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Wortschatzförderung mehrsprachiger Kindergartenkinder. Theoretische und praktische Anregungen

Title: Wortschatzförderung mehrsprachiger Kindergartenkinder. Theoretische und praktische Anregungen

Master's Thesis , 2012 , 191 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Nadine Schmickler (Author)

Didactics - German Studies
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung des Wortschatzes im Kindergartenalter. Dabei stehen vor allem mehrsprachig aufwachsende Kinder im Zentrum der Betrachtung.
Der erste Teil gibt Einblick in die Theorie des Erst- und Zweitspracherwerbs, den besonderen Stellenwert der Lexik sowie der Organisation des mentalen Lexikons.

Der zweite Teil stellt konkrete Umsetzungsmöglichkeiten zur Wortschatzförderung im Kindergarten vor. Neben der theoretischen Darstellung sowie der Auswertung einer im Zuge der Arbeit erhobenen empirischen Untersuchung stellt das vorliegende Werk eine Vielfalt an Materialien bereit.

Die Bedeutung sprachlicher Kompetenz ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend in den Fokus bildungstheoretischer wie pädagogischer Aufmerksamkeit geraten. Man ist sich inzwischen einig, dass Sprache nicht nur Kommunikationsmedium ist, sondern darüber hinaus den Schlüssel zum Wissen und damit zum Bildungserfolg darstellt. Die Grundlage dafür lieferten die Erkenntnisse aus den beiden PISA Studien aus den Jahren 2000 und 2009, bei denen der Schwerpunkt auf die Lesekompetenz von Jugendlichen im Alter von 15 Jahren gesetzt wurde.

Schülerinnen und Schüler , die in Deutschland getestet wurden, zeigten in beiden Untersuchungen durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Leseleistungen. Diese drückten sich in der mangelnden Kompetenz aus, aus Texten Informationen zu entnehmen, die für das Verstehen erforderlich sind. Fast ein Viertel dieser Schüler konnte 2000 lediglich auf einem elementaren Niveau lesen (ebd.), im Jahr 2009 waren es immerhin noch 18%. Wenn man bedenkt, dass jegliches Wissen in der Schule in Form von Texten vermittelt wird, werden die weitreichenden Konsequenzen dieser Ergebnisse deutlich: Schülern mit mangelnder Lesekompetenz bleibt der Zugang zu neuem Wissen verwehrt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Wortschatzerwerb

2.1 Wortschatz und Wissen

2.2 Die Bedeutung symbolischer Prozeduren für das sprachliche Handeln

2.3 Die Organisation des mentalen Lexikons

3 Handlungsorientierte und mehrdimensionale Wortschatzarbeit: Ein Projekt zum Thema „Körper“ mit mehrsprachigen Kindern einer Kindertagesstätte in Dortmund

3.1 Projektziel

3.2 Zielgruppe

3.3 Thema des Projekts

3.4 Der zu erwerbende Wortschatz

3.5 Didaktisch-methodische Überlegungen

3.5.1 Zusammensetzung der Lerngruppe

3.5.2 Grundprinzipien

3.5.2.1 Vorwissen aktivieren – Motivierend planen

3.5.2.2 Vom Einfachen zum Komplexen

3.5.2.3 Mediales Lernen

3.5.2.4 Wertschätzung

3.5.3 Methodische Überlegungen

3.5.3.1 Wortschatz und Bewegung

3.5.3.2 Wortschatz und Musik

3.5.4 Einbezug der Eltern

3.5.5 Material

3.6 Voraussetzungen zur Durchführung und struktureller Rahmen der Lernszenarien

3.7 Anlage der empirischen Untersuchung

3.7.1 Planung des methodischen Vorgehens – Die Tests

3.7.2 Erhebungsverfahren

3.7.3 Gütekriterien

3.7.4 Datenaufbereitung

3.8 Auswertung der Daten

3.8.1 Einzelfallanalyse Arvid

3.8.2 Einzelfallanalyse Onur

3.9 Gesamtauswertung der Testergebnisse und des Projekts

4 Ausblick

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern der Wortschatz von Kindern mit Migrationshintergrund im Elementarbereich durch handlungsbegleitende und mehrdimensionale Lernszenarien zum Thema „Körper“ erweitert und vertieft werden kann, um eine positive Entwicklung der sprachlichen Handlungskompetenz zu fördern.

