Die Bevölkerungsstruktur in Deutschland unterliegt drastischen Veränderungen. Das Thema weist unumstritten eine große Aktualität auf, denn sowohl die Politik, als auch die Wirtschaft diskutieren über die Folgen und die Maßnahmen des demografischen Wandels. Dabei ist der oft thematisierte Geburtenrückgang – um nur eine Folge aufzugreifen – nicht nur ein Thema der Rentenpolitik, sondern auch ein Alarmsignal für die in Deutschland ansässigen Unternehmen und deren Personalabteilungen.
Daraus ergeben sich – aus dem Standpunkt des Age Managements – die
zentralen, nun folgenden Fragen der vorliegenden Arbeit: Wie können die Unternehmen dem zunehmenden Leistungsdruck standhalten, auch wenn sich die Altersstruktur der Belegschaft verändern wird? Besteht eine Gefahr der Leistungsabnahme bei den Unternehmen? Welche Bewältigungsstrategien können ergriffen werden um den Folgen des demografischen Wandels auszuweichen bzw. diesen sogar als Wettbewerbsvorteil zu nutzen?
Nach einer Begriffsklärung und der für Unternehmen relevanten Folgen des demografischen Wandels geht es im Hauptteil um die Beantwortung der genannten Fragen bzw. die Maßnahmen, die von Personalentscheidern eingesetzt werden können. Dazu zählen u. a. die Instrumente im Bereich der Eingliederung von älteren Mitarbeitern. Ein weiteres Teilkapitel widmet sich der Entwicklung älterer Mitarbeiter und den Zusammenhängen von Motivation, Weiterbildung, Qualifikation und Arbeitsfähigkeit. Am Ende des vierten Kapitels wird die Karrierephasenplanung thematisiert. Dazu greift man Modelle für Ruhestands-Übergangsregelungen auf und erläutert ein bestimmtes an dem Praxisbeispiel der Hornbach Baumarkt AG.
Im Anschluss kommt es im Rahmen eines weiteren, größeren Praxisbeispiels der Deutschen Bank zur Beleuchtung zusätzlicher Maßnahmen des Age Managements. Dabei kommt es vereinzelt zu Überschneidungen, die aber durchaus gewollt sind: Kapitel vier bietet die Perspektive der „außenstehenden“ Theorie während das Praxisbeispiel Stimmungen und Erfahrungen direkt aus dem Unternehmen aufgreift und diskutiert.
Die Arbeit schließt ab mit einem Fazit, ergänzt durch einen kurzen Ausblick.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsklärung Age Management
3 Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf Unternehmen
3.1 Personalmangel
3.2 Veränderungen der Mitarbeiter-Altersstruktur
3.3 Notwendigkeit von Age Management
4 Age Management: Unternehmensstrategien zum besseren Umgang mit den Folgen des demographischen Wandels
4.1 Eingliederung älterer Mitarbeiter
4.1.1 Perspektiven der Unternehmen
4.1.2 Altersgemischte Teams
4.1.3 Kritik
4.2 Entwicklung älterer Mitarbeiter
4.2.1 Alterung und Qualifikation/Weiterbildung
4.2.2 Alterung und Motivation
4.2.3 Alterung und Arbeitsfähigkeit
4.3 Karrierephasenplanung
4.3.1 Modelle für Ruhestand-Übergangsregelungen
4.3.2 Praxisbeispiel Hornbach Baumarkt AG
5 Praxisbeispiel Deutsche Bank AG
5.1 Ausgangssituation des Unternehmens
5.2 Analyse
5.3 Ansätze und Maßnahmen
5.3.1 Schaffung einer gerechten Unternehmenskultur
5.3.2 Gestaltung der Altersstruktur
5.3.3 Initiativen zur Förderung des Lernens
5.3.4 Modelle für intergenerative Lernpartnerschaften
6 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch den Einsatz von Age Management den Herausforderungen des demografischen Wandels – insbesondere dem Fachkräftemangel und der Veränderung der Altersstruktur – begegnen können, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Dabei steht die Frage im Fokus, wie ältere Mitarbeiter erfolgreich integriert, entwickelt und an das Unternehmen gebunden werden können.
- Grundlagen des Age Management im Kontext des Diversity Management.
