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Der Transaktionskostenansatz im Personalrisikomanagement

Transaktionskostentheorie und (Personal-)Risikomanagement

Title: Der Transaktionskostenansatz im Personalrisikomanagement

Term Paper , 2012 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Michael Estel (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Die heutige Gesellschaft unterliegt einem rasanten Wandel auf mannigfaltigen Ebenen. Gerade das Personalmanagement oder „Human Ressource Management“ ist es, welches im Interesse des jeweiligen Unternehmens auf die Risiken dieses Wandelns eingehen muss. Zudem hebt sich das Personal als wichtigster Erfolgsfaktor für das Unternehmen hervor und ist zugleich die am schlechtesten genutzt Ressource. Der Schwerpunkt dieser Arbeit wird daher das „Personal-Risikomanagement“ sein. Ausgehend von der „Neuen Institutionsökonomik“ soll das Personalrisikomanagement (PRM) aus ökonomischer Perspektive untersucht werden. Da hier mehrere Sichtweisen (z.B. „Theorie der Verfügungsrechte“, „Prinzipal-Agenten Theorie“) existieren, soll die Betrachtung des PRM aus Sicht des „Transaktionskostenansatzes“ stattfinden. Ohnehin ist der Begriff der Transaktionskosten elementarer Bestandteil der neuen Institutionenökonomik.
In dieser Arbeit soll zunächst die Frage geklärt werden, worin der Transaktionskostenansatz besteht und ob er sich für die Analyse personalökonomischer Fragen eignet. Falls er sich eignet, sollen Personalrisiken erkundet und deren Management unter Einbeziehung des Transaktionskostenansatzes skizziert werden.
Um die nötigen theoretischen Grundlagen zu erarbeiten, werden im ersten Kapitel die Grundzüge der neuen Institutionenökonomik und des Transaktionskostenansatzes erläutert und eine angepasste, personalökonomische Transaktionskostentheorie dargestellt. Im zweiten Kapitel wird das Risiko fokussiert und dessen Vermeidung durch Risikomanagement beschrieben. Sodann findet eine Überleitung zu den Personalrisiken statt. Im dritten Kapitel wird dann zunächst für ein PRM argumentiert, um dann den PRM-Prozess zu skizzieren und konkrete Personalrisiken sowie deren Bewältigung beispielhaft erläutert.
In diesem Kontext ist Hans Jürgen Drumm zu nennen, der die meisten Funktionsfelder des Personalmanagement auf Grundlage der Transaktionskostentheorie diskutiert. Zum Schluss sollen die Ergebnisse der Arbeit kritisch analysiert werden und ein Blick auf die zukünftige Entwicklung des PRM gegeben werden. In Bezug auf das Thema der Arbeit ist festzustellen, dass „es nur sehr wenige Arbeiten gab, die mit klarer theoretischer Ausrichtung eine umfassende Betrachtung von personalwirtschaftlichen Risiken liefern.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Transaktionskostenansatz

2.1 Neue Institutionenökonomik

2.2 Der Transaktionskostenansatz

2.3 Personalökonomischer Transaktionskostenansatz

3. Das (Personal-) Risiko

3.1 Risiko und Risikomanagement

3.2 Personalrisiko

4. Personalrisikomanagement

4.1 Argumentation für das Risikomanagement von Personal

4.2 Der PRM-Prozess

4.3 Personalrisikoerkennung und -management

5. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Personalrisikomanagement (PRM) aus der ökonomischen Perspektive des Transaktionskostenansatzes. Ziel ist es, zu klären, ob sich dieser Ansatz zur Analyse personalökonomischer Fragestellungen eignet und wie ein strukturiertes Management von Personalrisiken unter seiner Einbeziehung skizziert werden kann.

  • Grundlagen der Neuen Institutionenökonomik und des Transaktionskostenansatzes
  • Personalökonomische Modifikation des Transaktionskostenmodells
  • Definition und Systematik des (Personal-)Risikos
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Prozessgestaltung des PRM
  • Identifikation und Bewältigung von spezifischen Personalrisiken

