Ausgehend von der Problemstellung „Einrichtung eines Arbeitsschutzsystems in die bestehende Organisation des Unternehmens“ im Rahmen eines Wechsels in der Geschäftsleitung, wurden zunächst konkrete Ziele unter Angabe eines Zeitpunktes mit der Unternehmensleitung vereinbart.
Als nächstes wurden alle Mitarbeiter über das Vorhaben, die Änderungen der Organisation und der Arbeitsabläufe informiert.
Es wurden Verantwortlichkeiten bezüglich des Arbeitsschutzes festgelegt und ein Dokumentationssystem erarbeitet. Die angehende Fachkraft für Arbeitssicherheit (im folgenden: FASI) wurde mit der Durchführung des Projekts beauftragt.
Sie informierte sich über die relevanten Gesetze, Verordnungen und Vorschriften.
Einen wesentlichen Teil der Arbeit nahm die Untersuchung der bestehenden Arbeitssysteme in Anspruch. Nach der Abgrenzung der einzelnen Arbeits- und Subsysteme sowie der Elemente wurde exemplarisch für einen Büroarbeitsplatz der Handlungszyklus durchlaufen: Analyse – Beurteilung – Zielsetzung – Maßnahmen entwickeln – Auswahl einer Lösung – Durch-/ Umsetzung – Kontrolle.
Die regelmäßige Unterweisung der Mitarbeiter wurde eingeführt, insbesondere über: Gefährdungen am Arbeitsplatz, Schutzmaßnahmen, Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer.
Es wurde beschlossen, Mitarbeiter gezielt hinsichtlich des Arbeitsschutzes weiterzubilden.
Um den Zielerreichungsgrad und die Sicherheit des neuen Systems zu überprüfen, mussten einige Kontrollmaßnahmen eingeführt werden.
Abschließend wurden über das Ergebnis der Systemeinführung und die Tätigkeit der Fachkraft für Arbeitssicherheit Schlussfolgerungen gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1) Ausgangssituation und Problemstellung
2) Zielsetzung für die Praktikumsaufgabe
3) Vorgehensweise:
3.1) Arbeitsschutzpolitik
3.1.1) Konkrete Zielvereinbarung
3.2) Organisation
3.2.1) Mitarbeiter informieren
3.2.2) Ressourcen
3.2.3) Verantwortlichkeiten festlegen
3.2.4) Informationsbeschaffung
3.2.5) Dokumentation
3.2.6) Unterweisung
3.2.7) Mitarbeiter weiterbilden
3.2.8) Kommunikation und Zusammenarbeit
4) Planung und Durchführung
4.1) Festlegen der Arbeitssysteme und der Elemente
4.2) Exemplarisches Durchführen des Handlungszyklus am Beispiel Büroarbeitsplatz
4.2.1) Gefährdungsanalyse
4.2.2) Beurteilung
4.2.3) Durch-/ Umsetzung
4.2.4) Kontrolle
5) Schlussfolgerungen für den Betrieb
6) Schlussfolgerungen für die Tätigkeit als Fachkraft für Arbeitssicherheit
7) Quellen, Anlagen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Einführung und Integration eines Arbeitsschutzmanagementsystems (AMS) in einem kleinen Dienstleistungsunternehmen. Das primäre Ziel besteht darin, ein auf Systemsicherheit geprüftes Arbeitsumfeld zu schaffen, das langfristig die Arbeitsqualität steigert, Unfälle reduziert und die Mitarbeiter für sicherheitsgerechtes Verhalten sensibilisiert.
- Entwicklung und Implementierung einer betriebsspezifischen Arbeitsschutzpolitik.
- Strukturelle Organisation von Verantwortlichkeiten, Dokumentationen und Unterweisungen.
- Durchführung einer exemplarischen Gefährdungsbeurteilung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen.
- Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses für das Arbeitsschutzmanagement.
Auszug aus dem Buch
4.2.1) Gefährdungsanalyse
Ausgehend von den festgestellten Arbeitssystemen, den Elementen, dem Arbeitsablauf und der Stellenbeschreibung wird nun eine prospektive Analyse durch die FASI durchgeführt. Beteiligt sind Mitarbeiter, Geschäftsführer, Betriebsarzt und externe Stellen (z.B. Berufsgenossenschaft, Sachverständige ...). Ziel ist es, latent vorhandene Gefahren zu erkennen und Maßnahmen dagegen zu entwickeln. Mittel: Begehung mit Begehungsprotokoll, Befragung der Mitarbeiter. Ort: das Sachbearbeiterbüro.
Begehungsprotokoll Arbeitsplatz Mitarbeiterin A, Datum.................., Zeit..................
