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„…Und wenn ich kurz vorm Herzinfarkt bin, werden mir die Ärzte schon helfen…“

Über Gerechtigkeit im Gesundheitswesen bei Menschen mit riskantem Gesundheitsverhalten am Beispiel des Rauchens

Titre: „…Und wenn ich kurz vorm Herzinfarkt bin, werden mir die Ärzte schon helfen…“

Essai , 2012 , 10 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Christian Matysik (Auteur)

Santé - Divers
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Hat jeder ein Recht auf Gesundheit? Wenn jeder ein Recht darauf hat, besitzt dann jeder auch eine Gesundheitspflicht? Kommen Raucher ihren Gesundheitspflichten demnach nicht nach und sind deshalb selbst für ihre [wahrscheinlich] nachfolgenden Erkrankungen verantwortlich? Sollten Raucher deshalb Zusatzabgaben in das nach solidarischen Prinzipien organisierte deutsche Gesundheitssystem leisten? Sollen sie ganz vom System der gesetzlichen Krankenkassen ausgeschlossen werden und jede in Anspruch genommene ärztliche Maßnahme, die auf ihr Rauchen zurückgeführt wird, selbst zahlen? All diese Fragen bedürfen des medizin-ethischen Diskurses, welcher im Zentrum dieses Essays steht

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Theoretische Grundlagen und Präventionsstrategien

3. Medizin-ethische Perspektiven und das Solidarprinzip

4. Risikowahrnehmung und Eigenverantwortung

5. Lösungsansätze: Bonus- statt Malus-Konzept

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Essay untersucht die medizin-ethische Frage, inwieweit eine Solidargemeinschaft im Gesundheitswesen für Folgeerkrankungen aufkommen muss, die aus einem wissentlich riskanten Gesundheitsverhalten, wie dem Rauchen, resultieren. Es wird erörtert, ob ein Recht auf Gesundheit mit einer korrespondierenden Gesundheitspflicht einhergehen sollte.

  • Medizin-ethische Aspekte des Solidarprinzips
  • Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und staatlicher Prävention
  • Risikowahrnehmung und psychologische Aspekte der Sucht
  • Sozioökonomische Ungleichheit und Gesundheitsbildung
  • Bewertung von Anreizsystemen (Bonus- vs. Malus-Modelle)

Auszug aus dem Buch

„…Und wenn ich kurz vorm Herzinfarkt bin, werden mir die Ärzte schon helfen…“ - über Gerechtigkeit im Gesundheitswesen bei Menschen mit riskantem Gesundheitsverhalten am Beispiel des Rauchens

Eine Zigarette zu rauchen gibt den Händen etwas zu sein, wirkt anregend, senkt die Appetitschwelle, erleichtert es in Interaktion mit anderen zu treten. Vermutlich gerade die entspannende Wirkung, die somit zum Stressabbau beiträgt, macht das Paffen heute für knapp ein Drittel der über 15-jährigen Bevölkerung Deutschlands derart lohnenswert. Viele Menschen versuchen Belastungen durch den Griff zur Zigarette zu bewältigen. Vor den 1940er Jahren empfahlen Ärzte ihren Patienten aus Entspannungsgründen sogar das Rauchen (vgl. Schwarzer 2004: 309f.).

Allerdings wandelte sich das Bild der Zigarette nach den ersten empirischen Studien über die negativen Gesundheitsauswirkungen des dauerhaften Konsums. Heute gilt das Inhalieren von Tabakrauch als die größte indirekte und vermeidbare Todesursache (vgl. ebd.: 105f.). Unter anderem sind Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und chronische Atemwegserkrankungen in ihrer Häufigkeit vermehrt bei Rauchern als bei Nichtrauchern vorzufinden. Dadurch ist in vielen Fällen mit einer Verkürzung der Lebenszeit zu rechnen.

Dieses Wissen ist bis zur heutigen Zeit in alle Bildungsschichten vorgedrungen. Ist das Wissen aber auch bis in das Bewusstsein der Menschen vorgedrungen? Obwohl die Zahl der Raucher rückläufig ist, bemühen sich gerade Jugendliche - trotz der unangenehmen Wirkungen des erstmaligen Rauchens - dieses schädigende Gesundheitsverhalten „zu erlernen“ und führen ihren Körper in die Gewöhnung und zur Abhängigkeit (vgl. Hackauf, Winzen 2004: 118ff. und Lampert, Richter 2006: 199ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Der Autor führt in das Thema ein, skizziert die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens und wirft die Kernfrage nach der Verantwortung innerhalb des solidarischen Gesundheitssystems auf.

