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Der Einfluss des Impression Management auf die Datenfreigabe im sozialen Netzwerk Facebook

Título: Der Einfluss des Impression Management auf die Datenfreigabe im sozialen Netzwerk Facebook

Trabajo de Seminario , 2012 , 64 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Ines Koch (Autor)

Medios / Comunicación - Multimedia, internet, nuevas tecnologías
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„Wir alle spielen Theater.“ hieß das 1959 von Sozialforscher Erving Goffman verfasste Werk, in dem der Autor postulierte, dass alle Menschen sich im Alltag selbst darstellen wie Schauspieler auf einer Bühne. Dieses Phänomen betitelt man auch als Impression Management: jedes Individuum kontrolliert und beeinflusst den Eindruck, den es in der Interaktion mit anderen bei den Beteiligten hinterlässt (Mummendey 1995, S. 111).

Durch die Social Networking Site (SNS) Facebook hat diese Selbstdarstellung eine neue Ebene erreicht: Anhand eines Profils können wir uns dort der allgemeinen Öffentlichkeit, als auch Freunden und Bekannten präsentieren. Ein soziales Netzwerk kann selbstverständlich nur dann funktionieren, wenn die Beteiligten bereit sind, das eigene Profil mit Daten zu füttern, damit andere auf sie aufmerksam werden. Dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass wir alle Rechte an den hochgeladenen Daten an Facebook abtreten (Adamek 2011, S.89). Zudem verfolgt Facebook eigene Ziele und verkauft diese persönlichen Angaben zu einer Person, bspw. zu Marktforschungszwecken.
Der folgende Schluss liegt nahe: „Der offene Informationsaustausch und die Privatsphärenbedürfnisse der Nutzer sind konkurrierende Ziele.“ (Fraunhofer Institut SIT 2008, S. 14). Einerseits wollen die Nutzer dem Netzwerk Informationen zur Verfügung stellen, um die Vorteile der SNS nutzen zu können, andererseits ist ihnen ihre Privatsphäre und somit der Schutz ihrer eigenen Daten wichtig.
Nutzt man Facebook selbst und schaut sich Profile anderer User an, fällt jedoch folgende Tatsache auf: Facebook ist längst keine reine Kommunikationsplattform mehr. Für einige Mitglieder scheint der Nutzen des offenen Informationsaustausches nicht mehr der wichtigste zu sein: Sie stellen sich innerhalb des Netzwerks nicht nur dar, um von anderen gefunden zu werden. Stattdessen gehen sie einen Schritt weiter und „überfluten“ andere Nutzer mit Informationen über ihre Person, um sich jenen möglichst authentisch zu präsentieren. Im Rahmen dieser Untersuchung soll nun herausgefunden werden, wie viele Daten die Nutzer Facebooks preisgeben, um sich dort zu präsentieren und inwieweit das Verlangen Impression Management zu betreiben mit dem Wunsch nach Datenschutz und Privatsphäre konkurriert. Dabei sollen nicht nur kritische Hinterfragungen bezüglich der Datenfreigabe im Vordergrund stehen, sondern auch die psychologischen Beweggründe, die den Gedanken an den Datenschutz in den Hintergrund treten lassen.

Extracto


1. Einleitung

2. Theoretische Fundierung

2.1 Das Phänomen Facebook

2.1.1 Daten und Fakten über die SNS

2.1.2 Datenspeicherung und -weitergabe

2.2 Selbst und Selbstdarstellung

2.2.1 Selbstkonzept und die Impression Management Theorie

2.2.2 Impression-Management-Strategien und -Taktiken

2.3 Impression Management in der Interaktion auf Facebook

2.3.1 Profilbilder

2.3.2 Statusmeldungen

2.3.2 Der ‚Gefällt mir’-Button

3. Empirische Untersuchung

3.1 Ziel und Aufbau der Untersuchung

3.1.1 Der Fragebogen

3.1.2 Der Interviewleitfaden

3.2 Auswertung der Daten

3.2.1 Bemerkung zur Stichprobe

4. Ergebnisse der Untersuchung

4.1 Typ A – Der Selbstdarsteller

4.1.1 Der bewusste Selbstdarsteller

4.1.2 Der unfreiwillige Selbstdarsteller

4.2 Typ B – Der kontrollierte Nutzer

4.2.1 Der kontrollierte Selbstdarsteller

4.2.2 Der kontrollierte Nicht-Selbstdarsteller

4.3 Typ C – Der Datenschützer

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit das Bedürfnis nach Selbstdarstellung (Impression Management) die Datenfreigabe von Nutzern im sozialen Netzwerk Facebook beeinflusst und warum der Nutzen der Selbstdarstellung häufig schwerer wiegt als die Bedenken bezüglich der Privatsphäre.

  • Psychologische Grundlagen der Selbstdarstellung (Selbstkonzept und Impression Management).
  • Empirische Analyse der Verhaltensweisen von Facebook-Nutzern mittels qualitativer Erhebung.
  • Identifikation und Typisierung verschiedener Nutzergruppen basierend auf ihrem Darstellungs- und Datenschutzverhalten.
  • Konfliktfeld zwischen individuellem Mitteilungsdrang und dem Wunsch nach Datenschutz.

