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Schostakowitsch-Violinkonzert op.77/99

Titre: Schostakowitsch-Violinkonzert op.77/99

Thèse Scolaire , 2011 , 16 Pages , Note: 15

Autor:in: Lisa Beutner (Auteur)

Musicologie - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Schostakowitsch selbst weigerte sich Memoiren zu schreiben und antwortete auf Anfragen: „Hören Sie doch meine Musik, da ist alles gesagt.“3, jedoch äußerte er sich nie zu seinen Werken. In der folgenden Arbeit wird der Versuch unternommen anhand des ersten Violinkonzertes a-Moll op.77 seiner Aufforderung zu folgen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Schostakowitsch - Biografie

3 Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op.77

3.1 Allgemeines

3.2 Opuszahl

3.3 Besetzung

3.4 Analyse – zweiter Satz

4 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das erste Violinkonzert a-Moll op. 77 von Dmitri Schostakowitsch, um die in seiner Musik verborgenen autobiografischen Bezüge und die tiefgreifende Wirkung der politischen Repressalien unter Stalin auf sein Schaffen zu entschlüsseln.

  • Biografischer Hintergrund von Dmitri Schostakowitsch
  • Analyse des Konzert für Violine und Orchester Nr. 1
  • Die Bedeutung von Opusnummern im Kontext politischer Zwänge
  • Musiktheoretische Untersuchung des zweiten Satzes (Scherzo)
  • Die Beziehung zwischen Komponist und Diktator

Auszug aus dem Buch

3.4 Analyse – zweiter Satz

Das Scherzo des Violinkonzertes ist in eine Sonatensatzform gegliedert. Diese Kompositionsform aus der Klassik verwendete Schostakowitsch auch in vielen anderen Werken, was ihn in die Epoche des Neoklassizismus einordnen lässt. Dem Begriff des Scherzo entsprechend steht es im 3/4-Takt mit der Tempobezeichnung „Allegro“.

Zu Beginn der Exposition stellt Schostakowitsch zwei Themen in b-Moll und Dur vor. Eines in der Solovioline bis Takt 8, dagegen das zweite in der ersten Flöte und der Bassklarinette im Dreioktavabstand ebenfalls bis Takt 8.

Das erste Thema umfasst schlicht 3 Töne (b – g – c) die vom Solisten markant und akzentuiert, immer neu mit Abstrich ansetzend gespielt und von großen Pausen (eine Achtel bei Auftakten wie in Takt sechs, bis zu fünf Achtelnoten wie in Takt eins und zwei) getrennt werden.

Das zweite Thema beginnt eine Achtel später. Die Melodie ist fließender und zusammenhängend. Tonschritte wechseln sich taktweise mit Akkordbrechungen ab, wobei erstere vorwiegend gebunden, also legato und letztere Stakkato, kurz und abgesetzt notiert sind. Während der erste Takt die Vorzeichen der Molltonart besitzt, werden diese ab Takt drei in die der Durtonart umgewandelt. Das heißt, das in b-Moll erklingende as wird zu a, des zu d und ges zu g. Schostakowitsch erreicht mit diesem ungewöhnlichem Wechsel eine ironische schon fast sarkastische Wirkung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Dieses Kapitel gibt einen kurzen Überblick über die widersprüchliche Persönlichkeit Schostakowitschs und formuliert das Ziel der Arbeit, sein erstes Violinkonzert als autobiografisches Dokument zu deuten.

2 Schostakowitsch - Biografie: Es wird der Lebensweg des Komponisten von seiner Geburt bis zu seinem Tod nachgezeichnet, wobei ein besonderer Fokus auf den Spannungen zwischen seinem künstlerischen Schaffen und der Unterdrückung unter Stalin liegt.

3 Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op.77: In diesem Hauptkapitel wird das Werk in einen historischen Kontext gesetzt, die Besetzung erläutert und eine detaillierte musikalische Analyse des zweiten Satzes durchgeführt.

4 Schlusswort: Das Kapitel fasst zusammen, dass das Violinkonzert als Spiegel der psychischen Belastung Schostakowitschs fungiert und seine Gefühle der Ohnmacht gegenüber dem stalinistischen Regime musikalisch zum Ausdruck bringt.

Schlüsselwörter

Dmitri Schostakowitsch, Violinkonzert a-Moll, op. 77, Stalin, Musiktheorie, Scherzo, Sonatensatzform, Autobiografie, Sowjetische Musikgeschichte, Neoklassizismus, David Oistrach, Kompositionstechnik, Politische Unterdrückung, Werkverzeichnis, Zeugenaussagen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Dmitri Schostakowitschs erstem Violinkonzert und der Frage, wie der Komponist seine persönliche und politische Situation unter Stalin in diesem Werk verarbeitet hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Biografie Schostakowitschs, die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des Violinkonzerts sowie eine tiefgehende musiktheoretische Analyse des Scherzo-Satzes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass das Violinkonzert op. 77 nicht nur ein rein musikalisches Werk ist, sondern eine autobiografische Auseinandersetzung mit der existenziellen Bedrohung durch das stalinistische Regime darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine biographische Analyse sowie eine detaillierte formale und harmonische Untersuchung der Partitur des zweiten Satzes im Kontext musiktheoretischer Begriffe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht zum Werk, die Klärung der Opusnummern, eine Auflistung der Besetzung und eine detaillierte Analyse der Themenverarbeitung im Scherzo.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Schostakowitsch, Violinkonzert, Stalin, Biografie, Scherzo, Sonatensatzform und autobiografischer Bezug.

Warum spielt die Opusnummer 77 im Kontext des Werkes eine so große Rolle?

Die Opusnummer 77 ist von Bedeutung, da das Werk aufgrund politischer Kritik zunächst unter Verschluss gehalten und später unter der Opusnummer 99 uraufgeführt wurde, was die prekäre Lage des Komponisten unterstreicht.

Wie interpretiert der Autor den "dämonischen" Charakter des zweiten Satzes?

Der Autor interpretiert diesen Charakter als Ausdruck des sarkastischen Widerstands und den Kampf gegen die „Dämonen“ des Regimes, denen sich die Solovioline ausgesetzt sieht.

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Résumé des informations

Titre
Schostakowitsch-Violinkonzert op.77/99
Note
15
Auteur
Lisa Beutner (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
16
N° de catalogue
V200417
ISBN (ebook)
9783656364597
ISBN (Livre)
9783656364672
Langue
allemand
mots-clé
schostakowitsch-violinkonzert
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lisa Beutner (Auteur), 2011, Schostakowitsch-Violinkonzert op.77/99, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200417
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Extrait de  16  pages
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