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Exegese eines Gleichnistextes

Mt 18, 21 – 35 Das Gleichnis vom Schalksknecht

Titel: Exegese eines Gleichnistextes

Hausarbeit , 2008 , 11 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Dr. Rex-Oliver Funke (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Beim erstmaligen Lesen der Perikope fühlte ich mich schnell in unsere heutige Zeit versetzt. Die Finanzkrisen der letzten Zeit und das Handeln der dafür Verantwortlichen erinnert doch sehr an den unbarmherzigen Knecht. Doch, ist das Bild aus der Finanzwelt auch noch so anschaulich, geht es in dieser Perikope um Schuld und Vergebung. Es gebe sicherlich auch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten, ein Bild zu erstellen. Schuld und Vergebung – ein Dauerthema der Menschheit! Die Leitfrage, die diese Arbeit ergründen soll, ist festzustellen, welchen Weg uns in unserer Zeit durch Jesus Wort gewiesen wird. Wie wird in der Perikope mit Schuld und Vergebung umgegangen, in wie weit ist es übertragbar? Wie ist die Warnung am Ende der Perikope zu verstehen? Wie steht es um die Vergebung Gottes, um die wir täglich im Vaterunser bitten? Aus dieser Arbeit soll eine Predigt entstehen, die ihren Platz sowohl in der Gemeinde als auch in mir selbst haben soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorverständnis zum Gleichnistext

2. Übersetzungsfragen – Vergleich

3. Kontext

4. Textanalyse

5. Botschaften in verschiedenen Ebenen

a) Jesus und seine Zuhörer

b) Mt und seine Adressaten

c) Für uns heute

6. Botschaft für meine Predigt

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit widmet sich der exegetischen Untersuchung des Gleichnisses vom Schalksknecht (Mt 18,21–35), um zu verstehen, wie biblische Lehren über Schuld und Vergebung in den heutigen Alltag und die kirchliche Verkündigung übertragen werden können.

  • Exegetische Analyse der Perikope Mt 18,21–35
  • Vergleichende Untersuchung verschiedener Bibelübersetzungen
  • Einbettung des Gleichnisses in den matthäischen Kontext
  • Reflexion der Bedeutung von Vergebung in der Gemeinde und im persönlichen Glauben

Auszug aus dem Buch

4. Textanalyse

Die Verse 21 und 22 beginnen mit dem Hinzutreten von Petrus und der Frage an Jesus in wörtlicher Rede. Dabei leitet diese Frage das Jesuswort ein, bereitet dieses sozusagen vor. Im Mittelpunkt stehen die Verben „sündigen“ und „vergeben“. Das Vergeben steht in direkter Verbindung mit Vers 35 und bildet somit einen Rahmen um die Perikope. Wird die Frage am Beginn auf den Bruder bezogen, so taucht er erst am Ende der Perikope wieder auf.

Das Gleichnis vom Schalksknecht (Verse 23 – 35) ist in der Form der Parabel wiedergegeben. Es fällt auf, dass alle Satzanfänge, mit Ausnahme des Vers 30, mit Partizip beginnen. Im Vers 32 wechselt die Zeitform in ein historisches Präsens, die Rede des Herren wird dadurch betont. Auch stellt sich dadurch ein direkter Kontakt zum Leser her. Das häufigste Tempus ist Aorist.

Der Aorist (griechisch ἀόριστος aoristos „die unbestimmte [Zeit]“) ist in einigen indogermanischen Sprachen ein Tempus der Vergangenheit. Im Gegensatz zu anderen Vergangenheitstempora wie beispielsweise dem Imperfekt oder dem Perfekt beschreibt er Vorgänge in der Vergangenheit, die als individuelle einmalig abgeschlossene Handlungen, also punktuell, betrachtet werden. Er beinhaltet damit den perfektiven oder aoristischen Verbalaspekt. Diese Aspektbedeutung des Aorist kann in einigen Formen die zeitliche verdrängen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorverständnis zum Gleichnistext: Einleitung in die Perikope des Schalksknechts mit einer ersten Reflexion über die Relevanz des Themas Schuld und Vergebung für die heutige Zeit.