Auszug aus dem Buch

2.2 Der Transaktionskostenansatz

1937 veröffentlichte Ronald Coase die Arbeit „Nature of the Firm“. Coase geht dabei auf die Anpassungsprozesse der Unternehmen im Marktgeschehen ein. Jene Anpassungen verursachen jedoch Kosten, welche nur durch eine (Mikro-)Analyse der jeweiligen Subsysteme eines Unternehmens möglich ist (vgl. Coase 1937, S. 19). Zusammen mit den Abhandlungen von Kenneth Arrow (1974) generierte Williamson 1985 die endgültige Theorie der Transaktionskosten. Schwerpunkt des Transaktionskostenansatzes ist das Wahlproblem der Entscheidung „über die Art der Koordination verschiedener miteinander zusammenhängender Transaktionen (i.S. der Übertragung von Verfügungsrechten im Rahmen von Austauschbeziehungen in arbeitsteilig organsierten Wirtschaftssystemen) auf dem kontinuierlichem Spektrum zwischen der hierarchischen Koordination einer- und der Koordination über den Markt andererseits“ (Corsten/Reis 1999, S. 1024). Die Koordination über den Markt verursacht dabei weniger Transaktionskosten als die Koordination über die Hierarchie. Die marktkoordinierten Transaktionen weisen aber eine niedrigere Spezifität als die hierarchiekoordinierten Transaktionen auf. Der Grad der Spezialisierung eines Unternehmens spielt demnach eine maßgebliche Rolle, bei der Effizienzbeurteilung bestimmter Transaktionen (vgl. Corsten/Reis 1999, S. 1024 , 1025).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Personalmanagements in einer sich wandelnden Gesellschaft ein und formuliert das Ziel, das Personalrisikomanagement aus der Perspektive der Transaktionskostentheorie zu beleuchten.

2. Transaktionskostenansatz: Das Kapitel verortet den Ansatz in der Neuen Institutionenökonomik, erläutert dessen Grundlagen und entwickelt eine spezifisch personalökonomische Perspektive, die das Abwägen von Transaktionskosten im Personalwesen ermöglicht.

3. Das (Personal-) Risiko: Hier wird der Risikobegriff ökonomisch definiert, vom allgemeinen Risikomanagement auf das Personalwesen übertragen und die spezifische Bedeutung des Personalrisikos herausgearbeitet.

4. Personalrisikomanagement: Dieser Abschnitt führt die Erkenntnisse zusammen, argumentiert für die Notwendigkeit des PRM, skizziert den zugehörigen Managementprozess und analysiert konkrete Risikokategorien sowie deren Gegenmaßnahmen.

5. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Eignung des Transaktionskostenansatzes für das PRM zusammen und gibt einen Ausblick auf die notwendige Weiterentwicklung leistungsfähigerer Instrumente für die Praxis.

Schlüsselwörter

Personalrisikomanagement, Transaktionskostenansatz, Neue Institutionenökonomik, Arbeitsvertrag, Personalplanung, Risikoidentifikation, Risikobeurteilung, Personalökonomie, Personalauswahl, Risikomanagement, Unternehmenserfolg, Personalwirtschaftliche Transaktionen, Effizienz, Humankapital, Institutionen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der ökonomischen Untersuchung des Personalrisikomanagements durch die Anwendung des Transaktionskostenansatzes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Fundierung in der Neuen Institutionenökonomik, die Gestaltung von Arbeitsverträgen, der Risikomanagement-Prozess und die spezifischen Risiken im Personalbereich.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage ist, worin der Transaktionskostenansatz besteht, ob er sich für die Analyse personalökonomischer Fragen eignet und wie Personalrisiken unter seiner Anwendung gemanagt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse auf Basis der Transaktionskostentheorie durchgeführt, um personalwirtschaftliche Risiken zu strukturieren und aus einer ökonomischen Perspektive zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung des Transaktionskostenansatzes, die Definition des Personalrisikos sowie die praktische Skizzierung des Personalrisikomanagement-Prozesses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Personalrisikomanagement, Transaktionskosten, Personalplanung, Risikobeurteilung und Neue Institutionenökonomik.

Warum spielt die Personalplanung eine zentrale Rolle beim Transaktionskostenansatz?

Die Personalplanung fungiert als Vorstufe für den Vertragsabschluss; aus transaktionskostentheoretischer Sicht ist sie entscheidend, um durch hohe Planungssicherheit Transaktionskosten zu minimieren.

Inwieweit unterscheiden sich die Personalrisiken bei Kobi von denen bei Drumm?

Während bei Drumm der Fokus auf dem Wertschöpfungsprozess und der internen Steuerung liegt, resultieren die Risikofaktoren bei Kobi stärker aus dem externen Wandel, dem das Unternehmen unterworfen ist.

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Details

Title
Der Transaktionskostenansatz im Personalrisikomanagement
Subtitle
Transaktionskostentheorie und (Personal-)Risikomanagement
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Institut für Personalmanagement)
Course
Sozio-ökonomische Grundlagen des Personalmanagements
Grade
1,3
Author
Bachelor of Arts Michael Estel (Author)
Publication Year
2012
Pages
18
Catalog Number
V200480
ISBN (eBook)
9783656266488
ISBN (Book)
9783656267638
Language
German
Tags
Transaktionskosten Transaktionskostenansatz Transaktionskostentheorie Personalrisikomanagement Risikomanagement Neue Institutionenökonomik 2.3 Personalökonomischer Transaktionskostenansatz Risikomanagementprozess Personalrisikoerkennung Engpassrisiko Austrittsrisiko Anpassungsrisiko Motivationsrisiko Drumm Kobi Paul
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Bachelor of Arts Michael Estel (Author), 2012, Der Transaktionskostenansatz im Personalrisikomanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200480
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