Hochsprung: Einführung Hochsprung - Hochsprung in Variationen – Schersprünge - Kurvenlauf und Absprung beim Flop

1. Erlernen der Strukturmerkmale Flop


Unterrichtsentwurf, 2011
13 Seiten, Note: 10

Leseprobe

1. Bedingungsanalvse:

1.1 Rahmenbedingungen

Klasse: 10 b/c

Schulerzahl: 17 Schulerinnen

Entwicklungsstand:

Die Schulerinnen sind zwischen 15 und 17 Jahre alt. Folgt man dem Modell von Stefan Asmus, so wird die Entwicklung des Kindes zum Erwachsenen in funf Stufen unterteilt. An dieser Stelle muss allerdings daraufhingewiesen werden, dass dieses Modell lediglich eine allgemeine und grobe Orientierung leisten kann. Jedes Kind entwickelt sich individuell. Der Grofiteil der Schulerinnen kannjedoch der funften Entwicklungsstufe, der zweiten puberalen Phase (Adoleszenz), zugeordnet werden. Diese letzte Entwicklungsstufe ist insbesondere ,,durch eine Abnahme aller Wachstums- und Entwicklungsparameter“ (vgl. Weineck, 2007, S.187) gekennzeichnet. Da das extreme Langenwachstum der ersten puberalen Phase durch ein erhohtes Breitenwachstum ausgeglichen wird, zeigen sich nun auch Proportionen wieder stimmig. Die damit einhergehende Steigerung der koordinativen Fahigkeiten, der erhohte Kraftzuwachs sowie die Fahigkeit, neue Bewegungen gut und schnell zu speichern, fuhren dazu, dass ,,diese Phase nach dem spaten Schulkindalter nochmals eine Phase erhohter motorischer Leistungsverbesserung darstellt“ (vgl. Weineck, 2007, S. 187), weshalb auch von einem 'goldenen Lernalter' gesprochen werden kann.

Leistungsstand:

Die Kenntnisse und Bewegungserfahrungen, die die Schulerinnen in den verschiedenen Sportarten mitbringen, sind sehr unterschiedlich. Der Leistungsstand ist im Allgemeinen durchschnittlich, da richtig guten Schulerinnen auch schwache Schulerinnen gegenuberstehen. Dies zeigte sich besonders im Volleyball. Einige Schulerinnen sind sehr aktiv, lembereit und ehrgeizig, wobei sich einige Schulerinnen kaum an den Ball gewohnen konnten. Zahlreiche Madchen haben koordinative und konditionelle Schwachen.

1.2 Spezielle Bedingungen:

Sportstunden:

2 Sportstunden pro Woche,

eine Doppelstunde Freitags: 9:35 - 11:05 Uhr

Sportstatten:

Die Sporthalle/Aufienanlage der Blauringhalle liegt 5-7 min. Fufiweg vom Schulgelande entfernt. In der Sporthalle und Aufienanlage befinden sich ausreichend Gerate, die der Stunde zur Verfugung stehen.

Umgebender Unterricht:

Die Sportstunde am Freitag ist die 3./4. Stunde des Tages. Da die Blauringhalle erst erreicht werden muss, beginnt der Unterricht leicht verzogert.

Nach der Doppelstunde schliefit sich die erste grofie Pause an. Um den Schulerinnen genug Zeit zum Duschen und Umziehen zu geben, endet der Unterricht um 10.55 Uhr.

Motivation:

Obwohl vielen Schulerinnen die leichtathletischen Bewegungen schwerfallen, kommen sie lembereit und gem in den Sportunterricht. Der Grofiteil der Schulerinnen versucht den Anweisungen und Ubungen umzusetzen. Mangelnde Konzentration uber die ganze Doppelstunde hinweg und die Tragheit einiger weniger Schulerinnen erschwert ab und an die Arbeit mit dieser Gruppe.

Spezielle Vorkenntnisse:

Die Vorerfahrungen der Schulerinnen beruhen auf den behandelten Inhalten der vorangehenden Klassenstufen. Da die Schulerinnen aus unterschiedlichen Klassen stammen, kommen verschiedene Vorkenntnisse zusammen. Einige haben im Leichtathletik den Hochsprung noch nie thematisiert und haben daher wenig bis kaum Vorkenntnisse.

Soziale Aspekte der Gruppe:

Berucksichtigt man, dass diese Madchengruppe in dieser Form nur Freitags in der Sportstunde aufeinandertreffen, ist das Sozialklima als recht gut anzusehen. Viele der sportlich guten Madchen unterstutzen die anderen und sind gem bereit gewisse Punkte mit ihnen zu wiederholen. Eine schwache Schulerin, die sehr ungern Sport treibt, grenzt sich oft selbst aus. Durch die hohe Hilfsbereitschaft der einiger Schulerinnen wird sie ansatzweise miteinbezogen. Des Weiteren herrschen gewissen Freundschaften und Sympathien, die sich aber keineswegs negativ auf die Gruppendynamik auswirken. Die Unterrichtsatmosphare ist recht angenehm und das Lehrer- Schuler-Verhaltnis freundlich und respektvoll.