  • Bedeutung von Wortschatz für den Wissenserwerb und Bildungserfolg
  • Struktur und Organisation des mentalen Lexikons
  • Methodik einer mehrdimensionalen Wortschatzarbeit (Bewegung, Musik, Mediales Lernen)
  • Empirische Untersuchung der Wortschatzentwicklung bei mehrsprachigen Kindern
  • Implikationen für Sprachförderung im Kindergarten und Übergang in die Grundschule

Auszug aus dem Buch

Die Organisation des mentalen Lexikons

„Das mentale Lexikon enthält das gesamte Wissen der Sprachbenutzer hinsichtlich der Wörter seiner Sprache“ (Matzke / Römer 2010: 76). Die Lexeme, die hierin angeordnet werden, werden keineswegs in alphabetischer Reihenfolge gespeichert, sondern auf komplexe Weise netzwerkartig organisiert und strukturiert (vgl. Kühn 2010: 65). Man geht von insgesamt 7 Teilmodulen aus, in die das mentale Lexikon untergliedert werden kann. Matzke und Römer (2010: 76) geben folgende Übersicht:

„1. Das phonologische Modul […] 2. das artikulatorische Modul […] 3. das orthographische Modul […] 4. das lexisch-grammatische Modul […] 5. das lexisch-grammatische Kodierungsmodul […] 6. das lexikalisch-konzeptuelle System […] 7. das lexikalisch-pragmatische System […]“

Unterschiedliche Informationen bezüglich der Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik werden hier entsprechend abgelegt. Aufgrund der Problematik, wie sie für Schüler mit Migrationshintergrund in der Einleitung sowie in Kapitel 2.1 dargestellt wurde, wird das lexikalisch-konzeptuelle System als besonders wichtig erachtet. Es speichert Bedeutungswissen, das heißt gemachte Erfahrungen mit ihren adäquaten sprachlichen Ausdrücken und liegt damit „an der Schnittstelle von sprachlichem und allgemeinem Weltwissen“ (Glück 2007: 47). Da es die Bedeutungen von Wörtern sind, die über Verstehen oder Nicht-Verstehen von Äußerungen und Texten entscheiden, steht die semantisch-konzeptuelle Ebene im Zuge dieser Arbeit im Fokus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Sprachkompetenz für den Bildungserfolg und problematisiert die bildungspolitische Situation von Kindern mit Migrationshintergrund.

2 Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Wortschatzerwerb: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen zu Wortschatz, mentalem Lexikon und der Bedeutung von Wortarten für den Spracherwerb.

3 Handlungsorientierte und mehrdimensionale Wortschatzarbeit: Ein Projekt zum Thema „Körper“ mit mehrsprachigen Kindern einer Kindertagesstätte in Dortmund: Das Kapitel beschreibt ein praktisches Förderprojekt, dessen methodisches Design und die anschließende empirische Untersuchung der Wortschatzveränderungen.

4 Ausblick: Der Ausblick diskutiert die Bedeutung kontinuierlicher Sprachförderung und Ansätze wie Scaffolding für den weiteren Bildungsweg von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache.

5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Projekterfolge und fordert eine verstärkte fachkräfteübergreifende Verantwortung für sprachliche Bildung.

Schlüsselwörter

Wortschatz, Wortschatzerwerb, Sprachförderung, Elementarbereich, Migration, mentale Lexikon, Deutsch als Zweitsprache, Körper, Mehrdimensionalität, Handlungsorientierung, Semantik, Bildungssetting, Sprachstandserhebung, Sprachhandlungskompetenz, Spracherwerbsprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Wortschatzarbeit bei mehrsprachigen Kindern im Elementarbereich effektiv gestaltet werden kann, um sie auf den Schulalltag vorzubereiten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen der Wortschatzerwerb, die Struktur des mentalen Lexikons und die Verzahnung von Sprach- und Weltwissen in der kindlichen Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist es, durch gezielte, mehrdimensionale Lernszenarien zum Themenfeld „Körper“ den deutschen Wortschatz der Kinder zu erweitern und zu vertiefen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine qualitative Studie, die auf Einzelfallanalysen basiert, um Lernergebnisse und individuelle Lernprozesse transparent zu machen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Planung, Durchführung und Auswertung eines sechswöchigen Sprachförderprojekts in einer Kindertagesstätte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die zentralen Konzepte sind Wortschatzarbeit, Deutsch als Zweitsprache, Elementarbereich, mentale Repräsentation und Sprachhandlungskompetenz.

Warum wurde ausgerechnet das Thema „Körper“ gewählt?

Das Thema ist im Lehrplan Sachunterricht der ersten Klasse verankert und bietet den Kindern einen direkten, sinnlich erfahrbaren Bezug zur eigenen Person.

Was bedeutet „mehrdimensionale Wortschatzarbeit“ in diesem Kontext?

Es bezeichnet einen Ansatz, bei dem neben der Sprache auch motorische, musikalische und sinnliche Wahrnehmungsbereiche integriert werden, um eine vernetzte Speicherung der Wörter zu fördern.

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Details

Title
Wortschatzförderung mehrsprachiger Kindergartenkinder. Theoretische und praktische Anregungen
College
TU Dortmund  (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Grade
1,5
Author
Nadine Schmickler (Author)
Publication Year
2012
Pages
191
Catalog Number
V200339
ISBN (eBook)
9783668103948
ISBN (Book)
9783668103955
Language
German
Tags
wortschatzförderung kindergartenkinder theoretische anregungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Schmickler (Author), 2012, Wortschatzförderung mehrsprachiger Kindergartenkinder. Theoretische und praktische Anregungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200339
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