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Jungfrau Madonna? - Weiblichkeitsinszenierung in Musikvideos

Zwischen Affirmation und Revolution: Madonna’s „Like A Virgin“

Titre: Jungfrau Madonna? - Weiblichkeitsinszenierung in Musikvideos

Dossier / Travail de Séminaire , 2010 , 29 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Stefan Fröhlich (Auteur)

Musicologie - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Charterfolge, Rekordeinnahmen, Welttourneen. Madonna blickt auf eine erfolgreiche Karriere zurück. Doch meist sprach die Öffentlichkeit weniger über die Qualität ihrer Musik, als über das oft anrüchige Drumherum. Bezeichnend ist beispielsweise die Szene in Quentin Tarrantinos "Reservoir Dogs", in der die Gangster über die Bedeutung des Songs "Like A Virgin" diskutieren. Ist der Song wirklich "a metaphor for big dicks", oder handelt es sich um ein romantisches Liebeslied, wie Madonna später behauptet. Diese Ambiguität ist es, die dem Lesen popkultureller Texte Spannung verleiht und in dem Musikvideo "Like A Virgin" geradezu zelebriert wird. Ist Madonna nun Hure oder Heilige, beides zusammen oder etwas völlig Neues? Wie wird Weiblichkeit inszeniert und Bedeutung erzeugt? Wie wird mit bekannten Bildern gespielt und werden Widersprüche erzeugt? Wie lädt Madonnas mehrfach kodiertes Zeichensystem dazu ein, Klischees umzudeuten?

Die Arbeit untersucht die Verschränkung von Ton und Bild im Musikvideo unter dem Aspekt von Geschlechterkonstruktionen bzw. der Konstruiertheit von Geschlechterkategorien. Als theoretische Basis dienen sowohl die Gendertheorien von Judith Butler, als auch die Musikvideoforschung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Genderforschung: Judith Butler

3. Das Medium ‚Musikvideo‘

3.1 Historie

3.2 Definition

3.3 Typologisierung

4. Videoanalyse: ‚Like A Virgin‘

4.1 Tonanalyse

4.1.1 Lyrics

4.2 Bildanalyse

4.3 Analyse Madonnas Weiblichkeitsinszenierung

5. Fazit: Madonna zwischen Affirmation und Revolution

5.1 Die traditionelle Geschlechterdarstellung

5.2 Die oppositionelle Geschlechterdarstellung

5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern Madonnas Musikvideo „Like A Virgin“ patriarchale Weiblichkeitsklischees lediglich affirmativ reproduziert oder diese kritisch hinterfragt und dekonstruiert, indem sie die Theorie von Judith Butler auf das Medium Musikvideo anwendet.

  • Analyse von Weiblichkeitsinszenierungen in der Popmusik
  • Einsatz poststrukturalistischer Gender-Theorien zur Identitätskritik
  • Untersuchung der semiotischen Polysemie in Text und Bild
  • Bewertung von Widerstandspotenzialen innerhalb kommerzieller Mainstream-Produkte

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Lyrics:

“It’s about love, not dick.“, schrieb Madonna an Quentin Tarantino. Der Regisseur und Drehbuchautor hatte zuvor in seinem Film “Reservoir Dogs” acht Gangster über die Bedeutung von “Like a virgin” diskutieren lassen. In eben jener Cafe-Szene behauptet Mr. Brown, gespielt von Tarantino, der Song handele von einem Mädchen “who digs a guy with a big dick. The entire song. It's a metaphor for big dicks.” Und weil ihr Liebhaber einen so großen Penis hat, fühle sie, die eigentlich eine „fuck machine“ sei, erstmals wieder den Schmerz beim Geschlechtsverkehr, wie sie ihn bei ihrer Entjungferung spürte. Ein anderer Gangster wiederspricht. Er ist davon überzeugt, das Mädchen in dem Song sei sehr verletzlich, wurde oft ausgenutzt und treffe nun „some guy who's really sensitive.“ Der Dialog zeigt, dass Rezeption ein aktiver Prozess ist und je nach RezipientIn geradezu oppositionelle Lesarten entwickelt werden können. Insbesondere Madonnas Musikvideos strotzen oft vor semiotischer Offenheit.

Diese Polysemie wird unter anderem durch zahlreiche Wortspiele erreicht. Es werden Worte verwendet, die in zwei oder mehreren Diskursen eine Bedeutung haben. Für die aktiven RezipientInnen kann es einen Reiz haben, diese Wortspiele zu erkennen und die verschiedenen Diskurse in Bezug zueinander zu bringen und dadurch wiederum einen zusätzlichen Bedeutungsgewinn zu erlangen. Beispielsweise wenn, wie später in dieser Arbeit aufgezeigt wird, die Diskurse Sexualität und Religion aufeinanderprallen. Der „semiotische Exzeß“ ist geradezu ein Markenzeichen von Madonna und hat entscheidend zu ihrem massenkulturellen Erfolg beigetragen, sicher auch, weil so ein besonders breites, heterogenes Zielpublikum angesprochen werden kann. So kann Madonna sowohl im Playboy als Sexsymbol stattfinden, als auch ein selbstbewusstes Vorbild für Jugendliche sein oder eben in wissenschaftlichem Diskurs analysiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet Madonnas Aufstieg zum Superstar und die Ambivalenz ihres Images, das durch Provokation und die Dekonstruktion von Weiblichkeitsbildern geprägt ist.