2. Übersetzungsfragen – Vergleich: Analyse der Unterschiede in Struktur, Wortwahl und Mengenangaben innerhalb verschiedener Bibelübersetzungen wie der Lutherbibel und der Guten Nachricht Bibel.

3. Kontext: Einordnung der Perikope in das 18. Kapitel des Matthäusevangeliums als Teil der Gemeinderede und Untersuchung des synoptischen Vergleichs.

4. Textanalyse: Untersuchung der sprachlichen Struktur, der Szenenabfolge und der verwendeten Zeitformen im Text.

5. Botschaften in verschiedenen Ebenen: Differenzierte Betrachtung der Botschaft für die ursprünglichen Zuhörer, die matthäische Gemeinde und für Christen in der heutigen Zeit.

6. Botschaft für meine Predigt: Synthese der exegetischen Ergebnisse für die praktische Anwendung in einer predigtrelevanten Auseinandersetzung mit dem Thema Vergebung.

Schlüsselwörter

Schuld, Vergebung, Matthäusevangelium, Schalksknecht, Exegese, Perikope, Petrus, Himmelreich, Gemeinderede, Aorist, Barmherzigkeit, neutestamentliche Ethik, Predigtvorbereitung, Versöhnung, Jüngerschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Exegese des Gleichnisses vom Schalksknecht (Mt 18,21-35) und dessen Bedeutung für das Verständnis von Vergebung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der biblische Umgang mit Schuld, die unbegrenzte Vergebungsbereitschaft nach Jesu Lehre und die Übertragung dieser Aspekte auf die christliche Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Perikope, die als Grundlage für eine eigene Predigt dienen soll.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden eine philologische Textanalyse, der Vergleich verschiedener Übersetzungen sowie eine kontextuelle und historisch-kritische Einordnung in das Matthäusevangelium vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine textliche Analyse, einen Vergleich der Bibelübersetzungen, eine kontextuelle Einordnung und eine dreistufige Analyse der Botschaft auf verschiedenen Ebenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Schuld, Vergebung, Matthäusevangelium, Barmherzigkeit und Exegese definiert.

Wie unterscheidet sich die matthäische Darstellung von anderen?

Die Arbeit hebt hervor, dass die Parabel im Matthäusevangelium als Sondergut gilt und in einen spezifischen Kontext der Gemeinderede eingebettet ist, der besonders die Vergebungsbereitschaft der Gemeindemitglieder untereinander betont.

Welche Rolle spielt die Zahl "siebzigmal siebenmal"?

Sie wird als bewusster Gegenentwurf zur unbegrenzten Rache des Lamech aus dem Alten Testament interpretiert, um die Radikalität der christlichen Vergebung zu unterstreichen.

Wie geht die Autorin/der Autor mit dem Problem der "Gnadentat" um?

Es wird kritisch hinterfragt, ob Gottes Vergebung von der menschlichen Vergebungsleistung abhängig ist, wobei eine Position eingenommen wird, die die bedingungslose Gnade im protestantischen Verständnis betont.

Was ist das Ergebnis für die eigene Predigt?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Vergebung zwar eine schwere tägliche Arbeit ist, jedoch durch das Vorbild Gottes und das Gebet als möglich und notwendig erachtet wird.

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Details

Titel
Exegese eines Gleichnistextes
Untertitel
Mt 18, 21 – 35 Das Gleichnis vom Schalksknecht
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz
Note
1,5
Autor
Dr. Rex-Oliver Funke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
11
Katalognummer
V200093
ISBN (eBook)
9783656268390
ISBN (Buch)
9783656269328
Sprache
Deutsch
Schlagworte
exegese gleichnistextes gleichnis schalksknecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Rex-Oliver Funke (Autor:in), 2008, Exegese eines Gleichnistextes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200093
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Leseprobe aus  11  Seiten
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