Das Thema der Unterrichtsstunde: Erarbeitung der Schritt- und Laufnoten in klassischer Notation, Gestaltung einer 4-taktigen rhythmischen Figur und Kennenlernen des Liedes „Frau Holle, es ist Winter“
Die Arbeit enthält neben einer Bedingungsfeldanalyse eine Sachanalyse mit Liedanalyse zum Winterlied, die Bezüge zum Thür. Lehrplan, Aufstellung der Grob- und Feinziele, das Artikulationsmodell zur Stunde (tabellarisch) und eine ausführliche Reflexion.
Methodisches Unterrichtsvorgehen wurde von der Dozentin sehr positiv und sachrichtig eingeschätzt, ebenso wurde die schriftliche Arbeit mit -sehr gut- bewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Inhalt der schriftlichen Ausarbeitung und Stundenthema
2. Bedingungsfeldanalyse
2.1. sozio-kulturell
2.2. situativ
2.3. anthropologisch-psychologisch
3. Lernbereiche (nach Lehrplan)
3.1. Stimme und Lied
3.2. Instrumentales Musizieren
3.3. Musik hören und verstehen
3.4. Musik und Zeichen
3.5. Zentrale Inhalte
4. Sachanalyse
4.1. Die rhythmischen Bausteine ′ ′ und ⁄⁄⁄⁄ und ihre Notation
4.2. „Frau Holle, es ist Winter“ (Effi Bergmann/Thomas Natschinski)
4.2.1. Zum Textdichter Effi Bergmann
4.2.2. Zum Komponisten Thomas Natschinski
4.2.3. Textinhalt
4.2.4. Liedform
4.2.5. Melodik
4.2.6. Rhythmik/Metrik
4.2.7. Harmonik
4.2.8. Interpretationsmöglichkeiten
5. Unterrichtsziele
5.1. Grobziele
5.2. Feinziele
6. Aufstellung der Unterrichtsmittel
7. Detaillierte Verlaufsplanung (Artikulationsmodell)
8. Reflexion
8.1. Zur Erreichung der Unterrichtsziele
8.2. Reflexion zu einigen Schwerpunkten
8.2.1. Stundeneinstieg
8.2.2. Rückblick auf die Inhalte der vorherigen Stunde (graphische Notation der ersten beiden rhythmischen Bausteine)
8.2.3. Erarbeitung der Begriffe „Schritt-„ und „Laufnote“
8.2.4. Überleitung, Lehrervortrag und Erarbeitungsphase zum Lied „Frau Holle, es ist Winter“
8.2.5. Übergang zur Einübung/Erarbeitung eines Sprechspiels
8.2.6. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit dient der Planung, Durchführung und Reflexion einer Musikstunde in einer ersten Klasse, mit dem primären Ziel, rhythmische Grundlagen durch die Verknüpfung von graphischer und klassischer Notation zu festigen und das Lied „Frau Holle, es ist Winter“ musikalisch zu erschließen.
- Einführung in die klassische Notation von Viertel- und Achtelnoten.
- Gestaltung einer viertaktigen rhythmischen Figur.
- Interpretation und gesangliche Erarbeitung der ersten Strophe des Liedes „Frau Holle, es ist Winter“.
- Methodische Verknüpfung von Musiktheorie mit Sprech- und Bewegungsaktivitäten.
- Analyse der Bedingungsfaktoren für einen altersgerechten Musikunterricht.
Auszug aus dem Buch
4.1. Die rhythmischen Bausteine ′ ′ und ⁄⁄⁄⁄ und ihre Notation
„Der zeitliche Ablauf der Musik wird bestimmt durch Rhythmus (Gliederung in lange und kurze Tondauer), Metrum (Gliederung in betonte und unbetonte Taktteile) und Tempo (schnelles oder langsames Zeitmaß).“ (Ziegenrücker 1988, S. 32).
Bezogen auf die Gliederung von Musik in verschieden lange Tondauern ist zunächst anzumerken, dass das gebräuchliche System von bspw. Achtel-, Viertel-, Halben und Ganzen Noten relativer Natur ist. Erst durch die Festlegung eines bestimmten Tempos kann eine „exakte, messbare Dauer eines Tones festgestellt werden.“ (ebd.).
