In der folgenden Hausarbeit soll zunächst der Kulturbegriff eingeführt werden. Dazu wird zunächst eine Begriffsklärung durchgeführt hinführend zu den Hauptklassen der kulturpädagogischen Einteilung, um charakteristische Merkmale und eine differenzierte Betrachtung des Begriffs darzulegen. Im weiteren Verlauf wird dann der Kulturbegriff konkretisiert und angewendet auf die soziokulturelle Bildung. In diesem Teilbereich der Arbeit soll nach vorgenommener Begriffsdefinition die inhaltliche Konzeption und die Entstehung dieser Subklasse aufgezeigt werden, um abschließend durch eine fachpraktische Umsetzung sozio-kultureller Bildung exemplarisch in praktischen Beispielen zu erläutern. Die Arbeit endet mit einer dialektischen Betrachtung eines situativ denkbaren Falls einer Disputation zum Thema Förderung eines theaterpädagogischen Projekts versus Mittelzuweisung und Förderung durch ein örtliches Jugendamt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Differenzierung des Kulturbegriffs
2.1. Herleitung des Kulturbegriffes unter Berücksichtigung des historischen Kontextes
2.2. Wesensmerkmale eines differenzierten Kulturbegriffs
2.2.1. Hochkultur
2.2.2. Alltagskultur
2.2.3. Gemeinsamkeiten/Unterschiede
3. Sozio-kulturelle Bildung
3.1. Begriffliche Bestimmung „sozio-kulturell“
3.2. Inhaltliche Bestimmung und Ziele sozio-kultureller Bildung
3.3. Entstehung sozio-kultureller Bildung
3.4. Musik als Medium der sozio-kulturellen Bildung
3.5. Praktische Umsetzung von Musik zur sozio-kulturellen Bildung
4. Gruppenaufgabe zum theaterpädagogischen Projekt
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine theoretische Fundierung des Kulturbegriffs zu erarbeiten und diesen auf das Feld der sozio-kulturellen Bildung zu übertragen, wobei insbesondere die Rolle künstlerischer Medien und theaterpädagogischer Projekte als Instrumente der sozialen Arbeit untersucht werden.
- Historische und inhaltliche Herleitung des Kulturbegriffs
- Differenzierung zwischen Hochkultur und Alltagskultur
- Definition, Ziele und Entstehung sozio-kultureller Bildung
- Musik als Medium für Bildung und soziale Integration
- Praktische Anwendung der Theaterpädagogik in der Jugendarbeit
Auszug aus dem Buch
3.5. Praktische Umsetzung von Musik zur sozio-kulturellen Bildung
Nachdem dargelegt wurde, wie Musik im sozio-kulturellen Bildungskontext eine Einbettung in die Thematik der Kulturpädagogik erfährt, soll nunmehr ein fachpraktisches Beispiel die Umsetzung der Theorie in die Praxis aufzeigen.
Dazu wird hier exemplarisch das von Günther Pleiner ins Leben gerufene „Rockmobil“ betrachtet, welches Gemeinwesenarbeit durch den musikalischen Konzeptansatz als sozio-kulturelles Bildungsprogramm anbietet. Diese spezielle Form der Kombination aus Kulturpädagogik und sozialpädagogischen Arbeitsweisen ist dem Segment der „Mobilen Jugendarbeit“ angesiedelt.
Musik wird hier als Medium eingesetzt, um öffentlich auf die eigene Situation aufmerksam zu machen und um Bewohner von sozialen Brennpunkten in sozialpolitische Diskussionen einzuschalten, um dadurch öffentliche Anerkennung zu gewinnen und die Wahrnehmung in der Gesellschaft zu schärfen bzw. diese durch den Interaktionszusammenhang zu formen und mitzugestalten. Das erste „Rockmobil“ wurde 1986 von der „Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte in Hessen e.V.“ eingesetzt, welche seither als Träger agiert. Es wurde sich für Musik als sozio-kulturelles Bildungsmedium im Form des „Rockmobil“ eingesetzt, weil man als Wirkung annahm, dass durch die rockmusikalische Aktivität, die den Zeitgeist der damaligen Jugendgeneration wiederspiegelte, ohne drängende Intervention langfriste, ernsthafte Projekte aufbauen kann. Dabei sollte mit dem „Rockmobil“ im gewohnten Sozialraum eine Chance zum Erproben und Simulation von Vorstellungen, Gefühlen geboten werden, um durch ein kulturelles Mittel eine Alternative zur Konfliktlösung und Angst-/Aggressionsverarbeitung und Aktivierung kreativer Potentiale anzubieten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Aufbau der Arbeit, von der allgemeinen Begriffsklärung bis hin zur exemplarischen Anwendung in einem theaterpädagogischen Projekt.
2. Differenzierung des Kulturbegriffs: Dieses Kapitel erläutert den etymologischen Ursprung des Kulturbegriffs und stellt die Abgrenzung zwischen elitärer Hochkultur und Alltagskultur dar.
3. Sozio-kulturelle Bildung: Hier werden der Begriff sozio-kulturell definiert und die Ziele sowie die historische Entwicklung dieses Bildungsbereichs sowie die Rolle von Musik und praktischen Beispielen analysiert.
4. Gruppenaufgabe zum theaterpädagogischen Projekt: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Grundlagen mit der rechtlichen Basis der Sozialarbeit und stellt Ziele sowie Methoden für die Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen vor.
Schlüsselwörter
Kulturbegriff, Hochkultur, Alltagskultur, Sozio-kulturelle Bildung, Kulturpädagogik, Musikpädagogik, Theaterpädagogik, Soziale Arbeit, Empowerment, Jugendarbeit, Identitätsbildung, Soziale Kompetenz, Partizipation, Gemeinwesenarbeit, Rockmobil.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Feld der Kulturpädagogik, insbesondere die sozio-kulturelle Bildung, und deren Anwendung innerhalb der sozialen Arbeit zur Förderung von Jugendlichen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung des Kulturbegriffs, die Unterscheidung zwischen Hoch- und Alltagskultur sowie die praktische Umsetzung sozio-kultureller Methoden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Erörterung, was sozio-kulturelle Bildung ausmacht und wie durch künstlerische und theaterpädagogische Ansätze Bildungs- und Integrationsprozesse bei benachteiligten Jugendlichen gefördert werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autorin/der Autor nutzt eine theoretische Aufarbeitung durch Literaturanalyse sowie die beispielhafte Untersuchung praktischer Ansätze wie des "Rockmobils".
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Differenzierung des Kulturbegriffs, die inhaltliche Bestimmung der sozio-kulturellen Bildung und die Analyse praktischer Beispiele wie Musikprojekte und Theaterarbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kulturbegriff, sozio-kulturelle Bildung, Kulturpädagogik, soziale Arbeit, Empowerment und Partizipation sind zentrale Begriffe.
Was versteht der Autor unter dem "Rockmobil"?
Das "Rockmobil" ist ein mobiles Projekt der Jugendhilfe, das durch musikalische Angebote im Sozialraum jungen Menschen niederschwellige Zugänge zur kreativen Selbstentfaltung und Konfliktbewältigung ermöglicht.
Welche Bedeutung hat das SGB VIII für die beschriebenen Projekte?
Das SGB VIII bildet die rechtliche Grundlage der Jugendarbeit und legitimiert kulturelle Bildung sowie soziale Arbeit als notwendige Fördermaßnahmen für benachteiligte Jugendliche.
- Citation du texte
- B.A. Marek Peters (Auteur), 2010, Einführung in die Kulturpädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200127