Im Bildungsplan ist für Französisch als 2. Fremdsprache im Verlauf der Klassen 9/10 die Behandlung einer frankophonen Region vorgesehen. In vielen Fällen läuft dies auf die Behandlung der kanadischen Provinz Québec hinaus, wofür es auch sowohl in Buchform als auch in elektronischer Form zahlreiche Materialien und Hilfen für die Umsetzung des Unterrichts gibt. Das Überseegebiet Französisch-Polynesien hingegen wird im Unterricht sehr selten behandelt, weswegen es weniger gut erschlossen ist als andere landeskundliche Themen und es dafür wenig Material gibt, welches didaktisch aufbereitet wäre; genau hier lag in der Vorbereitung der Unterrichtseinheit eine der größten Herausforderungen, auf die später noch eingegangen wird. Zugleich handelt es sich um eine Region, die auf die Bewohner Europas aufgrund ihrer Exotik eine große Faszination ausübt.
Da für die Einheit nur 8 Stunden zur Verfügung stehen, ist die Beschränkung auf zentrale Themen wesentlich; so sollen die Bereiche Geschichte, Geographie, Gesellschaft und Sprache sowie Kultur behandelt werden. Durch die Einbeziehung der Geschichte, wo es um einen groben Überblick über die historische Entwicklung von der Besiedlung Polynesiens über die Eroberungen durch die Europäer bis hin zur Geschichte der Gegenwart geht, erhalten die Schüler Einblick in die Frage, wie sich das heutige Französisch-Polynesien als französisches Überseegebiet historisch in dieser Form herausgebildet hat. Es soll ferner aufgezeigt werden, wie die dortige Gesellschaft strukturiert ist und wie diese Gesellschaft sich kulturell und sprachlich in ihrer besonderen Ausprägung manifestiert. Gerade der letzte Punkt ist insofern von Bedeutung, als damit dem Fach Französisch als einem Fach Rechnung getragen wird, in dem Sprachbewusstsein und damit das Bewusstsein vom Nebeneinander mehrerer Sprachen in einem Gebiet entwickelt werden soll. Andere Bereiche wie z.B. Politik, Wirtschaft oder Verkehr können keine bzw. nur am Rande Berücksichtigung finden, auch literarische Texte werden aus zeitlichen Gründen nicht behandelt.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorüberlegungen und Planung
1.1 Begründung der Themenwahl und der behandelten Inhalte
1.2 Wahl der Methoden
1.3 Verwendete Unterrichtsmaterialien
1.4 Beitrag der Unterrichtseinheit zum Kompetenzerwerb
1.5 Bemerkungen zur Klassen- und Unterrichtssituation
2. Durchführung der Unterrichtseinheit
2.1 Einführung: Französisch-Polynesien in Bildern (13.10.2011)
2.1.1 Beitrag zum Kompetenzerwerb
2.1.2 Geplanter Stundenverlauf
2.1.3 Reflexion zum Stundenverlauf
2.2 Allgemeine Informationen / Besondere Orte (14.10.2011)
2.2.1 Didaktisch-methodische Überlegungen
2.2.2 Beitrag zum Kompetenzerwerb
2.2.3 Geplanter Stundenverlauf
2.2.4 Reflexion zum Stundenverlauf
2.3 Geschichte (17.10.2011)
2.3.1 Beitrag zum Kompetenzerwerb
2.3.2 Geplanter Stundenverlauf
2.3.3 Reflexion zum Stundenverlauf
2.4 Gesellschaft und Sprache I (20.10.2011)
2.4.1 Didaktisch-methodische Überlegungen
2.4.2 Beitrag zum Kompetenzerwerb
2.4.3 Geplanter Stundenverlauf
2.4.4 Reflexion zum Stundenverlauf
2.5 Gesellschaft und Sprache II (21.10.2011)
2.5.1 Beitrag zum Kompetenzerwerb
2.5.2 Geplanter Stundenverlauf
2.5.3 Reflexion zum Stundenverlauf
2.6 Als Tourist in Französisch-Polynesien (24.10.2011)
2.6.1 Beitrag zum Kompetenzerwerb
2.6.2 Geplanter Stundenverlauf
2.6.3 Reflexion zum Stundenverlauf
2.7 Kultur und Lebensart (27.10.2011)
2.7.1 Didaktisch-methodische Überlegungen
2.7.2 Beitrag zum Kompetenzerwerb
2.7.3 Geplanter Stundenverlauf
2.7.4 Reflexion zum Stundenverlauf
2.8 Kultur und Lebensart (Abschluss) / Resümee (28.10.2011)
2.8.1 Beitrag zum Kompetenzerwerb
2.8.2 Geplanter Stundenverlauf
2.8.3 Reflexion zum Stundenverlauf
3. Abschließende Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert eine landeskundliche Unterrichtseinheit zum Thema Französisch-Polynesien für eine 10. Klasse, mit dem primären Ziel, den Schülern einen Einblick in eine ferne, frankophone Region zu ermöglichen, ihre interkulturelle Kompetenz zu fördern und durch den gezielten Einsatz variierender Sozialformen das Interesse an der Sprache und Kultur zu steigern.
