E-Commerce. Definition, Einteilung, Möglichkeiten, Vor- und Nachteile


Hausarbeit, 2002

21 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Electronic Commerce?
2.1. Verschiedene Definitionen des EC
2.2. Potentiale des EC

3. Einteilung des EC
3.1. Geschäftsmodelle des EC
3.2. Akteure des EC

4. Die Phasen des marktbezogenen Agierens
4.1. Die Evaluationsphase
4.2. Die Kontrahierungsphase
4.3. Das Posttrading

5. Vor- und Nachteile des EC
5.1. Aus Sicht der Unternehmen
5.2. Aus Sicht der Kunden

6. Bezahlungsmöglichkeiten

7. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.Einleitung

Der Mensch hat das Bestreben in seinem Handeln immer schneller zu werden - er sucht nach einem Markt, bei dem Zeit nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Die Erfindung des Internets war die Voraussetzung für einen fast zeitunabhängigen Handel. Es wird die Abwicklung aller kommerziellen Prozesse in Echtzeit angestrebt.

Somit gilt das riesige Datennetz als letzte große Erfindung des letzten Jahrhunderts. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen, die in dieses neue Medium gesetzt werden.

Gekennzeichnet ist das Internet derzeit durch einerseits gigantische Zuwachsraten und andererseits extremen Finanzierungsproblemen. Beides soll sich jedoch in Zukunft ändern. Die Zahl der Benutzer stabilisiert sich auf hohem Niveau und man wird in Zukunft mehr zahlen müssen, um den Bestand des Web sicherzustellen.[1] Der Inhalt des World Wide Web hat sich seit Bestehen stark verändert. Anfänglich kamen die Inhalte aus Hochschulen und waren meist experimentell, wissenschaftlich angelegt. Heute findet man überwiegend die Angebote ambitionierter Privatleute oder kommerzieller Unternehmen im Internet. Größtenteils dienen die Unternehmensauftritte ausschließlich dem Image-Gewinn.[2]

Das Internet ermöglicht es, den kommerziellen Teil des Handelsprozesses weitestgehend auf elektronische Medien zu verlagern. Aber wo sind zur Zeit noch Grenzen gesetzt? Ist wirklich jedes Produkt, jede Dienstleistung in elektronischen Märkten unter Ausschluß des physischen Marktes zu handeln? Mit welchen Mitteln wird der elektronische Handel realisiert. Alle diese Fragen bedürfen einer näheren Betrachtung.

2. Was ist Electronic Commerce?

2.1 Verschiedene Definitionen des EC

Der Begriff Electronic Commerce wird von jedem Autor nach eigenem Ermessen definiert,

wobei sich die unterschiedlichen Definitionen meist nur durch eine mehr oder weniger starke

Eingrenzung oder Ausweitung des Begriffes Handel im Internet unterscheiden.

„“Electronic Commerce“ ist die Gesamtheit aller Mechanismen, Prozesse und Bausteine

zur informationstechnischen Unterstützung von Handelstransaktionen zwischen

Marktteilnehmern.“[3]

Diese Definition von Merz ist – trotz der im Vergleich mit anderen Definitionen sehr weiten

Formulierung – umfassend und vermag die Elemente des Electronic Commerce abschließend

aufzuzeigen. Für die weiteren Betrachtungen in dieser Arbeit wird diese Definition von Merz

zu Grunde gelegt.

