Die Vorgeschichte der Beitrittsverhandlungen beginnt 1959, als die Türkei den Antrag für ein Assoziierungsabkommen an die damalige Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, bestehend aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden, richtet. Zunächst wurde der Türkei eine Mitgliedschaft der EWG in Aussicht gestellt, die sich in drei Phasen entwickeln sollte und als vorläufiges Ziel für 1995 eine Zollunion ansah.
Seit dem so genannten Ankara Abkommen von 1963, bis zur Erklärung der Türkei als offiziellen Beitrittskandidaten 1999, kam es jedoch zu einigen Rückschlägen und Verzögerungen. So wurde zum Beispiel 1989, ein Beitrittsgesuch der Türkei von 1987 aufgrund der damaligen unbeständigen politischen und ökonomischen Situation, von der EG abgelehnt.
Am 01.Januar 1996 trat dann das europäische Wirtschaftsrecht in der Türkei in Kraft. Ein Jahr später, wird in Luxemburg entschieden, dass die Türkei für einen EU-Beitritt in Frage kommt. Der EU-Gipfel in Helsinki verkündet 1999 den Status der Türkei als offiziellen Beitrittskandidaten. Hierbei werden jedoch Bedingungen geknüpft, die von der EU regelmäßig in Fortschrittsberichten überprüft werden. Dazu gehört die Erfüllung der Kopenhagener Kriterien (vgl. Gremer/Hippler: 2004). Bis zu einem Beitritt wurden 10 bis 15 Jahre kalkuliert, in denen die Türkei, die ihr auferlegten Kopenhagener Kriterien erfüllen muss (vgl.spiegel.de).
Inhaltsverzeichnis
1.SACHANALYSE
1.1 GESCHICHTLICHER HINTERGRUND
1.2 DIE KOPENHAGENER KRITERIEN
1.3 DIE AUFNAHMEFÄHIGKEIT DER EU
2. DIDAKTISCHE ANALYSE
2.1 BEGRÜNDUNG DER LERNAUFGABE AUS DEM LEHRPLAN
2.2 BEDEUTSAMKEIT DES UNTERRICHTSINHALT
2.2.1 ALLGEMEIN
2.2.2 GEGENWARTBEDEUTUNG
2.2.3 ZUKUNFTSBEDEUTUNG
2.2.4 EXEMPLARISCHE BEDEUTUNG
2.3 DIDAKTISCHE REDUKTION/ DIDAKTISCHE TRANSFORMATION
2.3.1 QUANTITATIVE REDUKTION
2.3.2 QUALITATIVE REDUKTION
2.4 EINBETTUNG DER STUNDE IN DIE UNTERRICHTSEINHEIT
3. ANALYSE DER VORRAUSSETZUNGEN
3.1 ÄUßERE VORRAUSSETZUNGEN
3.2 INNERE VORRAUSSETZUNGEN
4.LERNZIELE
4.1 RICHTZIELE
4.2 GROBZIELE
4.3 FEINZIELE
5.METHODISCHE ÜBERLEGUNG
5.1 ARTIKULATION
5.1.1 STRUKTUR DER STUNDE
5.1.2 METHODISCHE GESTALTUNG DER PHASE
5.2 DIFFERENZIERUNG/ INDIVIDUALISIERUNG
5.3 SOZIAL- UND AKTIONSFORM
5.4 MEDIEN UND MATERIALIEN
5.5 MÖGLICHE SCHWIERIGKEITEN
5.6 UNTERRICHTSPRINZIPIEN
6. VERLAUFSÜBERSICHT
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisches Konzept für eine Gemeinschaftskunde-Unterrichtsstunde zu entwerfen, in der Schüler der 13. Jahrgangsstufe die komplexe Fragestellung erörtern, ob die Türkei der Europäischen Union beitreten sollte.
- Historischer Kontext und Entwicklung der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei
- Die Kopenhagener Kriterien als maßgebliche Voraussetzung für den EU-Beitritt
- Aufnahmefähigkeit der Europäischen Union als limitierender Faktor
- Methodische Gestaltung handlungsorientierten Politikunterrichts durch Stationenarbeit
- Förderung der Urteils- und Diskursfähigkeit bei Schülern
Auszug aus dem Buch
1.1 Geschichtlicher Hintergrund
Die Vorgeschichte der Beitrittsverhandlungen beginnt 1959, als die Türkei den Antrag für ein Assoziierungsabkommen an die damalige Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, bestehend aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden, richtet. Zunächst wurde der Türkei eine Mitgliedschaft der EWG in Aussicht gestellt, die sich in drei Phasen entwickeln sollte und als vorläufiges Ziel für 1995 eine Zollunion ansah.
