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Wie beeinflusst Sozialkapital wirtschaftliche Performanz?

Titre: Wie beeinflusst Sozialkapital wirtschaftliche Performanz?

Dossier / Travail , 2012 , 14 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Politique - Autres sujets
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Das Konzept des Sozialkapitals hat in den vergangenen Jahrzehnten eine hohe Popularität in der politikwissenschaftlichen, soziologischen und wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsdiskussion erlangt. Dabei wird Sozialkapital als entscheidendes Kriterium für die Entwicklung von Gemeinschaften beschrieben. Bedeutende internationale Organisationen, wie die Weltbank oder die OECD, haben sich des Paradigmas des Sozialkapitals angenommen. Hinter vielfach auftauchenden Schlagwörtern wie „Bürgergesellschaft“ und „politische Kultur“ steckt auch in gewissem Sinne der Sozialkapital-Ansatz. Der Begriff des Sozialkapitals findet sich in vielgestaltigen theoretischen Diskussionsansätzen und empirischen Arbeiten und ist Thema vieler wissenschaftlicher Publikationen.
Im Zusammenhang mit den medial vielfach diskutierten Herausforderungen, denen sich der moderne Staat gegenüber sieht, wie der rückläufigen politischen Partizipation und dem befürchteten Bedeutungsverlust gesellschaftlich-moralischer Normen und Werte, wird Sozialkapital häufig als eine erklärende Variable der Phänomene beschrieben und zählt zu den innovativsten Konzepten der aktuellen Forschungsdiskussion in den Sozialwissenschaften. Die Politikwissenschaft interessiert sich besonders aufgrund zweier Annahmen für das Sozialkapital-Konzept, zum einen weil ein entscheidender Einfluss von Sozialkapital auf das Funktionieren von Demokratien angenommen wird und zum anderen weil die Meinung vorherrscht, Sozialkapital habe starke Auswirkungen auf die ökonomische Leistungsfähigkeit eines Staates. Mit diesem zweiten Aspekt beschäftigt sich die vorliegende Arbeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Sozialkapital?

2.1 Allgemeine Grundannahmen

2.2 Das Sozialkapital-Konzept von Robert D. Putnam

3. Theoretische Annahmen zum Zusammenhang von Sozialkapital und wirtschaftlicher Performanz

4. Empirischer Forschungsstand

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Sozialkapital auf die ökonomische Leistungsfähigkeit eines Staates, wobei insbesondere die Rolle von Vertrauen und sozialen Netzwerken für wirtschaftliche Prozesse im Fokus steht.

  • Grundlagen und Definitionen des Sozialkapital-Konzepts
  • Putnams theoretischer Ansatz zu Sozialkapital
  • Theoretische Wirkungskanäle auf die wirtschaftliche Performanz
  • Analyse des empirischen Forschungsstands (u.a. Knack/Keefer, Stadelmann-Steffen/Freitag)
  • Diskussion über die Relevanz von Sozialkapital für ökonomische Entwicklung

Auszug aus dem Buch

Das Sozialkapital-Konzept von Robert D. Putnam

Das wohl populärste und meistrezipierte Konzept sozialen Kapitals geht auf den US-amerikanischen Soziologen und Politikwissenschaftler Robert D. Putnam zurück (vgl. Koob 2007: 244; Westle / Gabriel 2008: 31). Seine Argumente basieren auf den Arbeiten von Alexis de Tocqueville (vgl. Gabriel et al. 2002: 27). Durch die Arbeiten von Putnam, die hauptsächlich makrosoziologischen Charakters sind, wurde die besonders seit den 1990er Jahren geführte Sozialkapitaldebatte inspiriert. Putnam definiert Sozialkapital als „features of social organization, such as networks, norms, and trust, that facilitate coordination and cooperation for mutual benefit“ (Putnam 1993b: 36). Seine Konzeption von Sozialkapital bezieht sich auf „connections among individuals, social networks and the norms of reciprocity and trustworthiness that arise from them“ (Putnam 2000: 19, zitiert nach: Franzen / Freitag 2007: 10).

