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Die Entwicklung von Rundfunk und Fernsehen bis 1945

Title: Die Entwicklung von Rundfunk und Fernsehen bis 1945

Term Paper , 2008 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniela Linz (Author)

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Heute sind die Medien Hörfunk und Fernsehen fester Bestandteil fast jedes Haushaltes und beeinflussen einen großen Teil des Freizeitverhaltens der Menschen. Als Informations- und Unterhaltungsmedien sind sie für uns alltäglich geworden, und die Freiheit von politischen Einflüssen setzen wir als Selbstverständlichkeit voraus. Welcher lange Weg hinter dieser Entwicklung steckt, wird heute oft vergessen. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt darin, die Entwicklung des deutschen Hörfunks vom Unterhaltungsmedium zum Manipulationsinstrument aufzuzeigen und nachvollziehbar zu machen. Im Anschluss daran werden die internationale Rundfunkentwicklung sowie die Anfänge des Fernsehens in Deutschland skizziert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Hörfunk in der Weimarer Republik

2.1 Vorgeschichte

2.2 Die rundfunkpolitische Entwicklung bis 1926

2.3 Programmstrukturen

2.4 Regionale und soziale Verteilung

2.5 Die vollständige Verstaatlichung des Rundfunks 1932

3. Rundfunk in NS-Deutschland

3.1 Nationalsozialistische Rundfunkpolitik 1933 – 1939

3.2 Hörfunkprogramme in der Vorkriegszeit

3.3 Hörfunk im 2. Weltkrieg

3.4 Fernsehen im Nationalsozialismus

4. Rundfunk international

4.1 Großbritannien

4.2 Frankreich

4.3 Vereinigte Staaten

5. Fazit: Die verwährten Chancen des frühen Rundfunks in Deutschland

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des deutschen Hörfunks und Fernsehens im Zeitraum bis 1945. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich die Medien von anfänglichen Unterhaltungs- und Bildungsmedien zu zentralen Instrumenten der staatlichen Propaganda und Manipulation wandelten, während gleichzeitig ein Vergleich zur internationalen Rundfunkentwicklung gezogen wird.

  • Die Anfänge und politische Organisation des Hörfunks in der Weimarer Republik.
  • Der Transformationsprozess zur staatlich gelenkten Rundfunklandschaft im Nationalsozialismus.
  • Die propagandistische Nutzung von Rundfunk und Fernsehen im Zweiten Weltkrieg.
  • Die sozioökonomische Verteilung und Reichweite der neuen Medien.
  • Internationale Vergleiche der Rundfunkstrukturen (Großbritannien, Frankreich, USA).

Auszug aus dem Buch

2.1 Vorgeschichte

Die Möglichkeiten des öffentlichen Rundfunkempfangs in Deutschland wurden erstmals 1919 von Rundfunkpionier und Telefunken-Ingenieur Hans Bredow vorgestellt. Knapp vier Monate später fanden die ersten Rundfunkversuche in Deutschland statt.1 Der Rundfunk der 20er und 30er Jahre war von älteren Medien, vor allem der Telegrafie, stark geprägt. Dem Staat war durch das „Gesetz über das Telegrafenwesen“ von 1892 das Monopol für die drahtlose telegrafische Nachrichtenbeförderung gesichert. Die Ausführung dieses Rechts wurde jedoch dem Reichspostamt übertragen.2 Staatlicherseits trat man dem Rundfunk in der Anfangszeit mit Misstrauen entgegen. 1922 wurde ein Empfangsverbot für Privatleute verhängt, das jedoch ein Jahr später wieder aufgehoben wurde. Auflage war die Sendeunfähigkeit der Empfangsgeräte, die nur von staatlich anerkannten Firmen hergestellt werden durften.3