2. Grundlagen der Genderforschung: Judith Butler: Dieses Kapitel erläutert die kerntheoretischen Ansätze von Judith Butler zur Performativität von Geschlecht und deren Bedeutung für die Untersuchung von Identitätskonstruktionen.

3. Das Medium ‚Musikvideo‘: Es wird die historische Entwicklung, die mediale Definition sowie verschiedene Typologisierungsmöglichkeiten von Musikvideos als eigenständige kulturelle Ausdrucksform diskutiert.

4. Videoanalyse: ‚Like A Virgin‘: Dieses Hauptkapitel umfasst eine detaillierte Ton- und Bildanalyse des Musikvideos und untersucht die Inszenierung von Weiblichkeit im Kontext der dargestellten Charaktere.

5. Fazit: Madonna zwischen Affirmation und Revolution: Das Fazit führt die Analyseergebnisse zusammen und bewertet Madonnas Strategien als ambivalent, zwischen einer kommerziellen Nutzung patriarchaler Konventionen und einem subversiven Spiel mit Identitäten.

Schlüsselwörter

Madonna, Like A Virgin, Genderforschung, Judith Butler, Musikvideo, Weiblichkeitsinszenierung, Identitätskonstruktion, Queer Theory, Polysemie, Semiotik, Popkultur, Male Gaze, Subversion, performative Akte, Doing Gender

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Musikvideo zu Madonnas „Like A Virgin“ im Kontext von Gender-Theorien, um zu klären, wie Weiblichkeit in diesem Werk dargestellt und rezipiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die medienwissenschaftliche Einordnung von Musikvideos, die Anwendung von Judith Butlers Thesen zur Geschlechterkonstruktion sowie die Dekonstruktion von „Hure“- und „Heiligen“-Klischees.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob Madonna mit den in „Like A Virgin“ gezeigten oppositionellen Weiblichkeitskonstrukten patriarchale Konventionen reproduziert oder diese kritisch aufbricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus formaler Videoanalyse (Bild- und Tonanalyse), diskurstheoretischen Ansätzen der Gender Studies und der Rezeptionsanalyse.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine medienwissenschaftliche Definition des Musikvideos sowie eine umfassende Analyse der musikalischen Ebene, der Lyrics und der visuellen Inszenierung im Video.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit nutzt Begriffe wie „semiotischer Exzess“, „doing gender“, „Male Gaze“ und „Polysemie“, um die komplexe Wirkung von Madonnas Bildsprache zu beschreiben.

Wie bewertet der Autor Madonnas Umgang mit Identität im Video?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Madonna Identität als instabiles und wandelbares Konstrukt begreift, das sie spielerisch einsetzt, um binäre Geschlechterrollen zu ironisieren.

Was bedeutet die im Video dargestellte „Introspektion“?

Die Introspektion bezieht sich auf die Rahmenhandlung des Videos, in der die verschiedenen Identitätsausprägungen der „Hure“ und der „Braut“ als innere, widersprüchliche Facetten einer Person am Hudson River interpretiert werden.

Welche Rolle spielt der „Male Gaze“ in der Arbeit?

Der „Male Gaze“ dient als Analysekategorie, um zu prüfen, ob Madonna durch bewussten Blickkontakt mit der Kamera das voyeuristische Machtverhältnis zugunsten einer selbstbestimmten Subjektivität umkehrt.

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Résumé des informations

Titre
Jungfrau Madonna? - Weiblichkeitsinszenierung in Musikvideos
Sous-titre
Zwischen Affirmation und Revolution: Madonna’s „Like A Virgin“
Université
University of Cologne  (Musikwissenschaftliches Institut, Fachbereich Musikethnologie)
Cours
DeConstructing FeMaleness: Musik, Musikforschung und Gendering
Note
1,0
Auteur
Stefan Fröhlich (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
29
N° de catalogue
V200685
ISBN (ebook)
9783656268314
ISBN (Livre)
9783656269700
Langue
allemand
mots-clé
Madonna Musikvideo Gendertheorie Gender Geschlechter Butler Judith Butler Popkultur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefan Fröhlich (Auteur), 2010, Jungfrau Madonna? - Weiblichkeitsinszenierung in Musikvideos, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200685
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Extrait de  29  pages
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