Die folgenden Definitionen von Electronic Commerce (auch: elektronischer Markt oder

elektronischer Handel) sollen die Vielfalt an Begriffsbestimmungen und die damit

verbundene Konfusion und Abgrenzungsschwierigkeiten zeigen:

„Der Begriff des elektronischen Marktes oder elektronischen Handels läßt auf das klassische

Tauschgeschäft „Ware gegen Geld“ schließen, wobei im Idealfall allerdings nur noch die

Ware physisch transportiert wird. Die Suche des Kunden nach geeigneten Produkt- und

Dienstleistungsangeboten, die Sortimentspräsentation der Anbieter, der Austausch von

Offerten und Bestellungen bzw. Aufträgen und selbst die Zahlungen erfolgen auf

elektronischem Weg via Internet.“[4]

„Ein Markt ist gleichbedeutend mit der Gesamtheit der Käufer und Anbieter, die an

tatsächlichen oder potentiellen Transaktionen beteiligt sind, die mit einem gewissen Gut bzw.

einer gewissen Dienstleistung zusammenhängen. Der Volkswirt versteht unter einer

Transaktion den Tausch von Gütern und Dienstleistungen zwischen autonomen Individuen.

Getauscht wird dabei gegen Zahlungsmittel. Ein wesentlicher Aspekt der Transaktion ist die

Freiwilligkeit: diese kommt genau dann zustande, wenn sich beide Transaktionspartner vom

Tausch einen Nutzen versprechen. Auch von einem elektronischen Markt erwarten wir nun

die Erfüllung der oben gemachten Aussagen. Entsprechend dieser Forderung sind

elektronische Märkte mit Hilfe der Telekommunikation und Informatik realisierte Systeme

des marktmäßigen Tausches von Gütern und Leistungen, die alle Phasen der Transaktion

unterstützen. „Markt“ muß so gesehen nicht unbedingt ein geographischer Ort sein. Ein

elektronischer Markt ist der gedankliche Ort des Zusammentreffens von Angebot und

Nachfrage. Diese Vorstellung läßt sich lückenlos umsetzen, wenn digitale Güter und digitales

Geld ins Spiel kommen.“[5]

„Bei einem elektronischen Markt handelt es sich um ein elektronisches Medium, das einen

virtuellen Platz des Tauschens schafft.“[6]

2.2 Potentiale des EC

Ob eCommerce, eBusiness bzw. das Internet als solches noch die Pferde sind, auf die es zu setzen gilt, wird gegenwärtig häufig diskutiert. Zwar gelten diese Begriffe nach wie vor als Synonyme für große Chancen, innovative Märkte und neue Formen des Wirtschaftens. Aber mittlerweile auch für einen beschleunigten und zunehmend härteren Wettbewerb, dem die blinde Euphorie der Anfangsjahre weichen mußte. Nicht zuletzt die seit dem vergangenen Jahr deutlich gewordenen Kurskorrekturen bei den Technologieaktien erfordern eine realistische Einschätzung der Zukunftsperspektiven.

Realistisch heißt zunächst, daß monetärer und realer Sektor sauber auseinandergehalten werden, ohne jedoch Wechselwirkungen zu vernachlässigen. Die Vermengung von monetären und realen Effekten ist der zur Zeit am häufigsten gemachte Fehler, wenn es um die Einschätzung der Zukunftspotentiale der Internetwirtschaft geht. So fiel die NASDAQ im Verlauf des Jahres 2000 um ca. 40 %. In der Regel wird davon ausgegangen, daß sinkende Kurse mehr oder weniger auf die Investitionen der betroffenen Unternehmen durchschlagen. Inwieweit dies zutrifft, ist schwer abzuschätzen. Jedenfalls betrugen die Investitionen von US-Unternehmen in die Internet-Infrastruktur nach IDC im Jahre 2000 260 Mrd. US $ und weisen gegenüber 1999 ein Wachstum von 53 % aus. Auch für das Jahr 2001 gibt es keinen Anlaß für Pessimismus. IDC erwartet weltweit Investitionen in Online-Aktivitäten von 700 Mrd. US $. Eine Abschwächung des Wachstums der Investitionen ist für 2001 jedoch wahrscheinlich. Dennoch werden am Ende, wie im Jahr 2000, Zahlen herauskommen, die weit über dem Durchschnitt der anderen Branchen liegen. Der aktuelle Niedergang der Technologiewerte ist eine schmerzhafte Kurskorrektur, schließt aber ein weiteres Wachstum der Internetwirtschaft auf einem hohen Niveau von Investitionen nicht aus.[7]