2. Theoretische Grundlagen und Präventionsstrategien: Es werden die Schichtspezifität von Raucherquoten und verschiedene staatliche Interventionsmöglichkeiten zur Tabakkontrolle beleuchtet.

3. Medizin-ethische Perspektiven und das Solidarprinzip: Dieser Abschnitt diskutiert den Konflikt zwischen individueller Entscheidungsfreiheit und der Verpflichtung gegenüber dem Gemeinwohl vor dem Hintergrund der Finanzkrise des Gesundheitssystems.

4. Risikowahrnehmung und Eigenverantwortung: Hier wird analysiert, warum trotz vorhandenen Wissens über Gesundheitsrisiken riskantes Verhalten beibehalten wird und wo die Grenzen der Zurechenbarkeit von Krankheiten liegen.

5. Lösungsansätze: Bonus- statt Malus-Konzept: Der Autor schlägt Anreizsysteme zur Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens vor, statt auf punitive Maßnahmen zu setzen.

6. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit dem Plädoyer für einen Paradigmenwechsel hin zu mehr Gesundheitsbildung und präventionsorientierter Unterstützung innerhalb der Krankenversicherung.

Schlüsselwörter

Gesundheitswesen, Rauchen, Solidarprinzip, Prävention, Medizinethik, Eigenverantwortung, Risikowahrnehmung, Gesundheitsförderung, Bonus-Konzept, Tabakkonsum, soziale Gerechtigkeit, Gesundheitsbildung, Krankenkasse, Suchtpotenzial, Gemeinwohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Essay grundsätzlich?

Das Essay befasst sich mit der ethischen Rechtfertigung der medizinischen Versorgung von Menschen, die durch riskantes Gesundheitsverhalten, speziell durch Rauchen, ihre eigene Gesundheit gefährden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen Medizinethik, das Solidarprinzip der gesetzlichen Krankenversicherungen, staatliche Präventionsstrategien und die Psychologie des Gesundheitsverhaltens.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob ein Recht auf Gesundheit eine Gesundheitspflicht bedingt und ob Raucher deshalb für ihre Folgeerkrankungen finanziell zur Verantwortung gezogen werden sollten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine diskursive, theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse existierender psychologischer, juristischer und medizinethischer Fachliteratur basiert.

Was steht im Hauptteil des Essays im Fokus?

Der Hauptteil analysiert das Spannungsfeld zwischen individuellem Selbstbestimmungsrecht und den Belastungen für das solidarisch finanzierte Gesundheitswesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Solidarprinzip, Eigenverantwortung, Gesundheitsziel, Prävention, Ethik, Tabakkonsum und Gerechtigkeit.

Warum lehnt der Autor ein Malus-Konzept oder Leistungsausschluss ab?

Der Autor argumentiert, dass ein Ausschluss aus der Krankenkasse sozialethisch nicht vertretbar sei und soziale Ungerechtigkeiten verstärken würde, da eine Behandlung dann nur noch für Wohlhabende zugänglich wäre.

Was beinhaltet der Vorschlag des "Bonus-Konzeptes"?

Das Bonus-Konzept sieht finanzielle Anreize für gesundheitsbewusstes Verhalten vor, um Individuen zur aktiven Gesundheitsförderung zu motivieren, anstatt auf Sanktionen zu setzen.

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Résumé des informations

Titre
„…Und wenn ich kurz vorm Herzinfarkt bin, werden mir die Ärzte schon helfen…“
Sous-titre
Über Gerechtigkeit im Gesundheitswesen bei Menschen mit riskantem Gesundheitsverhalten am Beispiel des Rauchens
Université
Dresden Technical University
Cours
Medizin- und Pflegeethik
Note
1,3
Auteur
Christian Matysik (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
10
N° de catalogue
V200295
ISBN (ebook)
9783656264576
ISBN (Livre)
9783656265702
Langue
allemand
mots-clé
Gerechtigkeit Gesundheitswesen Rauchen Risikoverhalten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Matysik (Auteur), 2012, „…Und wenn ich kurz vorm Herzinfarkt bin, werden mir die Ärzte schon helfen…“ , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200295
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Extrait de  10  pages
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