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Rahmenbedingungen einer neuen Handelspolitik in der Ära Clinton

Título: Rahmenbedingungen einer neuen Handelspolitik in der Ära Clinton

Trabajo de Seminario , 1996 , 14 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Klaus-Martin Meyer (Autor)

Economía - Finanzas
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Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich die zivile Luftfahrtindustrie zu einer der ganz wichtigen Schlüsselindustrien in der westlichen Welt. Nachdem anfänglich die Europäer die Technologieführerschaft inne hatten, und den ersten kommerziellen Düsenjet auf den Markt brachten, traten schnell die Amerikaner an diese Stelle und bauten sich eine monopolartige Stellung aus. 1980 kamen 85% der kommerziellen Jets aus den USA. Erst im Verlauf der 80er Jahre gelang es den Europäern mit dem Airbus - der durch hohe Subventionen konkurrenzfähig gemacht wurde - größere Marktanteile zu gewinnen. 1991 erreicht Airbus Industries einen Marktanteil von ca. 1/3 bei den großen Flugzeugen.
Tyson führt diesen Verlust der Amerikaner neben den technologischen Fortschritten der Europäer und deren Subventionspolitik, im wesentlichen auf Fehler in der amerikanischen Politik zurück. Diese unterscheidet sich bis heute grundlegend von der europäischen. Während die Europäer direkt in den Markt eingriffen (und weiterhin eingreifen) und so den Aufbau der Luftfahrtindustrie bewerkstelligten, subventionierten die Amerikaner ihre drei großen Produzenten Boeing, Lockheed und McDonnell (später McDonnell Douglas) vorallem indirekt über militärische Aufträge. Dabei enthielt sich die US-Regierung im wesentlichen ordnender Eingriffe in den Markt.
Diese Politik der Amerikaner erleichterte Airbus den Markteintritt, insbesondere auf Kosten von McDonnell Douglas und Lockheed.
Mit dem Gewinn von Marktanteilen durch die Europäer war eine Verschiebung von Produzentenrente von Amerika nach Europa verbunden. Darüber hinaus entstanden durch Airbus Industries hochqualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze in Europa auf Kosten der amerikanischen Wirtschaft. Auf der anderen Seite profitierten die Fluggesellschaften in den USA von dieser Konkurrenz zwischen den Produzenten, so daß die Wohlfahrtseffekte für die USA durch den Markteintritt von Airbus nicht ausschließlich negativ, und in der Summe schwer zu quantifizieren sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Charakteristika des kommerziellen Flugzeugmarktes

2.1 Technologie

2.2 Ökonomische Rahmenbedingungen des Flugzeugmarktes

2.3 Gefangendilemmasituation im Flugzeugmarkt

3. Die Entwicklung des Flugzeugmarktes und der Hersteller

3.1 Der Weg von Boeing zum Weltmarktführer

3.2 Der wide-body Wettbewerb zwischen Lockheed und McDonnell Douglas

3.3 Der Markteintritt von Airbus

4. Industriepolitik in der zivilen Luftfahrt

4.1 Politik der USA

4.2 Die Politik der Europäer

4.3 Ökonomische Auswirkungen der Regierungseingriffe

5. Spannungen zwischen den USA und Europa

6. Ausblick: Herausforderungen für die amerikanische Handelspolitik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die handelspolitischen Rahmenbedingungen der USA im zivilen Flugzeugmarkt während der Ära Clinton, insbesondere unter Berücksichtigung der Konkurrenz durch europäische Hersteller und der Auswirkungen staatlicher Subventionspolitik. Dabei wird analysiert, wie sich die Marktstrukturen durch staatliche Eingriffe veränderten und welche strategischen Herausforderungen sich daraus für die künftige amerikanische Wirtschaftspolitik ergeben.

  • Marktstruktur und Konzentrationsprozesse in der zivilen Luftfahrt
  • Die Rolle staatlicher Subventionen und Militäraufträge
  • Wettbewerbsdynamik zwischen Boeing, McDonnell Douglas, Lockheed und Airbus
  • Handelskonflikte und ordnungspolitische Ansätze zur Marktliberalisierung
  • Herausforderungen für die amerikanische Handels- und Industriepolitik

Auszug aus dem Buch

2. Der Charakteristika des kommerziellen Flugzeugmarktes

Der Markt für kommerzielle Flugzeuge zeichnete sich von Beginn an durch ein hohes Maß an Konzentration aus. Und trotz dieser hohen Konzentration war Experten bereits 1953 klar, daß der Konzentrationsprozeß nicht zu Ende war. Tyson zitiert in diesem Zusammenhang einen führenden Industrieanalysten mit den Worten: "It is pretty clear that all three builders cannot stay in the this market, perhaps not even two can make money on jets in the next ten years. The first question is which of the three, Douglas, Lockheed, or Boeing, is going to drop out."

