Der Mensch hat das Bestreben in seinem Handeln immer schneller zu werden - er sucht nach einem Markt, bei dem Zeit nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Die Erfindung des Internets war die Voraussetzung für einen fast zeitunabhängigen Handel. Es wird die Abwicklung aller kommerziellen Prozesse in Echtzeit angestrebt.
Somit gilt das riesige Datennetz als letzte große Erfindung des letzten Jahrhunderts. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen, die in dieses neue Medium gesetzt werden.
Gekennzeichnet ist das Internet derzeit durch einerseits gigantische Zuwachsraten und andererseits extremen Finanzierungsproblemen. Beides soll sich jedoch in Zukunft ändern. Die Zahl der Benutzer stabilisiert sich auf hohem Niveau und man wird in Zukunft mehr zahlen müssen, um den Bestand des Web sicherzustellen. Der Inhalt des World Wide Web hat sich seit Bestehen stark verändert. Anfänglich kamen die Inhalte aus Hochschulen und waren meist experimentell, wissenschaftlich angelegt. Heute findet man überwiegend die Angebote ambitionierter Privatleute oder kommerzieller Unternehmen im Internet. Größtenteils dienen die Unternehmensauftritte ausschließlich dem Image-Gewinn.
Das Internet ermöglicht es, den kommerziellen Teil des Handelsprozesses weitestgehend auf elektronische Medien zu verlagern. Aber wo sind zur Zeit noch Grenzen gesetzt? Ist wirklich jedes Produkt, jede Dienstleistung in elektronischen Märkten unter Ausschluß des physischen Marktes zu handeln? Mit welchen Mitteln wird der elektronische Handel realisiert. Alle diese Fragen bedürfen einer näheren Betrachtung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Electronic Commerce?
2.1. Verschiedene Definitionen des EC
2.2. Potentiale des EC
3. Einteilung des EC
3.1. Geschäftsmodelle des EC
3.2. Akteure des EC
4. Die Phasen des marktbezogenen Agierens
4.1. Die Evaluationsphase
4.2. Die Kontrahierungsphase
4.3. Das Posttrading
5. Vor- und Nachteile des EC
5.1. Aus Sicht der Unternehmen
5.2. Aus Sicht der Kunden
6. Bezahlungsmöglichkeiten
7. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Mechanismen und Strukturen des Electronic Commerce. Ziel ist es, Definitionen zu klären, die verschiedenen Phasen des Online-Handels zu analysieren und die Vor- und Nachteile aus Sicht von Unternehmen sowie Kunden zu beleuchten, um die Relevanz des Themas im heutigen Wettbewerbsumfeld einzuordnen.
- Grundlegende Begriffsbestimmungen und ökonomische Potentiale von E-Commerce.
- Klassifizierung von Geschäftsmodellen und den beteiligten Akteuren am Markt.
- Analyse der Transaktionsphasen: Evaluation, Kontrahierung und Posttrading.
- Gegenüberstellung der Chancen und Risiken für Unternehmen und Endverbraucher.
- Betrachtung von Zahlungssystemen als sicherheitsrelevante Grundlage des digitalen Handels.
Auszug aus dem Buch
3.2 Akteure
Wie schon kurz aufgeführt, unterscheidet man anhand der am Geschäft beteiligten Parteien folgende Ausprägungen des EC:
• Business-to-Business (B2B)
• Business-to-Consumer (B2C)
• Business-to-Administration (B2C)
• Consumer-to-Administration(C2A)
Im Rahmen dieser Arbeit beschränke ich mich auf die Bearbeitung der ersten zwei Punkte.