Gef.faktor/ Gefährdung: Psychisch, Arbeitsaufgabe, Arbeitsablauf, Überlastung, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme. Tätigkeit, Arbeitsmittel, Arbeitsplatz, Gefahrenquelle: Schreibarbeiten am PC. Es wird eine, speziell für den Betrieb von einem Softwareunternehmen entwickelte Software, eingesetzt. Sie enthält alle notwendigen Funktionen, der Aufwand für den Benutzer ist minimal, Arbeitsergebnisse sind auf direktem Weg zu erzielen. Informationen und Meldungen sind übersichtlich und verständlich. Warnfunktionen sind enthalten. Der Benutzer kann die Reihenfolge der Arbeitsschritte selbst bestimmen, es gibt keine langen Wartezeiten, Arbeiten können unterbrochen werden und später ohne Probleme fortgesetzt werden. Fehler sind durch Korrekturhinweise einfach zu beheben. Der Benutzer kann die Software individuell einstellen, kann sie gefahrlos ausprobieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1) Ausgangssituation und Problemstellung: Beschreibung des betrieblichen Kontextes und der Notwendigkeit, aufgrund eines Wechsels in der Geschäftsführung ein systematisches Arbeitsschutzsystem einzuführen.
2) Zielsetzung für die Praktikumsaufgabe: Definition der angestrebten Nutzeffekte wie Unfallvermeidung, Steigerung der Arbeitsqualität und Mitarbeiterbindung durch das neue System.
3) Vorgehensweise: Erläuterung der organisatorischen Schritte, von der Arbeitsschutzpolitik bis hin zur Einbindung und Unterweisung der Belegschaft.
4) Planung und Durchführung: Konkrete Anwendung der Gefährdungsbeurteilung anhand eines Büroarbeitsplatzes und Dokumentation der daraus resultierenden Verbesserungsmaßnahmen.
5) Schlussfolgerungen für den Betrieb: Reflexion über die erreichten Ziele und Feststellung, dass der Arbeitsschutz als kontinuierlicher Prozess in der Unternehmenskultur verankert werden muss.
6) Schlussfolgerungen für die Tätigkeit als Fachkraft für Arbeitssicherheit: Analyse der persönlichen Rolle des Autors als FASI sowie der notwendigen Kompetenzen für ein erfolgreiches Management im Bereich Arbeitsschutz.
7) Quellen, Anlagen: Auflistung der verwendeten Literatur und Verweise auf ergänzende Dokumente.
Schlüsselwörter
Arbeitsschutz, Arbeitsschutzmanagementsystem, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitssicherheit, Gesundheitsmanagement, Organisationsentwicklung, Arbeitsschutzgesetz, Prävention, Arbeitsplatzgestaltung, Unterweisung, Betriebsarzt, Handlungszyklus, kontinuierlicher Verbesserungsprozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert den praktischen Einführungsprozess eines Arbeitsschutzmanagementsystems in einem kleinen Dienstleistungsunternehmen durch den Verfasser in seiner Rolle als angehende Fachkraft für Arbeitssicherheit.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den zentralen Themen gehören die Arbeitsschutzpolitik, die Gefährdungsanalyse, die Dokumentation, die Mitarbeiterunterweisung sowie die organisatorische Einbettung des Arbeitsschutzes in den Betriebsalltag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist die Etablierung eines Systems, das Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz systematisch in die bestehenden Organisationsstrukturen integriert, um Unfälle zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit nachhaltig zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Verfasser nutzt den klassischen Handlungszyklus der Arbeitssicherheit: Analyse, Beurteilung, Zielsetzung, Maßnahmenentwicklung, Auswahl, Umsetzung und Kontrolle.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Organisation des Arbeitsschutzes, die konkrete Analyse der Gefährdungsfaktoren am Beispiel eines Büroarbeitsplatzes sowie die Ableitung und Umsetzung spezifischer Maßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsschutzmanagement, Prävention, Arbeitsplatzgestaltung und kontinuierlicher Verbesserungsprozess definiert.
Warum ist die Einbindung der Mitarbeiter so wichtig?
Die Einbindung minimiert Skepsis und Widerstände gegenüber Veränderungen. Zudem verfügen Mitarbeiter über das beste Wissen bezüglich ihres eigenen Arbeitsplatzes, was für eine realistische Gefährdungsanalyse essenziell ist.
Wie wurde mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz umgegangen?
Im Rahmen der Gefährdungsanalyse wurde bei der Arbeitsbelastung eine Überlastung am Monatsende festgestellt. Als Lösung wurde eine organisatorische Umverteilung der Aufgaben angestrebt, um eine gleichmäßigere Auslastung zu erreichen.
- Quote paper
- Frank Pfeffer (Author), 2003, Integration eines Arbeitsschutzsystems in die bestehende Organisation eines kleinen Dienstleistungsunternehmens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20002