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Pulp Fiction - Komödie oder Gewaltverherrlichung?

Título: Pulp Fiction - Komödie oder Gewaltverherrlichung?

Trabajo de Seminario , 2012 , 17 Páginas , Calificación: 1.0

Autor:in: Sarah Müller (Autor)

Filmología
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Das Potenzial der Gewalt liegt von je her in ihrer schockierenden Wirkung. Ob psychisch oder physisch – sie wirkt. Sie zerstört, schockiert, traumatisiert und überwältigt den Menschen. Paralysiert blickt der Betrachter auf das Gesehene. Gleichzeitig aber löst das Betrachten von Gewalt auch eine Ambivalenz beim Publikum aus. Neben der Schockwirkung setzt sie Akzente, erregt Aufsehen. Der Rezipient im Kino erfährt sogar einen Lustgewinn durch das Betrachten von Gewalt. So stellt sich die Frage wo das Potenzial von Gewalt in Filmen liegt und welche Rolle sie dabei spielt. Unterschiedliche Filme stellen Gewalt auf unterschiedlichste Arten dar. So zeichnen sie sich teils durch besonders blutige oder auch realistische Szenen aus, können aber auch durch das bloße Erahnen von Brutalität einen psychischen Schock auslösen. Andere Genres bedienen sich gar einer Parodie von Gewalt. „Die Feier der Gewalt im Kino scheint [aber] noch immer ein Tabuthema zu sein. Der Regisseur Quentin Tarantino bricht dieses Tabu in jedem seiner Filme.“ Eine ausführliche Auseinandersetzung mit Gewaltexzessen in allen Tarantino-Filmen würde an dieser Stelle zu viel Raum beanspruchen. Deswegen wird sich die vorliegende Arbeit auf den Aspekt der Gewalt in seinem Klassiker Pulp Fiction beschränken. Dabei soll zunächst die Rolle der Darstellung derselben im Film wie auch die Frage nach der Komik bei Tarantino behandelt werden. Im weiteren Verlauf sollen anschließend Stilmittel im Film untersucht werden. Sie sind besonders wichtig, um den Verlauf der Gewalt zu sehen und werden uns letztendlich zeigen wie die besondere Umsetzung der Gewalt in Pulp Fiction dazu beigetragen hat den Film zu einem Klassiker seiner Zeit werden zu lassen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gewaltdarstellung

2.1. Gewalt im Kino/Film

2.2. Gewalt bei Tarantino – Das Blut wird fließen

3. Die Zelebration der Gewalt als Komik

3.1. Der rote Faden aus Blut – Erzählstrukturen

3.2. Pulp Fiction – Eine schwarze Komödie

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das ambivalente Verhältnis von Gewalt und Komik im Kultfilm "Pulp Fiction" von Quentin Tarantino. Ziel ist es, die spezifischen filmischen Stilmittel zu analysieren, die dazu führen, dass der Zuschauer die Gewaltdarstellungen nicht nur als schockierend, sondern als ironisch und amüsant wahrnimmt.

  • Die ästhetische und erzählerische Inszenierung von Gewalt im modernen Film.
  • Die Funktion von "shock transitions" als Stilmittel zur Unterbrechung und Ironisierung.
  • Die Bedeutung trivialer Dialoge und Monologe im Kontrast zur Gewalttätigkeit.
  • Die Untersuchung von "Pulp Fiction" als hybrides Werk zwischen Neo-Noir und schwarzer Komödie.

Auszug aus dem Buch

3.1. Der rote Faden aus Blut – Erzählstrukturen

Pulp Fiction zeichnet sich vor allem durch seine abwechslungsreiche und spezielle Erzählweise aus. Mit der Narration sind hier alle spezifischen Methoden Tarantinos gemeint, die seine für ihn so typische Verfahrensweise, Stories in Form eines Filmes zu erzählen, bedingen. Auch Pulp Fiction zeichnet sich durch eine episodisch-verschachtelte Erzählstruktur aus, in der die drei Hauptakte erzählt werden: ‚Vincent Vega and Marcellus Wallace’s Wife‘, ‚The Golden Watch‘ und ‚The Bonnie Situation‘. So wie die einzelnen Handlungsstränge am Ende ein Ganzes ergeben, werden sie aber nicht beschrieben. Der Film ist verschachtelt, es gibt Zeitsprünge und alle drei Geschichten sind miteinander verbunden. Nichts wird chronologisch erzählt. Als Marionettenspieler wird der Gangsterboss Marcellus Wallace enttarnt, von dem alle Ereignisse ausgehen. Er ist in jede der Episoden verstrickt.