Seit dem so genannten Ankara Abkommen von 1963, bis zur Erklärung der Türkei als offiziellen Beitrittskandidaten 1999, kam es jedoch zu einigen Rückschlägen und Verzögerungen. So wurde zum Beispiel 1989, ein Beitrittsgesuch der Türkei von 1987 aufgrund der damaligen unbeständigen politischen und ökonomischen Situation, von der EG abgelehnt.
Am 01.Januar 1996 trat dann das europäische Wirtschaftsrecht in der Türkei in Kraft. Ein Jahr später, wird in Luxemburg entschieden, dass die Türkei für einen EU-Beitritt in Frage kommt. Der EU-Gipfel in Helsinki verkündet 1999 den Status der Türkei als offiziellen Beitrittskandidaten. Hierbei werden jedoch Bedingungen geknüpft, die von der EU regelmäßig in Fortschrittsberichten überprüft werden. Dazu gehört die Erfüllung der Kopenhagener Kriterien (vgl. Gremer/Hippler: 2004). Bis zu einem Beitritt wurden 10 bis 15 Jahre kalkuliert, in denen die Türkei, die ihr auferlegten Kopenhagener Kriterien erfüllen muss (vgl.spiegel.de).
Zusammenfassung der Kapitel
1.SACHANALYSE: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext der türkischen Beitrittsbemühungen sowie die notwendigen Kopenhagener Kriterien und die Aufnahmefähigkeit der EU.
2. DIDAKTISCHE ANALYSE: Hier wird die Lernaufgabe im Rahmen des Lehrplans legitimiert und die Bedeutsamkeit, Reduktion sowie die Einbettung der Thematik in die Unterrichtseinheit dargelegt.
3. ANALYSE DER VORRAUSSETZUNGEN: Dieses Kapitel beschreibt die räumlichen äußeren Gegebenheiten des Gymnasiums sowie den inneren Wissensstand und die Lernvoraussetzungen des spezifischen Kurses.
4.LERNZIELE: Hier werden die Richt-, Grob- und Feinziele definiert, die die Schüler am Ende der Unterrichtseinheit erreicht haben sollen.
5.METHODISCHE ÜBERLEGUNG: Dieser Abschnitt erläutert die Artikulation der Stunde, die gewählten Sozialformen, die Mediennutzung, potenzielle Schwierigkeiten und die zugrunde liegenden Unterrichtsprinzipien.
6. VERLAUFSÜBERSICHT: Die tabellarische Darstellung der geplanten zeitlichen Phasen und Interaktionen zwischen Lehrkraft und Schülern.
Schlüsselwörter
Türkei, Europäische Union, EU-Beitritt, Kopenhagener Kriterien, Beitrittsverhandlungen, Politikunterricht, Handlungsorientierung, Stationenarbeit, Gemeinschaftskunde, Demokratie, Menschenrechte, Marktwirtschaft, Acquis communautaire, Aufnahmefähigkeit, Didaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Planung einer Gemeinschaftskunde-Stunde für die 13. Klasse eines Gymnasiums zum Thema eines möglichen EU-Beitritts der Türkei.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit deckt historische Hintergründe, politische und wirtschaftliche Beitrittskriterien (Kopenhagener Kriterien) sowie methodische Überlegungen zur Durchführung einer handlungsorientierten Unterrichtsstunde ab.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler fundierte Argumente für und gegen den EU-Beitritt der Türkei erarbeiten, reflektieren und ein eigenes begründetes Urteil dazu abgeben.
Welche wissenschaftliche Methode wird für den Unterricht verwendet?
Es kommt das Prinzip der Handlungsorientierung zum Einsatz, konkret umgesetzt durch Stationenarbeit und eine Pro-Contra-Debatte, um politisches Denken und Handeln zu fördern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse, eine didaktische Begründung, eine Analyse der Lernvoraussetzungen, die Definition von Lernzielen sowie eine detaillierte methodische Planung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie EU-Beitritt, Kopenhagener Kriterien, Didaktik, Handlungsorientierung und Stationenarbeit charakterisiert.
Warum ist das Kriterium der "Aufnahmefähigkeit der EU" relevant?
Dieses Kriterium ist entscheidend, da es nicht nur vom Beitrittskandidaten abhängt, sondern die Fähigkeit der EU bewertet, neue Mitglieder aufzunehmen, ohne die eigene Handlungsfähigkeit oder Stabilität zu gefährden.
Wie gehen die Schüler mit den Pro- und Contra-Argumenten um?
Die Schüler werden in Gruppen eingeteilt, sammeln eigenständig Argumente zu den jeweiligen Positionen und führen im Anschluss eine strukturierte Pro-Contra-Diskussion.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2010, Soll die Türkei der europäischen Union beitreten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200994