Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Nursing Science - Violence in nursing

Gewalt in der Altenpflege

Title: Gewalt in der Altenpflege

Seminar Paper , 2003 , 36 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Brigitte Kock (Author)

Nursing Science - Violence in nursing
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In den Medien wird immer wieder über Gewalt an alten Menschen berichtet. Außenstehende, die nur wenig Einblick in die Gegebenheiten eines Altenpflegeheimes haben, reagieren mit Recht entsetzt.
Dank des Umbruchs in der Altenpflege und den Kontrollen durch den Medizinischen Dienst und die verstärkte Präsenz der Heimaufsicht wird Gewalt jedoch
zunehmend aufgedeckt und rechtlich verfolgt.
Zudem wird durch die zunehmende Transparenz in die Abläufe der Altenheime jedermann Einblick gewährt, so dass auch immer häufiger Gewalttaten ans Tageslicht
kommen. Trotzdem geschehen immer wieder Handlungen, die das potentielle Opfer in seiner Würde verletzen, seine Lebensqualität beeinträchtigen und ihm an Leib und Seele Schäden zufügen, die oft irreversibel sind.

Bei meinen Vorbereitungen habe ich festgestellt, dass unter Gewaltdefinitionen auch Handlungen fallen, die ich vorher nicht damit in Verbindung gebracht habe.
Ich möchte in dieser Abhandlung bevorzugt das Thema „Gewalt gegen Alte Menschen„ behandeln, bin mir aber durchaus bewusst, dass Gewalt auch auf
anderen Ebenen stattfindet, die ich aber nur kurz anreißen werde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Gedicht

3. Definition

4. Gewaltarten

4.1 Strukturelle Gewalt

4.1.1.Rahmenbedingungen

4.1.2.Gewohnheiten

4.1.3.Architektur,finanzielle Ressourcen

4.1.4.Mangel an Hilfsmitten

4.1.5.Personalmangel

4.1.6.Mangel an qualifiziertem Fachpersonal

4.1.7.Mangelnde ärztliche Versorgung

4.2 Personale Gewalt

4.2.1.Körperliche Misshandlungen

4.2.2.Sexuelle Gewalt

4.2.3.Bewegungseinschränkung

4.2.4.Gewaltsame Nahrung – und Flüssigkeitszufuhr

4.2.5.Seelische Misshandlungen

4.2.6.Vernachlässigung und Unterlassen von Unterlassungen

4.2.7.Tötung

4.3 Kulturelle Gewalt

5. Ursachen

5.1.Wie entsteht Gewalt?

5.2.Was sind die Auslöser von Gewalt an Menschen?

6. Lösungskonzepte

7.Strafmaße

8. Weitere Gewaltebenen

8.1 Gewalt Bewohner/ Bewohner

8.2.Gewalt Angehörige/Bewohner

8.3.Gewalt Bewohner/Pflegepersonal

9.AEDL – Darstellung

10.Nachwort

11.Checkliste

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit setzt sich kritisch mit der Problematik von Gewalt in der Altenpflege auseinander, um das Bewusstsein für die verschiedenen Ausprägungen von Misshandlungen bei Pflegekräften zu schärfen und präventive Handlungsstrategien im Pflegealltag aufzuzeigen.

  • Analyse der verschiedenen Gewaltarten (strukturelle, personale und kulturelle Gewalt)
  • Untersuchung von Ursachen und Auslösern für Gewaltanwendungen
  • Diskussion von Lösungs- und Präventionskonzepten für die tägliche Pflegearbeit
  • Betrachtung spezifischer Gewaltebenen (Bewohner-Bewohner, Angehörige-Bewohner, Bewohner-Pflegepersonal)
  • Einsatz einer umfangreichen Checkliste zur Selbstreflexion in Pflegeeinrichtungen

Auszug aus dem Buch

4.2.4. Gewaltsame Nahrung – und Flüssigkeitszufuhr

Gewalt bedeutet auch, einem Bewohner gegen seinen Willen Medikamente unter das Essen zu mischen und dann anzureichen. Manchmal ist es äußerst problematisch, Nutzen oder Schaden für den Bewohner abzuwägen, wenn zum Beispiel ein dementer Bewohner nicht in der Lage ist, die Notwendigkeit einer Medikation einzusehen.

Häufig werden die Mahlzeiten zu hastig und schnell angereicht, sodass sich der Bewohner verschluckt. Oder man hat ihm seine Zahnprothesen nicht angezogen und er bekommt deshalb nur Flüssignahrung aus der Schnabeltasse.