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Phänomen Facebook

Die SNS Facebook wurde im Februar 2004 von dem damaligen Studenten Mark Zuckerberg gegründet und diente als soziales Netzwerk für Studenten der Harvard University (Kirkpatrick 2010, S. 30). Heute ist das Netzwerk für jedermann zugänglich und soll primär die Kommunikation unter aktuellen oder auch ehemaligen Freunden erleichtern. Zu diesem Zweck bieten sich verschiedene Funktionen an: Die Benutzer können Nachrichten schreiben, Gruppen gründen und dort Diskussionen führen, Fotos oder ganze Alben hochladen, Statusmeldungen veröffentlichen, Statusmeldungen kommentieren oder einfach nur Profile anderer betrachten (Holzapfel/Holzapfel 2010, S. 44ff.).

Mark Zuckerbergs selbst erklärtes Ziel dieser Unternehmung: „Ich möchte, dass in Zukunft die gesamte Kommunikation im Internet über Facebook läuft.“ (Görig 2011, S.44f.)

Betrachtet man die Entwicklung der Mitgliederzahl der Plattform der letzten Jahre, so könnte man zu dem Schluss kommen, dass diese wenig bescheidene Vision Zuckerbergs in baldiger Zukunft eintreffen könnte beziehungsweise in manchen Ländern bereits eingetreten ist.

Die Mitgliedschaftszahlen entwickelten sich seit der Gründung des SNS im Jahre 2004 rasant. Heute verzeichnet Facebook über 800 Millionen aktive Mitglieder (Facebook Press Statistics 2011, o.S.). Laut den offiziellen Pressedaten von Facebook loggen sich rund 50 % der 800 Millionen angemeldeten Facebook-Nutzer täglich in dem sozialen Netzwerk ein. Pro Tag werden mehr als 250 Millionen Bilder von den Nutzern hochgeladen und durchschnittlich verfügt ein User über 130 Freunde und 80 Community-Seiten, Gruppen oder Events (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Selbstdarstellung auf Facebook und Formulierung der Forschungsfrage zum Spannungsfeld zwischen Datenpreisgabe und Privatsphäre.

2. Theoretische Fundierung: Darstellung der psychologischen Grundlagen, insbesondere der Impression-Management-Theorie und der Möglichkeiten der Selbstdarstellung mittels Profilbildern, Statusmeldungen und Likes.

3. Empirische Untersuchung: Vorstellung der qualitativen Forschungsmethodik, des Fragebogens und des Interviewleitfadens, die für die Untersuchung genutzt wurden.

4. Ergebnisse der Untersuchung: Typisierung der befragten Nutzer in verschiedene Kategorien wie Selbstdarsteller, kontrollierte Nutzer und Datenschützer basierend auf den erhobenen Daten.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Bestätigung, dass die Selbstdarstellung häufig Vorrang vor Datenschutzbedenken hat.

Schlüsselwörter

Facebook, Impression Management, Selbstdarstellung, Datenschutz, Privatsphäre, Social Networking Site, Selbstkonzept, Profilbild, Statusmeldungen, Qualitative Untersuchung, Nutzerverhalten, Identitätsmanagement, Soziale Interaktion, Datensicherheit, Persönlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Verhalten von Facebook-Nutzern im Hinblick auf ihre Selbstdarstellung und wie dieses Bedürfnis ihre Einstellung zum Datenschutz beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind Impression Management, die psychologischen Beweggründe hinter der Datennutzung in sozialen Netzwerken und der Konflikt zwischen Authentizität und Datenschutz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, warum Nutzer bereit sind, private Informationen preiszugeben, und wie sie den persönlichen Nutzen der Selbstdarstellung gegen die Risiken der Datenfreigabe abwägen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine qualitative empirische Untersuchung durchgeführt, die auf Experteninterviews und Fragebögen basierte, um die Beweggründe der Probanden tiefgehend zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Impression-Management-Theorie und eine detaillierte empirische Auswertung, in der verschiedene Nutzertypen klassifiziert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Facebook, Impression Management, Selbstdarstellung, Privatsphäre, Datenschutz und Selbstkonzept.

Was unterscheidet den „bewussten Selbstdarsteller“ vom „unfreiwilligen Selbstdarsteller“?

Der bewusste Selbstdarsteller pflegt sein Profil aktiv und strategisch, um ein bestimmtes Image zu erzeugen, während der unfreiwillige Selbstdarsteller zwar viele Daten (z.B. durch Verlinkungen) hinterlässt, sich aber oft nicht bewusst ist, wie viel sein Profil über ihn verrät.

Welche Rolle spielt das Pseudonym für den „Datenschützer“?

Der Datenschützer nutzt Pseudonyme als Schutzmaßnahme, um im Netzwerk nicht auffindbar zu sein und die Gesichtserkennungssoftware von Facebook zu umgehen, da für ihn der Schutz seiner Daten absolute Priorität hat.

Final del extracto de 64 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Einfluss des Impression Management auf die Datenfreigabe im sozialen Netzwerk Facebook
Universidad
University of Siegen  (Marketing)
Curso
Digital Natives' Traces - Konsequenzen und Probleme des Hinterlassens digitaler Spuren durch die Nutzung von Social Networking-Plattformen
Calificación
1,3
Autor
Ines Koch (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
64
No. de catálogo
V201203
ISBN (Ebook)
9783656279938
ISBN (Libro)
9783656281030
Idioma
Alemán
Etiqueta
facebook impression management psychologie gründe tiefeninterviews uni siegen ines koch schramm-klein
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ines Koch (Autor), 2012, Der Einfluss des Impression Management auf die Datenfreigabe im sozialen Netzwerk Facebook, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201203
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Extracto de  64  Páginas
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