„Caesar ist in seiner eigenen Stadt ein Gott, der Gott. Ihn machten weniger seine siegreichen Kriege und Triumphe, seine Werke im Frieden und sein Ruhm zum neuen Gestirn und Kometen als sein Nachkomme; denn keine von Caesars Taten war grösser als die, dessen Vater zu werden.“
Der berühmte Dichter Ovid und Zeitzeuge Caesars schrieb diese Zeilen in sein Werk Metamorphosen. Caesars größtes Vermächtnis war dem zu Folge die Förderung und Adoption seines Großneffen Octavian.
Die durch Bürgerkriege und die vorrübergehende Diktatur Sullas geschwächte römische Republik erfuhr durch das erste Triumvirat unter Caesar, Pompeius und Crassus ihre letzten Atemzüge. Denn die Schwäche und Ohnmacht des Senats und die Forderung des Volkes nach Veränderung legte den Grundstein für die Errichtung des römischen Prinzipats.
Einen maßgeblichen Anteil daran hatte Caesar, der zu den bekanntesten antiken Persönlichkeiten gehört und der schon in Shakespeares Drama The Tragedy of Julius Caesar literarisch verewigt wurde.
Der ihm nachgesagte Ehrgeiz beflügelte Caesar die Position des Ersten in Rom, nach dem Tot des Pompeius, einzunehmen und seine Macht weiter auszubauen.
Nach nur wenigen Jahren der Alleinherrschaft wurde er ermordet, doch sollte dies nicht das Ende für die Julische Herrschaft sein. Denn kurz darauf begann Octavian das Ziel seines Ziehvaters zu vollenden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Fragestellung und Methodik
3 Forschungsstand
4 Die Lebensläufe
4.1 Gaius Julius Caesar
4.2 Gaius Octavius
5. Einrichtung des Kaisertums
6. Fazit
7. Quellen und Literatur
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Übergang von der Römischen Republik zum Prinzipat, mit besonderem Fokus auf die Rolle von Gaius Julius Caesar und seinem Adoptivsohn Octavian. Die zentrale Forschungsfrage analysiert dabei, inwieweit Caesar den Weg für die Machtübernahme durch Augustus bereitete und welche spezifischen Umstände diesen Prozess begünstigten.
- Historische Analyse des Untergangs der Römischen Republik
- Biographische Untersuchung der Aufstiege von Caesar und Octavian
- Untersuchung der politischen Strategien und Machtmittel des Triumvirats
- Die Entwicklung und Etablierung des Prinzipats als neue Regierungsform
- Bewertung der Kontinuität und des Wandels im Machtanspruch
Auszug aus dem Buch
4.1 Gaius Julius Caesar
Caesar Wurde am 13. Juli 100 v. Chr. (Quinctilis- 5. Monat entspricht dem etruskischen Monat Traneus), als Sohn des Praetors Gaius Iulius Caesar in Rom geboren.
Er entstammte dem Geschlecht, der Julier, die ihre Anfänge auf Iulus alias Ascanius, den Sohn des Aeneas zurückführten, der in direkter Linie zur Göttin Aphrodite stand.
Sein Onkel war der bedeutende Feldherr und Populären-Führer Gaius Marius, durch den er mit Lucius Cornelius Cinna bekannt wurde, der ein erbitterter Gegner des Optimaten-Führers Lucius Cornelius Sulla war. 84 v. Chr. heiratete er Cinnas Tochter Cornelia, mit der er eine Tochter, Julia, hatte, und wurde im gleichen Jahr zum Flamen dialis ernannt, ein Priesteramt, das Patriziern vorbehalten war. Nach der Ernennung Sullas zum Diktator (82 v. Chr.) verlangte dieser von Caesar die Scheidung von seiner Frau. Es gelang Caesar jedoch, sich dieser Forderung zu entziehen. Später wurde er durch Fürsprache einflussreicher Freunde von Sulla begnadigt (nach Sueton mit den Worten Caesari multos Marios inese – Denn in Caesar steckt mehr als nur ein Marius). Caesar genoss eine gute Ausbildung in Rom, Athen und da es ihm nicht möglich war ein politisches Amt zu erwerben, verließ er Rom noch einmal und ging nach Rhodos, wo er Rhetorik studierte. Nach dem Tod Sullas 78 v. Chr. kehrte er wieder nach Rom zurück und erregte hier Aufmerksamkeit als Ankläger erregte Caesar durch einen Prozess wegen Erpressung gegen Gnaeus Cornelius Dolabella, einen Anhänger Sullas und bewies damit erneut seine Opposition zum Lager der Sullaner. Trotz seiner Niederlage in diesem Fall war Caesars Ruf nicht geschädigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung des Übergangs von der Römischen Republik zum Prinzipat ein und thematisiert die Rolle der Adoption Octavians durch Caesar.
2 Fragestellung und Methodik: Hier wird der historische Kontext der Krise der Römischen Republik skizziert und die methodische Vorgehensweise zur Untersuchung des Aufstiegs von Augustus dargelegt.
3 Forschungsstand: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die antike Quellenlage, insbesondere die Werke von Caesar und Augustus, sowie moderne wissenschaftliche Deutungsansätze.
4 Die Lebensläufe: Das Kapitel detailliert die biographischen Werdegänge von Gaius Julius Caesar und Gaius Octavius, ihre politischen Karrieren sowie ihren Aufstieg zur Macht.
5. Einrichtung des Kaisertums: Der Text beschreibt die staatsrechtliche Umwandlung der Republik und die Festigung der persönlichen Machtstellung des Augustus.
6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Octavians Erfolg maßgeblich durch die Vorarbeit Caesars und seinen eigenen Ehrgeiz begründet war.
7. Quellen und Literatur: Ein Verzeichnis der verwendeten antiken Quellenschriften, moderner Fachliteratur und weiterführender Online-Ressourcen.
Schlüsselwörter
Römische Republik, Prinzipat, Gaius Julius Caesar, Octavian, Augustus, Bürgerkrieg, Triumvirat, Senat, Machtübernahme, Antike, Politische Reformen, Machtstruktur, Historische Analyse, Römisches Reich, Diktatur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem historischen Wandel Roms von einer Republik zu einer kaiserlichen Herrschaftsform unter Caesar und Augustus.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Mittelpunkt stehen die Biographien von Caesar und Octavian sowie die politischen und strukturellen Bedingungen, die zur Etablierung des Prinzipats führten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Es soll geklärt werden, wie Caesar den Weg für seinen Erben Augustus ebnete und welche Faktoren dessen Aufstieg begünstigten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse antiker Quellen sowie auf die Auswertung moderner historischer Forschung und Biographien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Lebensläufe der beiden Herrscher und beschreibt detailliert die Umwandlung der römischen Staatsordnung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Römische Republik, Prinzipat, Machtübernahme, Triumvirat und Augustus definiert.
Warum war der Übergang zur Alleinherrschaft in Rom nach Ansicht des Autors möglich?
Der Autor argumentiert, dass das Volk der Bürgerkriege überdrüssig war und Caesar sowie Augustus die bestehenden republikanischen Strukturen geschickt aushebelten.
Welche Rolle spielte die Adoption für den Erfolg Octavians?
Die Adoption sicherte Octavian den Namen, das Erbe und die politische Unterstützung der Veteranen Caesars, was für seine spätere Machtbasis entscheidend war.
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- Julian Rene (Autor), 2011, Die Entstehung des Kaisertums unter Caesar und Octavian (Augustus), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200473