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Hat das Lernspiel im Unterricht positive Auswirkungen auf die Motivation des Kindes?

Title: Hat das Lernspiel im Unterricht positive Auswirkungen auf die Motivation des Kindes?

Seminar Paper , 2002 , 29 Pages , Grade: 2

Autor:in: Martina Meister-Wolf, Mag. (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Durch die im Seminar vorgestellte Literatur begann ich, mich mit dem Thema Spiel auseinander zu setzen. Ich gingen auf Literatursuche und erkannte, dass das Thema sehr umfangreich und ohne gezielte Fragestellung nicht zu bewältigen wäre. Daraufhin wählten wir das Lernspiel aus, da ich aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit als Volksschullehrerin täglich mit dem Spiel in Lernsituationen konfrontiert ist.

Zum Thema Lernspiele besorgte ich passende Literatur und studierten diese. Besonders intensiv beschäftigte ich mich mit den Werken „Psychologie des Spiels“ von Rolf OERTER, Inhaber des Lehrstuhls für Entwicklungspsychologie an der Universität München, 1999 und „Handlungsorientiert lehren und lernen“ von Herbert GUDJONS, eines Hamburger Schulpädagogen.

Nach genauerer Auseinandersetzung mit der Literatur stellte sich die Frage, ob das Lernspiel im Unterricht positive Auswirkungen auf die Motivation des Kindes hat. Daran schließen sich die Fragen, wie die Motivation im Unterricht gesteigert werden kann und welche positiven Auswirkungen sich durch die gesteigerte Motivation auf das Arbeitsverhalten des Kindes ergeben. Beobachtungen aus der Praxis sollen in die Seminararbeit einfließen.

Die Arbeit mit Kindern bereitet mir Freude und daher bin ich bestrebt, bei den Kindern die Lust am Lernen zu wecken und die Lernumgebung durch Lernspiele abwechslungsreicher und lustbetonter zu gestalten. Mit Hilfe des Spiels werden soziales Lernen, Gemeinschaftsgefühl, Spaß am Entdecken von Neuem, üben von bereits gelernten Inhalten aber auch das Kommunizieren miteinander vereint. Daher erscheint es mir sehr wichtig, den Kindern Platz für Spiel im Hort und in der Schule zu lassen.

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort und Einleitung

1. Theoretische Grundlagen

1.1 Der Begriff „Spiel“

1.2 Theorien des Spiels

1.3 Merkmale des Spiels

1.4 Spielen, ein Handeln ganz besonderer Art

1.4.1 Handlung um der Handlung willen

1.4.2 Wechsel des Realitätsbezuges

1.4.3 Wiederholung und Ritual

1.5 Grundformen und Grundarten des Spiels

1.5.1 Funktionsspiel (sensomotorisches oder Übungsspiel)

1.5.2 Informationsspiel oder Explorationsspiel

1.5.3 Fiktions- oder Symbolspiel

1.5.4 Regelspiel

1.5.5 Konstruktionsspiele

1.5.6 Bewegungsspiele

1.5.7 Wettbewerb- oder Kampfspiele

1.5.8 Lernspiele

1.5.9 Parallelspiele

1.6 Möglichkeiten zur Förderung des kindlichen Spielens

2. Das Spiel in der Therapie

2.1 Was ist die Spieltherapie?

2.2 Verfahrensweisen in der Spieltherapie

2.2.1 Direktive Spieltherapie

2.2.2 Nicht-direktive Spieltherapie

2.3 Die acht Grundprinzipien der nicht-direktiven Spieltherapie

2.4 Die Teilnehmer

2.4.1 Das Kind

2.4.2 Der Therapeut

2.4.3 Die Eltern oder Elternersatzpersonen

2.5 Therapieformen

2.5.1 Einzeltherapie

2.5.2 Gruppentherapie

3. Die Bedeutung des Spiels für die kindliche Entwicklung

3.1 Warum spielen Kinder?

3.1.1 Das Spiel als Realitätsbewältigung

3.1.2 Formen der Realitätsbewältigung

3.1.3 Wie kommt es überhaupt zum Spiel?

3.2 Das Spiel als Weg zur Erschließung des eigenen Selbst

3.2.1 Spiel als integratives Medium für den Aufbau des Selbst

3.2.2 Macht und Kontrolle im Spiel

3.2.3 Die Identifikation mit der zugewiesenen Geschlechtsrolle

3.3 Beziehungsthematiken im Spiel

3.3.1 Der Wunsch nach Freundschaft

3.3.2 Geschwisterrevalität

3.3.3 Bindungsverlust und Bindungsunsicherheit

3.4 Was wird aus dem Spiel im Erwachsenenalter?

4. Schlussbetrachtungen und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Lernspiele im schulischen Unterricht positive Auswirkungen auf die Motivation von Kindern haben können. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen spielerischen Lernumgebungen und dem Arbeitsverhalten der Kinder zu analysieren sowie Ansätze für eine motivationsfördernde Gestaltung des Unterrichts durch Spielmaterialien aufzuzeigen.