- Vermittlung von Wissen über Geschichte, Geographie und Gesellschaft Polynesiens.
- Förderung der interkulturellen Kompetenz durch den Vergleich mit der eigenen Lebenswelt.
- Einsatz vielfältiger Sozialformen wie Plenum, Gruppen-, Partner- und Einzelarbeit.
- Schulung von Sprachfertigkeiten durch authentische Materialien und produktorientierte Aufgaben.
- Steigerung der Schülermotivation durch visuelle Impulse und handlungsorientierte Projekte.
Auszug aus dem Buch
1.1 Begründung der Themenwahl und der behandelten Inhalte
Im Bildungsplan ist für Französisch als 2. Fremdsprache im Verlauf der Klassen 9/10 die Behandlung einer frankophonen Region vorgesehen. In den meisten Fällen läuft dies auf die Behandlung der kanadischen Provinz Québec hinaus, wofür es auch sowohl in Buchform als auch in elektronischer Form zahlreiche Materialien und Hilfen für die Umsetzung des Unterrichts gibt. Das Überseegebiet Französisch-Polynesien hingegen wird im Unterricht sehr selten behandelt, weswegen es weniger gut erschlossen ist als andere landeskundliche Themen und es dafür wenig Material gibt, welches didaktisch aufbereitet wäre; genau hier lag in der Vorbereitung der Unterrichtseinheit eine der größten Herausforderungen, auf die später noch eingegangen wird. Zugleich handelt es sich um eine Region, die auf die Bewohner Europas aufgrund ihrer Exotik eine große Faszination ausübt.
Zweifellos gestaltet sich, wenn man von der Lebenswelt der Schüler ausgeht, die Identifikation mit einer Inselgruppe im Pazifik schwieriger als mit Kanada, der Schweiz oder Belgien; doch gerade in der Begegnung mit etwas ausgesprochen Fremdem und Exotischem kann ein besonderer Reiz liegen, zumal wenn es sich dabei wie im vorliegenden Fall um ein außergewöhnliches Unterrichtsthema handelt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorüberlegungen und Planung: Dieses Kapitel erläutert die didaktische Begründung für das Thema Französisch-Polynesien sowie die methodischen Überlegungen und die Auswahl der verwendeten Materialien.
2. Durchführung der Unterrichtseinheit: Hier werden die einzelnen Unterrichtsstunden von der Einführung bis zum Resümee detailliert dargestellt, inklusive der Lernziele, der geplanten Verläufe und der anschließenden Reflexionen.
3. Abschließende Reflexion: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Unterrichtseinheit zusammen und bewertet den Erfolg der Planung, der methodischen Entscheidungen und der Schüleraktivierung kritisch.
Schlüsselwörter
Französisch-Polynesien, Französischunterricht, Landeskunde, Interkulturelles Lernen, Sozialformen, Fremdsprachenerwerb, Frankophonie, Unterrichtsplanung, Didaktisierung, Schülerzentrierung, Produktorientierung, Methodenkompetenz, Kommunikation, Sprachfertigkeiten, Lehrbuchphase.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert eine achtstündige Unterrichtseinheit zum Thema Französisch-Polynesien für eine 10. Klasse im Französischunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die behandelten Themen umfassen Geschichte, Geographie, Gesellschaft, Sprache sowie die Kultur und Lebensart dieser pazifischen Region.
Was ist das primäre Ziel der Einheit?
Das Ziel ist es, Schülern Wissen über eine frankophone Region zu vermitteln, die interkulturelle Kompetenz zu schulen und durch motivierende, abwechslungsreiche Methoden das Interesse an der Fremdsprache zu stärken.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden verschiedene Sozialformen wie Plenum, Partnerarbeit zur Informationsvermittlung (Tandem), Gruppenarbeit bei projektorientierten Aufgaben (Wandplakat) und Einzelarbeit eingesetzt, um unterschiedliche Kompetenzbereiche zu fördern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Unterrichtsstunden detailliert dokumentiert, angefangen bei der einführenden Bildbetrachtung bis hin zur Abschlussreflexion und Leistungsüberprüfung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie interkulturelles Lernen, Methodenvielfalt, landeskundliche Unterrichtseinheit und Frankophonie aus.
Wie wurde die Motivation der Schüler während der Einheit gesteigert?
Die Motivation wurde durch den Einsatz authentischer Materialien (Videos, Fotos, reale Geldscheine) und handlungsorientierte Aufgaben (Erstellung eines Wandplakats) dauerhaft hoch gehalten.
Warum wurde die Einzelarbeit von den Schülern teilweise als schwierig empfunden?
Die Schüler waren aus dem vorherigen Unterricht stark an Plenum-Phasen gewöhnt und hatten daher anfangs Schwierigkeiten, sich über längere Zeit selbstständig mit Materialien auseinanderzusetzen.
- Citar trabajo
- Mark Möst (Autor), 2012, La Polynésie française. Eine landeskundliche Unterrichtseinheit in Klasse 10, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200454