In dieser Arbeit befasse ich mich mit der Wiedervereinigung Deutschlands. Hierbei
analysiere ich einen Text des Redakteurs Peter Bender,der behauptet, die Einheit
der Deutschen sei möglich gewesen, da die Sowjetunion eingebrochen wäre.
Gleichzeitig nennt er aber auch andere Fakten, die zur Wiedervereinigung
beigetragen haben.
Im Anschluss an die Analyse vergleiche ich die deutschen Einheiten von 1871 und
1990 miteinander und zeige die zahlreichen Unterschiede auf, von denen es nicht
wenige gibt. Auch Hindernisse und Vorbehalte, die eine deutsche Einheit in den
Jahren 1989/90 hätten verhindern können, finden Erwähnung.
Zu guter Letzt setzt sich die Arbeit mit der Gewichtung der Aspekte des Autors
auseinander, die seiner Meinung nach zur Wiedervereinigung beigetragen haben.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Die Vereinigung Deutschlands durch den Zerfall der Sowjetunion
Der Vergleich zwischen den Einigungen
Hindernisse und Vorbehalte gegen die deutsche Wiedervereinigung
Wiedervereinigung fast ausschließlich durch den Zerfall der Sowjetunion?
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Thesen des Journalisten Peter Bender hinsichtlich der Ursachen für die deutsche Wiedervereinigung 1989/90, setzt diese in einen historischen Vergleich zur Einigung von 1871 und bewertet die Bedeutung des Zerfalls der Sowjetunion als zentralen Katalysator für den deutschen Einigungsprozess.
- Analyse journalistischer Sekundärliteratur zur deutschen Wiedervereinigung
- Historischer Vergleich der Einigungsprozesse von 1871 und 1990
- Untersuchung von Hindernissen und außenpolitischen Vorbehalten
- Bewertung der sowjetischen Schwäche als notwendige Bedingung für den Mauerfall
- Reflexion der Rolle internationaler Akteure wie Reagan und Kohl
Auszug aus dem Buch
Wiedervereinigung fast ausschließlich durch den Zerfall der Sowjetunion?
Peter Bender erklärt in der oben analysierten Sekundärquelle, die Wiedervereinigung Deutschlands sei hauptsächlich dem Zerfall der Sowjetunion zu verdanken, das die Demonstrationen der ostdeutschen Bürger sonst fehlgeschlagen wären, Helmut Kohl nie die Chance gehabt hätte, eine Wiedervereinigung auszuhandeln usw.
Dieser These kann in den meisten Bereichen zugestimmt werden, denn so war die Sowjetunion das einzige Machtzentrum im Warschauer Pakt, sodass die anderen Mitgliedsstaaten von ihr wirtschaftlich als auch politisch abhängig waren. Durch die ersten Protest- und Demokratiebewegungen in Polen und in Ungarn bröckelte die sowjetische Macht, die durch die Projekte Glasnost und Perestroika durch Michail Gorbatschow immer mehr schwand. Denn seine Haltung, Aufbegehren in der Bevölkerung der DDR nicht gewaltsam niederschlagen zu lassen, bedeutete die Legitimationsverlust der UdSSR im ostdeutschen Teil Deutschlands, ohne den die Demonstrationen nie hätten fortgesetzt werden können.
Gleichzeitig bedeutete dies aber auch, dass die Länder im Warschauer Pakt ihre Identität zur Sowjetunion verloren, die aber unbedingt notwendig war, um das Staatenbündnis aufrechtzuerhalten, da durch den Verlust der kommunistischen Ideologie in diesen Ländern ebenfalls der Maßstab an der UdSSR sank.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Arbeit, die sich kritisch mit der Quelle von Peter Bender befasst.
Die Vereinigung Deutschlands durch den Zerfall der Sowjetunion: Detaillierte inhaltliche Analyse der journalistischen Quelle bezüglich der Ursachen für den Zusammenbruch der DDR.
Der Vergleich zwischen den Einigungen: Historische Gegenüberstellung der deutschen Reichsgründung 1871 mit der Wiedervereinigung 1990 unter besonderer Berücksichtigung der unterschiedlichen außenpolitischen Rahmenbedingungen.
Hindernisse und Vorbehalte gegen die deutsche Wiedervereinigung: Untersuchung der diplomatischen und sicherheitspolitischen Hürden, die während des Einigungsprozesses 1989/90 überwunden werden mussten.
Wiedervereinigung fast ausschließlich durch den Zerfall der Sowjetunion?: Kritische Schlussbetrachtung, die bestätigt, dass der Zerfall der Sowjetmacht die entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der friedlichen Revolution bildete.
Schlüsselwörter
Wiedervereinigung, Deutschland, Sowjetunion, DDR, BRD, Zerfall, Mauerfall, Michail Gorbatschow, Helmut Kohl, 1871, Einigungskriege, Warschauer Pakt, NATO, Außenpolitik, Kalter Krieg
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die historische Wiedervereinigung Deutschlands, primär basierend auf einer Analyse der Thesen des Redakteurs Peter Bender.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Ursachen der deutschen Einheit, den Vergleich zu 1871 und die geopolitische Rolle der Sowjetunion im Jahr 1990.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die kritische Prüfung der Behauptung, dass die deutsche Wiedervereinigung maßgeblich durch den Zerfall der Sowjetunion ermöglicht wurde.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verwendet eine quellenkritische Analyse und einen komparativen historischen Vergleich.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Auswertung der Quelle, den Vergleich der Einigungsprozesse 1871 und 1990 sowie eine Analyse bestehender Hindernisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wiedervereinigung, Sowjetunion, Mauerfall, 1871, Einigungskriege, NATO, BRD und DDR.
Warum war der Vergleich mit 1871 für die Autorin/den Autor wichtig?
Um aufzuzeigen, dass die Einigung 1990 im Gegensatz zu 1871 durch diplomatische Integration und nicht durch Kriege gegen den Kontinent erreicht wurde.
Welche Rolle spielten die "Zwei-plus-Vier-Gespräche" laut dieser Arbeit?
Sie waren das notwendige diplomatische Instrument, um die Souveränität Deutschlands gegenüber den Alliierten und die Integration in die NATO zu klären.
Welche Bedeutung wird Gorbatschow beigemessen?
Sein Verzicht auf militärisches Eingreifen gegen die Demonstrationen wird als entscheidender Faktor für den Erfolg der friedlichen Revolution gesehen.
- Citation du texte
- Simon Winzer (Auteur), 2012, Die Unterschiede der deutschen Einheiten und die Frage, warum die Deutsche Wiedervereinigung 1989/90 gelang, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200189