- Analyse der Auswirkungen demografischer Veränderungen auf die Belegschaft.
- Strategien zur Eingliederung und beruflichen Entwicklung älterer Arbeitnehmer.
- Gestaltung von Karrierephasenmodellen und Ruhestandsübergängen.
- Praxisbeispiele für eine nachhaltige intergenerative Unternehmenskultur.
Auszug aus dem Buch
4.1.2 Altersgemischte Teams
Aufgrund der steigenden Altersdiversität und der ohnehin in den meisten Unternehmen praktizierten Teamarbeit liegt der Einsatz altersgemischter Teams nahe. Neben Chancen werden auch Risiken und Herausforderungen im Arbeitsalltag aufzeigt.
Altersgemischte Teams und die damit verbundene Heterogenität sind eine gute Basis für innovatives, kreatives Denken. Es beugt der sogenannten Betriebsblindheit vor. Des Weiteren führt das Instrument zur besonderen Förderung des Transfers von Wissen und Erfahrungen. Der Grundstein zum Austausch der unterschiedlich alten Mitarbeiter ist gelegt und ein Ausgleich der Defizite, sowie eine Ergänzung der Stärken zwischen den Generationen kann stattfinden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz des demografischen Wandels für deutsche Unternehmen dar und führt in die zentrale Fragestellung zur Rolle des Age Management ein.
2 Begriffsklärung Age Management: Das Kapitel ordnet den Begriff Age Management in den Kontext des Diversity Management ein und definiert dessen Zielsetzung in Bezug auf altersbezogene Faktoren in der Arbeitsgestaltung.
3 Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf Unternehmen: Hier werden die zentralen Folgen wie Personalmangel, Wandel der Altersstruktur und die daraus resultierende Notwendigkeit für ein gezieltes Age Management dargelegt.
4 Age Management: Unternehmensstrategien zum besseren Umgang mit den Folgen des demographischen Wandels: Dieses Kapitel erläutert konkrete Instrumente wie die Eingliederung, Personalentwicklung und Karrierephasenplanung unter Einbeziehung von Modellen und Beispielen.
5 Praxisbeispiel Deutsche Bank AG: Das Kapitel analysiert die spezifischen Maßnahmen der Deutschen Bank zur Implementierung einer intergenerativen Kultur und zur langfristigen Bindung älterer Mitarbeiter.
6 Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen, kontinuierlichen Prozesses zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.
Schlüsselwörter
Age Management, Demografischer Wandel, Personalmangel, Altersstruktur, Diversität, Mitarbeiterentwicklung, Fachkräftemangel, Employability, Karrierephasenplanung, Wissensmanagement, Unternehmenskultur, Altersgemischte Teams, Intergenerationell, Deutsche Bank, Hornbach Baumarkt AG.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den unternehmerischen Strategien zur Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels durch gezieltes Age Management.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Personalgewinnung, die Bindung älterer Mitarbeiter, deren Qualifizierung sowie die Gestaltung altersgerechter Arbeitsmodelle.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen den demografischen Wandel durch entsprechende Managementinstrumente nicht nur bewältigen, sondern als Wettbewerbsvorteil nutzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der Analyse praktischer Fallbeispiele (Hornbach Baumarkt AG und Deutsche Bank AG).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Ansätze des Age Management sowie die praktische Anwendung dieser Ansätze in Form von Qualifizierungsmaßnahmen, intergenerativen Teams und neuen Arbeitszeitmodellen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Schlüsselwörtern zählen Age Management, Demografischer Wandel, Personalmangel, Employability und Unternehmenskultur.
Welche Bedeutung spielt die Unternehmenskultur laut dem Praxisbeispiel Deutsche Bank?
Die Deutsche Bank lehrt, dass Age Management ohne eine kulturelle Basis der Offenheit und Wertschätzung nur schwer erfolgreich zu implementieren ist.
Warum ist das traditionelle Karrieremodell laut der Arbeit problematisch?
Es führt häufig zu einem Motivationsloch bei Mitarbeitern ab dem 45. Lebensjahr, da diese die letzte Karrierestufe erreicht haben, aber noch lange im Berufsleben stehen.
- Citar trabajo
- Bastian Trauth (Autor), 2012, Unternehmensstrategien zum Umgang mit den Folgen des demographischen Wandels, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200007