„Gebt den Kindern erst einmal das, was in dieser Welt selten geworden ist: wichtige und wunderbare Primärerfahrungen. Geht in den Wald und schaut den Käfern zu. In dem Maße, wie man Kindern so etwas mitgibt, werden sie später auch ausgeruht, kritisch und klug mit Computer und Handy umgehen“1 (Hartmut von Hentig)
1. Vorwort
Der Computer und das Internet sind aus unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken, die rasende Entwicklung hin zum „digitalen Zeitalter“ hat aber auch Folgen und birgt Gefahren. Neben die traditionellen Kulturtechniken Lesen, Schreiben, Rechnen ist eine vierte getreten: Medienkonsum; ohne diese Kulturtechnik entlassen wir die Schüler und Schülerinnen in eine, durch einen härteren Konkurrenzkampf geprägte, Welt, in der sie hoffnungslos untergehen werden, weil sie nicht zu differenziertem Konsum fähig sind und vor allem weil sie auf dem Arbeitsmarkt unqualifiziert sind.
Ziel einer zukunftsgerechten Medienausbildung in der Schule muss es daher sein, zum einen an Medien heranzuführen und diese erschließbar und nutzbar zu machen, zum anderen aber müssen auch Medienkritik und Medienkonsum erlernt werden. Bereits unzählige Studien verschiedenster Wissenschaftsrichtungen haben sich mit dem Thema Computer in der Schule / Lernen mit Computern beschäftigt, zudem gibt es mittlerweile auch eine ansehnliche Zahl von Publikationen dazu und in das öffentliche Bewusstsein und in die Diskussion ist das Thema ebenfalls gelangt. Was allerdings bislang fehlt ist eine Umsetzung der Forderungen, die auf Grund von Studienergebnissen postuliert wurden.
Gründe für einen nicht stattfindenden Medienunterricht gibt es viele: Raummangel, Finanznot, veraltetes Material, zu geringer politischer Wille zu Reformen, fehlende Rechtssicherheit und vor allem mangelnde bzw. nicht vorhandene Kenntnisse bei den Lehrenden, an Schule und Universität.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Theoretischer Teil
2.1. Begriffsbestimmungen
2.2. allgemeine Überlegungen
3. Praktischer Teil
3.1. Beispiele für Schülerzeitungen im Internet
3.1.1. „Handy“
3.1.2. „Die Heissmangel“
3.1.3. „paz!“
3.2. Vorschläge für die Umsetzung im Unterricht
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Voraussetzungen für die Implementierung von Schülerzeitungen im Internet als Teil eines modernen, zukunftsgerechten Medienunterrichts. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Schüler durch die digitale Produktion ihre Medienkompetenz erweitern und inwiefern sich ein solches Projekt motivierend auf den Lernprozess auswirkt.
- Digitalisierung der Lernumgebung und Medienkonsum in der Schule
- Theoretische Grundlagen zum computergestützten Lernen und Web-Nutzung
- Analyse praktischer Beispiele für bestehende Online-Schülerzeitungen
- Methodische Gestaltung und Umsetzung von Web-Projekten im Unterricht
- Förderung von Schlüsselqualifikationen durch Projektunterricht
Auszug aus dem Buch
3.1.1 „Handy“ - Schulzeitung der Grund- und Hauptschule Munkbrarup
Die Schulzeitung Handy ist ein gutes Beispiel für eine einfache, pflegeleichte Online-Ausgabe der vorhandenen Print-Vorlage.
Die Redaktion der Zeitung besteht zur Zeit aus vier Schülerinnen und einem betreuendem Lehrer, der auch der Webmaster der Schulseiten ist, und die Zeitung wird vom Förderverein unterstützt.
Das Online-Angebot unterscheidet sich nicht von der Print-Ausgabe, es ist vielmehr voll identisch, da lediglich die Print-Seiten eingescannt wurden und nun als .gif- oder .jpg-Bilder zur Verfügung stehen, einziges „Extra“ ist eine Mail-Adresse.
Der technische Aufwand und das benötigte Know-how für diese Art der Präsentation sind minimal, sie ist daher eigentlich von jedem durchführbar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Medienausbildung angesichts einer zunehmend digitalisierten Welt.
2. Theoretischer Teil: Hier werden zentrale Begriffe des computergestützten Lernens definiert und allgemeine Überlegungen zur Integration neuer Medien in den Schulalltag angestellt.
3. Praktischer Teil: Dieser Teil präsentiert Fallstudien bestehender Online-Schülerzeitungen und bietet konkrete didaktische Handlungsempfehlungen für die Umsetzung von Web-Projekten im Unterricht.
Schlüsselwörter
Schülerzeitung, Internet, Medienkompetenz, Digitales Lernen, Web-basierte Lernumgebungen, Projektunterricht, Medienkonsum, Hypermedien, Online-Präsentation, Informatikunterricht, Schule, Unterrichtsgestaltung, Web-Site-Editoren, Medienpädagogik, Schüleraktivierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration des Internets in den Schulalltag durch das Projekt der digitalen Schülerzeitung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Vermittlung von Medienkompetenz, die technische Umsetzung von Web-Projekten und die Motivation durch handlungsorientiertes Lernen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schüler zeitgemäße Medienformate nutzen können, um ihre Medienkritik und soziale Kompetenzen zu schulen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert theoretische Begriffsbestimmungen mit der deskriptiven Analyse von Praxisbeispielen aus dem schulischen Alltag.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert bestehende Schülerzeitungen im Netz und leitet daraus konkrete didaktische Gliederungsvorschläge für Lehrkräfte ab.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienkompetenz, Projektunterricht und digitale Schülerzeitung geprägt.
Wie unterscheidet sich die Zeitung "Handy" von der "Heissmangel"?
Die Zeitung "Handy" setzt auf die Digitalisierung der Print-Ausgabe durch Scans, während "Die Heissmangel" gezielt ausgewählte Artikel für das Web aufbereitet und ein stärkeres Layout-Design verfolgt.
Warum ist die Reflexionsphase nach einem Projekt so wichtig?
Die Reflexion dient dazu, die Lernprozesse, das Sozialklima sowie die erreichten Kompetenzen sowohl auf Ebene des Lehrenden als auch der Schülerschaft kritisch zu bewerten.
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- Lasse Herbers (Author), 2003, Die Schülerzeitung im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20004