  • Theoretische Fundierung des Spielbegriffs und klassischer Spieltheorien
  • Analyse des Lernspiels als Instrument zur Steigerung der Lernmotivation
  • Psychologische Bedeutung des Spiels für die kindliche Entwicklung und Realitätsbewältigung
  • Methoden und Ansätze der spieltherapeutischen Begleitung bei Anpassungsschwierigkeiten
  • Bedeutung von Spielraum, Materialwahl und spielerischer Interaktion im Unterricht

Auszug aus dem Buch

1.4.1. Handlung um der Handlung willen

Intentionalität (Zielgerichtetheit) und der Gegenstandsbezug gelten generell als Merkmale für Handeln. Intentionalität beginnt bereits im ersten Lebensjahr und schon im zweiten Lebensjahr ist es kaum mehr möglich, Verhaltensweisen zu finden, die nicht als Handlungen interpretiert werden können. z.B.: Beobachtungen bei einem zwei- bis dreimonatigen Säugling – Überraschung und aktive Mundarbeit, wenn ein Gegenstand berührt wird. Um soziale Interaktion zu ermöglichen, muss das kindliche Verhalten als absichtsvolles Handeln aufgefasst werden. Die zeitliche Vorwegnahme der Handlung und des Handlungszieles, die Beibehaltung eines Handlungszieles und die Kontrolle des Ist Zustandes (derzeitiger Handlungsstand) mit dem Soll-Zustand (Handlungsziel) kennzeichnet Handeln.

Von Anfang an ist alles Handeln auf Gegenstände gerichtet – Gegenstandsbezug. Einerseits geht es um soziale Partner als „Objekte“ (Beziehung und Bindung zu anderen Menschen – insbesondere zur Mutter), andererseits um von der Umgebung bereitgestellte Gegenstände. Es ist wichtig, die Art des Gegenstandes, mit dem das Kind eine handelnde Beziehung aufnimmt, in die Beobachtung und Analyse mit einzubeziehen. Gegenstände erfüllen einerseits den von der Kultur vorgeschriebenen Zweck (z.B.: Sessel – zum Sitzen), andererseits werden sie vom Kind (z.B. zu einem Auto) umfunktioniert. Beim Spielen fehlt im Handlungsmodell von HECKHAUSEN (1977) das „Handlungsergebnis“, das Spiel wird um seines selbst willen gespielt (Zweckfreiheit).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den Spielbegriff, verschiedene klassische Spieltheorien sowie die wesentlichen Merkmale des Spiels, wie Zweckfreiheit und Realitätserfahrung.

2. Das Spiel in der Therapie: Hier wird der Einsatz von Spiel in der Therapie, insbesondere die nicht-direktive Spieltherapie nach Axline, als Mittel zur Selbstdarstellung und Bewältigung von Konflikten beschrieben.

3. Die Bedeutung des Spiels für die kindliche Entwicklung: Das Kapitel analysiert, wie Spiel als Medium zur Realitätsbewältigung, zur Entwicklung des Selbstbildes und zur Verarbeitung sozialer Bindungsthematiken dient.

4. Schlussbetrachtungen und Ausblick: Diese Zusammenfassung unterstreicht die positive Wirkung von Lernspielen auf die Schülermotivation und regt weitere Untersuchungen zur sozialen Komponente von Spielverhalten an.

Schlüsselwörter

Lernspiel, Motivation, Spieltheorie, kindliche Entwicklung, Spieltherapie, Realitätsbewältigung, Sozialverhalten, Handlungspsychologie, Spielförderung, Rollenspiel, Bindung, Identifikation, Geschwisterrivalität, Lernumgebung, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wirkung von Lernspielen im Unterricht auf die Motivation und das Arbeitsverhalten von Kindern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen des Spiels, der therapeutische Nutzen des Spielens sowie die entwicklungspsychologische Bedeutung für die kindliche Identität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das Lernspiel im Unterricht motivierend wirkt und wie Lehrkräfte durch gezielte Materialgestaltung und Spielformen die Lernfreude steigern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse entwicklungspsychologischer und pädagogischer Werke (u.a. von Oerter und Gudjons) sowie der Einbeziehung von Praxisbeobachtungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte des Spiels, die Bedeutung für die kindliche Entwicklung sowie die methodischen Möglichkeiten, Spiel in der Schule und in therapeutischen Settings sinnvoll zu nutzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Lernspiel, Motivation, Spieltherapie, Realitätsbewältigung und kindliche Identitätsentwicklung.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen direktiver und nicht-direktiver Spieltherapie eine Rolle?

Die Unterscheidung ist entscheidend, um zu verstehen, wie Therapeuten durch unterschiedliche Rollen – entweder als Führungsperson oder als unterstützender Begleiter – den emotionalen Ausdruck des Kindes fördern.

Wie beeinflusst das Spiel die Geschwisterrivalität?

Das Spiel dient Kindern als sicherer Rahmen, um unbewusste Rivalitätsgefühle an Ersatzobjekten auszuleben und alternative Lösungsstrategien für Machtkonflikte zu erproben.

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Details

Title
Hat das Lernspiel im Unterricht positive Auswirkungen auf die Motivation des Kindes?
College
University of Vienna  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Grade
2
Author
Martina Meister-Wolf, Mag. (Author)
Publication Year
2002
Pages
29
Catalog Number
V20119
ISBN (eBook)
9783638240949
Language
German
Tags
Lernspiel Unterricht Auswirkungen Motivation Kindes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Meister-Wolf, Mag. (Author), 2002, Hat das Lernspiel im Unterricht positive Auswirkungen auf die Motivation des Kindes?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20119
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