1. EINLEITUNG
2. ÖFFENTLICHKEIT
2.1 BEGRIFF DER MODERNEN ÖFFENTLICHKEIT AUS SICHT VERSCHIEDENER FORSCHER
2.2 VERGLEICHE UND UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEN ENTWÜRFEN
3. DAS ARENENMODELL NACH GERHARDS UND NEIDHARDT (1990)
4. WELTÖFFENTLICHKEIT
4.1 WAS BIRGT DER BEGRIFF WELTÖFFENTLICHKEIT?
4.2 FUNGIERT WELTÖFFENTLICHKEIT ALS ARENA DER MODERNEN ÖFFENTLICHKEIT?
5. FAZIT
LITERATURHINWEISE
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. ÖFFENTLICHKEIT
2.1 BEGRIFF DER MODERNEN ÖFFENTLICHKEIT AUS SICHT VERSCHIEDENER FORSCHER
2.2 VERGLEICHE UND UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEN ENTWÜRFEN
3. DAS ARENENMODELL NACH GERHARDS UND NEIDHARDT (1990)
4. WELTÖFFENTLICHKEIT
4.1 WAS BIRGT DER BEGRIFF WELTÖFFENTLICHKEIT?
4.2 FUNGIERT WELTÖFFENTLICHKEIT ALS ARENA DER MODERNEN ÖFFENTLICHKEIT?
5. FAZIT
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische Fundierung des Konzepts der Weltöffentlichkeit und prüft, ob das Arenenmodell nach Gerhards und Neidhardt (1990) erfolgreich auf diese globale Ebene übertragen werden kann, um deren Komplexität und Struktur zu analysieren.
- Theoretische Konzeptualisierung moderner Öffentlichkeit
- Systemtheoretische Ansätze zur Gesellschaftsbeobachtung
- Detaillierte Analyse des Arenenmodells von Gerhards und Neidhardt
- Untersuchung der Voraussetzungen und Herausforderungen einer Weltöffentlichkeit
- Diskussion der Rollen von Publikum und Akteuren in transnationale Kommunikationsarenen
Auszug aus dem Buch
3. Das Arenenmodell nach Gerhards und Neidhardt (1990)
Als offenes Kommunikationssystem stellt Öffentlichkeit eine diffuse und weitgespannte Größe dar, und um diese greifbarer zu machen wird im Folgenden eine genauere Differenzierung von Öffentlichkeit nach Gerhards und Neidhart vorgestellt. Autonome Öffentlichkeit wird bei Gerhards und Neidhardt in drei Ebenen gegliedert. Die Einteilung folgt anhand der Anzahl der Kommunikationsteilnehmer und des Grades der strukturellen Verankerung der verschiedenen Ebenen. Die strukturelle Differenzierung veranschaulicht so zum einen die „[…] Ausdifferenzierung eines autonomen Systems Öffentlichkeit, zum zweiten unterscheiden sie sich in ihrer spezifischen Art der Informationssammlung, -verarbeitung und -verwendung […]“ (Gerhards/Neidhardt 1990: 20).
Einfache Interaktionssysteme werden als „Encounters“ (Goffman 1961, zit. nach Gerhards/Neidhardt 1990: 20) bezeichnet, die Episodencharakter unter Anwesenden aufweisen. Das sind Personen unterschiedlicher Herkunft, die per Zufall auf einander treffen und interagieren. Als Beispiel dienen Öffentlichkeiten die durch Gespräche im Zug, auf dem Markt oder in Kaffeehäusern entstehen. „Die Wahrscheinlichkeit, mit der dies geschieht, hängt von makrostrukturellen Kontextbedingungen ab, vor allem der „Dichte“ einer Gesellschaft, d.h. dem Ausmaß ihrer gruppenübergreifenden Austauschbeziehungen“ (Gerhards/Neidhardt 1990: 20).