3. Einteilung des EC

3.1 Geschäftsmodelle

Unter EC versteht man, wie schon beschrieben, entweder den Handel mit Waren oder die Bereitstellung von Informationen über das Internet. Im Sinne des Commerce-Aspektes muß damit in beiden Fällen auch ein gewisser Geschäftszweck, also das Bestreben nach Umsatz verbunden sein. Man unterscheidet daher handelsorientierte und informationsorientierte Geschäftsmodelle. Diese aufgeführten Modelle sind aber in der Praxis nicht in Reinform vorhanden, denn der Handel der Waren und die Bereitstellung von Informationen sind durch das Internet untrennbar miteinander verbunden. Aber es ist trotzdem möglich Unternehmen den Kategorien und Unterkategorien schwerpunktmäßig zuzuordnen.

Informationsorientierte Geschäftsmodelle stellen überwiegend in strukturierter Form Informationen bzw. die Infrastruktur für den interaktiven Austausch von Informationen zwischen den Nutzern bereit. Finanziert wird dieses dann indirekt durch die Werbung der Unternehmen auf den jeweiligen Sites.

Informationsorientierte EC Geschäftsmodelle werden auch anhand der Rolle des Users unterschieden. Greift der Nutzer hauptsächlich auf Informationen zurück, die von den Websites selbst aufbereitet bzw. strukturiert werden, spricht man von der Nutzung von Portalen. Weiterhin unterscheidet man üblicherweise in horizontale und vertikale Portale. Die horizontalen Portale, die sogenannten Zugangsportale decken eher ein breites Informationspektrum ab, wobei die vertikalen (Themenportale) sich auf ein bestimmtes Themenfeld konzentrieren.

Handelsorientierte Geschäftsmodelle orientieren sich, wie der Name schon sagt, am Kauf oder Tausch von Waren. Entsprechend der Marktteilnehmer unterscheidet man in Shop-Konzepte (Nachfragehierachie, d.h. ein Nachfrager kann auf mehrere Anbieter zurückgreifen), Marktplätze (ein Markt auf dem mehrere ähnliche Anbieter und mehrere Nachfrager zusammen kommen) und Einkaufsplattformen (Anbieterhierachie, d.h. viele Nachfrager schließen sich zusammen und stehen einem Anbieter gegenüber). In allen Fällen wird mit verschiedenen Waren gehandelt. Dies können sowohl herkömmliche neue als auch gebrauchte Produkte sein. Eine besondere Form der Waren dagegen stellen elektronische Waren dar. Das sind zum einen Informationen und zum anderen kostenpflichtige Downloads. Diese werden entgeltlich z.B. über einen geschützten Zugriff bereitgestellt.[8]

[...]


[1] Vgl.: c´t – Magazin für Computertechnik, Ausgabe 6/98, S. 162

[2] Vgl.: c´t – Magazin für Computertechnik, Ausgabe 6/98, S. 163

[3] Merz (1998) S. 18

[4] Stocker (1998) S. 7

[5] Illik (1998) S. 12

[6] Brandtweiner/Greimel (1998) S. 37

[7] Vgl.: www.electronic-commerce.org

[8] Vgl. Ringlstetter (2001), S.9 ff

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
E-Commerce. Definition, Einteilung, Möglichkeiten, Vor- und Nachteile
Hochschule
Hochschule Merseburg  (Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen)
Note
1,3
Autor
Jahr
2002
Seiten
21
Katalognummer
V20115
ISBN (eBook)
9783638240918
Dateigröße
489 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E-Commerce
Arbeit zitieren
Marcus Höse (Autor), 2002, E-Commerce. Definition, Einteilung, Möglichkeiten, Vor- und Nachteile, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20115

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