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Multitasking im Straßenverkehr: Eine reelle Gefahr?

Title: Multitasking im Straßenverkehr: Eine reelle Gefahr?

Diploma Thesis , 2009 , 67 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Linda Engelbrecht (Author)

Psychology - Media Psychology
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Summary Excerpt Details

In zahlreichen Studien konnte die negative Auswirkung der Mobiltelefonbenutzung während der Autofahrt als Doppelaufgaben-Interferenz nachgewiesen werden. Der Gesetzgeber hat darauf reagiert und Telefongespräche während der Fahrt verboten, sofern das Telefongerät dafür mit der Hand aufgenommen oder gehalten werden muss. Obwohl vielfach nachgewiesen wurde, dass es nicht die motorische Komponente ist, die zu einer Erhöhung des Unfallrisikos führt, sondern die kognitive Überlastung während des Telefonierens, erlaubt der Gesetzgeber weiterhin Telefongespräche über eine Freisprechanlage. In dieser Studie wird mit einem multifaktoriellen Versuchsdesign der Frage nachgegangen, inwieweit der Inhalt eines Telefonats (räumlich oder nicht-räumlich) sich auf die Leistung in einer Tracking-Aufgabe auswirkt und welchen unterschiedlichen Einfluss Sprachverstehen, gegenüber Sprachplanung und Sprachproduktion auf die Trackingleistung hat.

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Inhaltsverzeichnis

1. Zusammenfassung

2. Einleitung

2.1. Hinführung zum Thema

2.2. Theoretischer Hintergrund

2.3. Planung des Versuchs

2.4. Planung des Versuchsablaufs

2.5. Hypothesen

3. Methode

3.1. Versuchspersonen

3.2. Materialien

3.2.1. Sprachmaterial

3.2.1.1. Räumliches Sprachmaterial

3.2.1.2. Nicht-räumliches Sprachmaterial

3.2.2. Tracking / Steuerfiles für das Tracking-Programm

3.2.3. Geräte/Apparaturen

3.2.3.1. Hardware

3.2.3.2. Software

3.3. Versuchsdesign

3.3.1. Abhängige Variablen

3.3.1.1. Tracking-Aufgabe

3.3.1.2. Sprechaufgabe

3.3.2. Unabhängige Variablen

3.3.2.1. Tracking-Aufgabe

3.3.2.2. Sprechaufgabe

3.4. Versuchsaufbau

3.5. Versuchsablauf

3.6. Statistische Auswertung

3.6.1. Sprechaufgabe

3.6.2. Tracking-Aufgabe

4. Ergebnisse

4.1. Sprachauswertung

4.1.1. Anzahl der Fehler

4.1.2. Latenzzeit

4.1.3. Sprechgeschwindigkeit

4.1.4. Pausenanzahl

4.2. Tracking

4.2.1. Fehler

4.2.2. Mausbewegung

5. Diskussion

5.1. Diskussion der Ergebnisse

5.1.1. Sprechaufgabe

5.1.2. Tracking-Aufgabe

5.2. Systematische Fehler

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

7.1. Sätze in Versuchsreihenfolge

7.1.1. Räumlich

7.1.2. Nicht-räumlich

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Mobiltelefonbenutzung während der Autofahrt, wobei insbesondere die kognitive Interferenz bei der Bearbeitung räumlicher und nicht-räumlicher Inhalte analysiert wird. Ziel ist die Klärung, wie sich unterschiedliche sprachliche Anforderungen (Verstehen, Planen, Produktion) auf eine kontinuierliche sensumotorische Aufgabe (Tracking) auswirken.

  • Untersuchung von Doppelaufgaben-Interferenzen im Kontext der Mobiltelefonnutzung
  • Einfluss von räumlichem vs. nicht-räumlichem Sprachmaterial auf die Fahrleistung
  • Analyse der Belastung durch verschiedene Ebenen der Sprechanforderung
  • Evaluation des Tracking-Verhaltens als Indikator für kognitive Überlastung
  • Vergleich von Performance-Parametern in räumlich orientierten vs. nicht-räumlichen Aufgaben

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Räumliches Sprachmaterial

Für die räumliche Aufgabe sollen die Probanden einen Satz hören, in dem zwei Gebäude-Person-Relationen enthalten sind. Von einer festen Position aus (in der Mitte des Forumsplatzes, 360° drehbar) soll die Aussage dann auf ihre Richtigkeit geprüft werden, damit sicher gestellt werden kann, dass der Proband auch tatsächlich eine räumliche Analyse vornimmt. Dafür wurden acht Gebäude ausgewählt (HZO, Audimax, Mensa, UB, GA, MA, IA und NA), die sich auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum befinden und den Probanden bekannt sind (das wird vor dem eigentlichen Versuch in einem Vorversuch überprüft). Diese acht Gebäude bilden zusammen mit den vier räumlichen Relationen das Grundmaterial für die räumliche Sprechaufgabe.