So ist nur allgemein formulierbar, dass eine Viertelnote die doppelte Tondauer einer Achtelnote angibt, die halbe Note wiederum doppelt so lange wie eine Viertel erklingen muss, usw.
Die beiden zu betrachtenden rhythmischen Bausteine enthalten 2 Viertelnoten bzw. 4 Achtelnoten. Beide Bausteine nehmen jeweils 2 Grundschläge ein, könnten also als vollständige Takte eines 2/4-Taktes gelten. Ebenso könnten sie durch Aneinanderreihung weitere Takte geradtaktiger Taktarten bilden (bspw. im 4/4-Takt: ′ ′ ⁄⁄⁄⁄; oder im 3/2-Takt: ′ ′ ⁄⁄⁄⁄ ′ ′).
Zusammenfassung der Kapitel
Inhalt der schriftlichen Ausarbeitung und Stundenthema: Diese Einleitung benennt den Rahmen des Musikpraktikums sowie die inhaltlichen Schwerpunkte der geplanten Unterrichtsstunde.
Bedingungsfeldanalyse: Hier werden die soziokulturellen, situativen und anthropologischen Voraussetzungen der Zielgruppe detailliert dargelegt.
Lernbereiche (nach Lehrplan): Die didaktische Einordnung der Lerninhalte in die Bereiche Stimme, Instrumentalspiel, Musikhören und Notation wird erläutert.
Sachanalyse: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Hintergründe zu den rhythmischen Bausteinen sowie zum Liedwerk von Bergmann und Natschinski.
Unterrichtsziele: Die Grob- und Feinziele der Stunde definieren die angestrebten Kompetenzzuwächse auf kognitiver und musikalischer Ebene.
Aufstellung der Unterrichtsmittel: Eine Auflistung der benötigten Materialien für die Durchführung der Stunde.
Detaillierte Verlaufsplanung (Artikulationsmodell): Eine tabellarische Übersicht der methodisch-didaktischen Abfolge inklusive Zeitplan und Erwartungshorizont.
Reflexion: Die kritische Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsverlauf, der Zielerreichung sowie eine pädagogische Bewertung der Stundengestaltung.
Schlüsselwörter
Musikunterricht, Grundschule, Rhythmik, Notation, Musikpraxis, Frau Holle, Viertelnote, Achtelnote, Unterrichtsplanung, Sachanalyse, Schulpädagogik, Fachpraktikum, Liedvermittlung, Musikalische Früherziehung, Didaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Planung und Reflexion einer Musikstunde in einer ersten Klasse, wobei der Fokus auf der Verknüpfung von musiktheoretischen Grundlagen und praktischer Liederarbeitung liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?
Die Arbeit behandelt die Einführung rhythmischer Notationsformen, die musikalische Interpretation eines Winterliedes sowie die methodische Aufbereitung dieser Inhalte für Erstklässler.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel besteht darin, den Schülern durch eine methodisch strukturierte Einführung in Schritt- und Laufnoten ein Verständnis für Musikschrift zu vermitteln und sie gleichzeitig aktiv an das Singen und rhythmische Gestalten heranzuführen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine praxisorientierte Unterrichtsplanung und -reflexion, die auf fachdidaktischen Lehrplänen und musiktheoretischen Grundlagen (u.a. Ziegenrücker) basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Sachanalyse, die Unterrichtsplanung mit detailliertem Artikulationsmodell sowie die anschließende kritische Reflexion des Unterrichtsverlaufs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Musikunterricht, Grundschule, Rhythmik, Notation und Unterrichtsplanung charakterisiert.
Warum ist die Wahl des Liedes „Frau Holle, es ist Winter“ für die erste Klasse sinnvoll?
Das Lied greift die jahreszeitliche Lebenswelt der Kinder auf und bietet durch seine Struktur und Textwiederholungen gute Ansätze für eine altersgerechte musikalische Erarbeitung.
Wie wird in der Arbeit mit dem Problem der Unruhe in der Klasse umgegangen?
Die Autorin reflektiert die Unruhe als Herausforderung und diskutiert Strategien wie Puzzleteile als Anreiz, klare Zielvorgaben sowie die Frage nach einem angemessenen Grad an Strenge im Unterricht.
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- M.A. Daniela Noth (Author), 2012, Planungsschritte und Reflexion zum Unterrichtsversuch im Fach Musik in einer 1. Klasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200179