaktik, Bedingungsanalyse, Bildungsreform, Kompetenz, Partizipationsorientierung, Curriculumrevision, Berufsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Theorie des Strukturgitteransatzes von Herwig Blankertz, die in den 1970er Jahren als Antwort auf curriculare Herausforderungen und bildungsökonomische Tendenzen entwickelt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Curriculumkonstruktion, der didaktischen Strukturierung von Lerninhalten und der Verknüpfung von fachwissenschaftlichen sowie gesellschaftstheoretischen Anforderungen in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die systematische Darstellung und Evaluation des Strukturgitteransatzes als theoretisch begründetes Instrument für die Entwicklung von Lehrplänen, insbesondere im Fach Arbeitslehre.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die primär auf der Auswertung von Fachliteratur, pädagogischen Schriften von Herwig Blankertz sowie der curricularen Theoriebildung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der Strukturgitteransatz detailliert hergeleitet, die Matrix für das Fach Arbeitslehre analysiert und der Prozess der Lehrplankonstruktion anhand von Bedingungsfaktoren und pädagogischen Schritten erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Strukturgitteransatz, Curriculumforschung, didaktische Matrix, Lehrplantheorie, Partizipationsorientierung und Wirtschaftsdidaktik.

Wie unterscheidet sich die von Groth entwickelte erste Vorform von der späteren Weiterentwicklung durch Kell?

Groths erste Fassung war in der Darstellung der ökonomischen Dimension begrenzt; Adolf Kell entwickelte das Gitter zur didaktischen Matrix weiter, indem er die ökonomische Dimension in Mikro-, Partial- und Makrotheorie aufspaltete.

Welche Rolle spielt die "Theorie der Beherrschung technischer Prozesse" im Strukturgitter?

Sie bildet das inhaltliche Rückgrat für die industrielle Stufe des Strukturgitters und versteht technische Prozesse als Gesetzmäßigkeiten, die in den Organisationsbereichen Unternehmung, Haushalt und Staat analysiert und geplant werden müssen.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Strukturgitteransatz nach Blankertz
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Wirtschaftspädagogik)
Curso
Curriculumentwicklung und Curriculumevaluation
Calificación
1,7
Autor
Lasse Walter (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
22
No. de catálogo
V19983
ISBN (Ebook)
9783638239943
ISBN (Libro)
9783656147831
Idioma
Alemán
Etiqueta
Strukturgitteransatz Blankertz Curriculumentwicklung Curriculumevaluation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lasse Walter (Autor), 2003, Strukturgitteransatz nach Blankertz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19983
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