Heute werden Zensurverbot und Staatsfreiheit im demokratischen Rundfunk als Selbstverständlichkeit angesehen. Doch das Betrachten der politischen Lage in der Zeit der 20er und 30er Jahre macht deutlich, dass ein Rundfunk ähnlich dem der heutigen Bundesrepublik in der Weimarer Republik nicht funktioniert hätte. Als der Rundfunk seine Sendungen aufnahm, war Deutschland nach dem verlorenen Krieg arm und von inneren Unruhen bedroht.4 Rundfunk-Experte Heiko Flottau beschreibt die damalige Lage wie folgt: „Die junge Republik war in ihrem Bestand gefährdet, und die Wirkungen des Rundfunks waren noch zu unbekannt, als dass man es gewagt hätte, seiner Entwicklung freien Lauf zu lassen. Für den Staat wäre die Garantie der Pressefreiheit für den Rundfunk einer Gefährdung der weiteren Entwicklung der Republik gleichgekommen.“5

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die heutige Alltäglichkeit von Rundfunk und Fernsehen und definiert das Ziel der Arbeit, den Weg vom Unterhaltungsmedium zum Manipulationsinstrument nachzuzeichnen.

2. Hörfunk in der Weimarer Republik: Dieses Kapitel analysiert die technologische und politische Genese des frühen Radios unter staatlicher Beobachtung sowie die Etablierung des Systems bis zur Verstaatlichung 1932.

3. Rundfunk in NS-Deutschland: Hier wird der Prozess der Gleichschaltung und die Instrumentalisierung des Rundfunks zu Propagandazwecken inklusive des Einsatzes des Volksempfängers und des Fernsehens beschrieben.

4. Rundfunk international: Der Abschnitt bietet einen vergleichenden Überblick über die medienpolitische Entwicklung in Großbritannien, Frankreich und den USA.

5. Fazit: Die verwährten Chancen des frühen Rundfunks in Deutschland: Das Fazit resümiert, dass die durch das neue Medium geschaffenen Möglichkeiten in Deutschland primär für Machtausübung statt für gesellschaftliche Integration genutzt wurden.

Schlüsselwörter

Rundfunk, Mediengeschichte, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Propaganda, Gleichschaltung, Volksempfänger, Hans Bredow, Reichspost, Massenmedien, Fernsehen, Paul Nipkow, Reichssender, Soldatensender, Rundfunkpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung des Rundfunks und des frühen Fernsehens in Deutschland von den Anfängen nach dem Ersten Weltkrieg bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die rundfunkpolitische Organisation, der Wandel von der Weimarer Zeit zum Nationalsozialismus sowie der Einfluss der Medien auf die Gesellschaft und ihre Nutzung als Propagandainstrument.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Weg des deutschen Rundfunks vom anfänglichen Unterhaltungsmedium bis hin zur bewussten Manipulation durch das NS-Regime aufzuzeigen und nachvollziehbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Untersuchung unter Heranziehung von Standardwerken der Mediengeschichte und Rundfunkforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der technologischen Vorgeschichte über die Weimarer Rundfunkordnung und die Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten bis hin zu internationalen Vergleichen und den Anfängen des Fernsehens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Rundfunkgeschichte, Propaganda, Gleichschaltung, Volksempfänger und Medienpolitik.

Welche Rolle spielte der Volksempfänger im Nationalsozialismus?

Der Volksempfänger diente dazu, durch einen erschwinglichen Preis und Ratenzahlung eine breite Bevölkerungsschicht – insbesondere in ländlichen Regionen und Arbeiterhaushalten – für das NS-Programm zu erreichen.

Warum lehnte Goebbels das Fernsehen anfangs ab?

Goebbels fürchtete, dass das Fernsehen aufgrund der damaligen Unmittelbarkeit und Schwierigkeit der Manipulation nicht ausreichend für die Verbreitung der NS-Propaganda geeignet war.

Wie veränderte sich die Rundfunkpolitik 1932?

Unter Reichskanzler Franz von Papen wurde der Rundfunk weiter verstaatlicht, die Überwachung durch Staatskommissare eingeführt und der Einfluss privater und föderaler Akteure systematisch zurückgedrängt.

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Details

Title
Die Entwicklung von Rundfunk und Fernsehen bis 1945
Grade
1,7
Author
Daniela Linz (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V200219
ISBN (eBook)
9783656266600
Language
German
Tags
Medien Mediengeschichte Rundfunk Geschichte des Rundfunks Entwicklung Rundfunk Geschichte Fernsehen Entwicklung des Fernsehens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Linz (Author), 2008, Die Entwicklung von Rundfunk und Fernsehen bis 1945, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200219
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