Der Grund für diese extreme Tendenz zur Konzentration auf dem Flugzeugmarkt beruht im wesentlichen auf drei Gründen:

1. Die Zahl der Wettbewerber wird durch die für den Flugzeugbau notwendige Technologie und das damit verbundene Know-How von vornherein begrenzt.

2. Die Entwicklung und die Produktion von Jets ist mit immens hohen Investitionen verbunden, die auch einen großen Konzern ruinieren kann.

3. Der Absatzmarkt für große Düsenflugzeuge ist nicht groß genug, als das eine große Anzahl von Produzenten die extremen Investitionen angemessen verzinsen könnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der zivilen Luftfahrtindustrie und führt in das zentrale Problem der amerikanischen Wettbewerbsnachteile gegenüber dem subventionierten europäischen Airbus-Konsortium ein.

2. Der Charakteristika des kommerziellen Flugzeugmarktes: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen Besonderheiten des Flugzeugmarktes, wie hohe Skalenerträge und das Gefangenendilemma der Hersteller, die eine natürliche Konzentrationstendenz begünstigen.

3. Die Entwicklung des Flugzeugmarktes und der Hersteller: Die historische Darstellung beschreibt den Aufstieg Boeings und den Verdrängungswettbewerb zwischen den amerikanischen Herstellern sowie den erfolgreichen Markteintritt von Airbus.

4. Industriepolitik in der zivilen Luftfahrt: Hier werden die unterschiedlichen ordnungspolitischen Ansätze – indirekte Förderung über Militäraufträge in den USA versus direkte Subventionen in Europa – detailliert gegenübergestellt.

5. Spannungen zwischen den USA und Europa: Das Kapitel analysiert die Handelskonflikte, die aus den unterschiedlichen Subventionspolitiken resultierten, und beleuchtet erste diplomatische Versuche der Handelsliberalisierung.

6. Ausblick: Herausforderungen für die amerikanische Handelspolitik: Der Ausblick formuliert politische Handlungsempfehlungen für die USA, um die heimische Luftfahrtindustrie zukünftig wettbewerbsfähig zu halten und auf ausländische Subventionen adäquat zu reagieren.

Schlüsselwörter

Flugzeugmarkt, zivile Luftfahrt, Industriepolitik, Handelspolitik, Airbus, Boeing, Subventionen, Wettbewerb, Marktkonzentration, Skalenerträge, Militäraufträge, Handelskonflikt, Clinton-Ära, Weltmarkt, Protektionismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die handelspolitischen Rahmenbedingungen und die Wettbewerbssituation im zivilen Flugzeugmarkt während der Clinton-Ära mit Fokus auf den US-amerikanischen Herstellern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die ökonomischen Strukturen des Flugzeugbaus, die unterschiedlichen industriepolitischen Strategien der USA und Europas sowie die resultierenden Handelsspannungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für den Verlust der amerikanischen Marktführerschaft zu identifizieren und politische Ansätze für eine Neuausrichtung der amerikanischen Handelspolitik im Flugzeugsektor abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literatur- und Markt-Analyse, wobei sie sich zentral auf Erkenntnisse von Laura D'Andrea Tyson aus ihrem Werk "Who's bashing whom?" stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die technologischen und ökonomischen Charakteristika des Marktes, die Historie des Herstellerswettbewerbs und die Auswirkungen staatlicher Eingriffe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Flugzeugmarkt, Industriepolitik, Subventionen, Wettbewerb, Marktkonzentration, Airbus und US-Handelspolitik.

Warum war der Wettbewerb zwischen Lockheed und McDonnell Douglas aus Sicht der USA problematisch?

Der Wettbewerb in derselben Größenklasse führte zu ineffizienten Doppelstrukturen und hohen Verlusten, was die Position der amerikanischen Industrie im globalen Markt schwächte und Airbus den Markteintritt erleichterte.

Welche Rolle spielt der sogenannte "Taiwan-Deal" von McDonnell Douglas?

Der Deal dient als Beispiel dafür, dass die amerikanische Regierung weiterhin auf die Marktkräfte vertraut, anstatt eine kohärente Industriepolitik zu verfolgen, was langfristig die Abhängigkeit von ausländischen Partnern erhöhen könnte.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Rahmenbedingungen einer neuen Handelspolitik in der Ära Clinton
Universidad
University of Osnabrück  (Finanzwissenschaft)
Curso
Seminar Finanzwissenschaft
Calificación
1,7
Autor
Klaus-Martin Meyer (Autor)
Año de publicación
1996
Páginas
14
No. de catálogo
V20112
ISBN (Ebook)
9783638240888
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rahmenbedingungen Handelspolitik Clinton Seminar Finanzwissenschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Klaus-Martin Meyer (Autor), 1996, Rahmenbedingungen einer neuen Handelspolitik in der Ära Clinton, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20112
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