Schließlich werden bei der Erstellung der Sätze zwei der vier möglichen räumlichen Relationen mit zwei der acht möglichen Gebäude kombiniert. Aus den vier Relationen lassen sich vier mal vier, also 16 Kombinationen erstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zusammenfassung: Diese Einführung gibt einen Überblick über die negative Doppelaufgaben-Interferenz bei der Mobiltelefonnutzung während der Fahrt und fasst die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen.

2. Einleitung: Das Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund zur kognitiven Überlastung, führt die Forschungslücke ein und definiert die zentralen Hypothesen zum Einfluss von Sprachinhalten auf das Tracking.

3. Methode: Hier werden das multifaktorielle Versuchsdesign, die Probandenauswahl, die Erstellung des Sprachmaterials sowie der technische Aufbau des Experiments detailliert beschrieben.

4. Ergebnisse: Die deskriptive und inferenzstatistische Analyse präsentiert die Daten zu Sprachfehlern, Latenzzeiten, Sprechgeschwindigkeit sowie zur Tracking-Performance unter verschiedenen Versuchsbedingungen.

5. Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Lichte bestehender Theorien, diskutiert die Bedeutung für die Verkehrssicherheit und reflektiert methodische Einschränkungen.

6. Literaturverzeichnis: Ein umfassendes Verzeichnis aller verwendeten Quellen und Referenzen, die der Arbeit zugrunde liegen.

7. Anhang: Enthält die vollständigen Auflistungen der verwendeten Sätze in ihrer jeweiligen Versuchsreihenfolge für beide Aufgabenkategorien.

Schlüsselwörter

Mobiltelefonbenutzung, Doppelaufgaben-Interferenz, kognitive Überlastung, Sprachverstehen, Sprachplanung, Sprachproduktion, Trackingleistung, räumliche Analyse, sensumotorische Aufgabe, Fahrsimulation, Arbeitsgedächtnis, Interferenz, Reaktionszeit, Sprechgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt die Leistung bei einer sensumotorischen Aufgabe (Tracking) beeinträchtigt, wobei der Fokus auf der kognitiven Interferenz durch unterschiedliche Sprachinhalte liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen Doppelaufgaben-Interferenzen, kognitive Ressourcenmodelle (wie das Arbeitsgedächtnismodell von Baddeley & Hitch), die Psycholinguistik der Sprachplanung und die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das primäre Ziel ist es zu klären, ob der Inhalt eines Gesprächs (räumlich vs. nicht-räumlich) und die Art der sprachlichen Anforderung (Verstehen, Planen, Produktion) unterschiedlich stark mit der Fahrleistung interferieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein experimentelles, multifaktorielles Design mit 42 Probanden angewandt, das Tracking-Leistung und Sprachparameter unter Laborbedingungen in einer Doppelaufgabensituation erhebt und varianzanalytisch (ANOVA) auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte methodische Beschreibung des Versuchsaufbaus, die Ergebnisdarstellung zu sprachlichen und motorischen Parametern sowie eine ausführliche Diskussion der Befunde im Kontext der kognitiven Psychologie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mobiltelefonbenutzung, kognitive Überlastung, Doppelaufgaben-Interferenz, Sprachplanung und Trackingleistung.

Welchen Einfluss haben räumliche im Vergleich zu nicht-räumlichen Inhalten?

Die Studie zeigt, dass bei der räumlichen Sprechaufgabe die Leistungen sowohl im Sprechen als auch im Tracking signifikant schlechter ausfallen als bei nicht-räumlichen Inhalten, vermutlich aufgrund konkurrierender kognitiver Ressourcen im visuell-räumlichen Skizzenblock.

Warum ist das Ergebnis für die Praxis der Freisprecheinrichtungen relevant?

Die Arbeit widerlegt die Annahme, dass nur das Halten eines Mobiltelefons die Fahrt gefährdet; sie legt nahe, dass insbesondere die kognitive Belastung während eines Gesprächs in gefährlichen Verkehrssituationen das Unfallrisiko massiv erhöht, unabhängig von der Nutzung einer Freisprechanlage.

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Details

Title
Multitasking im Straßenverkehr: Eine reelle Gefahr?
College
Ruhr-University of Bochum  (AE Sprache und Kognition)
Grade
Sehr gut
Author
Linda Engelbrecht (Author)
Publication Year
2009
Pages
67
Catalog Number
V200681
ISBN (eBook)
9783656278634
ISBN (Book)
9783656279235
Language
German
Tags
trackingleistung einfluss sprachverstehen Interferenz Doppelaufgaben
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Linda Engelbrecht (Author), 2009, Multitasking im Straßenverkehr: Eine reelle Gefahr?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200681
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