Die Ebene der Encounters charakterisiert schwere Themenkontinuität, „[…] Zerbrechlichkeit und relative Strukturlosigkeit“ (Gerhards/Neidhardt 1990: 20), da die Teilnehmer nicht stabil und konstant im Kommunikationsraum bleiben. Jedoch wird die Informationssammlung durch eine hohe Offenheit, Umweltsensibilität und Grenzenlosigkeit bei der Themenauswahl beschrieben. Die relative Strukturlosigkeit des Systems verhindert zugleich eine gebündelte Informationsverarbeitung und –anwendung (Vgl. Gerhards/Neidhardt 1990: 20f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die Problemstellung und die methodische Vorgehensweise, welche primär hermeneutisch und systemtheoretisch fundiert ist.
2. ÖFFENTLICHKEIT: Theoretische Herleitung des Öffentlichkeitsbegriffs durch die Diskussion systemtheoretischer Entwürfe von Luhmann, Görke, Kohring und Gerhards.
3. DAS ARENENMODELL NACH GERHARDS UND NEIDHARDT (1990): Detaillierte Darstellung des dreistufigen Modells der Öffentlichkeit mit den Ebenen Encounters, öffentliche Veranstaltungen und Massenmedienkommunikation.
4. WELTÖFFENTLICHKEIT: Überprüfung, ob das Arenenmodell auf die Weltöffentlichkeit übertragbar ist und ob diese eine adäquate Antwort auf die Komplexität der modernen Weltgesellschaft bietet.
5. FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und kritische Reflexion der Ergebnisse bezüglich der Struktur und Dynamik der Weltöffentlichkeit.
Schlüsselwörter
Öffentliche Kommunikation, Weltöffentlichkeit, Arenenmodell, Systemtheorie, Funktional differenzierte Gesellschaft, Massenmedien, Kommunikationsteilnehmer, Informationsverarbeitung, Gesellschaftliche Teilsysteme, Transnationale Öffentlichkeit, Öffentlichkeitsebenen, Soziale Ordnung, Komplexitätsreduktion, Interaktionssysteme, Diskussionsraum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Definition von Öffentlichkeit in modernen Gesellschaften und untersucht, wie dieses Konzept auf eine globale Ebene, die sogenannte Weltöffentlichkeit, übertragen werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die systemtheoretische Analyse der Öffentlichkeit, die Funktionsweise von Massenmedien sowie die Untersuchung von Kommunikationsstrukturen in verschiedenen gesellschaftlichen Arenen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, ob eine Weltöffentlichkeit existiert und ob das Arenenmodell nach Gerhards und Neidhardt als theoretischer Rahmen geeignet ist, um deren Struktur und Dynamik zu beschreiben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verfolgt einen hermeneutischen Ansatz, bei dem bestehende systemtheoretische Theorien herangezogen und argumentativ auf die Fragestellung angewendet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsarbeit, die Vorstellung des Arenenmodells in drei Ebenen und die anschließende kritische Diskussion der Übertragbarkeit dieses Modells auf transnationale Zusammenhänge.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Systemtheorie, Weltöffentlichkeit, Arenenmodell, moderne Gesellschaft und funktionale Differenzierung.
Welche Bedeutung haben die "Encounters" im Arenenmodell?
Encounters bilden die einfachste Ebene des Modells. Sie sind flüchtige Interaktionssysteme, die durch eine hohe Offenheit und Strukturlosigkeit gekennzeichnet sind.
Wie unterscheidet sich die Ebene der Massenmedienkommunikation von anderen Ebenen?
Im Gegensatz zu persönlichen Interaktionen ist die Massenmedienkommunikation durch eine technische Infrastruktur und professionelle Akteure wie Journalisten geprägt, was dem System eine dauerhafte und abstrakte Struktur verleiht.
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- Sonia Robak (Autor), 2012, Moderne Öffentlichkeit als Arenenmodell einer Weltöffentlichkeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200977