Business-to-Business-Commerce umfaßt den Online-Handel zwischen verschiedenen Unternehmen. Zwischen den Transaktionspartnern besteht in der Regel eine längerfristige Geschäftsbeziehung. Traditionell erfolgt dies zunächst entlang der Zulieferbeziehung einer bestehenden Wertschöpfungskette. „Der Electronic Commerce-Einsatz hilft hierbei den Einkaufsabteilungen, den Beschaffungsbedarf eines Unternehmens zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen und beim Zulieferer rechtzeitig Kapazitäten zu reservieren. Dazu ist eine präzise Überwachung von Ein- und Verkaufstransaktionen des Unternehmens erforderlich. Wal-Mart, eine amerikanische Supermarkt-Kette, die in den letzten Jahren explosionsartig expandiert ist und bereits begonnen hat, in Europa Fuß zu fassen, gilt als Paradebeispiel. Das Unternehmen ist ein internationaler Rationalisierungs-Spitzenreiter im Beschaffungsbereich. Bei Wal-Mart werden Abverkäufe an den POS-Terminals direkt an den Lieferanten gemeldet, so daß dieser in Echtzeit den Lagerbestand des Geschäfts verfolgen kann. Ein Schlüsselelement ist dabei der Zugriff des Lieferanten auf die Datenbank von Wal-Mart über dessen Extranet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entwicklung des Internets als Handelsplattform und identifiziert die technologische Transformation von Handelsprozessen als zentrales Forschungsfeld.
2. Was ist Electronic Commerce?: Dieses Kapitel definiert Electronic Commerce als ganzheitliche Unterstützung von Handelstransaktionen und bewertet die Potentiale der digitalen Internetwirtschaft.
3. Einteilung des EC: Es erfolgt eine Differenzierung nach Geschäftsmodellen (informations- versus handelsorientiert) sowie eine Einordnung der beteiligten Akteure wie B2B und B2C.
4. Die Phasen des marktbezogenen Agierens: Hier werden der Evaluationsprozess, die Kontrahierungsphase sowie die nachgelagerte Posttrading-Phase systematisch dargestellt.
5. Vor- und Nachteile des EC: Das Kapitel vergleicht den Online-Handel aus Sicht der Unternehmen (Kosteneffizienz) und Kunden (Preistransparenz, Bequemlichkeit) und diskutiert dabei auftretende Herausforderungen.
6. Bezahlungsmöglichkeiten: Es werden gängige Zahlungsmethoden wie Kreditkarten, Nachnahme und Smart Cards sowie deren Sicherheitsaspekte im Internet evaluiert.
7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz der Bedeutung von E-Commerce der konventionelle Handel durch persönliche Beratung und physische Produkterlebnisse weiterhin existenzberechtigt bleibt.
Schlüsselwörter
Electronic Commerce, E-Business, Geschäftsmodelle, B2B, B2C, Online-Handel, Internetökonomie, Transaktionsphasen, Markttransparenz, Zahlungssysteme, Online-Marketing, digitale Güter, Unternehmensprozesse, Wettbewerbsvorteil, Internetinfrastruktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen und strukturellen Aspekten des Electronic Commerce und dessen Einfluss auf den modernen Handel.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition von E-Commerce, verschiedene Geschäftsmodell-Typen, der Ablauf von Online-Transaktionen sowie die Vor- und Nachteile für die Marktteilnehmer.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für die Funktionsweise des elektronischen Handels zu schaffen und die Auswirkungen auf traditionelle Geschäftsstrukturen kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis von Fachliteratur und Marktstudien zur E-Commerce-Entwicklung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Einteilung des E-Commerce, die Phasen des marktbezogenen Agierens (Evaluation, Kontrahierung, Posttrading) sowie die Vor- und Nachteile des Modells.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie B2B, B2C, Markttransparenz, Online-Handel und digitale Zahlungssysteme charakterisiert.
Wie unterscheiden sich informations- und handelsorientierte Geschäftsmodelle?
Informationsorientierte Modelle stellen Inhalte bereit und werden oft durch Werbung finanziert, während handelsorientierte Modelle direkt auf den Kauf oder Tausch von Waren abzielen.
Warum ist das "Posttrading" für den Erfolg des E-Commerce wichtig?
Das Posttrading umfasst die Abwicklung von Verträgen, Logistik und Kundenservice, was essenziell für die Kundenzufriedenheit und die nachhaltige Kundenpflege ist.
Welche Rolle spielen Sicherheitsprotokolle wie SSL bei den Bezahlungsmöglichkeiten?
SSL-Standards ermöglichen eine sichere Verschlüsselung von Kreditkartendaten, was die Vertrauensbasis für Online-Transaktionen maßgeblich stärkt.
- Citar trabajo
- Marcus Höse (Autor), 2002, E-Commerce. Definition, Einteilung, Möglichkeiten, Vor- und Nachteile, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20115