2. Bildungsplan. Kern- und Schulcurriculum

Der Bildungsplan 2004 nennt in den Leitgedanken zum Kompetenzerwerb insbesondere zwei Zielsetzungen fur den Sportunterricht. Dieser Doppelauftrag des Sportunterrichts bezieht sich zum einen auf die Erziehung zum Sport, die auf eine Bewusstmachung von Bewegung als Lebensprinzip abzielt und zum anderen die Erziehung durch Sport, die sich das Entwickeln positiven Korpergefuhls und Starkung der Personlichkeit als Ziel setzt. Aus diesem Doppelauftrag werden unterschiedliche Handlungsfelder abgeleitet, aus denen Einstellungen, Erfahrungen und Kompetenzen entwickelt werden. Fur den heutigen Sportunterricht werden die im folgenden aufgefuhrten Handlungsfelder von Bedeutung sein:

Die Schulerinnen:

- ,,verbessern ihre motorische und konditionelle Leistungsfahigkeit und konnen diese richtig einschatzen;
Im Sportbereich II der Individualsportarten sollen die Schulerinnen folgende Kompetenzen und Inhalte erwerben:
- „die in Klasse 8 gelernten leichtathletischen Techniken anwenden;
- einen leichtathletischen Mehrkampfbestehend aus Kurzstrecke, Sprung- und Wurfdisziplin absolvieren“ (Ministerium fur Kultus, Jugend und Sport, 2004, S. 300)

Das Schulcurriculum des Schubart-Gymnasiums, 2008 gibt fur die Klassenstufe 10 folgende Kompetenzen und Inhalte vor:

Die Schulerinnen sollen,
- Hochsprungtechnik differenzieren (Kerncurriculum Schubart-Gymnasium Ulm - Klasse 9/10, S. 4).

3. Sachstrukturanalyse

3.1 Thematik der Unterrichtseinheit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2 Didaktik

Hochsprung in Variationen - Schersprung & Kurvenlauf und Absprung beim Flop Nach Sprint, Weitsprung und Ballwerfen als grundlegende leichtathletische Disziplin sind der Hochsprung und parallel dazu das Uberlaufen von Hindernissen als weiterfuhrende Techniken einzufuhren (vgl. Roselnfelder, S. 56, 2011). Weit- und Hochsprung besitzen zwar strukturelle Ahnlichkeiten, doch die Gewichtung der einzelnen Bewegungsphasen ist fur die Sprungleistung unterschiedlich. Der Hochsprung ist ein vertikalbetonter Absprung und beinhaltet eine Lattenuberquerung. Gegenuber dem Weitsprung ist die zyklische Schnelligkeit von untergeordneter Bedeutung. Es kommt im Konditionstraining der vertikalen Sprungkraft, einer speziellen Schnellkraftfahigkeit, die grofite Bedeutung zu (vgl. Schroter, S. 245, 1985). Da es bei der Entwicklung der Floptechnik immer wieder zu Fehlerbildern wie 'in die Latte fallen' kommt, ist parallel zu Verbesserung der Absprung, Flugphase und Landung beim Flop immer wieder der Scher- bzw. Steigesprung aus dem kurvenformigen Anlauf in die Hochsprungeinheit einzubauen. Es wird besonders auf die Korperstreckung, das hohe Schwungbein und die unterstutzende Armarbeit (Doppelarmschwung oder Fuhrarmtechnik) geachtet. In dieser Doppelstunde zum Hochsprung werden die Unterrichtsschwerpunkte auf den Hauptfunktionsphasen des Hochsprungs, der Anlaufphase, der Absprungvorbereitung und der Absprungphase liegen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Hochsprung: Einführung Hochsprung - Hochsprung in Variationen – Schersprünge - Kurvenlauf und Absprung beim Flop
Untertitel
1. Erlernen der Strukturmerkmale Flop
Hochschule
Staatliches Seminar für Didaktik udn Lehrerbildung Weingarten (Berufliche Schulen und Gymnasien)
Note
10
Autor
Jahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V200869
ISBN (eBook)
9783656270119
ISBN (Buch)
9783656270805
Dateigröße
425 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterrichtsentwurf, hochsprung, einführung, variationen, schersprünge, kurvenlauf, absprung, flop, erlernen, strukturmerkmale
Arbeit zitieren
Sara Ekici (Autor), 2011, Hochsprung: Einführung Hochsprung - Hochsprung in Variationen – Schersprünge - Kurvenlauf und Absprung beim Flop, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200869

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