Er macht deutlich, dass unter den Oberbegriff Sozialkapital mehrere, sich gegenseitig bedingende und in einem Verhältnis von Wechselwirkungen zueinander stehende soziale Ressourcen fallen. Hierzu zählen gegenseitiges Vertrauen, zivilgesellschaftliche Netzwerke und gemeinschaftsbezogene Normen und Werte, speziell Reziprozitätsnormen. Diese Ressourcen gründen auf sozialem Engagement der Individuen und einer ausgeprägten Zivilgesellschaft (vgl. Roth 2008: 116). Diese Gegenstandsbereiche sozialen Lebens werden als Ressourcen bezeichnet, weil Individuen aus ihrem Gebrauch einen Nutzen ziehen können. Daraus erschließt sich Putnams Verwendung des „Kapital“-Begriffs für sein Sozialkapital-Konzept (vgl. Koob 2007: 248).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Sozialkapital-Konzepts in den Sozialwissenschaften ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich dessen Einflusses auf die ökonomische Leistungsfähigkeit.

2. Was ist Sozialkapital?: Dieses Kapitel definiert Sozialkapital als Mikro- und Makrophänomen und stellt das einflussreiche Konzept von Robert D. Putnam vor.

3. Theoretische Annahmen zum Zusammenhang von Sozialkapital und wirtschaftlicher Performanz: Hier werden die theoretischen Wirkungskanäle, wie Transaktionskostensenkung und Problemlösungskompetenz, dargelegt.

4. Empirischer Forschungsstand: Dieser Abschnitt analysiert zentrale empirische Studien, insbesondere von Knack und Keefer sowie Stadelmann-Steffen und Freitag.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Bedeutung von Vertrauen und weist auf notwendige zukünftige Forschungsbedarfe hin.

Schlüsselwörter

Sozialkapital, wirtschaftliche Performanz, Vertrauen, Robert D. Putnam, Netzwerke, Zivilgesellschaft, ökonomisches Wachstum, Reziprozitätsnormen, Transaktionskosten, konditionale Konvergenz, soziales Engagement, soziale Infrastruktur, Wirtschaftssystem, Kooperation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den theoretischen und empirischen Zusammenhang zwischen Sozialkapital – definiert als soziales Vertrauen, Netzwerke und Normen – und der wirtschaftlichen Performanz von Staaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Sozialkapital, die theoretischen Ansätze von Robert D. Putnam, die ökonomischen Wirkungsmechanismen von Vertrauen sowie die aktuelle empirische Forschungslage.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, kritisch zu beleuchten, inwiefern Sozialkapital tatsächlich Erklärungskraft für den ökonomischen Erfolg oder Misserfolg von Gesellschaften besitzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse und eine zusammenfassende Auswertung wichtiger empirischer Studien zu diesem Forschungsbereich.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsbestimmung, die Darstellung der theoretischen Hypothesen zu Wirkungskanälen auf die Wirtschaft und die Analyse ausgewählter empirischer Studien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Sozialkapital, wirtschaftliche Performanz, Vertrauen, Putnam, Zivilgesellschaft und Wirtschaftswachstum.

Welche Rolle spielt das Vertrauen im Modell von Putnam?

Vertrauen wird als „Output“ aus sozialen Netzwerken und Reziprozitätsnormen betrachtet, das die Koordination zwischen Akteuren erleichtert und somit als entscheidende Ressource fungiert.

Was besagt die „konditionale Konvergenz“ im Kontext von Sozialkapital?

Dieses Konzept legt nahe, dass ökonomisch unterentwickelte Staaten insbesondere unter spezifischen kulturellen Voraussetzungen, wie einer breiten Basis an Vertrauen, ein beschleunigtes wirtschaftliches Aufholen erfahren können.

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Résumé des informations

Titre
Wie beeinflusst Sozialkapital wirtschaftliche Performanz?
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Politikwissenschaft)
Cours
Wirtschaft und Gesellschaft
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
14
N° de catalogue
V200559
ISBN (ebook)
9783656266242
Langue
allemand
mots-clé
sozialkapital performanz
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2012, Wie beeinflusst Sozialkapital wirtschaftliche Performanz?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200559
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