Auch die unzureichende Nahrung – und Flüssigkeitszufuhr muss erwähnt werden. In Frankreich gab es in diesem Sommer über 100 Tote in Senioreneinrichtungen zu beklagen, die nachweislich an Flüssigkeitsmangel und den dadurch bedingten Folgen verstorben sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Thematik der Gewalt in der Altenpflege, motiviert durch die Notwendigkeit größerer Transparenz und die Wahrung der Würde alter Menschen.

3. Definition: Erläuterung des Gewaltbegriffs im Kontext der Altenpflege als Missachtung der Bedürfnisse des Opfers.

4. Gewaltarten: Detaillierte Unterteilung in strukturelle, personale und kulturelle Gewaltformen inklusive konkreter Beispiele aus der Heimpraxis.

5. Ursachen: Reflexion über psychologische und betriebliche Faktoren, wie Personalmangel und Stress, die als Auslöser für Gewalt dienen können.

6. Lösungskonzepte: Aufzeigen von Wegen zur Prävention durch Personalentwicklung, Supervision und eine offene Teamkultur.

7. Strafmaße: Hinweis auf die rechtlichen Konsequenzen bei Misshandlungen gemäß Strafgesetzbuch.

8. Weitere Gewaltebenen: Analyse komplexer Gewaltbeziehungen zwischen Bewohnern, Angehörigen und dem Pflegepersonal.

9. AEDL – Darstellung: Kurze Zusammenfassung gewaltrelevanter Aspekte bezogen auf die Aktivitäten des täglichen Lebens (AEDL).

10. Nachwort: Abschließender Appell an das Pflegepersonal, sich durch Selbstreflexion aktiv gegen Gewalt zu entscheiden.

11. Checkliste: Umfassende tabellarische Erfassungshilfen für die Praxis zur Identifizierung potenzieller Gewaltstrukturen in der eigenen Einrichtung.

Schlüsselwörter

Altenpflege, Gewaltprävention, Pflegewissenschaft, Strukturelle Gewalt, Personale Gewalt, Kulturelle Gewalt, Bewohnerrechte, Pflegeethik, Stress im Pflegealltag, AEDL, Heimpraxis, Misshandlung, Menschenwürde, Facharbeit, Qualitätsmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die verschiedenen Erscheinungsformen von Gewalt an alten Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen und zeigt auf, wie diese durch das Personal wahrgenommen und vermieden werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Klassifizierung von Gewalt (strukturell, personal, kulturell), die Ursachenforschung in der Heimsituation sowie konkrete Handlungshilfen zur Vermeidung von Gewalt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Lesern (insbesondere Pflegekräften) ein tieferes Verständnis für Gewaltdefinitionen zu vermitteln, damit sie eigene Handlungsweisen kritisch hinterfragen und eine Verbesserung der Pflegequalität anstreben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine fachliche Aufarbeitung basierend auf Literatur und eigenen praktischen Erfahrungen, ergänzt um eine eigens entwickelte Checkliste zur internen Qualitätskontrolle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Definition von Gewalt insbesondere die verschiedenen Gewaltarten, deren Ursachen – wie Überforderung und Personalmangel – sowie komplexe zwischenmenschliche Dynamiken (z.B. Gewalt zwischen Bewohnern) analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Altenpflege, Gewaltprävention, Menschenwürde, Pflegedynamiken und Qualitätsmanagement charakterisieren.

Wie geht die Autorin mit dem Thema Gewalt durch Bewohner gegenüber Personal um?

Dies wird im Kapitel 8.3 thematisiert; die Autorin betont, dass das Pflegepersonal hierbei ebenfalls Hilfe und Unterstützung durch das Team benötigt und nicht alleine gelassen werden darf.

Welchen Nutzen bietet die Checkliste am Ende der Arbeit?

Die Checkliste dient als praktisches Instrument für Mitarbeiter im Wohnbereich, um durch Selbstausfüllen "öfters" vorkommende problematische Handlungen im Alltag zu identifizieren und gemeinsam korrigieren zu können.

Excerpt out of 36 pages  - scroll top

Details

Title
Gewalt in der Altenpflege
Course
Abschlussprüfung
Grade
sehr gut
Author
Brigitte Kock (Author)
Publication Year
2003
Pages
36
Catalog Number
V20032
ISBN (eBook)
9783638240314
ISBN (Book)
9783656486527
Language
German
Tags
Gewalt Altenpflege Abschlussprüfung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Brigitte Kock (Author), 2003, Gewalt in der Altenpflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20032
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  36  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint