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Selektionsforschung - eine kritische Betrachtung

Title: Selektionsforschung - eine kritische Betrachtung

Seminar Paper , 2003 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: B.A. Felix Reid (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Hypertextualität und Reizüberflutung, Transparenz und Selektionsdruck, Interaktivität
und Informationssumpf: Bei der Betrachtung der aktuellen Nutzungssituation im World Wide Web liegen Möglichkeiten und Gefahren eng beieinander. Die unter Umständen nützliche – manchmal unentbehrliche – Unterstützung seitens der übergeordneten Navigationshilfen, namentlich (Meta-) Suchmaschinen, Kataloge und redaktionelle Startangebote von Online-Diensten, kann die chaotische Struktur der Netzwerke, aus denen das Internet besteht, nur begrenzt aufwiegen. Das größte Problem bei der Nutzung des Informationsangebotes im WWW ist nach wie vor die Frage, wo in dem Dschungel von Datenbanken man fündig werden kann.
Da die Nutzer des Internet schon länger keine Randgruppe mehr darstellen und das WWW, wenn schon nicht als neuer Markt, so doch als neuer Kommunikationsraum eine wichtige Rolle spielt, ist es für die Wissenschaft sicher nicht verkehrt, sich mit der Funktion dieses Speichers „unbegrenzter“ Information auseinander zu setzen.Theoretische Grundlagen für das Phänomen Surfen im Web sind nötig, um sich die Mechanismen dieses Medienmodus zu verdeutlichen. Wahrscheinlich genauso wichtig ist aber die empirische Forschung...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Situationsbetrachtung

II. Theoretische Grundlagen

III. Überblick über den Forschungsstand

III.1 Methoden

III.2 Ergebnisse

2.1 Navigationsmuster per Logfile-Analyse

2.2 Suchstrategien bei Laien und Experten

2.3 WEBSAY-Projekt

III.3 Probleme

IV. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Selektionsforschung im Kontext der Internetnutzung. Ziel ist es, die Mechanismen hinter Navigations- und Entscheidungsprozessen im World Wide Web zu beleuchten, empirische Erhebungsmethoden zu hinterfragen und den aktuellen Forschungsstand zu diskutieren.

  • Grundlagen der Selektion in computervermittelter Kommunikation
  • Entscheidungstheoretische Ansätze und Heuristiken
  • Methoden der empirischen Navigationsforschung
  • Analyse von Navigationsmustern und Suchstrategien
  • Probleme und Herausforderungen der empirischen Online-Erfassung

Auszug aus dem Buch

Logfile-Analysen zu Navigationsmustern (1997)

Tauscher & Greenberg und weitere untersuchten bestimmte Muster, die bei der Navigation im WWW immer wieder zu beobachten sind, per Auswertung der gesammelten Daten von Servern. Dabei konnten mehrere wiederkehrende Muster identifiziert werden. Bei ’Hub and spoke’ (Nabe und Speiche) hinterlässt der Nutzer mit seinen Navigationsbewegungen ein Muster, das einem Wagenrad ähnelt. Von einer zentralen (Start-/Navigations-)Seite werden (Inhalts-)Seiten des Angebotes mittels Links aufgerufen. Nach Beendigung der Rezeption dieser Seiten, die bildlich auf der Felge liegen, kehrt der Nutzer immer wieder zur zentralen Nabe zurück. Zwei mögliche Gründe werden zur Erklärung angeführt: Wenn man ein Thema möglichst breit abdecken will, kann man so von einer Nabe aus sternförmig in Themengebiete eintauchen (Speiche). Um das Themengebiet nicht zu verlassen und einen guten Rundblick zu erhalten, wird immer wieder zur Nabe zurückgekehrt. Oder die Attribute der Links, die eine Speiche darstellen, sind nicht ausreichend für eine sinnvolle Evaluation, so dass mit dem ’Trial and error’-Prinzip ausprobiert werden muss, ob die Seite sich zur Rezeption eignet.

Das ’Hub and spoke’-Muster wird gelegentlich von der ’Depth first search’ ergänzt, wobei auch dabei wieder von einer zentralen Navigationsseite ausgegangen wird, von der in untergeordnete Hierarchieebenen navigiert wird. Auch hier wird immer wieder zur Startseite zurückgekehrt. Dieses Modell erweitert das horizontale Wagenrad in vertikale Ebenen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Situationsbetrachtung: Einführung in die Problematik der Informationsüberflutung und die Relevanz einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Web-Navigation.

II. Theoretische Grundlagen: Definition von Selektion als Teilprozess der Mediennutzung und Vorstellung psychologischer Paradigmen sowie beeinflussender Faktoren.

III. Überblick über den Forschungsstand: Systematische Darstellung der gängigen Untersuchungsmethoden und der bisherigen Ergebnisse der Selektionsforschung.

III.1 Methoden: Detaillierte Betrachtung empirischer Erhebungstechniken wie lautes Denken, Eye-Tracking und Logfile-Analysen.

III.2 Ergebnisse: Vorstellung konkreter Befunde zu Navigationsmustern, Suchstrategien und dem WEBSAY-Projekt.

III.3 Probleme: Kritische Reflexion der methodischen Herausforderungen und Grenzen der aktuellen empirischen Forschung.

IV. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Referenzen.

Schlüsselwörter

Selektionsforschung, World Wide Web, Navigationsmuster, Informationssuche, Logfile-Analyse, Heuristik, Internetnutzung, User Experience, Suchstrategien, Webdesign, Kognitive Prozesse, Mediale Kommunikation, Online-Rezeption, Empirische Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert kritisch, wie Nutzer im Internet Informationen selektieren und navigieren, wobei sie den Bogen von theoretischen Modellen bis zur empirischen Praxis spannt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Schwerpunkte sind die theoretische Fundierung des Selektionsbegriffs, gängige Navigationsmuster, sowie die Validität methodischer Ansätze in der Online-Forschung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die kritische Würdigung der aktuellen Selektionsforschung im Web, um zu verstehen, wie Nutzer Entscheidungsprozesse in einer komplexen Informationsumgebung gestalten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden beleuchtet?

Es werden verschiedene Methoden wie lautes Denken, Eye-Tracking, Online-Befragungen, Mouse-Tracking und vor allem Logfile-Analysen in ihrem Nutzen und ihren Grenzen bewertet.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil bietet einen Überblick über den Forschungsstand, inklusive methodischer Ansätze, der Darstellung konkreter Ergebnisse wie dem 'Hub and spoke'-Muster und einer kritischen Auseinandersetzung mit Problemen der empirischen Erfassung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Selektion, Navigationsforschung, Heuristiken, Logfile-Analysen und das World Wide Web bestimmt.

Was besagt das 'Hub and spoke'-Muster?

Es beschreibt ein Navigationsverhalten, bei dem der Nutzer sternförmig von einer zentralen Seite zu Unterseiten springt und immer wieder zur Nabe zurückkehrt, was auf exploratives Suchen oder unzureichende Link-Informationen hindeutet.

Warum ist die Wahl der Versuchsgruppen problematisch?

Die Arbeit weist darauf hin, dass viele Studien primär Studenten oder spezifische Nutzergruppen untersuchen, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die Gesamtheit der Internetnutzer erschweren kann.

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Details

Title
Selektionsforschung - eine kritische Betrachtung
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Philosophie)
Course
Einführung in die computervermittelte Kommunikation
Grade
1,0
Author
B.A. Felix Reid (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V20097
ISBN (eBook)
9783638240789
ISBN (Book)
9783638776264
Language
German
Tags
Selektionsforschung Betrachtung Einführung Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Felix Reid (Author), 2003, Selektionsforschung - eine kritische Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20097
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