Wie in vielen anderen seiner Filme und Drehbücher bedient sich Quentin Tarantino auch in Pulp Fiction seines bevorzugten Stilmittels - der shock transitions. Sie zeichnen sich durch das plötzliche, ‚schockierende‘ und nicht erwartete Auftreten der Gewalt aus. Während Mia, Marcellus‘ Frau, mit einer Überdosis am Boden liegt, bangt der Rezipient sekundenlang um ihren Zustand, wähnt sich schon fast in der Sicherheit, sie sei tot. Bis die Gangsterbraut, deren Herz von einer Adrenalinspritze durchbohrt wird, hochschnellt und so tut als sei nie etwas gewesen. Das perfekte Beispiel für einen Übergang, der überrascht, erschreckt und schockiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Ambivalenz der Gewaltdarstellung im Film dar und definiert das Ziel der Arbeit, Tarantinos Umgang mit Gewalt in seinem Klassiker Pulp Fiction zu untersuchen.

2. Gewaltdarstellung: Dieses Kapitel erörtert die Entwicklung des Lustgewinns an fiktiver Gewalt im modernen Kino und analysiert Tarantinos spezifischen, ästhetisierenden Ansatz.

3. Die Zelebration der Gewalt als Komik: Dieses Kapitel untersucht die erzählerischen Mittel wie "shock transitions" und absurde Dialoge, die in Pulp Fiction zur Ironisierung von Gewalt eingesetzt werden.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Pulp Fiction trotz seiner Gewalttätigkeit keine reine schwarze Komödie ist, sondern durch die Symbiose von Witz und Schock seinen Kultstatus erreicht hat.

Schlüsselwörter

Pulp Fiction, Quentin Tarantino, Gewaltdarstellung, Neo-Noir, shock transitions, Filmanalyse, schwarze Komödie, Ästhetik der Gewalt, Erzählstruktur, Ironisierung, Lustgewinn, Filmwissenschaft, Gewalt im Film, Kultfilm, Tragikomik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der filmischen Inszenierung von Gewalt in Quentin Tarantinos Film Pulp Fiction und der Frage, wie diese Gewalt beim Publikum wahrgenommen wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Ästhetik der Gewalt, die spezifische, nicht-chronologische Erzählweise des Films und die Verbindung von blutigen Szenen mit schwarzem Humor.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit möchte klären, durch welche Stilmittel Tarantino in Pulp Fiction Gewalt so darstellt, dass sie beim Zuschauer ironische Distanz und Komik statt reinen Ekel erzeugt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine filmwissenschaftliche Analyse, die den Film auf seine narrative Struktur, Stilmittel und die Wirkung der Gewaltdarstellung hin untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Gewaltdarstellung im Kino, die Erzählstrukturen des Films und die Funktion von Dialogen sowie Schockmomenten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Pulp Fiction, Gewaltästhetik, Ironisierung, Neo-Noir, Erzählstruktur und Kultfilm.

Wie erklärt der Autor das Phänomen der "shock transitions"?

Der Autor definiert diese als erzählerische Stilmittel, bei denen unerwartete Gewalt den Zuschauer schockiert, um im Anschluss durch paradoxe Sequenzen oder Dialoge ein intuitives Lachen auszulösen.

Ist Pulp Fiction laut der Arbeit als schwarze Komödie zu bezeichnen?

Der Autor neigt dazu, dies zu verneinen, da Gewalt stets der Dreh- und Angelpunkt bleibt und der Film primär ein trashiger Neo-Noir-Gangsterfilm ist.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Pulp Fiction - Komödie oder Gewaltverherrlichung?
Universidad
University of Frankfurt (Main)  (Filmwissenschaft)
Curso
Können Bilder töten? Dimensionen der Gewalt im Kino.
Calificación
1.0
Autor
Sarah Müller (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
17
No. de catálogo
V200775
ISBN (Ebook)
9783656268604
ISBN (Libro)
9783656269069
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pulp Fiction Gewalt Komödie Tarantino Gewaltverherrlichung schwarzer Humor Blut Gesellschaftskritik Lustgewinn Fiktion Erzählstruktur shock transition John Travolta Uma Thurman Morgan Freeman Grausamkeit Utopie Träume Kult Witz Kill Bill Inglourious Basterds
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sarah Müller (Autor), 2012, Pulp Fiction - Komödie oder Gewaltverherrlichung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200775
Leer eBook
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Extracto de  17  Páginas
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