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Frauengestalten in Dostoevskijs Roman „Verbrechen und Strafe“

Titre: Frauengestalten in Dostoevskijs Roman „Verbrechen und Strafe“

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2011 , 32 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anastasia Heidrich (Auteur)

Russe / Slavistique
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Es ist unmöglich, sich die Weltliteratur ohne Frauengestalten vorzustellen. Die Frau muss nicht unbedingt die Hauptheldin eines Werkes sein, um diesem einen besonderen Charakter zu verleihen. Welche Rolle die Frau in dem einen oder anderen Werk spielt, hängt von dem Zeitpunkt, in dem das Werk geschrieben wurde, von der Literaturgattung und von den Absichten des Autors ab. In verschiedenen Zeiten und Völkern hat sie je nach sittlichen, religiösen und kulturellen Anschauungen eine wechselnde Stellung angenommen. So kann die Frau in einem Werk als „Symbol der Sinnlichkeit, Sexualität und Sünde, der Keuschheit, Liebe und Erlösung, der Reinheit, der Schönheit und der Kunst, der Seele und der Humanität sowie gesellschaftlichen Mentalitäten oder sozialer Probleme der Moderne“ 1 auftreten.
Die Geschichte der Frauendarstellung in der russischen Literatur hat eine lange Tradition und erreicht ihren Höhepunkt im 19. Jahrhundert. Das ist verbunden mit der Frauenbewegung, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Russland ihren Anfang nahm. Eine große Rolle bei der Entwicklung der Idee des Wertes und der Unabhängigkeit der weiblichen Persönlichkeit spielte das Werk der französischen Schriftstellerin George Sand, die in ihren zahlreichen sozialkritischen Beiträgen die Emanzipation der Frauen einforderte. Auch in ihren Romanen figurieren zahlreiche „starke“ Frauen, die die Freiheit der Gefühle und das Recht der Frau auf diese Freiheit propagieren.
In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts erschienen in Russland viele Romane, die emanzipierte Frauen zeigten und dazu beitrugen, dass die Weiblichkeit eine neue, erweiterte Bedeutung bekam.
Zu den bedeutendsten Repräsentanten des russischen Romans des 19. Jahrhunderts zählt F.M. Dostoevskij. In seinen zahlreichen Romanen und Erzählungen treffen wir Männer und Frauen aller Art, auch Kinder und Heranwachsende spielen eine bedeutende Rolle im Werk des Schriftstellers.
Die Zuwendung des Autors zum Frauenthema tritt dem Kontext der russischen Literatur bei. Verschiedene Faktoren haben die Bildung seiner Frauengestalten beeinflusst: die nationalen Traditionen Russlands, der Kult der Weiblichkeit der Slaven, die Polemik zwischen Feministen und Antifeministen und natürlich seine eigenen Erlebnisse und Erfahrungen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Frauengestalten in der russischen Literatur

2. Frauengestalten in Dostoevskijs Werk

3. Frauengestalten in Dostoevskijs Roman „Verbrechen und Strafe“

3.1. Sonja Marmeladova

3.2. Lizaveta Ivanovna

3.3. Dunja Raskol'nikova

4. Das Thema der Prostitution im Roman

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielschichtige Darstellung weiblicher Charaktere im Roman „Verbrechen und Strafe“ von F.M. Dostoevskij, mit dem Ziel, deren zentrale Rollen und Funktionen innerhalb der Romanhandlung sowie ihre moralische Bedeutung zu analysieren.

  • Die literarische Tradition der Frauendarstellung im 19. Jahrhundert
  • Die Typologie der Frauenfiguren in Dostoevskijs Gesamtwerk
  • Die detaillierte Analyse der Charaktere Sonja Marmeladova, Lizaveta Ivanovna und Dunja Raskol'nikova
  • Die soziale und symbolische Bedeutung des Themas Prostitution im Roman
  • Die christliche Dimension des Leidens als Motiv der Erlösung

Auszug aus dem Buch

3.1. Sonja Marmeladova

Sonja Marmeladova ist die zentrale Frauengestalt im Roman. Im System der Frauengestalten Dostoevskijs entwickelt sie die Linie der Liza („Zapiski iz podpol'ja“), der „demütigen Sünderin“. Sie ist genauso sanft, hat sich mit ihrer Situation abgefunden und gleichzeitig ist sie nicht gleichgültig zu anderen Menschen in Not. Wenn wir aber zwei Frauen vergleichen, muss man sagen, dass die Gestalt der Sonja tiefer und ausführlicher gezeichnet ist. Ihr Leben und Schicksal scheinen komplizierter zu sein, nicht so schematisch wie das Leben von Liza. Das Mädchen aus dem Lusthaus in „Zapiski iz podpol'ja“ ist noch nicht so ideologieträchtig wie Sonja.

Der volle Name der Heldin ist Sof'ja Semënovna Marmeladova. Der Name „Sof'ja“ geht auf „Sofia“ zurück und ist „die Bezeichnung für Weisheit, innerhalb der christlichen und besonders der orthodoxen Welt der Göttlichen Weisheit, von der in der Bibel die Rede ist und die in der christlichen Ikonographie als Frau dargestellt wird, die den kosmischen Aspekt der göttlichen Schöpferkraft symbolisiert.“

Sonja ist die Tochter des Titularrates Semën Marmeladov aus der ersten Ehe. Aus dem Gespräch in der Kneipe mit Rodion Raskol'nikov erfahren wir die Vorgeschichte seiner Tochter Sonja. Seine kranke Frau Katerina Ivanovna hat eines Tages der Stieftochter vorgeworfen, sie helfe der Familie nicht, sie sollte machen, was doch so viele andere täten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Frauengestalten in der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts und Zielsetzung der Arbeit.

1. Frauengestalten in der russischen Literatur: Historischer Überblick über die Entwicklung des Frauenbildes von der altrussischen Literatur bis hin zum Realismus des 19. Jahrhunderts.

2. Frauengestalten in Dostoevskijs Werk: Untersuchung der wiederkehrenden Typologien weiblicher Charaktere im Schaffen Dostoevskijs, wie der „Sanften“ und der „stolzen Verführten“.

3. Frauengestalten in Dostoevskijs Roman „Verbrechen und Strafe“: Detaillierte Analyse der wichtigsten weiblichen Protagonistinnen des Romans und ihrer Bedeutung für die Handlung.

3.1. Sonja Marmeladova: Untersuchung von Sonjas Rolle als spirituelle Retterin Raskol'nikovs und ihre Einbettung in christliche Motive.

3.2. Lizaveta Ivanovna: Analyse der Figur der Lizaveta als „heilige Gottesnärrin“ und ihrer Verbindung zu Sonja durch Leiden und Nächstenliebe.

3.3. Dunja Raskol'nikova: Betrachtung von Dunja als selbstbewusste, opferbereite Variante der Sonja, die sich jedoch innerhalb gesellschaftlicher Normen bewegt.

4. Das Thema der Prostitution im Roman: Erörterung der sozialen Hintergründe und der literarischen Funktion des Prostitutionsmotivs bei Dostoevskij.

5. Schlusswort: Zusammenfassende Betrachtung der Thesen zur Rolle und symbolischen Bedeutung der Frauengestalten im analysierten Roman.

Schlüsselwörter

Dostoevskij, Verbrechen und Strafe, Sonja Marmeladova, Dunja Raskol'nikova, Lizaveta Ivanovna, russische Literatur, Realismus, Prostitution, christliche Motive, Nächstenliebe, Erlösung, Frauenbild, Opferbereitschaft, Leidensmotiv, Raskol'nikov

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Darstellung und Funktion weiblicher Charaktere in Dostoevskijs Roman „Verbrechen und Strafe“ vor dem Hintergrund der russischen Literaturtradition.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Typologie der weiblichen Figuren, deren Leidensgeschichte, ihr symbolischer Bezug zum christlichen Glauben und die Darstellung der Prostitution.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Dostoevskij durch spezifische weibliche Charaktere moralische und spirituelle Konzepte wie Reue, Nächstenliebe und Erlösung in seinem Roman verhandelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text mit Sekundärliteratur verknüpft und die Charaktere im Kontext des Werks und der russischen Literaturgeschichte deutet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Charakterstudie von Sonja, Lizaveta und Dunja sowie eine Untersuchung der Prostitution als soziales und dramatisches Motiv.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem christliche Nächstenliebe, Opferbereitschaft, moralische Integrität und die Typologie der „erniedrigten und beleidigten“ Frauenfiguren.

Warum wird Sonja Marmeladova als zentrale Figur hervorgehoben?

Sonja dient als moralischer Anker und Retterin für den Protagonisten Raskol'nikov, wobei ihre Person christliche Ideale in einer „gelben“, verfallenen Welt verkörpert.

In welchem Zusammenhang stehen Sonja und Lizaveta im Roman?

Beide werden durch das Motiv der „heiligen Gottesnärrin“ und ihre grenzenlose Opferbereitschaft miteinander verbunden, auch wenn Lizaveta früh aus der Handlung ausscheidet.

Wie unterscheidet sich Dunja Raskol'nikova von Sonja?

Dunja ist ebenfalls zu großen Opfern bereit, behält jedoch ihre Bildung und ihren Status bei, während Sonja sich dem gesellschaftlichen Abgrund der Prostitution stellt.

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Résumé des informations

Titre
Frauengestalten in Dostoevskijs Roman „Verbrechen und Strafe“
Université
Johannes Gutenberg University Mainz
Cours
Literarische Frauenbilder in Romantik, Realismus und Symbolismus
Note
1,0
Auteur
Anastasia Heidrich (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
32
N° de catalogue
V200620
ISBN (ebook)
9783656270416
ISBN (Livre)
9783656270973
Langue
allemand
mots-clé
Frauen Frauengestalten Dostoevskij Dostojewskij Verbrechen und Strafe Schuld und Sühne Frauenbilder
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anastasia Heidrich (Auteur), 2011, Frauengestalten in Dostoevskijs Roman „Verbrechen und Strafe“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200620
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Extrait de  32  pages
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